3,5 Jahre - Willkommen im Irrenhaus
- Jia
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Re: 3,5 Jahre - Willkommen im Irrenhaus
Meine Grosse konnte das aber auch gut "alleine". Ich weiss noch, wie fassungslos ich war, als sie zum ersten Mal einen Wutanfall bekommen hat, weil ihr angeblich ihre imaginäre Freundin ein imaginäres Buch weggenommen hatte (da waren wir mitten in der Kita-Eingewöhnung und der Druck entsprechend gross). Aber wenn es nur um einen Blitzableiter geht, ist eine imaginäre Freundin wesentlich sozialverträglicher als beispielsweise die kleine Schwester, insofern fand ich das nach der ersten Verblüffung gar keine schlechte Strategie. Aber ja, "Willkommen im Irrenhaus" trifft es gut...
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)
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Nala85
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Re: 3,5 Jahre - Willkommen im Irrenhaus
Wie macht man das? Liegt mir garnichtcarolina hat geschrieben: 03.05.2022, 09:09 Ich hab ja mal als Strategie absichtlich kleinere, für mich emotional nicht belastende Konflikte angefangen, damit das Kind den Wutausbruch haben konnte, den es nach der Schule brauchte. So hat das Kind nicht immer weiter und immer krasser provoziert, bis es irgendwann einen Riesenstreit gab, sondern wir haben das quasi schnell hinter uns gebracht, ohne dass ich komplett am Ende war. Das hat funktioniert![]()
ich denke genau das ist der Lerneffekt. Er braucht vielleicht kein großes Gerede drum, sondern hat ganz gut mitbekommen um was es geht, wollte aber trotzdem noch wütend sein.Serafin hat geschrieben: 03.05.2022, 08:29
Der kleine ist ganz anders. Den kann man manchmal raus holen, mein Mann besser als ich. Aber ich habe keinen Bock mehr dazu. Wenn der fertig gewütet hat, sitzt er sich zufrieden hin und tut genau das, was ich vorgeschlagen habe bzw das, wogegen er gerade gewütet hat. Und er ist danach ausgeglichen und hat aus der Wüterei, die mich so viel Kraft kostet, Energie gezogen. Auch kann man mit ihm nicht darüber sprechen und somit kein Lerneffekt.
Ich merk jetzt in manchen Situation nämlich auch, dass sie durchaus zugehört hat, auch wenn ich nur angebrüllt werde.
Letztens wollte sie morgens vor dem Kindergarten unbedingt ihr Prinzessinkleid anziehen. Ich erklärte dass es für den Kindergarten nicht geeignet ist, weil es kaputt geht und sie damit nicht krabbeln und klettern kann. Sie wollte unbedingt und wir machten aus sie trägt es 10 min und darf sich im Kreis drehen damit es fliegt. Sie versprach es. Gut sie zieht es an, nach 10 min sag ich "noch 3 mal drehen" und bäääämmm sie will es natürlich nicht ausziehen. Pfeffert mir ihre andere Kleidung um die Ohren. Schreit. Ich komm mit der Kleidung zu ihr, versuchs ruhig "Wir haben uns ausgemacht 10 min, du hast es versprochen, also zieh es jetzt bitte wieder aus" - NEEEEEEEIIIIIIIN kehliges Schreien direkt vor meinem Gesicht. Ich wurde wütend, pfefferte ihr das andere Tshirt einfach auf den Schoß und ging raus. Trank einen Kaffee. Nach 2 min kommt sie her "Mama kannst du mir das ausziehen? Dann zieh ich das T-Shirt an und dann gehen wir in den Kindergarten."
Was mich am meisten stresst, ist wenn man ihr es vorab schon 3 mal erklärt hat, veranschaulicht hat, (z.b. dass es regnet) und sie dann nach 3 mal Nachfragen noch immer sagt, ja weiß sie, will sie trotzdem - und sie dann trotzdem so brüllt als hätt sie ne Reißzwecke im Fuss. Da muss ich instinktiv erstmal die Augen gegen Himmel drehen, tief ausatmen oder schnauben, weil es mir einfach das Gefühl gibt, dass ich "alles umsonst mache / erkläre"
Ich habe heute mit meiner Mama gesprochen und sie meint diese abendlichen Eskalationen dienen eher dazu unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Egal wie auch im Negativen. Wir sind beide mit ihr beschäftigt und sie steht im Mittelpunkt. Nicht ihr Bruder. Und Abendessen seien einfach die perfekte Gelegenheit um zu eskalieren - bei allen Kindern
Na das will man sich ja mal nicht entgehen lassen
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Re: 3,5 Jahre - Willkommen im Irrenhaus
Ich hab den Thread noch nicht komplett gelesen. Aber ich hab den Eindruck, ihr schreibt von F. Eskalation bei fast jedem Abendessen etc., regelmäßige Brüllkreischattacken wegen nix... Es ist sooo anstrengend. Und laut. Ein Glück, dass V so viel entspannter ist. Aber auch sie wird in manchem, z. B. Essen, gerade immer anspruchsvoller und pfeffert alles auf den Boden, was sie nicht will um dann so lange zu jammern und zu zeigen, bis wir verstehen, was sie haben möchte.
Geduld hilft, aber oft genug kann ich die nicht aufbringen und dann fange ich doch an zu meckern oder gehässige Kommentare zu machen...
Werde heute Abend mal in Ruhe alles hier lesen
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mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
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Serafin
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Re: 3,5 Jahre - Willkommen im Irrenhaus
Eifersucht ist hier grad voll Thema. Nicht von groß auf klein, anders rum. Der große ist krank, der kleine brüllt bis er vom Papa zwangsentfernt wurde wegen Mama kümmert sich uns Andre Kind
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kleiner Schildkröterich 05/19
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Nala85
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Re: 3,5 Jahre - Willkommen im Irrenhaus
Unsere Kinder sind ja echt recht nah beinander.ShinyCheetah hat geschrieben: 08.05.2022, 14:26 Ich hab den Thread noch nicht komplett gelesen. Aber ich hab den Eindruck, ihr schreibt von F. Eskalation bei fast jedem Abendessen etc., regelmäßige Brüllkreischattacken wegen nix... Es ist sooo anstrengend. Und laut. Ein Glück, dass V so viel entspannter ist. Aber auch sie wird in manchem, z. B. Essen, gerade immer anspruchsvoller und pfeffert alles auf den Boden, was sie nicht will um dann so lange zu jammern und zu zeigen, bis wir verstehen, was sie haben möchte.
Geduld hilft, aber oft genug kann ich die nicht aufbringen und dann fange ich doch an zu meckern oder gehässige Kommentare zu machen...
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Heut hats ständig gewechselt - im einen Moment piesakt sie ihn, im nächsten wickelt sie ihn, dann wird gehauen, aber als er weinte weil der böse Papa ihm Klettern verbot ging sie zu ihm und streichelte ihn.
Ich merke meine Tochter braucht mehr Aufmerksamkeit (sylvanian Häschen sind grad wieder voll in mit Rollenspielen) und sie braucht Aufgaben. Wenn ich nur sag "Kannst du mir bitte die Feuchttücher geben" strahlt sie meist schon wenn ich mich dann bedanke. Aber im Alltag ist man oft so gestresst dass man vergisst ihr Aufgaben zu geben wo sie sich gross und wertvoll vorkommen kann. Klar soll sie das auch ohne wissen - aber sie ist eben der Typ Mensch der sich beim Helfen gut fühlt.
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