Ich habe mich durchgequältKerstin123 hat geschrieben: 22.07.2021, 12:44Wirklich?annibi hat geschrieben: 22.07.2021, 11:57Kein Fachwissen, aber persönliche Erfahrung.Kerstin123 hat geschrieben: 22.07.2021, 11:43 Und gibt es hier vlt auch Spezialisten, die mich beruhigen bzw. über das Medikament aufklären können?
Laut Ärztin und Hebamme ist es okay.
Mein Bauch sagt mir nur was anderes, was auch an meiner Angststörung liegen könnte.![]()
Ich verstehe dich so gut, mir ging es ganz genau so! Angst ist ein Arschloch ... Es ist so schwer dagegen anzukommen. Du schaffst das. Und wenn dir das ad vorher so gut geholfen hat, vielleicht kannst du es jetzt als Krücke sehen .
Erzähl mir bitte mehr!!!!!
Wie hast du es raus geschafft?
Hast Du mit Medi gestillt?
(Voll)Stillen mit Sertralin
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- annibi
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
... mit ya (4/07), fi (05/09) und pa (08/15) fest an der hand; lu (*+6/13) und den *** ganz tief im Herzen!
"Freu dich innig am Herrn ! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt. Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm. Er wird es fügen." (Ps 37, 4-5)
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Kerstin123
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Danke Dir für Deine Antwort!rueckenwind hat geschrieben: 22.07.2021, 13:20Davon bin ich fest überzeugt!Kerstin123 hat geschrieben: 22.07.2021, 12:57 Und glaubt ihr, dass Mumi trotz Spuren von Sertralin immer noch gesünder und besser für mein Kind ist, als künstliche Säuglingsnahrung?
Ich habe während der Stillzeit meines zweiten Kindes Sertralin genommen. Und bereue manchmal, so lange damit gezögert zu haben. Es hat mir sehr gut und nebenwirkungsarm geholfen.
Mein jetzt 8-Jähriger hat in keiner erkennbaren Weise darauf reagiert und auch jetzt gibt es keine Auffälligkeiten, die darauf zurückgeführt werden könnten.
Ganz sicher werden sich aber die Auswirkungen der Erkrankung auf dich, deine Familie und dein Kind auswirken. Eine schwerwiegende psychische Erkrankung geht einfach nicht spurlos vorbei. Ich denke, das sollte man bei der Abwägung nicht außer acht lassen.
Wir kommen tagtäglich mit unendlich vielen Stoffen in Berührung, die wir gar nicht hinterfragen,da ist es völlig legitim, bei einem hilfreichen Medikament auf die Expert:innen zu vertrauen!
Gute Besserung!
Darf ich Dich dazu noch was fragen?
Hast Du Deinen Sohn auch schon mit Sertralin vollgestillt? Wie ist es Dir dabei mit Deinem Gewissen ergangen? Hattest Du keine Bedenken?
Hat er beim Stillen überhaupt gar nicht aufs Medikament reagiert?
Beobachtest Du ihn jetzt öfter mal und fragst Dich, ob er Auswirkungen haben könnte??
Tausend Dank!!!
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Ich habe mit der Einnahme kurz vor ersten Beikostversuchen begonnen. Allerdings macht es vermutlich keinen Unterschied, ob man geringe Mengen zufüttert oder tatsächlich ausschließlich stillt, oder?
Mein Sohn hat dann gestillt bis er etwa 3,5 Jahre alt war.
Ich konnte mich lange nicht durchringen, Medikamente zu nehmen, aus Sorge um mein Stillkind aber auch aus der idiotischen Vorstellung heraus, es "allein schaffen" zu müssen. Meine Tante ist Psychiaterin, die damals viel mit Frauen mit PPD gearbeitet hat, sie hat sich viel Zeit genommen, den Wirkmechanismus zu erklären und meine Fragen bezüglich des Stillens zu beantworten. Sertralin ist, ihr zufolge, das Mittel der Wahl und umfangreich erprobt.
Als mein Sohn Neurodermitis bekam war ich besorgt, allerdings hatte mein Mann ähnliche Probleme als Kleinkind, von daher halte ich einen Zusammenhang für ziemlich ausgeschlossen. Die Belastung durch meine Erkrankung würde ich definitiv als größer einstufen als Langzeitwirkungen durch das Medikament. Das Sorgenkarussell kenne ich aber sehr gut, man sollte sich aber bewusst machen, dass die Auswirkungen eines Aspektes bei Kindern und Erwachsenen oft nicht eins zu eins erkennbar werden, da sowohl der Körper als auch das Verhalten so sehr komplex ist. Oft muss man für seine Kinder ja Entscheidungen treffen, die nicht komplett absehbar sind. Ich glaube, es ist wichtig, sich dafür nicht allzu sehr zu quälen sondern sich zuzugestehen, dass man immer versucht, die bestmögliche Entscheidung zu finden. Bei den langfristigen Auswirkungen des Aufwachsens mit einer Mutter mit Angststörung (bei mir Depressionen) im Vergleich zu einer sehr unwahrscheinlichen, bisher unbekannten Nachwirkung eines erprobten Medikaments wäre für mich relativ eindeutig...
Mein Sohn hat dann gestillt bis er etwa 3,5 Jahre alt war.
Ich konnte mich lange nicht durchringen, Medikamente zu nehmen, aus Sorge um mein Stillkind aber auch aus der idiotischen Vorstellung heraus, es "allein schaffen" zu müssen. Meine Tante ist Psychiaterin, die damals viel mit Frauen mit PPD gearbeitet hat, sie hat sich viel Zeit genommen, den Wirkmechanismus zu erklären und meine Fragen bezüglich des Stillens zu beantworten. Sertralin ist, ihr zufolge, das Mittel der Wahl und umfangreich erprobt.
Als mein Sohn Neurodermitis bekam war ich besorgt, allerdings hatte mein Mann ähnliche Probleme als Kleinkind, von daher halte ich einen Zusammenhang für ziemlich ausgeschlossen. Die Belastung durch meine Erkrankung würde ich definitiv als größer einstufen als Langzeitwirkungen durch das Medikament. Das Sorgenkarussell kenne ich aber sehr gut, man sollte sich aber bewusst machen, dass die Auswirkungen eines Aspektes bei Kindern und Erwachsenen oft nicht eins zu eins erkennbar werden, da sowohl der Körper als auch das Verhalten so sehr komplex ist. Oft muss man für seine Kinder ja Entscheidungen treffen, die nicht komplett absehbar sind. Ich glaube, es ist wichtig, sich dafür nicht allzu sehr zu quälen sondern sich zuzugestehen, dass man immer versucht, die bestmögliche Entscheidung zu finden. Bei den langfristigen Auswirkungen des Aufwachsens mit einer Mutter mit Angststörung (bei mir Depressionen) im Vergleich zu einer sehr unwahrscheinlichen, bisher unbekannten Nachwirkung eines erprobten Medikaments wäre für mich relativ eindeutig...
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
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Kerstin123
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Danke für Deine ausführliche Antwort!
Hast Du dann denn Sertralin genommen bis er abgestillt war?
Das Leben mit Angststörung ist für mich so nicht lebenswert. Deshalb nehm ich jetzt auch das Ad.
Für mich stellt sich die Frage, ob ich meinem Sohn etwr stille, oder ob ich abstille.
Ich liebe das Stillen, es hat nur jetzt ein unschönes Gefühl bekommen, wovon ich nicht weiß, ob es aufgrund der Erkrankung oder aufgrund meines mütterlichen Instinkts oder aufgrund Beseitigung aller (mir) möglichen Risiken entstanden ist.
Ich hoffe, dass die Tabletten und die Therapie hierbei ein wenig Wirkung zeigen.
Momentan könnte ich bei jedem Anlegen heulen, weil ich soooooo sin schlechtes Gewissen hab.
Hast Du dann denn Sertralin genommen bis er abgestillt war?
Das Leben mit Angststörung ist für mich so nicht lebenswert. Deshalb nehm ich jetzt auch das Ad.
Für mich stellt sich die Frage, ob ich meinem Sohn etwr stille, oder ob ich abstille.
Ich liebe das Stillen, es hat nur jetzt ein unschönes Gefühl bekommen, wovon ich nicht weiß, ob es aufgrund der Erkrankung oder aufgrund meines mütterlichen Instinkts oder aufgrund Beseitigung aller (mir) möglichen Risiken entstanden ist.
Ich hoffe, dass die Tabletten und die Therapie hierbei ein wenig Wirkung zeigen.
Momentan könnte ich bei jedem Anlegen heulen, weil ich soooooo sin schlechtes Gewissen hab.
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Kerstin123
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Das hab ich auch probiert. Absoluter Horror!! Das wünscht man keinem.annibi hat geschrieben: 22.07.2021, 13:57Ich habe mich durchgequältKerstin123 hat geschrieben: 22.07.2021, 12:44Wirklich?annibi hat geschrieben: 22.07.2021, 11:57
Kein Fachwissen, aber persönliche Erfahrung.
Ich verstehe dich so gut, mir ging es ganz genau so! Angst ist ein Arschloch ... Es ist so schwer dagegen anzukommen. Du schaffst das. Und wenn dir das ad vorher so gut geholfen hat, vielleicht kannst du es jetzt als Krücke sehen .
Erzähl mir bitte mehr!!!!!
Wie hast du es raus geschafft?
Hast Du mit Medi gestillt?bzw zum Schluss für mich als Kompromiss life900 genommen. Plus natürlich therapie.aber ich würde es heute anders machen. Mich kostet diese Angstsache sooo viel Freude
![]()
Eigentlich sollte man sein Baby genießen und stattdessen muss ich mich mit so einer Scheiße herum quälen.
- Mups
- hat viel zu erzählen
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Liebe Kerstin,
ich habe aufgrund einer Postpartalen Depression auch Sertralin genommen und gestillt.
Ich wünsche dir gute Besserung!
ich habe aufgrund einer Postpartalen Depression auch Sertralin genommen und gestillt.
Ich wünsche dir gute Besserung!
Mit Löwenmädchen (2014) und Strahlemann (2018)
-
Kerstin123
- gut eingelebt
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Liebe Mups,Mups hat geschrieben: 22.07.2021, 15:15 Liebe Kerstin,
ich habe aufgrund einer Postpartalen Depression auch Sertralin genommen und gestillt.
Ich wünsche dir gute Besserung!
danke! Magst Du mir bitte davon erzählen? Fiel es Dir leicht? Hattest Du keine Bedenken?
-
Lösche Benutzer 22277
Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Hallo, ich habe in der Stillzeit ein AD genommen, Citalopram, und habe meine Muttermilch im Rahmen einer medizinischen Studie an der Uniklinik Frankfurt am Main eingereicht. Es wurden nur Spuren des Mittels in der Milch gefunden, so wenig, dass sich im Organismus des Kindes niemals ein wirksamer Spiegel aufbauen kann.
Meine Kinder sind gesund und munter, völlig normal entwickelt. Ich würde es immer wieder so machen.
Alles Gute für Dich!
Meine Kinder sind gesund und munter, völlig normal entwickelt. Ich würde es immer wieder so machen.
Alles Gute für Dich!
- rueckenwind
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Ich habe bis nach dem Abstillen Sertralin genommen. Seither brauchte ich es glücklicherweise nicht mehr.
Für mich hätte der Schmerz des Abstillens die Sorge übertroffen. Mein Sohn hätte auch massiv protestiert.
Wenn man bedenkt, dass moderat rauchenden Müttern das Abstillen nicht empfohlen wird, würde ich mich auch bei einem AD auf die Empfehlung der Expert:innen verlassen. Ich habe wirklich noch nie etwas von angenommenen Schädigungen durch dieses spezielle Medikament gelesen. Unsere Kinderärztin war ebenso unbesorgt. Ich habe bei meinem Sohn zudem nie etwas wahrgenommen, dass ihn erkennenswert von seinen Schwestern unterscheidet, das ich auf AD beziehen würde...
Vielleicht kannst du das jetzt auch als eine weitere Herausforderung im Umgang mit deinen Ängsten auffassen und entsprechend üben?
Für mich hätte der Schmerz des Abstillens die Sorge übertroffen. Mein Sohn hätte auch massiv protestiert.
Wenn man bedenkt, dass moderat rauchenden Müttern das Abstillen nicht empfohlen wird, würde ich mich auch bei einem AD auf die Empfehlung der Expert:innen verlassen. Ich habe wirklich noch nie etwas von angenommenen Schädigungen durch dieses spezielle Medikament gelesen. Unsere Kinderärztin war ebenso unbesorgt. Ich habe bei meinem Sohn zudem nie etwas wahrgenommen, dass ihn erkennenswert von seinen Schwestern unterscheidet, das ich auf AD beziehen würde...
Vielleicht kannst du das jetzt auch als eine weitere Herausforderung im Umgang mit deinen Ängsten auffassen und entsprechend üben?
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
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Kerstin123
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Re: (Voll)Stillen mit Sertralin
Danke, Raya! Das beruhigt mich sehr!!! 
Hattest Du nie Bedenken?
Hattest Du nie Bedenken?