Dieses Forum wurde mir von meiner Gyn und einer Bekannten empfohlen und ich war anfangs überwältigt von den vielen Zahlen und Gedanken.
Es ist wunderschön zu lesen, dass es Menschen gibt die sich um uns kümmern und teilhaben lassen an ihrem Leben und es damit auch bereichern.
Mit der heutigen Bestellung eines BES und dem anmelden hier nehme ich nun die restliche Kraft und Hoffnung auf ein Stillleben mit unserer kleinen Maus.
Nun zu mir und unserer Geschichte (ich hoffe ich schweife nicht Alleinherrschaft aus und bringe alle wichtigen Fakten mit)
Ich bin 32Jahre alt und habe 2010 meine große Tochter Leandra zur Welt gebracht. Eine tolle Geburt und lediglich arg pralle Brüste beim milcheinschuss am 3. Tage- sonst alles super und ich habe es unfassbar genossen sie bis zum 2. Lebensjahr zu stillen und im Tuch zu tragen. Ich hätte wohlmöglich noch länger Estill wäre da nicht die Schilddrüsenüberfunktion dazwischen gekommen. Ich habe abgestillt und bekam zwei mal eine Radio-Jod-Bestrahlung.
Seit dem nehme ich jeden Tag 1 Tablette Euthyrox früh nüchtern und bin laut den Blutwerten „super eingestellt“.
Mein damaliger Partner und meine Naivität + Unsicherheit führten dazu, dass ich mir Silikonimplantate einsetzen lassen habe (pro Seite knapp500g)... unfassbar dumm aber das nennt man dann wohl „Lehrgeld“
Die Beziehung scheiterte und ich war 2 Jahre alleinerziehend. Und dann kam Maik
2019 musste nach 1 Jahr Beobachtung ein gutartiger Tumor rechte Brust (13 cm groß) und zwei kleine auffällige knoten linke Brust entfernt werden, was das entnehmen der Silikonimplantate und eine komplette Neukonstruktion beider Brüste mit sich zog.
Mit der neuen Beziehung kam der Wunsch eines zweiten Kindes auf. Dieser wurde uns erfüllt und unsere kleine Charlotte kam am 04.03.‘21 zur Welt. 52 cm und 3830g. Früh 3 Uhr setzten die Wehen ein, halb6 waren wir dann im KH, 6 Uhr im Kreissaal und halb7 lag sie schon in meinem Armen. Nachgeburt kam zügig hinterher - keine Verletzungen oder Risse.
Der milcheinschuss war nicht groß spürbar und Lotti hatte, wie die große, Gelbsucht. Dennoch haben Sie uns 3 Tage später entlassen mit dem Wissen, dass ich eine Hebamme habe (die auch bei der Geburt dabei war). In der Zeit plagten mich wunde brustwarzen bis die Tränen flossen aber ich war wild entschlossen „es durch zu ziehen“.
14 Tage später habe ich einen fetten Milchstau in der linken Brust bekommen mit Fieber, Schüttelfrost und Schwindel- es ging wieder ins KH mit Empfehlung meiner Hebamme um dann dort Antibiotikum zu bekommen und weil Lotti bis dahin wieder unter dem Geburtsgewicht war wurde mir empfohlen nun zuzufüttern. Wir haben bis dahin schon ab und an mal Schnuller verwendet sodass sie keine Probleme hatte aus der Flasche zu trinken.
Nach der Entlassung waren es anfangs (nach dem stillen) 50 ml je nach Gefühl ob sie satt ist 1-3 mal am Tag was aber auf 90ml hoch ging trotz abpumpen und teilweise 12 mal anlegen am Tag.
Die Wunden Brustwarzen verschwanden beidseitig kurzzeitig und kamen dann links wieder. Wir waren dann beim Osteopathen und schwubs war auch die linke Seite wieder beschwerdefrei (bis heute!). Nur leider habe ich auf meine Hebi gehört und dann alle Flaschen mit einem Mal abgesetzt weil sie meinte wenn ich wieder vollstillen möchte muss ich die Brust „reizen“ damit sie wieder mehr produziert. „Halte durch.“ waren ihre Worte und ich habe 2 Tage ein schreiendes Baby versucht mit Muttermilch, Luft und liebe zu ernähren
Nun ist es so, dass ihr selbst nachts die Brust nicht reicht(was bis vor 2 Tagen noch so war) und ich wieder mit der Mandela Pumpe arbeite. Sie möchte kaum noch an die Brust und schreit sie teilweise an, was ich verstehen kann da selbst beim pumpen nicht mal die erste Linie(10ml?!) erreicht werden (mit beiden Brüsten!). Nichts desto trotz versuche ich sie immer wieder erst anzulegen bevor ich die Flasche gebe- vielleicht sollte ich das nicht mehr machen bis das BES da ist um den Frust nicht weiter aufzubauen?!
Sie ist fast 3 Monate alt und es treibt mir die Tränen in die Augen bei dem Gedanken gänzlich abzustillen. Gibt es noch Hoffnung auf mehr Muttermilch? Bin ich egoistisch wenn ich es noch nicht aufgeben möchte?
Lieben Dank fürs durchlesen, vielleicht könnt ihr mir nochmal zu Aufschwung verhelfen.