Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Nane85
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Nane85 »

Guten Morgen!

Ich wollte dich nicht verunsichern. Wie gesagt, du kannst das mit dem Mahlzeitenkonzept so machen, wenn du in Kauf nimmst, dann ggf. doch frühzeitig abzustillen. Wenn du das ja sowieso kalkulierst und es für dein Baby und dich gut passt, ist doch alles gut.

Ich konnte mir übrigens auch nie vorstellen, ein Kinder über eins zu stillen. Und dann war meine Tochter plötzlich 1 und am Stillen änderte das genau gar nichts. Sie sind ja nicht plötzlich groß und laufen und reden, sondern man wächst so rein.

Mit dem Brei brauchst du nicht so streng zu sein. Du bietest ja eine gesunde Auswahl an und dein Baby entscheidet, was davon es essen mag. Und wenn der Appetit mal nicht so groß ist, wird es mehr Milch trinken.

Wie geht's denn der Brust? Hast du noch weiter Blockstillen gemacht?

Liebe Grüße,
Nane
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Leesti
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Leesti »

Hallo ihr,

ich danke euch für eure weiteren Antworten.

Durch den einen Tag, an dem ich mehr stillen musste, hab ich wieder total viel Milch. :shock: Ich hab natürlich auch das Blockstillen nicht so lange gemacht, weil ich Schiss hatte, dass es dann zu wenig Milch wird. :roll: Heute Morgen hab ich dann das Blockstillen wieder gestartet. Eben tat mir meine linke Brust so weh und ich war so froh, als E. dann endlich trinken wollte.
Ich musste meine gute Lansinoh Stilleinlage schon nach ein paar Stunden wechseln. Aber es läuft eigentlich nur links so sehr über. Die rechte Brust ist nicht so spendefreundlich.

Also was das Abstillen angeht und das nicht länger als ein Jahr muss ich zugeben, dass ich jetzt auch da unsicher bin und erstmal Klarheit für mich brauche. Ich konnte mir das nie vorstellen, länger zu stillen, aber ich genieße das Stillen ja auch so sehr und durch Corona ist auch gar nicht so richtig die Notwendigkeit zum Abstillen gegeben, weil ich ja eh nie weg will. :lol: Abstillen will ich noch nicht. Der einzige Grund, warum ich mich auch auf das Abstillen freue, ist das meine Brüste dann wieder mir (und meinem Freund) gehören. Derzeit sind die Brüste eher tabu, weil es sich für mich eher komisch anfühlt. Und außerdem kann ich immer noch nicht ohne BH schlafen, weil meine Brüste eigentlich immer auslaufen. Das nervt schon etwas.

Ich muss mich also jetzt mal damit auseinandersetzen, was ich eigentlich will. Ich denke, viel mehr als ein Jahr will ich nicht stillen, aber ich fänd es schon schlimm, wenn es jetzt dann ausversehen doch schon eher vorbei wäre.

Kann man das Blockstillen eigentlich dauerhaft oder längerfristig machen oder wird die MIlch dann immer weniger? (Ich meine, irgendwer hat mal gesagt, dass sie das immer macht) Nane, bei 3 Stunden meinst du, dass ich immer 2 Stillmahlzeiten auf einer Seite gebe? Reicht das denn?
Also ich hatte es jetzt so gemacht:
8 und 10 Uhr rechts
14 und 16 Uhr links
19 und 23 Uhr rechts
3 Uhr beide Seiten
Und um 8 dann wieder von vorne.

Geht das so?

Danke und viele Grüße

leesti
Sommermama2017
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Sommermama2017 »

Zum Auslaufen: ich glaub so nach ca einem Jahr gings dann und ich konnte wieder ohne BH schlafen.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Serafin
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Serafin »

Zum auslaufen kann ich nix sagen, ich hatte und habe das eigentlich icht, auch wenn ich viel Milch gabe.

Aber zum ausgehen: du kannst bei großen Stillkibd selbstverständlich weg gehen. Das isst halt dann. Ich arbeite bei beiden und die sind halt im Kiga bzw der große war in der Krippe. Und ich war so sehr froh und bin so sehr freuen stillen. Sie sind weniger krank und wenn dann schneller wieder fit und sorgen ob er genug bekommen braucht man sich auch nicht mai.
kleiner Maulwurf 12/15
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schneebesen
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von schneebesen »

Bei mir laufen die Brüste auch gern mal aus und obwohl ich noch nie Probleme mit Stau usw hatte, hatte ich beim ersten Kind sehr viel Bedenken bei der Beikosteinführung, ob ich nicht Probleme mit der Brust bekomme.
Ich habe dann wirklich sehr langsam eine Mahlzeit nach der anderen ersetzt. Angefangen habe ich mit dem abendbrei, und da abgewechselt nach Lust und Laune (mal Obst, mal Gemüse). Am Anfang immer nachgestillt nach meinem Bedarf und nach ca einem Monat war dann das Zeitfenster zwischen Nachmittag und bis zum ins Bett gehen für die Brust kein Problem mehr. Danach dann Mittagessen, nach einem weiteren Monat dann vormittags und dann Nachmittag ersetzt. Beim Essen habe ich zwischen Brei und Fingerfood hin und hergewechselt, je nachdem was gerade besser gepasst hat. Ich habe auch zwischendrin wenn es gerade gepasst hat, etwas zum Essen angeboten, aber das zielte dann nie als Ersatz fürs stillen. Einschlafstillen, nachts und am morgen habe ich beibehalten und konnte so in Krankheitszeiten auch schnell die Menge wieder steigern. Insgesamt habe ich mich also ehr mit der Geschwindigkeit an meiner Brust orientiert, als am Kind. Das hätte sich wahrscheinlich schneller abstillen lassen, weil es gut gegessen hat. Für meine Tochter war stillen aber auch hauptsächlich Nahrung und sie hatte auch einen Rhythmus. Das ist ja auch nicht bei jedem Kind gleich.

Ich war damit zufrieden, dass ich tagsüber ein längeres stillfreies Zeitfenster hatte. Ich konnte mir damals auch nicht vorstellen länger als ein Jahr zu stillen. Trotzdem haben wir so dann noch ein paar Monate länger gestillt und das abstillen hatte dann auch andere Gründe.
Wenn mir die Brüste zu prall waren, habe ich auch oft beim Duschen ausgestrichen und anschließend gekühlt. Das war hier sehr effektiv. Vielleicht nützt dir meine Geschichte ja etwas. (Beim zweiten Kind lief dann alles übrigens ganz anders, also keine Strategie ist in Stein gemeißelt und immer abhängig vom Kind und der Mutter. Ich finde man darf und muss Konzepte auch immer an seine eigenen Ansprüche anpassen. :wink: )
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Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler
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Nane85
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Nane85 »

Guten Abend,

wie geht's dir? Hast du weiter blockgestillt?

Bei den Blöcken setzt du dir ein Zeitfenster von zum Beispiel drei Stunden, in denen du dann NUR die z.B. rechte Seite gibst, wann immer dein Baby stillen möchte. Nach den drei Stunden wird gewechselt.

Also zum Beispiel
8-11 Uhr rechts
11-14 Uhr links
14-17 Uhr rechts
Usw.

Und das eben konsequent durchziehen.

Die Brust, die gerade nicht dran ist, gut kühlen! Das drosselt die Milchproduktion sehr gut.

Wenn die pausierende Seite schmerzt und übervoll ist, kannst du ein bisschen Milch ausstreichen, aber nur so viel, dass es so gerade eben nicht mehr spannt. Diese Überfülle signalisiert eben auch, dass die Milch gerade nicht benötigt wird.

Und dann braucht es einfach ein paar Tage Geduld. Ich würde vorschlagen, du machst es mal für zwei Tage so, und dann schauen wir weiter. Wäre das in deinem Sinne?

Liebe Grüße,
Nane
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)
Leesti
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Leesti »

Hallo Nane,

danke für deine Antwort. Ich hab das jetzt eigentlich schon 2 Tage so gemacht. Also im Grunde nach dem Schema, das ich aufgeschrieben hatte. War ja fast identisch mit deinem, oder?

Gestern Abend hab ich einen Fehler gemacht. Ich hatte Bauchweh und hab mir eine Wärmeflasche auf den Bauch gelegt. Beim Fernsehen hab ich mich eine Weile nach vorn gebeugt und dabei hat die Wärmflasche von unten auch meine Brüste gewärmt. Die rechte war danach echt hart und schmerzte (aber nur unten und an den Seiten, wo die Wärme hingekommen war). Die Brust wurde heute Nacht aber gut leer getrunken. Sie tut aber immer noch ein bisschen weh.

Kann ich das mit den Blöcken jetzt erstmal so weiter machen? Die beiden Mahlzeiten mittags und am frühen Abend hab ich jetzt aber immer noch nicht gestillt. Das hat jetzt die letzten 2 Tage eigentlich sehr gut geklappt. Ich kühle jetzt auch zwischendurch immer mal nach Bedarf. Oder meinst du, ich sollte lieber ständig kühlen?

Danke dir und viele liebe Grüße

Leesti
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Nane85
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Nane85 »

Hallo,

wie geht's euch heute?

Bei "alle drei Stunden Seite wechseln" wäre jede Seite häufiger dran. Bei dir ist ja zum Beispiel von 16 bis 3 Uhr die linke Seite gar nicht dran?

Du kannst, wenn es gut läuft mit den Blöcken, dann langsam die Zeiträume verkürzen, bis du irgendwann dann einfach wieder die Brüste abwechselnd gibst. Da kannst du ein bisschen nach Gefühl gehen.

Kühlen ist immer gut! Du hast ja gemerkt, was Wärme bewirkt, genauso (nur eben die gegenteilige Wirkung) ist es bei Kälte auch. Aber natürlich muss es dir angenehm sein!
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Leesti »

Hallo Nane und liebes Forum,

auf Anraten einiger Freundinnen schreibe ich hier jetzt noch mal.

Ich habe in den letzten Monaten nach und nach immer weniger gestillt, eigentlich so wie ich es geplant hatte. Jetzt stille ich eigentlich nur noch mittags vor dem Schlafen (allerdings nach dem Essen), abends vor dem Schlafen (auch nach Essen) und nachts 1-3 mal (das letzte Mal beim Aufwachen, leider meistens um kurz vor oder nach 5 Uhr).

Das ging jetzt wirklich richtig super! Der Weg dahin war noch öfter mit harten und roten, schmerzhaften Stellen gepflastert, aber ich habe das mit Kühlen und Salbeitee immer gut hinbekommen.
Seit etwas 5-6 Wochen sind meine Brüste nur noch weich und ich kann auch endlich ohne BH schlafen! Das war ein Glücksmoment!

Eigentlich hatte ich jetzt vor, so weiter zu machen oder höchstens noch die Mittagsmahlzeit wegzulassen und dann nur noch abends und nachts zu stillen.

Allerdings bin ich jetzt am Mittwoch (also vorgestern) um 11 Uhr mit Biontech erstgeimpft worden und E. hat seitdem (also etwa 2,5 Stunden nach der Impfung) die Brust verweigert. Mittags will sie nicht, abends zum Einschlafen auch nicht und auch nachts nicht so richtig. In der ersten Nacht hat sie noch 2 mal getrunken, letzte Nacht dann aber nur noch einmal (auch erst beim 3. Versuch sie anzulegen). Sie nimmt dann stattdessen einen Nucki.
Stillt sie sich gerade selbst ab? Ich bin so traurig darüber, dass sie so gar nicht mehr will. Wie sich das äußert? Anfangs hat sie die Brust in den Mund genommen und dann mit so einer Art "Bäh" ausgespuckt. Jetzt meckert sie schon, wenn ich uns in Position bringe und biegt sich nach hinten durch.

Ich finde es halt auch so komisch, dass sie direkt nach der Impfung so reagiert hat. Meint ihr das legt sich wieder? Bzw. das könnte sich wieder legen? Sollte ich abpumpen, damit die Brust die Produktion nicht einstellt? Und wie lange probiere ich es immer wieder? Ich will sie ja auch nicht unter Druck setzen. Und mich auch nicht.

Vielleicht muss ich mich einfach davon lösen, jetzt wo sie in nicht mal mehr 2 Wochen 1 Jahr alt wird. Ich hatte einfach auch die Hoffnung, ihr noch ein bisschen von meinem Impfschutz mitzugeben. Die Ärztin meinte nämlich, dass sie auch wenn ich nur noch wenig stille trotzdem Schutz bekommt.

Braucht ihr noch weitere Angaben/Infos?

Habt ihr Ideen und Tipps für mich?

Danke und viele Grüße

Leesti
Serafin
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung

Beitrag von Serafin »

Ich würde, wenn du nicht abstillen willst, keinen künstlichen Sauger geben. Sondern mit deinem Kind durch den Stillstreik gehen.
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