Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Polarfuchs
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Re: Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Beitrag von Polarfuchs »

Naja, 800ml pre sind ja auch gut 550kcal, wenn er davon viel auch nachts trinkt denke ich, dass er gerade morgens einfach keinen Hunger hat. 550kcal sind ja mehr als dies Hälfte des Tagesbedarfs.
Was nimmt er denn an Beikost gut an? Kannst du auf hochkalorische Sachen achten wenn er an Menge wenig ist? Also gut fett/Butter dran an das was er bekommt?
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Mondenkind
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Re: Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Beitrag von Mondenkind »

Hallo Malena, ich kann verstehen, dass Dich die Situation stresst!

Wurde ein Eisenmangel abgeklärt? DAs Risiko für Eisenmangel ist bei Formulanahrung im Vergleich zu Muttermilch erhöht, v.a. wenn sie in dem Alter noch Hauptnahrungsquelle ist. Und Eisenmangel macht mitunter appetitlos.

Schon allein wegen der Zähne würde ich das nächtliche Trinken von Prenahrung reduzieren. Dafür verdünnt man die Formulanahrung Schritt für Schritt immer etwas mehr, bis man beim nächtlichen Wasser trinken angekommen ist. Aber wirklich in so kleinen Schritten, dass er keinen Unterschied bemerkt. Er soll nicht das Gefühl bekommen, dass ihm aktiv etwas vorenthalten wird und er soll auch zu nichts gezwungen werden.

Und parallel würde ich wirklich einen Eisenmangel abklären lassen.

Du hast völlig recht, Druck sollte keinesfalls ausgeübt werden!
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Re: Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Beitrag von Malena »

Mondenkind hat geschrieben: 24.12.2020, 13:53 Hallo Malena, ich kann verstehen, dass Dich die Situation stresst!

Wurde ein Eisenmangel abgeklärt? DAs Risiko für Eisenmangel ist bei Formulanahrung im Vergleich zu Muttermilch erhöht, v.a. wenn sie in dem Alter noch Hauptnahrungsquelle ist. Und Eisenmangel macht mitunter appetitlos.

Schon allein wegen der Zähne würde ich das nächtliche Trinken von Prenahrung reduzieren. Dafür verdünnt man die Formulanahrung Schritt für Schritt immer etwas mehr, bis man beim nächtlichen Wasser trinken angekommen ist. Aber wirklich in so kleinen Schritten, dass er keinen Unterschied bemerkt. Er soll nicht das Gefühl bekommen, dass ihm aktiv etwas vorenthalten wird und er soll auch zu nichts gezwungen werden.

Und parallel würde ich wirklich einen Eisenmangel abklären lassen.

Du hast völlig recht, Druck sollte keinesfalls ausgeübt werden!
So, jetzt haben wir den Salat! Mein „Ganz oder Gar Nicht“ Zwerg nimmt GAR keine Milch mehr!
Vor 4 Tagen mittags hat er plötzlich angefangen konsequent die Milchflasche zu verweigern. Er muss höllische Zahnschmerzen haben, zeigt immer auf die selbe Stelle und sabbert sich klitschnass (müssen die letzten Backenzähne sein, die jetzt wohl auch schon einschießen)
Hatte auch erhöhte Temperatur.

Er hat allerdings noch nie nie nie deshalb die Flasche verweigert. Allerdings vor zwei Monaten deshalb den heiss geliebten Schnuller. Hat so gewirkt, als ob das Schnullern plötzlich schmerzhaft war und er auf keinen Fall das Ding mehr im Mund wollte. Richtig geheult hat er, wenn man ihn angeboten hat. Als die Schmerzen wieder weg waren, hat er ihn nur ganz kurz in den Mund genommen, und wieder unter Kopfschütteln und „neeee“ zurückgegeben.
Seitdem ist er mit Schnuller komplett durch, dabei war er mit 12 Monaten plötzlich SO Schnuller verrückt. Seine Heissgeliebte Federwiege, ohne die lange Zeit einschlafen unmöglich schien, fand er aber auch von einem auf den anderen Tag komplett doof.

Die Milch weigert er sich nun auch aus dem Glas oder diversen anderen Behältern zu trinken. (Wasser und Saft schon) Milch lässt er direkt wieder rausfliessen.
Unter Schmerzmitteln hat er in den 4 Tagen im Halbschlaf noch 2 oder 3mal jeweils 100ml getrunken, aber jetzt wo die Schmerzen besser wirken, reagiert er immernoch komplett ablehnend auf die Milchflasche.

Gestern hat er insgesamt 8 kleine Schupfnudeln gegessen.
Es wird also etwas mehr mit dem Essen (aber natürlich kein Vergleich zu den bisherigen Kalorien durch die Milch)
Er muss doch schrecklichen Hunger haben???!
Von den letzten Nächten und Einschlafen erzähl ich besser erst gar nicht. Schlimmer geht kaum. Dabei war das in letzter Zeit endlich deutlich besser und er kam nur noch zweimal nachts für ne Flasche.

Wenn wir Glück haben reguliert sich jetzt alles von alleine, er lernt ohne Milch ein und weiter zu schlafen und sich durch Nahrung satt zu essen.
Im schlimmsten Fall... ach das will ich mir besser noch gar nicht ausmalen :|
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Re: Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Beitrag von Binchen86 »

Wie ist es denn mit Brei?
Auch wenn man selber vielleicht kein Fan davon ist... vielleicht ist es ja das Kind?
Grießbrei, Getreidebrei, Obstmus, der "klassische" Gemüsebrei, , Kartoffelbrei...hast du da Mal rumprobiert?
Kann man ja auch super mehr Kalorien reinbringen durch Fett/Öl.
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Mondenkind
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Re: Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Beitrag von Mondenkind »

Das klingt anstrengend, Malena. Sicherlich haben die Schmerzen damit zu tun, gut, dass Ihr ihm da Schmerzmittel anbietet. Ggf. muss auch der Kinderarzt noch genauer gucken, wo die Schmerzen herkommen.

Du warst nicht auf meine Frage mit dem Eisenmangel eingegangen, wie ist es damit?

Brei oder sehr breiige Lebensmittel (Kartoffelpü, Gemüsepüree, Obstmus) könnten in der Tat eine Option sein.
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Re: Mein wählerisches Kleinkind (16 Monate)

Beitrag von Malena »

Mondenkind hat geschrieben: 31.12.2020, 14:37 Das klingt anstrengend, Malena. Sicherlich haben die Schmerzen damit zu tun, gut, dass Ihr ihm da Schmerzmittel anbietet. Ggf. muss auch der Kinderarzt noch genauer gucken, wo die Schmerzen herkommen.

Du warst nicht auf meine Frage mit dem Eisenmangel eingegangen, wie ist es damit?

Brei oder sehr breiige Lebensmittel (Kartoffelpü, Gemüsepüree, Obstmus) könnten in der Tat eine Option sein.
Eisenmangel hatte ich beim letzten Kinderarzt Besuch angesprochen, aber der Arzt wollte dem nicht nachgehen, da er wohl nicht so wirke und ich ihn bis vor kurzem ja auch noch gestillt habe. (Daheim immer stillen, unterwegs ging irgendwann einfach nur Flasche von seiner Seite aus..)
Musste dann aber mit 14 Monaten abstillen, da ich Medikamente brauche - mein Zwerg hat aber tatsächlich überhaupt nicht nach der Brust verlangt, sondern sehr gerne die Flasche auch daheim genommen.

So nun ist es so, dass die Schmerzen weg sind und sich alles wieder ganz gut eingependelt hat:
Tagsüber verweigert er komplett die Milch, isst zwar weiterhin wenig, aber bereits etwas mehr, abwechslungsreicher und kommt öfters an den Tisch:
Wurst, Avocado, Brot, Banane, Apfel, Kartoffelpuffer, Schupfnudeln, Thunfisch Nudeln mit Oliven (wobei er primär die Nudeln isst, aber immerhin ist da Öl und Beigeschmack toleriert), manchmal sogar etwas Bolognese Soße oder Pflaumenmus, aber zu 80% ekelt er sich vor breiigen Konsistenzen.Da möchte er nichtmal probieren..
Habs deshalb auch über eine befüllbare Quetschie Flasche probiert, aber Obst oder Milchbrei hat er schon immer abgelehnt.( Quetschies auch, außer eben einen ganz bestimmten mit Pflaume und Birne)
Wenn er Pflaumenmus isst und ich schnell noch Getreideflocken und Öl beimische, spuckt ers sofort wieder aus und das Essen ist dann für ihn auch beendet.
Er merkt alles 🙈 Eine gute Eiweissquelle, die er mag, suchen wir noch..

Einschlafen klappt jetzt erstaunlicherweise auch ohne die Flasche, nachts schreit er jetzt wieder 2mal zu seinen gewohnten Zeiten und trinkt da insgesamt wieder die vollen 400ml im Halbschlaf.
Bin hin und hergerissen, ob das so ok ist. Immerhin hat er ja jetzt von sich aus tagsüber die Milch abgeschafft und mein Gefühl sagt mir, so willensstark wie er ist, sollte ich ihm vertrauen, dass er das nachts einfach noch braucht. (In den Nächten wo er die Milch noch komplett verweigert hat, hat er sich so eingeschrien, dass ich mit ihm aufstehen musste bis er so ne Stunde später völlig erschöpft im Hellen einfach auf meinem Schoß eingeschlafen ist und ich die restlichen Stunden im Sitzen verbracht habe..)

Mit Wasser verdünnen hatte ich schon mal probiert: 50ml Wasser zu 100ml Milch Verhältnis - weiter hat er es nicht toleriert, aber das einzige was es gebracht hatte war, dass praktisch jede Nacht die Windel übergelaufen ist. mMn braucht er wirklich die Kalorien der Milch um statt zu sein.

Andererseits merke ich ja jetzt: er isst mehr, je weniger Milch es gibt. Hatte ja schon Angst, dass ihm trotzdem nichts schmeckt, aber er scheint nach wie vor zwar sehr wählerisch zu sein, aber in einem akzeptablem Rahmen oder was meinst Du?
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