zuckerwatte hat geschrieben: 03.01.2020, 12:28
Melody hat geschrieben: 02.01.2020, 20:38
Marie Kondo hab ich auch gelesen; fand ich toll bis auf ihren fimmel mit den Dingen zu reden etc. Aber das kann man ja ausblenden.
ähm... das ist kein fimmel, sondern teil ihrer religion...
Danke! Ich finde es auch etwas schade wenn man einfach drüber urteilt ohne die Hintergründe zur Kultur
Grundsätzlich finde ich das tatsächlich hilfreich um mich von Dingen zu trennen bei denen mir es etwas schwer fällt weil sie irgendwie ein Teil meiner Geschichte sind.
Kondo mag ich sehr, teile lediglich ihre Einstellung zum sockenfalten nicht. Das werden bei mir aber auch keine bälle sondern flache Päckchen.
Wenn man den Luxus von Zeit hat empfehle ich einfach mental zu decluttern. einfach den Blick schweifen lassen und überlegen:
„Das finde ich nicht mehr schön“ „das benutze ich nicht mehr“ „das habe ich schon ersetzt“ „das braucht einen schönen Platz“
Außerdem frei machen von dem Gedanken „das könnte man nochmal brauchen“. Bei mir zahlt jedes Ding „Miete“ d.h wenn die lagerkosten die Potentiellen neuanschaffungskosten übersteigen macht es keinen Sinn das aufzuheben. Lagerkosten können über die Miete bewertet werden oder über „nerven“ wenn einen die Unordnung nervt.
Zb Weihnachtsschmuck - wenn man den nicht wenigstens alle x Jahre verwendet dann kann man es gleich weg tun.
Wenn man da paar Monate mit verbringt fällt einem ein „aufräumfest“ viel leichter! Viele Entscheidungen sind bereits getroffen und man ist geübt. Auch konnte ich so meinen Mann ins Boot holen weil er nicht überrumpelt war sondern sich selbst „einarbeiten“ konnte. Wir haben manchmal einfach drüber geredet was uns wirklich etwas bedeutet. Da habe ich auch noch was über meinen Mann gelernt.
Und ja, ich schmeiße das meiste Zeug weg. Wenn es wirklich noch was taugt dann kommt es zum sozialkaufhaus Aber sonst muss ich nicht andere mit meinen alten Dingen belasten. Seien wir ehrlich, wir leben nicht mehr in der Nachkriegszeit wo es schwer war etwas zu bekommen wenn man es gebraucht hat.
Keiner braucht 4 christbaumständer und 20 plätzchendosen (v.a diese die man mit Keksen drin kaufen kann) auch wenn sie noch einwandfrei sind.
Die Transportkosten sind ja auch nicht zu missachten.
Da muss einfach ein Umdenken her und lieber fangenich ohne Ballast an umweltfreundlicher/nachhaltiger zu werden.
Was Bücher anbelangt: jeder hat ein anderes Verhältnis zu den Sachen aber ich finde Bücher sind oft sentimentale Sachen und man verbindet ein Stück von sich selbst mit denen (Zeit in der man sie gelesen hat/ Thesen die man übernommen hat)
Man sollte da mal drüber nachdenken was man daran hat und ob das objekt tatsächlich wichtig dafür ist. Zumindest hat mir das geholfen. Wenn sie einen wirklich glücklich machen dann sind sie es definitiv wert behalten zu werden. Wenn man nur sentimental wird weil früher alles anders war... tja