Austausch zu Kinder im Haushalt
- Linda89
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Ich mache Mal weiter, wo ich vorhin aufgehört hab.
Wir haben am Anfang verschiedene Sachen probiert. Aufgaben verteilt, aussuchen lassen, eng begleiten, ermahnen, mit Belohnung locken. Ich kann auch nicht sagen, was im Endeffekt "gewirkt" hat, aber wir haben vieles probiert, waren mit den Kindern im Dialog und haben immer zusammen nach Lösungen gesucht. Vor allem meinem Sohn ist es extrem wichtig, dass die Aufgabe sinnvoll ist und von ihm eigenverantwortlich ausgeführt wird, niemand darf da rein reden. Wenn er zehn Paprikas kaufen will, kauft er die halt. Er darf generell viel selbst entscheiden: wann er aus der Betreuung nach Hause geht, welche Klamotten er anzieht, welchen Ranzen er kriegt, welche Freizeit Aktivitäten er macht.
Beim Kochen und Nähen hab ich den Begriff des Führerscheins eingeführt. Ab und zu frage ich vor dem Essen "wer will für seinen Kochführerschein üben?" (Wenn ich selber Nerven übrig habe) und dann dürfen die Kinder selbst was machen, ich spreche nur dazu. Die Jungs haben so schon Würstchen braten gelernt und als nächstes ist Spiegelei dran. Und nebenbei erzähle ich ihnen Dinge, die ich später zwischendurch wie für einen Test abfrage. Zum Beispiel: wie löschst du ein Fett Feuer? (Für mich richtige Antwort: gar nicht, ich renne ganz schnell weg und hole einen Erwachsenen) was passiert, wenn du Wasser auf ein Fett Feuer gießt? Usw.
Irgendwann in der (fernen?) Zukunft dürfen die Kinder dann wohl eigenverantwortlich kochen, ich weiß noch nicht wann. Ich habe, ich habe ab der dritten Klasse alleine Zuhause gekocht. Halt am Anfang eher Dose aufmachen oder Reste von gestern warm machen, Sandwiches...
Übrigens als kleine Anekdote: der Preis, den man für sowas zahlt: letztens haben die Kinder Labor gespielt und ich durfte nicht schauen. Sie haben dafür allerhand Tupper Dosen gebraucht und viel Sonnencreme und Zeckenspray leer gemacht. Das haben sie versteckt und als Überraschung für den Sommer aufbewahrt. Als ich das rausgefunden habe und erklärt habe, dass wir das lieber weg schütten sollten, war vor allem mein Sohn am Boden zerstört, weil er sich ja so viel Mühe gegeben hat und ich musste und wollte ihn lieber trösten als zu schimpfen, dass sie was "verbotenes" gemacht haben. Also die Kinder müssen dann ja selbst rausfinden, was zur sinnvollen Hilfe zählt und was nicht. Vor allem wenn man möchte, dass sie selbstständig sinnvolle Sachen sehen, bemerken und erledigen und nicht nur stur machen, was man ihnen vorsagt.
Wir haben am Anfang verschiedene Sachen probiert. Aufgaben verteilt, aussuchen lassen, eng begleiten, ermahnen, mit Belohnung locken. Ich kann auch nicht sagen, was im Endeffekt "gewirkt" hat, aber wir haben vieles probiert, waren mit den Kindern im Dialog und haben immer zusammen nach Lösungen gesucht. Vor allem meinem Sohn ist es extrem wichtig, dass die Aufgabe sinnvoll ist und von ihm eigenverantwortlich ausgeführt wird, niemand darf da rein reden. Wenn er zehn Paprikas kaufen will, kauft er die halt. Er darf generell viel selbst entscheiden: wann er aus der Betreuung nach Hause geht, welche Klamotten er anzieht, welchen Ranzen er kriegt, welche Freizeit Aktivitäten er macht.
Beim Kochen und Nähen hab ich den Begriff des Führerscheins eingeführt. Ab und zu frage ich vor dem Essen "wer will für seinen Kochführerschein üben?" (Wenn ich selber Nerven übrig habe) und dann dürfen die Kinder selbst was machen, ich spreche nur dazu. Die Jungs haben so schon Würstchen braten gelernt und als nächstes ist Spiegelei dran. Und nebenbei erzähle ich ihnen Dinge, die ich später zwischendurch wie für einen Test abfrage. Zum Beispiel: wie löschst du ein Fett Feuer? (Für mich richtige Antwort: gar nicht, ich renne ganz schnell weg und hole einen Erwachsenen) was passiert, wenn du Wasser auf ein Fett Feuer gießt? Usw.
Irgendwann in der (fernen?) Zukunft dürfen die Kinder dann wohl eigenverantwortlich kochen, ich weiß noch nicht wann. Ich habe, ich habe ab der dritten Klasse alleine Zuhause gekocht. Halt am Anfang eher Dose aufmachen oder Reste von gestern warm machen, Sandwiches...
Übrigens als kleine Anekdote: der Preis, den man für sowas zahlt: letztens haben die Kinder Labor gespielt und ich durfte nicht schauen. Sie haben dafür allerhand Tupper Dosen gebraucht und viel Sonnencreme und Zeckenspray leer gemacht. Das haben sie versteckt und als Überraschung für den Sommer aufbewahrt. Als ich das rausgefunden habe und erklärt habe, dass wir das lieber weg schütten sollten, war vor allem mein Sohn am Boden zerstört, weil er sich ja so viel Mühe gegeben hat und ich musste und wollte ihn lieber trösten als zu schimpfen, dass sie was "verbotenes" gemacht haben. Also die Kinder müssen dann ja selbst rausfinden, was zur sinnvollen Hilfe zählt und was nicht. Vor allem wenn man möchte, dass sie selbstständig sinnvolle Sachen sehen, bemerken und erledigen und nicht nur stur machen, was man ihnen vorsagt.
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
- joko
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Ich seh mich nicht als Putzfrau der Kinder. Ich putze unsere Wohnung, und bei manchen Dingen helfen sie.
Frühstücksbrote mache ich, daß ist gar kein Thema hier. Sie könnten das durchaus selbst, haben sie auch schon gemacht. Aber mich stresst das nicht, im Gegenteil.
Mein Ex hat für mich manchmal Brote gemacht, für das Mittagessen auf der Arbeit. Das fand ich sehr schön, und manchmal gab es einen kleinen Zettel dazu, wo etwas nettes draufstand.
Die Kinder müssen nicht alles alleine machen, nur weil sie dazu in der Lage sind /wären.
Aber wenn hier einer Ansätze von "bitte bediene mich" und "bring mir xy, ich hab keine Lust" zeigt, ist es mit meiner Bereitschaft, irgendwas zu tun, sehr schnell vorbei
@Linda: Kochführerschein klingt super. Mein Großer bekommt zu Weihnachten ein Kochbuch (J. Oliver). Die Anleitungen finde ich gut verständlich, und er hat sich sowas gewünscht. Da unterstütze ich ihn gern.
Frühstücksbrote mache ich, daß ist gar kein Thema hier. Sie könnten das durchaus selbst, haben sie auch schon gemacht. Aber mich stresst das nicht, im Gegenteil.
Mein Ex hat für mich manchmal Brote gemacht, für das Mittagessen auf der Arbeit. Das fand ich sehr schön, und manchmal gab es einen kleinen Zettel dazu, wo etwas nettes draufstand.
Die Kinder müssen nicht alles alleine machen, nur weil sie dazu in der Lage sind /wären.
Aber wenn hier einer Ansätze von "bitte bediene mich" und "bring mir xy, ich hab keine Lust" zeigt, ist es mit meiner Bereitschaft, irgendwas zu tun, sehr schnell vorbei
@Linda: Kochführerschein klingt super. Mein Großer bekommt zu Weihnachten ein Kochbuch (J. Oliver). Die Anleitungen finde ich gut verständlich, und er hat sich sowas gewünscht. Da unterstütze ich ihn gern.
"Fasst frischen Mut; so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen lacht." (Macbeth/Shakespeare)
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Nusserl
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Meine Grosse bekommt ein Backbuch für Teeniesjoko hat geschrieben: 20.12.2019, 13:56 @Linda: Kochführerschein klingt super. Mein Großer bekommt zu Weihnachten ein Kochbuch (J. Oliver). Die Anleitungen finde ich gut verständlich, und er hat sich sowas gewünscht. Da unterstütze ich ihn gern.
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07/2008, 11/2011 und 04/2014
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muggel
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Hier gibt es sehr wenig feste Aufgaben. Tisch abräumen,Brotdose in die Küche, dreckige Wäsche in den Waschkorb und Zimmer aufräumen. Zimmer aufräumen oft unter grossem gemaule und mif Unterstützung von uns.
Kochen helfen beide, wenn sie Lust dazu haben. Ich koche aber lieber alleine. Putzen tun sie noch gar nichts. Also ausser natürlich sie haben was ausgeschüttet oder umgeworfen oder so.
Meine Schwester und ich mussten zu Hause sehr viel erledigen, da meine Mutter alleinerziehed war. Aber das erst so ab 12 Jahren oder so. Je älter sie werden, je mehr müssen sie erledigen.
Kochen helfen beide, wenn sie Lust dazu haben. Ich koche aber lieber alleine. Putzen tun sie noch gar nichts. Also ausser natürlich sie haben was ausgeschüttet oder umgeworfen oder so.
Meine Schwester und ich mussten zu Hause sehr viel erledigen, da meine Mutter alleinerziehed war. Aber das erst so ab 12 Jahren oder so. Je älter sie werden, je mehr müssen sie erledigen.
Mit Oktober 2011 muggelchen an der Hand und November 15 muggelbaby
- Mera
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Hier räumen die Kinder (alle) die Spülmaschine aus (idealerweise. Es gibt Tage, da wird sich geweigert, gedrückt und diskutiert. Am einräumen arbeiten wir noch.). Rein theoretisch sollen die beiden Älteren die Katzentoiletten im oberen Stockwerk versorgen, rein praktisch klappt das nicht so zuverlässig wie es nötig wäre (dafür erbarmt sich der Große auch mal und kümmert sich um fast alle Katzentoiletten im Haus).
Einkaufen, Müll rausbringen, beim Essen vorbereiten helfen, kochen, backen (dank K2 hatten wir noch eine Fuhre Vanillekipferl
), mal was staubsaugen, rasenmähen (wir haben so einen Schiebemäher ohne Strom, keine Ahnung wie die heißen), Katzen füttern, Tisch decken/abräumen, Küchenfronten abwischen, Auto aufräumen&saugen etc. läuft hier auf Zuruf (heißt ich frage/beauftrage das jeweilige Kind und mit etwas Glück läufts auch ohne Diskussionen ab). Feste Aufgaben hatten wir hier, aber es war immer Drama und viel Aufwand das durchzusetzen. Nur Klo putzen, dass mußte mein Großer öfter mal machen früher, weil er sich geweigert hat sich hinzusetzen bzw. sauber zu machen, wenn was auf die Brille ging.
Einkaufen, Müll rausbringen, beim Essen vorbereiten helfen, kochen, backen (dank K2 hatten wir noch eine Fuhre Vanillekipferl
LG, Mera
mit Nr.1 (01/06) & Nr.2 (10/07) & Nr.3 (10/11) & Nr.4 (04/15) &*(12/04 & 12/10 & 01/14)
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- Mera
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
achso, die beiden Großen sind für ihre Wäsche komplett selber verantwortlich (waschen, wegräumen etc.).
LG, Mera
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- joko
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Mera, wie viel Wäsche produzieren denn deine Kinder 
Wenn meine ihre Klamotten selber waschen müssten, wäre der Schrank beinahe leer, bevor es sich lohnt. Und wegen ner Hose und zwei Shirts mach ich doch die Maschine nicht an.
Klamotten ins Bad und in den Korb tragen funktioniert bei Sohn1 gut.
(Das mit dem Kochbuch ist übrigens total uneigennützig
)
Wenn meine ihre Klamotten selber waschen müssten, wäre der Schrank beinahe leer, bevor es sich lohnt. Und wegen ner Hose und zwei Shirts mach ich doch die Maschine nicht an.
Klamotten ins Bad und in den Korb tragen funktioniert bei Sohn1 gut.
(Das mit dem Kochbuch ist übrigens total uneigennützig
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- Mera
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Mein K1 schafft es, dass wir bis zu 7 Touren Kochwäsche in der Woche haben.joko hat geschrieben: 20.12.2019, 14:53 Mera, wie viel Wäsche produzieren denn deine Kinder
Wenn meine ihre Klamotten selber waschen müssten, wäre der Schrank beinahe leer, bevor es sich lohnt. Und wegen ner Hose und zwei Shirts mach ich doch die Maschine nicht an.
Klamotten ins Bad und in den Korb tragen funktioniert bei Sohn1 gut.
(Das mit dem Kochbuch ist übrigens total uneigennützig![]()
)
Es hat einen Grund, warum er seine Klamotten selber waschen soll
LG, Mera
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- joko
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Oh. Ich verstehe vollkommen.
Meine sind mit ihren Klamotten eher..sparsam.

Meine sind mit ihren Klamotten eher..sparsam.
"Fasst frischen Mut; so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen lacht." (Macbeth/Shakespeare)
- melusine
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
meine großen waschen ihre sachen auch selbst und wenn die maschine nicht voll ist, wird noch anderes mit rein gesteckt. das ist aber so, weil sie ewig ihr zeug nicht in die wäsche bringen. da ist dann schnell eine maschine zusammen. kochen können alle drei großen. katzenklo teile ich mir mit der zwölfjährigen. müll macht der große. für hunderunden wechseln wir uns alle ab. außer kochen und wäsche zusammen legen, oder mal aufhängen macht der 9 jährige nix. das finde ich nicht gut. aber er ist echt meister im drücken und :" das kann ich nicht!" er macht dann auch absichtlich geschirr beim ausräumen der spülmaschine kaputt oder macht den teller nicht richtig sauber, sodass man eh nochmal ran muss... die jüngste hilft überall ein bissle mit.