Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

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Sommerkind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Hallo Deidamaus,
Puh... ich habe höchsten Respekt vor allen Mamas in diesem Forum, die all die ganzen Sachen gebacken bekommen! Ich bin heute eher gescheitert :(

9x gestillt (Mal mehr, mal weniger Protest)
(davon immer seltener wenn’s Richtung Nachmittag/Abend geht)
5x zugefüttert mit Flasche :(
(davon 250 ml Pre insgesamt und 80 ml Muttermilch insgesamt)

Und nun das wirklich schlechte: nur 2x gepumpt nach dem Stillen. 1x 40 ml und 1x 30 ml
Ich weiß gar nicht, wie das die ganzen Frauen machen... ich versuche ja zu pumpen, wenn mein kleiner Mann schon an der Brust war, damit er nicht an die „leere Brust“ geht und sofort unzufrieden ist. Dann will er „Dauerbeschäftigt“ werden... dann ist er müde und findet alleine nicht in den Schlaf... dann sind wir auch mal spazieren (frische Luft).

Oder soll ich konsequent alle 2h pumpen und dann die Brust einfach nicht anbieten?
Kann es vielleicht auch wirklich sein, dass ich einfach nicht genug Milch bilden kann? Ich habe nicht das Gefühl, dass es klappt... ich pumpe ja nicht erst seit heute :(

Eine gute Nachricht habe ich aber noch. Beim Kinderarzt war sein Gewicht: 5.190g
Demnach:
30.08. 3200 g Geburt KH
02.09. 2960 g U2 KH
07.10. 4190 g U3 Kinderarzt
14.11. 4790 g U4 Kinderarzt
25.11. 5190 g Kinderarzt

Puh... nachdem ich schon 12 Woche „kämpfe“ um das Stillen, wächst der Gedanke, dass ein Vollstillen wohl nie möglich sein wird.

Ich hüpf jetzt mal ins Bett, da der Schlaf definitiv zu kurz kommt :D
Ich habe höchsten Respekt vor allen Mamas ❤️
Glyzinie
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Glyzinie »

Ich hatte jetzt ein Frühchen, da ist das mit dem Pumpen noch wesentlich reglementierter. Ich habe eben 8x täglich nach dem Stillen gepumpt. Blöderweise hat er anfangs auch noch 1h zum Stillen gebraucht bei einem Abstand von 2h. Dazwischen waren wir eben mal kurz draußen oder ich habe gemütlich was gegessen. Oder er hatte Bauchweh oder musste zum Arzt oder Babymassage oder Fit dank Baby. Das kam aber erst nach einigen Wochen. Besuch oder irgendwelche Action hat mich immer gestresst und genervt zu der Zeit. Zum Glück bleibt das ja nicht ewig so.
Meine Mutter kam fast täglich für. 3 Monate.
Deidamaus hat dir ja auch empfohlen, es alle 2h zu probieren und nachts alle 3h. Da hören sich doch 9x ganz gut an.
Ich habe den Kleinen auch oft danach vor mir auf dem Stillkissen schlafen lassen beim Abpumpen. Musst die Pumpe eben vorher schon in Reichweite stellen. Da kann er auch besser einschlafen, da in Körperkontakt. Und du kannst auf dem Sofa oder im Bett schlummern.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
Sommerkind
gut eingelebt
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Hallo Glyzinie,
wie bereits geschrieben, höchsten Respekt vor euch Mamas! Ich versuche auch alles, um es hinzubekommen!
Ich bin so glücklich, dass er gerade an die Brust geht und auch was kommt. Leider kommt er wirklich ganz arg unregelmäßig und ich möchte so selten wie möglich die Flasche geben. Wenn ich aber konsequent alle 2 Stunden Pumpe, dann werde ich öfters die Flasche geben müssen, weil er ja sonst an der „leer“ gepumpten Brust frustriert wird. Und je öfters er frustriert ist, desto weniger geht er an die Brust! Zumal er noch vor ein paar Tagen regelrecht Panikanfälle hatte, als er nur in die Nähe der Brust kam. Und das war schlimm für mich und ich war kurz davor abzustillen. Davor habe ich halt Angst, dass das wieder kommt 😔
Bei mir kann leider niemand täglich kommen, der den kleinen bespaßt bzw mich unterstützt.
Ich will mich auch gar nicht beschweren. Es hat sich alles zum besseren gewendet aber er braucht eben viel Aufmerksamkeit (wie wahrscheinlich alle Kinder). Er schläft nicht ohne getragen zu werden ein, schläft teilweise nur sehr kurz und meistens nur auf dem Arm (ablegen funktioniert seit neuestem zwar besser aber leider nicht immer), braucht immer Beschäftigung (Pumpe steht immer neben ihm), ihn ablegen ohne ihn zu beschäftigen ist nicht möglich, Nachts schläft er unruhig und wenn ich dann zum falschen Zeitpunkt nicht neben ihm liege um ihn zu beruhigen, dann ist Polen offen 🙈

Es soll wirklich nicht so klingen, als würde ich mich beschweren, ich habe nur Probleme mit der Koordination von allem und allen voran dem Pumpen.

Nun final nochmals die Frage:
Konsequent alle 2h pumpen und keine Brust anbieten, wenn gerade gepumpt wurde?

Aktuell ist er nur zufrieden, wenn ich ca. 3h hatte, um die Brust nach der letzten Mahlzeit zu „füllen“/regenerieren.

Und wie lange braucht es, um die Milch so sehr in Gang zu bringen? Wie gesagt, ich pumpe ja nicht erst seit gestern nach den Malzeiten. Vielleicht habe ich wirklich zu wenig... 😔

Liebe Grüße und herzlichen Dank im Voraus
Sommerkind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Noch eine Sache, damit man mich vielleicht besser versteht. Wenn mein Zwerg schreit, dann ist das eben kein leises Wimmern oder nur ein Schreien. Er schreit aus vollster Inbrunst, mit hochrotem Kopf, mit teilweise Aussetzer weil er dann keine Luft mehr bekommt, zittert teilweise und überstreckt sich.
Ich kann ihn dann nicht einfach mal kurz schreien lassen und er beruhigt sich von alleine. Das macht er einfach nicht... und ich bring es nicht über mein Herz, ihn lange schreien zu lassen. Das einzige was ich manchmal nicht hinten anstellen kann ist der Gang zur Toilette.
Naja, es hat sich alles schon gebessert und wir sind auf einem guten Weg aber sowas wie „ihn vor mir auf dem Stillkissen schlummern zu lassen“ ist bei uns derzeit noch nicht möglich. Im Liegen beruhigen ohne auf den Arm zu nehmen ist leider auch noch nicht drin.
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deidamaus
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von deidamaus »

Hallo Sommerkind,

[quote 9
9x gestillt (Mal mehr, mal weniger Protest)
(davon immer seltener wenn’s Richtung Nachmittag/Abend geht)
5x zugefüttert mit Flasche :(
(davon 250 ml Pre insgesamt und 80 ml Muttermilch insgesamt)
[/quote]
sehr gut. Neun mal gestillt ist super. Perfekt. Das es gegen Nachmittag/Abend schwieriger wird, ist normal. (Fast) alle Babys sind in dieser Zeit anstrengender, wollen vermehrt trinken, lassen sich nicht ablegen etc. Du bist damit nicht alleine.
Und nun das wirklich schlechte: nur 2x gepumpt nach dem Stillen. 1x 40 ml und 1x 30 ml
Das ist ein toller Anfang, wirklich. Freu dich darüber, nach dem Stillen sind die Mengen wirklich sehr ordentlich. Sehr gut.

Bleibe dabei: Wenn du nach dem Stillen etwas Ruhe hast (Kind zufrieden oder am Schlafen), dann pumpe. Wenn nicht, dann halt nicht. Es bringt nichts, wenn dein Baby weint und du versuchst zu Pumpen. Dann kannst du dich nicht entspannen, und die Milch fließt nicht. Was du machen kannst, ist parallel zum Stillen zu pumpen. D.h. wenn dein Baby die erste Seite getrunken hat und an der zweiten Seite stillt (wichtig: Immer mindestens zwei Seiten anbieten), dann pumpe die erste Seite ab, während dein Baby trinkt. Damit löst dein Baby für dich den MSR aus bzw. dieser lässt sich leichter auslösen und die Milch fließt auf beiden Seiten besser.
Ich weiß gar nicht, wie das die ganzen Frauen machen... ich versuche ja zu pumpen, wenn mein kleiner Mann schon an der Brust war, damit er nicht an die „leere Brust“ geht und sofort unzufrieden ist. Dann will er „Dauerbeschäftigt“ werden... dann ist er müde und findet alleine nicht in den Schlaf... dann sind wir auch mal spazieren (frische Luft).
Deine Brust ist nie "leer", denn die meiste Milch wird direkt beim Stillen/Pumpen gebildet. Der MSR lässt sich halt leichter auslösen, wenn die letzte Stillmahlzeit etwas länger her ist. Umso häufiger deine Brust stimuliert wird, umso mehr Milch produziert sie insgesamt.
Oder soll ich konsequent alle 2h pumpen und dann die Brust einfach nicht anbieten?
Nein, konsequent alle 2 h Stillen und während dessen (s.o.) pumpen bzw. danach (wenn es klappt). Stillen geht hier vor dem Pumpen. Wenn dein Baby absolut nicht stillen mag, dann kannst du Pumpen. Alternativ kannst du statt direkt nach dem Stillen auch etwa 30-60 Minuten später Pumpen. Wichtig ist, dass es für dich zeitlich gut passt.

Kann es vielleicht auch wirklich sein, dass ich einfach nicht genug Milch bilden kann? Ich habe nicht das Gefühl, dass es klappt... ich pumpe ja nicht erst seit heute :(
Die Pumpmenge sagt nichts über die tatsächlich gebildete Milchmenge aus. Dein Baby kann die Brust viel besser stimulieren und die Milch läuft besser. Wobei ich 30 und 40 ml direkt nach dem Stillen als große Menge empfinde.
30.08. 3200 g Geburt KH
02.09. 2960 g U2 KH
07.10. 4190 g U3 Kinderarzt
14.11. 4790 g U4 Kinderarzt
25.11. 5190 g Kinderarzt
Das ist sehr erfreulich. Die Tendenz sollte so weitergehen. Bitte füttere momentan täglich 300ml zu (Formula und Muttermilch insgesamt), damit auf jeden Fall sichergestellt ist, dass dein Baby genug erhält.
Puh... nachdem ich schon 12 Woche „kämpfe“ um das Stillen, wächst der Gedanke, dass ein Vollstillen wohl nie möglich sein wird.
Das kann ich dir nicht versprechen, aber auf jeden Fall kannst du - wenn sich das Stillen plus Zufüttern eingespielt hat - mit Beikostbeginn, die Zufüttermenge durch Beikost (hochkalorisch) ersetzen, so dass du dann nur Stillen und Beikost geben musst (wie andere Stillmütter auch). Das Kämpfen lohnt sich also definitiv. Jede Stillmahlzeit ist wertvoll (für dein Baby und dich).


Dabei ist es weiterhin wichtig, dass ihr beim Zufüttern von den künstlichen Saugern wegkommt. Dazu bietet sich das Füttern mit dem Becher an, wenn das BES keine Alternative für euch ist. Bechern.
Konsequent alle 2h pumpen und keine Brust anbieten, wenn gerade gepumpt wurde?

Aktuell ist er nur zufrieden, wenn ich ca. 3h hatte, um die Brust nach der letzten Mahlzeit zu „füllen“/regenerieren.
Wie oben schon geschrieben: Konsequent alle 2 h die Brust anbieten. Du kannst mit Hilfe der Brustkompression den Milchfluss erhöhen, so dass dein Baby mehr Milch bekommt.

Schau dir mal den Link zum Bechern und zur Brustkompression an und denke an

- 10-12 mal Stillen am Tag (neun Mal ist auch schon super), hierbei häufig die Seite wechseln (mindestens einmal pro Stillen) und Brustkompression anwenden
- Abpumpen (während bzw. nach dem Stillen)
- Abgepumpte Muttermilch zufüttern, wenn möglich stillfreundlich (Becher)
- Insgesamt 300ml pro Tag zufüttern

Hilft dir das weiter?

Liebe Grüße
deidamaus
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von MamaMonster »

Sommerkind hat geschrieben: 26.11.2019, 07:04 Noch eine Sache, damit man mich vielleicht besser versteht. Wenn mein Zwerg schreit, dann ist das eben kein leises Wimmern oder nur ein Schreien. Er schreit aus vollster Inbrunst, mit hochrotem Kopf, mit teilweise Aussetzer weil er dann keine Luft mehr bekommt, zittert teilweise und überstreckt sich.
Ich kann ihn dann nicht einfach mal kurz schreien lassen und er beruhigt sich von alleine. Das macht er einfach nicht... und ich bring es nicht über mein Herz, ihn lange schreien zu lassen. Das einzige was ich manchmal nicht hinten anstellen kann ist der Gang zur Toilette.
Naja, es hat sich alles schon gebessert und wir sind auf einem guten Weg aber sowas wie „ihn vor mir auf dem Stillkissen schlummern zu lassen“ ist bei uns derzeit noch nicht möglich. Im Liegen beruhigen ohne auf den Arm zu nehmen ist leider auch noch nicht drin.
Ich versteh dich sehr gut und kenne das. Von beiden Kindern. Du klingst enttäuscht, darüber, wie eure Neugeborenenzeit läuft. Auch das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe mir das ganz anders vorgestellt, als es dann war. Damit umzugehen war hart, ich erinnere mich, wie ich heulend bei der Kinderärztin sass, weil ich so fertig war. Die erste Zeit habe ich gar nichts „auf die Reihe gekriegt“. Ich habe praktisch den ganzen Tag mit Stillen verbracht. Ich musste nicht pumpen, dafür so 20x pro Tag stillen. Dazwischen tragen im Tragetuch. Immer. Ablegen liess sich keins meiner Kinder. Ein guter Tag war, wenn ich es geschafft habe, zu duschen. Ein sehr guter, wenn ich (mit Baby im Tragetuch) kochen konnte. Und dann die Schreierei!
Was mir geholfen hat: Ansprüche anpassen und eigene Leistungen realistisch sehen - du schaffst nämlich ganz viel. Du kümmerst dich um dein Baby, lange, ständig und intensiv, das ist anstrengend und du machst das toll. Das ist genug! Auch das Stillen und Pumpen läuft, wenn ich Deidamaus so lese, wesentlich besser, als du das einschätzt. Das ist doch toll. Und auch Teilstillen und später Stillen und Beikost ist viel, das ist kein Versagen!
Vorstellungen loslassen: in vielen Kulturen ist es üblich, das Baby im ersten halben Jahr nie abzulegen. Das ist nichts Schlimmes. Für Babys ist das ganz natürlich. Das war evolutionär ein Vorteil, denn getragen war das Baby in Zeiten von Säbelzahntiger und Co einfach sicherer. Wenn man das einfach akzeptiert, wird dieser Teil leichter, finde ich.

Es sich leichter machen, wo es geht. Hier eben mit Tragetuch, beim zweiten Kind ein Dondolo (der Grosse hat das gemacht), Hilfe von aussen, die zB mal was kochen oder so.

Beim zweiten Kind, bei dem ich eben anders damit ungegangen bin, war es irgendwie leichter. Ich hatte auch daran zu knabbern, ich hatte auch nicht damit gerechnet, nochmal ein Schreibaby zu haben, aber es ging. Ich habe keine Energie mehr damit verschwendet, mir zu wünschen, es wäre anders, sondern habe sie verwendet um es uns leichter zu machen.

Es hilft auch, zu wissen, das es vorbei geht. Ganz bestimmt. Es wird leichter. Bis dahin einen Tag nach dem anderen nehmen, wie er ist. Du schaffst das!
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Valencia
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Valencia »

Liebe Sommerkind,

Ich musste auch ein paar Monate pumpen, um die Milch zu stimulieren.
Am besten ging es natürlich in den ersten Wochen, als mein Partner noch daheim war. Da hat er sich nach dem Stillen um die Kleine gekümmert und ich konnte pumpen.
Als er wieder arbeiten gegangen ist und die Kleine immer wacher war es für mich untertags auch sehr schwierig.

Ich habe dann zT auch nachts den Wecker gestellt (da hat unsere Maus immer lang geschlafen) und nach dem Stillen noch Intervall--oder Power gepumpt. Das war sehr kräftezehrend, aber auch gut für die Milch Bildung. Manchmal konnte ich da nach dem Stillen nochmal 100ml abpumpen und dann am folgenden Tag mit dem BES beifüttern.

Aber ich kenn das sehr gut, die Angst, dass das Timing schlecht ist und die Maus nach dem pumpen plötzlich trinken mag.
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Glyzinie
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Glyzinie »

Wenn du niemanden hast, der jetzt sehr oft vorbei kommt, vielleicht hast du ja zumindest Freunde oder sonstiges, die mal putzen würden oder vorgekochtes Essen bringen?
Schläft er denn zumindest auf dem Bauch von seinem Papa?

Bei uns wurde auch immer geschrien. So was wie Finger lutschen oder mit dem Kopf suchen, kannte mein Sohn nicht. Da konnte man auch vorab auf nichts warten oder beobachten. Natürlich beruhigen sie sich nicht von alleine. Dazu sind sie im Köpfchen noch gar nicht in der Lage. Mehr Selbstregulation kann man frühestens mit einem Jahr erwarten, Tendenz eher später. Ein Baby, dass sich scheinbar selber beruhigt, hat resigniert. Um sich zu regulieren, müssen sie auch selber bewegen können und ihre Bedürfnisse erfüllen können. Komplett also erst ab Laufalter.
Ja, meist ist es nicht so mit Babys, wie es immer propagiert wird.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
Sommerkind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Hallo Deidamaus,
vielen Dank für die vielen Tipps, die ich bereits ab heute morgen versucht habe umzusetzen. Es war etwas stressig heute mit Physiotherapie für den Zwerg und Kinderarzt aber ich hab alles versucht. Der Becher ist im hohen Bogen Richtung Boden gestürzt, weil es für den Zappelphilipp zu langsam ging. Wenn ich die Brust anbiete ohne, dass er Hunger hat, ist das Geschrei groß. Es klappt eigentlich nur im Halbschlaf aber ich versuche es weiterhin.
Die Brustkompression muss ich mir nochmals genau durchlesen und werde ich dann natürlich probieren, sofern der Zwerg mal lange genug an der Brust saugt.
Ich beherzige alle Tipps und werde entsprechend alles versuchen.

Wegen dem BES bin ich aktuell noch skeptisch, da es für mich wirklich ganz arg schlimm war, wie sich der Zwerg mit dem Teil verhalten hat. Bestimmt lag es dabei auch mit an meiner Nervosität aber der kleine hat sich angestellt mit Schreien wie ganz zu Anfang, als alles noch ganz schlimm war. Ich konnte ihn gar nicht mehr beruhigen... nach mehreren gescheiterten Versuchen habe ich aufgegeben und hab das Teil auch zurückgeschickt (undicht und Gestank). Aber wenn gar nichts anderes mehr hilft, dann werde ich nochmals darauf zurückkommen... aktuell scheue ich mich noch ein wenig davor.

HERZLICHEN DANK für die Hilfe!!

@ MamaMonster: vielen Dank für die Worte! Es ist hilfreich zu wissen, dass es nicht nur mir so geht obwohl ich wirklich keinen etwas „schwieriges“ wünsche. Danke für die Worte!

@ Valencia: kannst du oder bzw. Konntest du dann Vollstillen? Wie lange hast du gepumpt? Ja das mit dem Timing ist wirklich blöd...

@ Glyzinie: unser Zappelphilipp schläft nicht mehr auf irgendwem seinen Bauch leider...
Sommerkind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Oh Mann, heute war kein guter Tag. Stillen klappt tatsächlich nur, wenn der Zwerg gerade im Halbschlaf ist. Am besten kurz nach dem Aufwachen. Ansonsten ist nichts drin mit Stillen.

Heute Abend war mein Mann mit dem kleinen 1,5 Stunden in der Trage beim spazieren. Als sie heimgekommen sind, konnten wir ihn dann noch für eine halbe Stunde ablegen... dann hat er geweint.
Ich hab ihm die Brust angeboten aber er wollte nicht... das macht mich so traurig. Ich würde ihn so gerne mit dem Stillen beruhigen können aber ich mach ihn eher „wild“ damit 🥺 ich beneide die Mamas so, die einfach nur das Stillen genießen können und ihre Kleinen damit beruhigen können. Bei denen die kleinen Wunder ruhig werden und sich wohl fühlen an der Brust...
Ich frage mich immer was ich wohl falsch gemacht habe, dass sich mein Zwerg nicht bei Mama an der Brust wohl fühlt 😔
Zudem weiß ich nie, ob er jetzt Hunger hat oder nicht, wenn er meine Brust anbrüllt. Denn entweder er hat Hunger und will die Brust nicht oder er hat keinen Hunger und will die Brust nicht... ich muss dann immer mit der Flasche probieren (höchstens ich weis genau, dass er als zweite Option nur müde sein kann)... 😔

Naja, mein Tag sah wie folgt aus:
2.40-2.55 / 5.00 / 6.25 / 7.34 / 8.00 stillen
8.30 - 9.00 pumpen (30 ml)
10.20 stillen
12.30 pre 70 ml
12.35 - 13.20 pumpen 45 ml
14.45 stillen
15.20 MM 80 ml
15.30 - 15.40 pumpen 10 ml
18.15 - 18.40 insgesamt 3 Fläschchen mit 70 ml pre, 20 ml MM, 70 ml pre ... er war nach den ersten beiden Flaschen noch so hungrig... 🙁
18.40 - 20.00 pumpen 80 ml (3 Sitzungen a 10-12 Minuten)
21.00 MM 80 ml

So... zusammengefasst:
7x stillen
4x pump-Sitzungen (eine ziemlich lang mit 3x10-12 Min)
6x Flaschen mit gesamt 210 ml pre, 180 ml MM

Beim stillen sind es zwischen 2 und 10 Minuten... also auch nicht wirklich lang!

Oh wie ich die schönen Stillbeziehungen anderer Mütter mit ihren Kindern beneide 🥺

Ich werde für mich weiter notieren und alles probieren aber ich will hier niemandem die Energie rauben, vor allem nicht Deidamaus, da ich aktuell keine Möglichleit sehe, von der Flasche zu etwas Stillfreundlicheren zu wechseln. Ich möchte auch nicht, dass du denkst, dass ich zu faul bin oder die Tipps nicht beherzige! Ich hab ja schon alles mal ausprobiert und würde es auch machen, wenn es klappen würde. Mein Zwerg ist aber eben sehr aufgeregt/wild/gierig wenn er was zu essen will. Und wenn er keinen Hunger hat, dann will er nichts und wird sauer wenn ich ihm beispielsweise den Becher hinhalte, um zu testen ob er was will.

Naja, ich mache mal weiter so und hoffe auf ein kleines Wunder...
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