Ich versuche, einen vernünftigen Mittelweg zu finden. Bisher sind meine Mädchen zum Glück relativ symptomlos, ich merke weder am Verhalten noch sonstwie Veränderungen während der bisher zuckerfrei(er)en Phasen. Sie dürfen deshalb jeden Abend nach dem Essen eine Süssigkeit auswählen, oft wird das aber gar nicht verlangt. Solange es Süsses in begrenztem Rahmen gibt, staut sich da kein riesengrosser Bedarf auf. Ich verbiete also nicht den Süsskram, damit die Kinder das kennen und einen vernünftigen Umgang damit lernen. Aber ich achte darauf, dass es eben nur diese Süssigkeiten sind und nicht zusätzlich grössere Mengen an verstecktem Zucker. Schorle etc. gibt es bei uns nur zu speziellen Gelegenheiten (quasi als Kinder-Äquivalent zu Sekt oder Champagner) und bei Restaurantbesuchen. Süsse Brotaufstriche gibt es höchst selten, gesüsste Joghurts etc. auch. Das essen mein Mann und ich aber eigentlich nie, deshalb ist das irgendwie gar kein Thema. Bisher klappt das Vermeiden von zusätzlichem Zucker deshalb eigentlich ganz gut, auch wenn es gerade in Stresszeiten bei Convenience-Produkten nicht ganz hinhaut. Da arbeiten wir noch dran...Wölfin1983 hat geschrieben: 08.01.2019, 16:41 Es scheint mir seltsam, wenn ich etwas als schädliche erkenne, es meinen Kindern trotzdem zu geben...![]()
Zuckerfrei(er) leben!
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
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Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Wir leben ja schon seit Jahren zuckerfrei oder -reduziert, so dass die Kinder es eigentlich gar nicht anders kennen. Einerseits möchte ich ihnen keine schädlichen Dinge anbieten und andererseits erlebe ich bei uns und einer guten Freundin, die es ebenso hält, dass der Geschmack der Kinder auch geprägt wird durch das, was sie daheim kennenlernen.
Meine Kinder empfinden viele Süßigkeiten selbst als viel zu süß. Die Kleine findet Maoam sehr eklig, beide Kinder haben ihre Schokoweihnachtsmänner stehen gelassen, weil sie aus Milchschokolade waren. Wir essen ab und zu mal Zartbitterschokolade und so fanden sie diese andere Schoki nicht so lecker.
Für uns funktioniert es so wirklich gut, wir kaufen das zuckersüße Zeug einfach nicht. Natürlich bekommen sie immer wieder etwas geschenkt und probieren sich so allmählich durch alle möglichen Süßigkeiten. Aber in die alltägliche Ernährung gehört es bei uns nicht, es dreht die Kinder viel zu sehr auf, lässt sie schlecht schlafen usw.
Meine Kinder empfinden viele Süßigkeiten selbst als viel zu süß. Die Kleine findet Maoam sehr eklig, beide Kinder haben ihre Schokoweihnachtsmänner stehen gelassen, weil sie aus Milchschokolade waren. Wir essen ab und zu mal Zartbitterschokolade und so fanden sie diese andere Schoki nicht so lecker.
Für uns funktioniert es so wirklich gut, wir kaufen das zuckersüße Zeug einfach nicht. Natürlich bekommen sie immer wieder etwas geschenkt und probieren sich so allmählich durch alle möglichen Süßigkeiten. Aber in die alltägliche Ernährung gehört es bei uns nicht, es dreht die Kinder viel zu sehr auf, lässt sie schlecht schlafen usw.
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Das stimmt, der Geschmack passt sich mit der Zeit an. Meine Mädchen ziehen Kuchen und Schokolade allem Süsskram vor, der fast nur aus Zucker besteht (Bonbons, Gummibärchen etc.). Und auch das essen sie nicht in grösseren Mengen (die Schokonikoläuse standen 7 Tage zur völlig freien Verfügung in der Küche und aus dem übrigen Drittel haben wir dann Kekse gebacken, weil sie keine Lust mehr darauf hatten). Aber ich merke, wie die Fähigkeit zur Selbstregulation abnimmt, je mehr sie zwischendurch naschen. Vor/zu Beginn der Adventszeit hat das bedeutend besser geklappt als jetzt nach den Feiertagen, wo sie von den Grosseltern regelmässig Süsses zwischendurch bekommen haben.
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Kokosblütenzucker. Verhält sich wie Zucker, auch beim Backen, hat aber den Vorteil, dass der Glyx Index niedrig ist und daher kein Jeeper kommt. Aber machen wir uns nix vor: auch Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Honig, Agavendicksaft und Co sind Zucker - das macht für den Körper wenig Unterschied.Munin hat geschrieben: 08.01.2019, 18:29 Hier mag ich mich mal dazusetzen, mein einziges richtiges Vorhaben für das neue Jahr ist eine Zuckerreduktion!
Backen geht irgendwie meistens deutlich " einfacher" mit Haushaltszucker![]()
Hier will ich Alternativen suchen und beibehalten!
Ein Problem ist noch ein wenig meine Arbeit, da steht fast täglich irgendwelcher Süßkram neben der Kaffeemaschine und irgendein leckerer Kuchen auf dem Tisch![]()
Das ist eine riesen Falle, weil im Stress doch immer wieder zugelangt wird, so im vorbei gehen, das nervt mich extrem!
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Und darauf hoffe ich dann auf Dauer...Grünfrosch hat geschrieben: 08.01.2019, 21:03 Wir leben ja schon seit Jahren zuckerfrei oder -reduziert, so dass die Kinder es eigentlich gar nicht anders kennen. .
Wobei der Große zB gedzrrn abend feststellte, dass der Stuhlgang auch gar nicht mehr weh tut, seit er weniger Zucker isst...
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Zucker macht einfach süchtig, in dem Sinne, dass man Lust auf noch mehr Süßes bekommt. Das geht ruck zuck, dann ist man wieder drin in der Zuckerschleife und bekommt Entzugserscheinungen, wenn man damit aufhören möchte.Jia hat geschrieben: 08.01.2019, 21:12 Aber ich merke, wie die Fähigkeit zur Selbstregulation abnimmt, je mehr sie zwischendurch naschen. Vor/zu Beginn der Adventszeit hat das bedeutend besser geklappt als jetzt nach den Feiertagen, wo sie von den Grosseltern regelmässig Süsses zwischendurch bekommen haben.
Ich finde schon, dass es einen Unterschied macht. Nach einem Stück honiggesüßtem Kuchen geht es mir gut. Nach einem Stück mit handelsüblichem Zucker kriege ich Bauchschmerzen und diesen blöden Süßjieper (will mehr, will mehr).Wölfin1983 hat geschrieben: 09.01.2019, 06:34 Kokosblütenzucker. Verhält sich wie Zucker, auch beim Backen, hat aber den Vorteil, dass der Glyx Index niedrig ist und daher kein Jeeper kommt. Aber machen wir uns nix vor: auch Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Honig, Agavendicksaft und Co sind Zucker - das macht für den Körper wenig Unterschied.
Aber generell gebe ich dir Recht: wenn man den Geschmackssinn verändern will, muss man generell weg von all diesen Süßungsmitteln.
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Das müsste dann aber eher eine psychologische Komponente sein. Rein physiologisch passiert im Körper doch das gleiche (egal ob die Glukose von weißem Zucker oder Honig oder Agavendicksaft kommt) und der Jeeper nach Zucker wird doch durch einen Spitze im Blutzuckerspiegel und das Abfallen desseligen ausgelöst und müsste entsprechend doch eigentlich auch gleich sein. Geringe Mengen Kokosblütenzucker und geringe Mengen Obst sind das Einzige, was ich noch halbwegs problemlos essen kann wegen einer Glukose-Unverträglichkeit. Und selbst ich merke jetzt nach Weihnachten und einer stetigen Wochendosis Keksen mit Kokosblütenzucker wieder Entzugserscheinungen...Grünfrosch hat geschrieben: 09.01.2019, 19:20 Ich finde schon, dass es einen Unterschied macht. Nach einem Stück honiggesüßtem Kuchen geht es mir gut. Nach einem Stück mit handelsüblichem Zucker kriege ich Bauchschmerzen und diesen blöden Süßjieper (will mehr, will mehr).
Aber generell geb ich dir Recht, das Umdenken an sich ist der Kern - und das Problem. Ich hab ja erzählt, dass mein Mann Zucker überhaupt aus unserem Haus verbannt hat (mit gelegentlichen Ausnahmen Kokosblütenzucker und natürlich Obst). Zusätzlich wollen wir allgemein Kohlenhydrate reduzieren, weil wir merken, dass das einfach irgendwie eng zusammen hängt und es uns ohne auch irgendwie besser geht. Ich merke nur gerade, wie schwer das fällt, da wirklich sinnvoll umzudenken. Das biete ich den Kindern denn jetzt völlig logisch als Abendessen an, wenn kein Brot?!
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Hi,
ich denke, dass man bei einer gesunden möglichst viele Aspekte beachten muss.
Zum einen ist es natürlich wichtig, dass man darauf achtet was man isst. Das heißt man sollte wenn es geht auf so viel zucker- oder fetthaltige Speisen wie möglich verzichten.
Das ist aber gar nicht so einfach wie man am Anfang denkt, Zucker ist zum Beispiel auch sehr oft in Lebensmitteln, in denen man ihn gar nicht erwarten würde: *Link entfernt*
Es ist aber mindestens genauso wichtig, dass man sein Essen gut zubereitet. Man sollte zum Beispiel zu viel Tiefkühlgerichte oder Essen aus der Fritteuse versuchen zu vermeiden.
Auch beim ganz normalen Kochen von Gemüse oder Fleisch kann man die ein oder andere Sache verbessern.
Wenn man zum Beispiel statt eines normalen Kochtopfes einen Dampfgarer benutzt, spart man Energie und die Zubereitung ist auch noch fettärmer: *Link entfernt*
Was aber bei der gesunden Ernährung mit am wichtigsten ist, ist die Planung, da habe ich zuletzt noch was im Spiegel zu gelesen: *Link entfernt*
Als letztes (aber auf keinen Fall zu vernachlässigen) fehlt zu einem wirklich gesundem Lebensstil auch noch Sport dazu.
Wenn der Körper nicht fit gehalten, hat das spätestens ab einem gewissen Alter negative Auswirkungen auf den Körper.
ich denke, dass man bei einer gesunden möglichst viele Aspekte beachten muss.
Zum einen ist es natürlich wichtig, dass man darauf achtet was man isst. Das heißt man sollte wenn es geht auf so viel zucker- oder fetthaltige Speisen wie möglich verzichten.
Das ist aber gar nicht so einfach wie man am Anfang denkt, Zucker ist zum Beispiel auch sehr oft in Lebensmitteln, in denen man ihn gar nicht erwarten würde: *Link entfernt*
Es ist aber mindestens genauso wichtig, dass man sein Essen gut zubereitet. Man sollte zum Beispiel zu viel Tiefkühlgerichte oder Essen aus der Fritteuse versuchen zu vermeiden.
Auch beim ganz normalen Kochen von Gemüse oder Fleisch kann man die ein oder andere Sache verbessern.
Wenn man zum Beispiel statt eines normalen Kochtopfes einen Dampfgarer benutzt, spart man Energie und die Zubereitung ist auch noch fettärmer: *Link entfernt*
Was aber bei der gesunden Ernährung mit am wichtigsten ist, ist die Planung, da habe ich zuletzt noch was im Spiegel zu gelesen: *Link entfernt*
Als letztes (aber auf keinen Fall zu vernachlässigen) fehlt zu einem wirklich gesundem Lebensstil auch noch Sport dazu.
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Zuletzt geändert von Frieda78 am 11.01.2019, 06:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich denke, das ist wieder eine ganz andere Frage. Ich persönlich halte von der Kohlenhydratreduktion überhaupt nichtsWölfin1983 hat geschrieben: 09.01.2019, 21:50 Aber generell geb ich dir Recht, das Umdenken an sich ist der Kern - und das Problem. Ich hab ja erzählt, dass mein Mann Zucker überhaupt aus unserem Haus verbannt hat (mit gelegentlichen Ausnahmen Kokosblütenzucker und natürlich Obst). Zusätzlich wollen wir allgemein Kohlenhydrate reduzieren, weil wir merken, dass das einfach irgendwie eng zusammen hängt und es uns ohne auch irgendwie besser geht. Ich merke nur gerade, wie schwer das fällt, da wirklich sinnvoll umzudenken. Das biete ich den Kindern denn jetzt völlig logisch als Abendessen an, wenn kein Brot?!Jeden Abend Omlette, Spiegeleier und Co?
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Das ziemlich strikte Reduzieren von Zucker hat mir vorher aber auch schon einiges gebracht, fand ich. Ich habe vorher richtige Streifzüge durch die Küche unternommen
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich merk immer wieder, dass es da scheinbar zwei völlig unterschiedliche Körpersysteme zu geben scheint. Ich hab eine Freundin, die vegetarisch lebt, aber aber sehr wenig tierische Produkte und an sich für mein Gefühl wenig Eiweiß isst - und ihr geht es damit total gut. Wenn ich ein paar Tage bei ihr bin und bei ihr natürlich esse, was sie isst, merke ich, dass ich schnell wieder Hunger hab und völlig schlapp bin. Esse ich zu Hause jedoch kaum Kohlenhydrate und viel Eiweiß, bin ich fit und brauche sogar weniger Schlaf. Umgekehrt wird sie bei uns von Eiweiß müde...Grünfrosch hat geschrieben: 10.01.2019, 19:24 Das war schon eine Erleichterung, diesen Süßhunger nicht mehr zu haben. In Sachen Müdigkeit, unreine Haut, usw hat es mir aber nichts gebracht.