schlangengurke hat geschrieben: 31.08.2018, 19:24
Myla hat geschrieben: 31.08.2018, 12:25
Ich sage das immer wieder, weil ich selber in dem Bereich arbeite und das einfach schrecklich finde: Ich finde das so kompetenzüberschreitend! Also nicht Empfehlungen zu geben, dass gesundes Essen mitgebracht wird, Informationen zu geben was gesundes essen ist oder warum ein zuckerfreier Vormittag Sinn macht. Sondern der Maßstab sein zu wollen für das was gesund ist und was nicht. Und noch viel schlimmer: Einem Kind zu VERBIETEN etwas zu essen, was dessen ELTERN ihm oder ihr in die Brotbox gepackt haben. Das ist meiner Meinung nach ein Thema, das ich im Zweifel im Nachhinein mit den Eltern anspreche und nicht mit dem Kind, dass mit seinem Essen da sitzt und es nicht essen darf...
Ja, das empfinde ich genauso. Ich verstehe auch nicht, warum Würstchen gesünder sein sollen als leicht gesüßte Waffeln. Weißbrot mit Putenbrust gesünder als Marmeladenbrot.
Das verbieten finde ich auch heftig.
Das sehe ich genauso!
Grundsätzlich hat die Idee von nem (halbwegs) gesunden Frühstück im Kindergarten ja Sinn. Aber zum Teil ist es einfach absurd - Wurst zum Beispiel ist oft (oder womöglich meistens) ziemlich ungesund, weil gezuckert, mit Aromen und Konservierungsmitteln versetzt. Das ist mit Sicherheit nicht ungesunder als ein Honigbrot oder ähnliches
Meiner Tochter wurde vorgestern im Kindergarten ein Joghurt abgenommen (Alpenzwerg, also das Bio-Pendant vom Fruchtzwerg mit deutlich weniger Zucker). Ihr gegenüber mit der Begründung, Süßigkeiten seien nicht erlaubt, mir gegenüber mit Hygiene-Vorschriften begründet... Wenn sie Joghurt haben wolle, sei das kein Problem, weil in der Küche immer welcher im Kühlschrank stehe.
Ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich nicht genauer nachgefragt habe

Sie war so geknickt, weil sie den Deckel zum ersten Mal alleine aufbekommen hatte und ihr dann der volle Becher abgenommen wurde
Freitags gibt's in unserem Kindergarten Brunch und man muss kein Frühstück mitgeben - da gibt es dann verschiedene Müsli- und Cornflakessorten (sicherlich nicht unegzuckert), Marmelade, Aufschnitt.. alles total in Ordnung, aber eben auch nicht NUR gesund. Genauso gibt es zum Mittagessen manchmal Pfannkuchen oder Milchreis, das ist für mich voll okay, aber dann muss man den Eltern eben auch nicht mit der Holzhammer-Methode Vorschriften machen
Auf der anderen Seite habe ich in unserer Gruppe auch schon einen "Extremfall" mitbekommen, wo dem Kind das gesamte Frühstück vorenthalten wurde - das bestand nämlich aus Milchschnitte, Nutella-Toast und nem Corny. Mutter und Kind sind beide übergewichtig bzw. auf dem besten Wege dahin und offenbar ist ja kein Gefühl für "gesund" vorhanden und ja, da sehe ich dann schon einen Bildungsauftrag, den es zu erfüllen gibt.. schwierig.
... mit Mini (13.02.2015), Mikrobe (10.12.2016) und Olezahn (06.10.2022)