Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

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Snakedreadkitty
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Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Snakedreadkitty »

Ihr Lieben,

A.s und meine Stillgeschichte habe ich hier: viewtopic.php?f=2&t=169141 schon einmal kurz erzählt.
Ich hatte am Anfang in der Klinik einen sehr späten Milcheinschuss und wurde, da A. unter der 3. Perzentile (2760gr auf 53cm bei 40+2)war, ziemlich Stress gemacht mit zufüttern (erst Löffel, dann BES ähnlich mit Sonde an der Brust) und Abpumpen, MCP und Bockshornkleetee. Nun habe ich sicher genug Milch (er wiegt fast 7 kg, ist , wir haben mehr als 4 nasse Windeln, ich pumpe einmal die Woche, da ich einen Arzttermin habe, für den Notfall ab, meist pumpe ich nur kurz, das letzte Mal nur 7 min und habe ca. 100 ml pro Seite)...aber dieses Gefühl, diese Unsicherheit "Kriegt er genug???" bleibt irgendwie. Zudem hatten wir einen Verdacht auf eine Stoffwechselerkrankung (nicht bestätigt) bei der es wichtig gewesen wäre, dass er spätestens alle 4h gut trinkt, auch das nagt wohl noch immer. :(
Inzwischen weiß ich, dass mein Milcheinschuss nicht spät kam und der Druck eher dadurch kam, dass A. nicht abnehmen sollte, da das Krankenhaus uns sonst hätte in eine Kinderklinik verlegen hätte müssen und zudem A. wohl am Anfang nicht stark genug saugen konnte.
Unsere Stillgeschichtet endetet nun im Februar diesen Jahres, aufgrund der erneuten Schwangerschaft, Ausbleiben der Milch deswegen und Schmerzen beim Saugen. Wir haben vier Jahre sehr ausgiebig und innig und gerne gestillt. Auch Stillpausen von 3 Tagen führten nicht zum Rückgang der Milch. :5: <3 A. weiß auch, dass er wieder stillen darf, wenn das Baby da ist, wobei er sich dazu seit zwei Monaten nicht mehr geäußert hat, was er vorher regelmäßig tat.

Nun erwarten wir in ca. 8 Wochen unser zweites Wunder und beim Frauenarzttermin am Freitag äußerte der Frauenarzt, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Bauchmaus auch wieder ein zartes Kind ist. Ich hatte dies irgendwie schon gefühlt. :? Nun würde ich mich gerne auf den Stillstart vorbereiten. Dieses Mal werde ich leider nicht in mein stillfreundlich zertifiziertes Krankenhaus fahren, sodass ich mich selber um den Stillstart kümmern mag. Wir wohnen stilltechnisch eher in einer....ja....also...die Hebammen sind hier die meisten noch eher auf dem Stand: Alle vier Stunden stillen langt. Ich weiß oft mehr über das Stillen als die Hebammen. :|

Eine kleine elektrische Pumpe habe ich und werde mir wohl noch ein Doppelpumpenset zulegen. Zudem würde ich mir wohl ein paar Sonden zulegen um an der Brust zuzufüttern, falls das nötig sein sollte. Welche Größe ist da empfehlenswert?
Auch Bockshornkleesamen würde ich gerne schon im Vorfeld besorgen, was ist denn da empfehlenswert?
Kann ich sonst noch etwas tun? Kolostrum ausstreichen und einfrieren?

Danke für eure Hilfe. Bild
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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Mondenkind »

Hallo, ich kann grad nur ganz kurz, wegen der Sonden: dünne Magensonde, zB von Braun, 50 cm lang mit Luer-Ansatz für eine Spritze, PZN 2197159 Ernährungssonde nehm ich immer und eine Spritze mit 10-20ml, größere Spritzen sind unhandlich.

Du könntest auch vor der Geburt schon Kolostrum gewinnen.

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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von CiJay »

Ich hänge mich Mal hier ran. :-) Baby Nr. 2 soll in 9 Wochen kommen und wir hatten auch einen schlechten Start und leider die Kurve nicht bekommen und haben mit 2 Monaten zu füttern müssen und mit 4M abgestillt.

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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Mondenkind »

CiJay, bitte eröffne einen eigenen Thread dafür. Danke.

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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von CiJay »

Mondekind ich wollte nur hier mitlesen weil es irgendwie auch bei uns passt :-) Hab auch was eigenes gerade offen :-)


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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Mondenkind »

Zur Kolostrumgewinnung vor der Geburt:

Ab 36+0 SSW kannst du das auf jeden Fall machen.
Bei der Kolostrummassage massierst du deine Brust und gewinnst dann etwas Vormilch per Hand, die du am besten von einer anderen Person in eine kleine Spritze, zB Insulinspritze, aufziehen lässt. Es handelt sich hier um ganz kleine Portionen, 1ml, 2 ml höchstens. Du verschließt die Spritze mit den entsprechenden Stopfen (z.B. von Luer) und frierst das Kolostrum tief. Nach der Geburt bekommt das Baby nach jedem Stillen eine aufgetaute Portion von 1-2 ml in den Mund. Die Kinder nehmen so weniger ab, trinken aktiver und regen damit die Milchbildung besser an. Sie haben auch weniger Hypoglykämien und werden seltener gelb.

Wenn du 36+0 beginnst und täglich eine oder zwei Spritze(n) füllst, hast du für die ersten TAge einen Vorrat, der bis zum Milcheinschuss hält, selbst wenn der etwas später kommt, was beim Gestationsdiabetes vorkommen kann.

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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Snakedreadkitty »

Hallo Mondenkind!

Gestationsdiabetes habe ich zum Glück keines. Beide Zuckertests (1. und 2. Schwangerschaft) waren absolut unauffällig.
Ich führe meinen "späten" Milcheinschuss auf eine lange, eingeleitete Geburt (36h), selbstgemachtem Stress während dieser Zeit und nach der Geburt (kein Familienzimmer frei, Mann weg), sehr wenig Schlaf (die Babys im Zimmer haben sich abgewechselt mit wach sein und dann habe ich am Anfang alle 2h gestillt und gepumpt) und selbstgemachtem Druck (mir war und ist das Stillen sehr wichtig). :oops:
Zudem weiß ich nun, dass mein Körper ein Kind versorgen kann. Diese Angst war beim ersten Kind einfach auch noch vorhanden. "Was ist, wenn ich zu den Wenigen gehöre, die nicht stillen können?" Jetzt weiß ich aber, dass ich stillen kann, das mein Körper ein Kind versorgen...ja...für ein Trippelkinn sorgen kann. :)

Heute war auch das erset Mal meine Nachsorgehebamme da und sie weiß erfreulicherweise viel und auch viel Gutes über das Stillen. :) Sie beruhigte mich aber, dass sie sich ziemlich sicher ist, dass das bei uns klappt. Auch das geringe Gewicht machte ihr keine Sorgen, vor allem, da sie auch meinen Mann kennt, der bei 1,95m 65kg wiegt. Das beruhigt mich und unterstützt mich sehr.

Ich danke dir sehr für deine Hilfe und bin sehr froh, euch Stillmods hier zu wissen um eine zusätzliche Stütze zu haben. :D

Ach, wegen der Bockshornkleesamenkapseln....gibt´s da empfehlenswerte? In der Klinik damals hatte ich Tee. Der schmeckt allerdings...*schüttel*

Liebe Grüße

Miriam
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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Mondenkind »

Sorry, das war ein Versehen. Der späte Milcheinschuss ist typisch beim Schwangerschaftsdiabetes, daher war ich auf der falschen Fährte, tut mir leid. Aber auch sonst kann diese TEchnik hilfreich sein, auch und gerade bei zarten Kindern.
Snakedreadkitty hat geschrieben:Ach, wegen der Bockshornkleesamenkapseln....gibt´s da empfehlenswerte? In der Klinik damals hatte ich Tee. Der schmeckt allerdings...*schüttel*
Der Tee bringts nicht so.

Es gibt viele Bockshornkleesamen in Kapselform, zB diese: http://www.mamivac.com/produkte/motherl ... -plus.html

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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Snakedreadkitty »

Absolut kein Problem, ich wollte das nur klarstellen. :-) Das mit dem Kolostrum werde ich auf jeden Fall machen. :-)

Mein Milcheinschuss war, denke ich, nicht wirklich spät. Ich habe in den ersten 24h zu wenig angelegt, das weiß ich heute. Und dann war A. wohl auch zu zart um effektiv zu saugen? Er kam Freitag auf die Welt und Dienstag schaffte er es dann, durch die Sonde die Spritze von selbst zu ziehen. Da hatte mir aber auch eine Schwester den Tipp gegeben, ihm die Wange nach vorne zu streichen um eine Pausbacke zu formen...
Ab Mittwoch haben wir dann voll gestillt und ich sollte dann auch das Pumpen einstellen. Und da ergaben dann Wiegeproben auch 50-70ml. Was ich nie hatte, war dieses Gefühl, der übervollen Brüste, also nie das Gefühl: Jetzt ist die Milch da.
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Re: Vorbereitung auf 2. Stillkind, anfängliche Probleme beim 1.

Beitrag von Serafin »

dieses Gefühl hatte ich auch nie, dass die Brüste groß und schwer sind. Hier hat die Hebamme irgendwie ganz kurz mal an meiner Brust gedreht/gezupft keine Ahnung wie und dann hab ich durch den ganzen Raum gespritzt. Kommentar: Ah, Milch ist auch schon da.
Und Kind hat bombastisch zugenommen und wie ein verrückter gepieselt. Aber ich habe nichts gemerkt. Und in den ersten Tagen keine Milch gesehen oder so was. Nur in, äh, etwas verarbeiteter Form halt in der Windel gefunden.
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