ich lese immer wieder, dass sich kein Baby unter 2 von selbst abstillt. Nun, mein 1 jähriger Sohn ist aber gerade dabei genau dies zu tun. Eure Meinungungen und Erfahrungen dazu würden mich interessieren.
Vor einiger Zeit (Wochen?) hat er begonnen immer wieder mal in die Brust zu beißen. Ich habe mich dann zuerst immer sehr erschrocken, aua gerufen und teilweise dann auch geschimpft oder nur nein gesagt. Hab ihn auch mal weggesetzt, dann hat er geweint. Aber er hat immer wieder zurück zu seinem heißgeliebten Boobie gefunden. Bis, nun ja, jetzt.
Wir haben tagsüber schon seit geraumer Zeit eigentlich nur noch zu den Schläfchen gestillt, ganz selten, dass ich die Brust mal zur Beruhigung oder als Nahrungsquelle rausholen musste (nachts hingegen lag stillen immer recht hoch im Kurs, vor allem zum weiterschlafen). So auch gestern, die Brust wollte er den ganzen Tag nicht, außer 1x zum schlafen mittags. Am späten Nachmittag lehnte er die Brust ab als ich sie ihm anbot, krabbelte einfach davon obwohl er schon quengelig war (waren unterwegs).
Zuhause angekommen war er schon sehr müde, ich legte ihn nach dem baden hin, bot ihm die Brust wie immer zum einschlafen an, und er biss mich. Ich schimpfte, doch bot sie ihm nochmals an. Wieder biss er mich. Ich probierte die andere Seite, wieder biss er zu. Ich war wütend und schimpfte, ging aus dem Raum, er weinte bitterlich. Ich kam zurück, bot ihm nochmal die Brust. Er schüttelte den Kopf!!!!!!!! Eindeutiges Zeichen, Kopfschütteln kann er seit einiger Zeit gezielt anwenden um nein zu sagen, zB beim Essen wenn er nicht mehr möchte. Puh, ich war platt und bin es immer noch. Ich bot sie ihm trotzdem noch ein paar mal an, war ziemlich ratlos, doch er schüttelte immer wieder den Kopf und drehte sich sogar weg.
Hab ich zu viel geschimpft oder ist dies der Anfang vom Ende?
Jedenfalls musste ich dann ausstreichen gehen, da meine linke Brust kurz vorm platzen war. Das Problem ist, dass mein Sohn bei mir ausschließlich mit Hilfe der Brust schlafen konnte. Oder mit Tragen. Ich musste ihn also gestern zum ersten mal abends in den Schlaf tragen. Papa macht das schon lange so, aber für uns ist das neu. Nachts wachte er auf und ließ sich 2 Stunden nicht beruhigen obwohl er hundemüde war. Zur Brust kam wieder nur Kopfschütteln, auch auf die Frage hin, ob er möchte, schüttelte er dezidiert den Kopf.
Nun nach dem Aufstehen bot ich ihm nochmals dir Brust an, er kam zu mir, nahm den Nippel in den Mund und zwickte. 2 mal.
Mein Gefühl sagt mir, dass ich sie ihm nicht mehr anbieten sollte, es sei denn er verlangt danach. Ich bin richtig traurig. Unsere Stillgeschichte bisher war nicht so einfach, und ich war froh, dass wir letztendlich doch zu einer sehr schönen Stillbeziehung gefunden hatten. So abrupt und so schnell hatte ich das wirklich nicht erwartet und ich mache mir irgendwie Vorwürfe, ob ich das mit dem Stillen zu beiläufig gemacht habe, ob ihn mein Schimpfen geängstigt hat, oder, oder...
Hinzukommt, dass meine linke Brust nun wirklich schmerzt und ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sie ist voll mit Knubbeln und ich bekomme beim Pumpen grundsätzlich nichts raus (hat nie geklappt). Nun habe ich etwas ausgestrichen. Ich habe gelesen, dass man nur so weit ausstreichen soll, bis die Spannung weniger wird. Aber ich habe das Gefühl da kommt immer sofort was nach.. die rechte Brust ist auch prall, trotzdem aber noch weich und schmerzt nicht.
Danke fürs lesen