Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Litha
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Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von Litha »

Hallo Ihr Lieben,

ich bin noch ganz neu im Forum, was Stillen angeht aber jetzt schon ein alter Hase. Ich habe den halben Tag hier kreuz und quer gelesen, auch die Suchfunktion und die Still-Linksammlung benutzt, aber so wirklich die Erleuchtung kam noch nicht. Zum Problem :
Ich stille seit beinahe einem Jahr völlig ohne Probleme. 6 Monate voll, Beikost findet er immer noch eher gemischt aber das ist ein anderes Thema.
Gestillt wird er zwischen 1 und 3 x tagsüber, abends zum Einschlafen und nachts etwa 2-3 mal (schätze ich, wir sind dabei nicht richtig wach ;-) ). Seit er 8 Wochen ist bekommt er einmal täglich eine Flasche. Bis er 8 Monate war mit abgepumpter Milch, danach mit Pre (abpumpen regte sehr die Milchproduktion an). Das haben wir gemacht, damit mein Mann mich entlasten kann, seit einiger Zeit gehe ich wieder zum Yoga und in die Sauna.

Seit Käferchen Zähnchen hat ist es etwas komplizierter, besonders die oberen Zähne machen Probleme.
Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass es beim Anlegen und Trinken eigentlich nie weh tut (mittlerweile schon wg der Reizung) aber beim Abdocken öffnet er seinen Mund nicht weit genug und die Zähnchen schaben über die Brustwarze. Am ehesten kann ich das vergleichen mit jemandem, der genüsslich den letzten Rest Nachtisch vom Löffel schleckt,so fühlt es sich an.
Bringe ich dabei meinen Finger in die Nähe seines Mundes, um ihn dazwischen zu schieben wird er hektisch und dockt sofort ab, und achtet gar nicht auf seine Zähne-extra Autsch!. Er lässt ohnehin nicht zu, dass ich irgendetwas in seinem Mund mache.
Mittlerweile sind beide Brustwarzen gereizt, rosa aber noch nicht offen und leicht geschwollen. Ich creme so oft es geht mit Lanolin, was gut tut aber das Problem nicht löst.
Ich habe einer Stillberaterin in einem anderen Forum schon dieselbe Frage gestellt und nur Textbausteine bekommen: auf korrektes Anlegen achten, abdocken wenn er beißt etc. Aber darum geht es überhaupt nicht.

Die super tolle anthroposophische Kinderärztin meinte nur "dann ist wohl Zeit zum Abstillen", mein Mann sieht das eh locker "dann kriegt er halt eine Flasche klappt bei mir ja auch"
Ich bin total zwiegespalten. Ich wollte stillen bis er sich selbst abstillt aber max bis etwa 2. Andererseits tut es höllisch weh und wenn er jetzt nachts im Halbschlaf stillt und die Spannung aus dem Kiefer weicht sitzen auch dann die Zähne auf der BW. Ich brauche euer Schwarmwissen und eine echte gute professionelle Idee!
Unsere ruhigen Nächte sind mir eigentlich heilig und ich genieße das Stillen so sehr und wollte noch nicht aufhören.

Vielen Dank für das Lesen meines Romans :D
Liebe Grüße

Nadja

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Brianna
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Re: Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von Brianna »

Ich würde das Gegenteil versuchen. Flasche, Schnuller, Trinklernbecher, einfach alle künstlichen Sauger verbannen. Die beklagen sich nähmlich nicht, wenn er etwas doofes mit den Zähnen macht. Ihm immer wieder sagen, dass er den Mund weit aufmachen soll und er vorsichtig sein soll. Mund weit aufmachen vormachen und ohne stillen üben.
J 05/13 L 12/15
Litha
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Re: Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von Litha »

Liebe Brianna,
Danke für die Idee. Schnuller, Daumen, Zipfel vom Tuch oder Stofftier nimmt er sowieso alles nicht-ich bin sein Schnuller ;-). Aber im Moment versuche ich, ihm zu sagen, dass es genug ist wenn er nicht mehr trinkt. Heut Nacht hat das nicht so gut geklappt. Bin aufgewacht weil ich dachte" was schmerzt denn da so komisch?!", da hatte sich der Kleine selbst bedient und war dabei auch eingeschlafen :-D
Das mit dem Reden mache ich mal verstärkt. Ob die eine Flasche ein Problem ist, sehen wir. Ich lass sie weg, und er bekommt sie nur wenn ich zum Einschlafen nicht da bin.

Danke Dir!
Liebe Grüße

Nadja

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koalina
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Re: Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von koalina »

Was, wenn du deinen Finger schon in die Nähe, aber für ihn nicht so sichtbar bringst?
Hier gibt es immer wieder Phasen, in denen Krümel nicht sauber abdockt. Da hilft nichts anderes... Pflegen mit Lanolin ist natürlich auch immer gut!
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
Litha
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Re: Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von Litha »

Ja, Koalina, so ähnlich mache ich das ja. Ich streichel z.b. Seine Wange oder halte sein Näschen frei, so dass mein Finger schon mal in der Nähe ist. Aber sobald der den Mundwinkel berührt wird hektisch zurück gezogen, so schnell bin ich mit dem Finger nicht hinterher.

Heut hab ich ganz viel mit ihm geredet, dass er vorsichtig sein muss. Ein paar mal hat er dann geweint. Ich denk er versteht, dass irgendetwas nicht richtig ist. Ich hab ihn jedes mal gelobt wenn es schmerzlos war. Heute stillte er wieder öfter, er ist aber nach dem Husten noch nicht ganz fit. Da haben wir viel Gelegenheit zum Üben. :-)
Liebe Grüße

Nadja

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tania
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Re: Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von tania »

alle künstlichen sauger weglassen heisst, die flasche wenn du nicht da bist durch eine stillfreundliche alternative zu ersetzen: link zu stillfreundlichen zufüttermethoden. in eurem fall würde ich das bechern vorschlagen. mit ein bisschen übung ist das wirklich absolut machbar und kein problem.

ich kann dir nicht versprechen, dass du dadurch schmerzfrei wirst, es liest sich aber eindeutig so, dass weglassen künstlicher sauger der vielversprechendste lösungsansatz ist.

nicht immer ist eine saugverwirrung etwas großes massives was dazu führt, dass das kind nicht mehr an der brust trinken kann. amit das stillen an der brust nicht wehtut, braucht es eine gute technik und es ist nicht ungewöhnlich, dass nach monaten des problemlosen flasche gebens die schwierigkeiten sich langsam "einschleichen".

liebe grüße, tania
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tania mit sohn *09 und sohn *12
Litha
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Re: Probleme beim Abdocken - Zähnchen

Beitrag von Litha »

Liebe Tania,
Danke nochmals für den fachlichen Rat.

Ich weiß nicht genau was passiert ist, aber seit gestern klappt es wieder viel viel viel besser! Vielleicht hat das Reden geholfen? Tatsächlich hatte er bisher auch keine Flasche mehr. Tagsüber trinkt er problemlos aus verschiedenen Gefäßen und kommt mit allen zurecht. Am Tisch gibt's ein normales Glas, tagsüber für ihn immer zur Verfügung ein Trinklernbecher von Nuk. Er schnappt sich aber auch sämtliche Trinkflaschen des großen Bruders und trinkt daraus :-).
Ich hoffe wir sind durch und wir tüfteln gerade ihn abwechselnd ins Bett zu bringen. Bei mit stillt er zurzeit auch nicht mehr bis er schläft sondern dockt vorher ab, meckert oft noch ein wenig und schläft ein.

Danke für eure Tipps!
Liebe Grüße

Nadja

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