Es freut mich, wenn ich da quasi offene Türen einrenneOlle1982 hat geschrieben:Du schreibst vermutlich vom Familienbett? Hab ich auch schon drüber nachgedacht und ja, es ist eine Option...blueberry hat geschrieben:In aller Kürze, da zwei kranke Kinder zuhause, eine Zwischenfrage: wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte für die Nächte den ultimativen, zigfach praxiserprobten, den besten Kompromiss zwischen Deinen Bedürfnissen und den Bedürfnissen Deines Kindes (vermutlich mindestens in den nächsten 12 Monaten) darstellenden Tipp, aber es könnte so zwischen 90 und 200 EUR kosten, ist etwas unkonventionell und man müsste evtl. etwas umräumen im Kinderzimmer - würde sich das nach vertretbarem Aufwand anhören oder eher nach "lass mal lieber Option B hören"?
LG blueberry
Aber wieso das nur bis 200€ kostet?!;-)
Warum das nur 90-200 EUR kosten muss? Weil die Minimalversion einfach ein Mama-Baby-Bett in Form einer 140 x 200 cm-Matratze auf dem Boden ist, die man mal zum Lüften hochkant stellt. Mit etwas mehr Budget investiert man noch in einen Lattenrost drunter. Oder evtl. würde sich Euer Schlafsofa eignen - einfach eine gute 5 cm dicke Matratzenauflage drauf und niemand stört sich mehr am Kunstleder.
Ein richtiges Familienbett ist natürlich etwas teurer. Wir haben z.B. zweimal 140 x 200 cm ohne Gräbelchen knapp über Bodenhöhe aneinandergebaut (spart die Erweiterung bei Kind 2
Wenn Du zu sehr viel Milch neigst, kannst Du gern so oft die immer gleiche Brust anbieten, bis diese sich nach dem Stillen spürbar weicher anfühlt - und erst dann zur nächsten Seite wechseln. Gerade nachts vereinfacht das die Dinge sehr.Olle1982 hat geschrieben:Heute Nacht habe ich direkt mal versucht, den Nucki weg zu lassen mit dem Ergebnis, dass wir stündlich gestillt haben, er beim Rüberheben wach wurde, gespielt oder genörgelt hat und ich ihn dann wieder gestillt habe. Das Ergebnis bei mir neben totaler Müdigkeit (was ich ja eigentlich gar nicht erwähnen brauche, denn so geht es wohl allen;-)), meine Brüste sind total verknotet, vermutlich, weil er immer nur kurz getrunken und sofort wieder eingeschlafen ist und somit meine Brust gar nicht richtig geleert hat. Die Brüste fühlen sich auf jeden Fsll besser an, wenn er nachts seltener (1-2 Mal in 10 Stunden) stillt.
Wie oft stillt Ihr normalerweise in 24h und wie oft davon in der Nacht? Wie oft und wie lange kommt der Schnuller zum Einsatz?
Was ebenfalls sehr beim weiterschlafen hilft, ist, direkt nebeneinander zu schlafen (Baby innerhalb Deiner Armeslänge Abstand), da die Schlafphasen von Mutter und Kind sich dann angleichen. UND: es ist sinnvoll auf zeitige Stillzeichen* zu reagieren - ein Baby, das weint, wird viel wacher als eines, das direkt im Halbschlaf angedockt wird und stillend weiterschläft.
Um realistische Erwartungen zu wecken: es ist eher ungewöhnlich wenn nach Bedarf gestillte Babys im Alter von 6 Monaten nur ein bis zweimal in 10 Stunden zum Stillen aufwachen. Und wenn sie es bis zu diesem Alter getan haben, ändert sich das normalerweise im zweiten Halbjahr deutlich. Das ist völlig normal und von der Natur so gewollt, da das Baby für die Hirnentwicklung in bestimmten Phasen nachts besonders regelmäßig Nahrung braucht. Dafür ist das Saugbedürfnis da, damit das Baby sich zum Stillen meldet. Das ist also kein "Erziehungsfehler"
Zwei Links:
Schlafprobleme aus Sicht der Evolution (H. Renz-Polster) eine PDF Datei mit einem SEHR lesenswerten Fachartikel für Hebammen.
und
8Tipps für leichtere Nächte mit dem Stillkind
Ich bekam zur Geburt meines ersten Kindes von einer lieben Freundin (und vierfachen Mutter) den Rat "Es entspannt ungemein, wenn man nicht vor dem zweiten Geburtstag mit dem Durchschlafen der Kinder rechnet - wenn es davor mal passiert ist es Zufall oder eine Phase". Das war einer der ehrlichsten und wertvollsten Hinweise, die ich je bekam
LG blueberry
(*leider nur Englisch, ist das okay?)