Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

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verena2222
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Eigenfrequenz hat geschrieben:Ich kann dir zwar jetzt nicht den super Tipp geben aber mal nen Drücker da lassen. Wir hatten trotz tollem Anlegen auch Probleme und ziemlich ähnliche Schmerzen wie du es beschreibst. Die offenen BW waren bei mir dann entzündet. Mit stillfreundlichem Antibiotikum und konsequentem Wundmanagement war es dann bald besser.
Mittlerweile stille ich gerne und meistens auch problemlos. Das schaffst du sicher auch.
Danke, das ist lieb! Was meinst du, was beim Wundmanagement letztlich ausschlaggebend war, dass es besser geworden ist?

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Eigenfrequenz
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Eigenfrequenz »

Ich habe konsequent nach jedem Stillen mit Octenisept desinfiziert, Brustdonuts getragen und Hydrogel Pads von medela benutzt. Die Pads waren auf jeden Fall viel besser als Multi-Mam Kompressen. Im Endeffekt wird es die Kombination aus allem gewesen sein.
Jungmüller 04/2015
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Mondenkind
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

Hallo Verena2222, ich übernehme jetzt wieder. Wie geht es Dir? Du kannst mir gern Fotos schicken.

Die leicht nach vorn gebeugte Stillposition ist oft ungünstig, gerade bei wunden Brustwarzen. Vielleicht hilft dir Laid back nursing? Es beugt Verspannungen in Brust und Rückenmuskulatur vor, was günstig ist bei Vasospasmen.

Wurde nochmal gewogen?

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verena2222
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Kurze Frage, ich antworte später ausführlicher: In welcher Form kaufe ich das Octenisept am besten und wie wende ich es an? Auf einer Kompresse?

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Brianna
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Brianna »

Octenisept ist ein Desinfektionsspray. Üblicherweise aufsprühen, dann trocknen lassen und nach dem Trocknen dann cremen.
Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
verena2222
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Hallo Mondenkind,

Schön, dass du wieder da bist :-)

Wir haben im Moment zwei Baustellen, die wunden Brustwarzen und dieses Ziehen/Brennen ausgehend von der Brustwarze in die gesamte Brust.

Die wunden Brustwarzen stagnieren im Moment leider. Ich versuche nun noch mal ganz konsequent mit Octenisept zu desinfizieren und mit Wollfett feucht zu halten. Vom möglichen Vasospasmus merke ich so unter 2x 300mg Magnesium täglich nichts mehr.
Ich denke, dass entweder noch ein Problem beim Anlegen vorliegt oder ein anatomisches Problem bei meinem Sohn (hoher Gaumen?). Zurückgelehnt Stillen ist leider nicht möglich, da würde er die Brustwarze nicht richtig zu fassen bekommen und die Position wäre auch zu instabil. Ich muss in einer Hand seinen Kopf halten und mit der anderen die Brust stützen / als Sandwich halten. Sonst rutscht die BW während dem Stillen immer weiter aus dem Mund, bis die Spitze wieder am harten Gaumen reibt. Die ganze Brust tut so weh inzwischen, dass ich nicht um einen Millimeter aus der optimalen Position abweichen darf, sonst tut es noch mehr weh.

Das liegt vielleicht an Problem Nr. 2, dem Ziehen / Brennen. Am schlimmsten ist es komischerweise, wenn ich mich nach dem Stillen hinlege. Dann sticht es wie Nadeln von der BW Richtung Arm. Inzwischen auch auf beiden Seiten. Zusätzlich fühlt es sich am Warzenhof beim Stillen an, als hätte ich dort blaue Flecken oder wäre dieser auch wund, aber äußerlich sieht man nichts. Mein Sohn saugt extrem doll (zumindest viel stärker als mein erster Sohn) und kneift auch die Kiefer etwas zusammen, vielleicht ist deshalb auch der Warzenhof lädiert. Oder es hängt mit dem oben beschriebenen Brennen zusammen, das weiß ich nicht.
Ich habe ein stillfreundliches Antibiotikum hier, die Ärztin tippte bei meinen Symptomen auf Milchstau (das ist es definitiv nicht) und beginnende Mastitis. Ich bin mir unsicher, wonach klingt es für dich? Äußerlich sieht man wie gesagt gar nichts. Kann es ein Pilz sein? Der Kinderarzt sieht bei meinem Sohn keine Anzeichen für Soor, er hat aber seit ein paar Tagen massiv mit Blähungen zu kämpfen.

Gestern Abend wollte mein Sohn clustern, ich konnte irgendwann nicht mehr vor Schmerzen. Am schlimmsten war dieses wunde Gefühl am Warzenhof. Habe dann abgepumpt und heute Nacht auch noch mal. Auch beim Pumpen tut es im Bereich Warzenhof / Übergang BW weh. Heute Morgen ist es besser, aber nicht weg.

Sorry für den langen Text... Ich hoffe, du kannst mir anhand meiner ganzen Symptome irgendwie weiterhelfen. Ich bin langsam echt ratlos und möchte auf keinen Fall wieder dauerhaft an der Pumpe landen :-/

Gewichtsentwicklung ist gut, er hatte beim letzten Wiegen ca. 100g in 3 Tagen zugenommen. Seit Freitag ist meine Hebamme leider krank, ein ganz aktuelles Gewicht gibt es also nicht.

Ganz liebe Grüße, Verena

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

verena2222 hat geschrieben:Das liegt vielleicht an Problem Nr. 2, dem Ziehen / Brennen. Am schlimmsten ist es komischerweise, wenn ich mich nach dem Stillen hinlege. Dann sticht es wie Nadeln von der BW Richtung Arm. Inzwischen auch auf beiden Seiten. Zusätzlich fühlt es sich am Warzenhof beim Stillen an, als hätte ich dort blaue Flecken oder wäre dieser auch wund, aber äußerlich sieht man nichts. Mein Sohn saugt extrem doll (zumindest viel stärker als mein erster Sohn) und kneift auch die Kiefer etwas zusammen, vielleicht ist deshalb auch der Warzenhof lädiert. Oder es hängt mit dem oben beschriebenen Brennen zusammen, das weiß ich nicht.
Ich habe ein stillfreundliches Antibiotikum hier, die Ärztin tippte bei meinen Symptomen auf Milchstau (das ist es definitiv nicht) und beginnende Mastitis. Ich bin mir unsicher, wonach klingt es für dich? Äußerlich sieht man wie gesagt gar nichts. Kann es ein Pilz sein?
Wäre möglich, Pilz ist aber schwer zu diagnostizieren. Letztlich oft nur durch die erfolgreiche Behandlung mit Fluconazol. Es gibt etwas, das nennt sich Mammary Constriction Syndrome, durch Dehnungsübungen des Brustmuskels und Massage bekommt man Besserung. Schau mal hier: http://breastfeeding.support/mammary-co ... -syndrome/.
verena2222 hat geschrieben:Zurückgelehnt Stillen ist leider nicht möglich, da würde er die Brustwarze nicht richtig zu fassen bekommen und die Position wäre auch zu instabil.
Ich weiß, dass es schwer fällt, mit Stillpositionen zu experimentieren, wenn die Brustwarzen weh tun. Aber hast du es mal ausprobiert? Zurückgelehntes Stillen ist nämlich die stabilste Stillposition, die es gibt, dank Schwerkraft. Und Kinder mit Saugproblemen hilft es oft.
verena2222 hat geschrieben:Sonst rutscht die BW während dem Stillen immer weiter aus dem Mund, bis die Spitze wieder am harten Gaumen reibt.
Wurde das Zungenband kontrolliert? Du kannst mir sonst auch mal Fotos von der ZUnge schicken, dann gucke ich mal drauf.

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Wir hatten gerade eine Stillberaterin hier, ich wollte der Ursache für meine Probleme noch mal genau auf den Grund gehen. Mein Sohn hat einen hohen Gaumen und nimmt zusätzlich die Zunge nicht über die untere Kauleiste beim Trinken, sondern lässt diese zu weit im Mund. Gibt es Tipps, wie man am besten mit dem hohen Gaumen klar kommt und wie man die Zunge weiter nach vorne bekommt?

Irgendwie bin ich ziemlich geknickt. Da haben wir diesmal nicht das Problem mit dem späten Milcheinschuss und dem Zufüttern, aber dafür kommt dann das Nächste... :-/

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von safira »

Welche Bepanthen Salbe sollte es denn sein?
Dann notiere ich mir die gleich schon mal.

Und gute Besserung liebe Verena!

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

Die Gaumenform kommt u.a. durch die Zungenbewegung zustande. Wie ist das Zungenband? Beim Anlegen ist es wichtig, dass du schaust, dass das Kind wirklich ganz nah an deine brust kommst. Dass die Zunge nach vorne kommt, kann zB durch bechern trainiert werden, sollte das Zungenband zu kurz sein, dann muss dieses am besten druchtrennt werden.

Hat sie dazu was gesagt?

Nicht verzweifeln, wir finden schon eine Lösung?

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