so langsam verzweifel' ich an meiner kleinen Maus, die manchmal die Brust ablehnt, weint und überhaupt nicht trinken mag. Aber ich fange mal besser gaaaanz von vorne an.
Alessia ist inzwischen 3,5 Monate alt und kam (zum Glück) ganz normal, nach 13 Stunden Wehen und 3 Tage nach ET zur Welt. Ich durfte sie sofort nach der Geburt anlegen, sie ist angedockt und hat getrunken - ohne Probleme, einfach so.
Wunde Brustwarzen hatte ich dann trotzdem, wirklich geholfen hat uns im Krankenhaus leider keiner. Die richtige Anlegetechnik hat mir dann Google erklärt und nach und nach sind die Brustwarzen verheilt, die Kleine hat gut getrunken und der Kinderarzt war mit der Zunahme mehr als zufrieden.
Wirklich zu kämpfen hatten die Kleine und ich dann allerdings mit meinem Milchspendereflex nach dem Milcheinschuss. Es war schlicht und ergreifend einfach überall Milch. Auf dem Kind, auf mir, auf der Couch, auf den Klamotten, teilweise auf dem Chouchtisch. Ich kam mir vor wie ein Feuerwehrschlauch...
Alessia hat sich ständig verschluckt, angedockt, abgedockt, angedockt, .... irgendwann frustriert geweint und wollte nicht mehr trinken. Nach dem Stillen nur gespuckt
Vor 2 Monaten hat es dann angefangen, dass die Kleine wieder unruhig an der Brust wurde. Andocken, Abdocken, Andocken, Kopf wild herum reißen ohne die Brustwarze loszulassen(aua!), überstrecken, zappeln, um sich schlagen, strampeln, weinen und schreien. Irgendwann endgültig abgedockt, aber noch immer hungrig. Anlegen? - Keine Chance. Wir sind dann zum Ostheopathen, haben Blockaden gelöst, ich habe wieder angefangen blockweise zu stillen. Am Anfang dachten wir noch sie hätte Bauchweh, aber besser ist es leider immer noch nicht.
Sie strampelt, dreht den Kopf weg, sucht, dock an, strampelt, überstreckt sich, dockt ab, weint, wirft sich wild herum, dockt an, trinkt kurz, dockt ab. Und wieder von Vorne.
Manchmal geht es sofort beim Anlegen los, manchmal erst nach 5 Minuten und manchmal trinkt sie seelenruhig 20 Minuten die eine, und dann gemütlich die andere Brust. Mir graut es teilweise schon vorm nächsten Stillen, weil ich nicht weiß, was passiert.
An der Brust beruhigen wie andere Kinder lässt sie sich nicht, manchmal schläft sie bheim Stillen ein - aber auch nur, wenn sie totmüde und die Brust fast "leer" ist.
Die Kleine kennt Schnuller und Flasche.
Schnuller gibt's sehr selten, wenn sie sich trotz tragen, singen, schaukeln auch nach Stunden nicht beruhigen wollte und ich einfach nicht mehr weiter wusste.
Und insgesamt 4x hat sie ein Fläschchen PRE bekommen, weil sie gar nicht an die Brust ging und nur noch geweint hat. Danach war's dann auch besser und sie ist zufrieden eingeschlafen.
Wir stillen nach Bedarf, in letzter Zeit werden die Abstände etwas größer, so ca. 8-10x pro Tag, manchmal auch öfter - ganz wie die Zwergin eben möchte.
Laut Kinderarzt ist alles super, auch die Zunahme scheint zu passen. Aber mich macht es fertig, die kleine Maus zu sehen, wie sie freudestrahlend andockt, es immer und immer wieder versucht und dann verzweifelt aufgibt, obwohl sie ganz eindeutig noch Hunger hat.
Ich weiß mir langsam keinen Rat mehr, vielleicht habt ihr ja ein paar Ratschläge, was wir noch machen könnten.
Liebe Grüße