ist es ohne stillen leichter?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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sonnenkäferlein
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ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von sonnenkäferlein »

was ich mich manchmal frage und warum:

wenn man nicht stillen kann oder früher abstillt oder das baby sich abstillt oder oder oder... - ist es dann so, dass kindchen eher durchschläft, besser schläft, weniger oft aufwacht? nur mal so zum nachdenken oder vielleicht konkrete dafür-/dagegen-erfahrungen.

nicht falsch verstehen, ich bin sehr dankbar, dass das stillen bei uns schon so lange und so gut geht. aber ich denke teilweise, ich habe den fehler gemacht, unsere kleine als new born bei jedem mucks anzulegen und so hat sie sich anscheinend angewöhnt, nur so einzuschlafen, nur so zwischen den schlafphasen zu wechseln und sich nur so zu beruhigen. jede andere idee, von dem häufigen nächtlichen stillen wegzukommen, haben nur so mittel, nicht langfristig oder gar nicht funktioniert. es ist ja auch so einfach: mädchen muckelt rum, zack, brust raus, zack, stillen, zack, mädchen schläft. :)
ich habe größten respekt vor den mamis, bei denen es ohne gehen muss! wie eigentlich?? rumtragen, nuckel, singen?? auch nachts? bis zu 6 mal? oder wachen die babys dann nicht mehr so oft auf oder schlafen selbstständig wieder ein?

ich denke manchmal, ich stille meine mausi noch bis sie 10 ist alle zwei stunden. :roll:
über ihr glück unglaublich dankbare mama mit zauberhaftem mädchen (01/15)
mamoto
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von mamoto »

Nein. Es ist NICHT leichter :-(
Mein erstes Kind habe ich zwei Jahre stillen können, das zweite nur zehn Monate und bin dann ungewollt auf Flasche umgestiegen. Es ist doppelt anstrengend nachts ein Fläschchen zu machen und zu geben (mir fiel anfangs immer die Flasche aus der Hand weil ich wieder eingeschlafen bin. Das geht beim stillen in Ordnung aber nicht bei der Flasche). Dann das dauernde Flaschenspülen, zeug einpacken wenn man weg will, im Urlaub feststellen, dass der eine Koffer nur milchnahrung, Flaschen, Thermoskanne und Wasserkocher enthält und man dann dennoch Milchpulver im Ausland nachkaufen gehen muss...
Und dann die ganz bittere Erkenntnis, dass selbst die Ach so sättigende Nachtmilch das Kind nicht durch schlafen lässt sondern man weiterhin alle 3-4h ne Flasche machen muss.
Nee, stillen ist so viel praktischer, einfacher, preiswerter, bequemer, weniger zeitintensiv.....

Es gibt Kinder, die früh nachts nichts mehr trinken und es gibt Kinder, die nachts gefühlt durchgehend trinken... Liegt sicher nicht an der Darreichungsform der Milch ;-)
Halt durch und mach es dir nicht schwerer. (abgesehen von all den Flaschenproblemen ist Mumi eh immer das beste, gelle!)
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melusine
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von melusine »

ich habe jetzt das dritte stillkind und das macht keinerlei anstalten durchzuschlafen.
meine stillkinder haben, bis zu dem zeitpunkt, als ICH nicht mehr nachts stillen wollte, (und das ging nur mit viiieeel tränen eine ganze zeitlang, über wochen, ja fast monate), nachts durchgeschlafen. da waren sie anderthalb/knapp zwei. ich denke diesmal wird es wieder so laufen. ich würde am liebsten jetzt schon nachts abstillen, aber noch versteht sie nicht so viel zb "erst wenn es hell ist wieder"
mein flaschenkind hat mit 8 monaten durchgeschlafen. mag zufall sein. aber aus dem bekanntenkreis kenne ich nur frühe flaschen-durchschlafkinder. die stillkinder brauch(t)en länger bis zum durchschlafen.
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Lina13
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Lina13 »

sonnenkäferlein hat geschrieben: ich denke teilweise, ich habe den fehler gemacht, unsere kleine als new born bei jedem mucks anzulegen und so hat sie sich anscheinend angewöhnt, nur so einzuschlafen, nur so zwischen den schlafphasen zu wechseln und sich nur so zu beruhigen. jede andere idee, von dem häufigen nächtlichen stillen wegzukommen, haben nur so mittel, nicht langfristig oder gar nicht funktioniert. es ist ja auch so einfach: mädchen muckelt rum, zack, brust raus, zack, stillen, zack, mädchen schläft. :)
Genau das denke ich auch immer wieder mal!
Ich habe meinen Großen ja nicht gestillt. Das Flascherl machen in der Nacht war mühsam aber er hat sich mit einem halben Jahr, vielleicht auch ein bisschen später auf so 2 Fläschchen pro Nacht eingependelt. Ich konnte die dann schon im Halbschlaf fertig machen und großer Vorteil: Papa konnte ihn genauso füttern und zum weiterschlafen bringen. Das geht jetzt bei der Kleinen gar nicht. Alles außer Busen führt zu heftigsten Protestgeschrei!
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melusine
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von melusine »

dagegen spricht auf jeden fall das "richtige aufwachen". und das spülen.
aber ich habe beim flaschenkind 3x flasche gegeben.
stillen muss ich viel öfter. ich darf zwar liegen bleiben. aber nach dem 23. mal etwa bin ich auch hellwach.
februarkind16
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von februarkind16 »

Von meiner Krabbelgruppe her gesehen denke ich auch, dass Flaschenkinder tendenziell eher durchschlafen. Sicher nicht alle, Ausnahmen bestätigen ja die Regel ;-). Die Stillmamis müssen dort auch öfter nachts ran als die Flaschenmamis. Tja, hilft nur nicht so richtig weiter, oder? Ich möchte aus dem Grund nicht abstillen, aber durchschlafen wäre natürlich schön ;-).
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Pupu
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Pupu »

Nun ja... wie schreib ich das jetzt, ohne anzuecken. Hmh.

Theoretisch ist Flasche füttern ja ähnlich wie stillen: wenn das Baby hungrig wird, macht man eine Flasche fertig und bietet sie dem Baby an. Und das nimmt sich dann, soviel es braucht. Also vom Prinzip her wie Stillen, nur aufwändiger in der Zubereitung und Hygiene.

Praktisch allerdings läuft es vermutlich doch anders ab. Wenn das Baby sich nach 20 Minuten wieder bemerkbar macht, denkt sich eine stillende Mama vielleicht: "hat der jetzt etwa SCHON WIEDER Hunger?", holt die Brust raus und probiert es einfach. Die Flaschenmami jedoch, mit vermutlich schon so mancher weggeworfener Restmilch im Hinterkopf, wird vielleicht eher denken: "der KANN noch gar nicht schon wieder Hunger haben, er hat ja grad erst gegessen." Und wird vielleicht eher versuchen, das ganze mit etwas Hinhaltetaktik (Schaukeln, Schnuller, Windeln, spielen...) herauszuzögern, bis sie sich vorstellen kann, dass es tatsächlich der Hunger ist, der sich da meldet. Die Flaschenmami sieht ja anhand des Verbrauches, wieviel Milch tatsächlich getrunken wird, und wird wohl versuchen, ein Muster festzustellen. Mit der Zeit schleicht sich da vielleicht auch eine gewisse Regelmäßigkeit ein: die Vormittagsflasche, die Mittagsflasche, die Nachmittagsflasche, die Abendflasche usw... und wenn sich eine Regelmäßigkeit ergibt, hat man auch Abstände. Und an Abständen kann man versuchen zu drehen...

Ich als Stillen-nach-Bedarf-Mutti muss mich immer erstmal einfinden, wenn ich auf ein Flaschenbaby aufpassen soll. Da heißt es dann oft "er bekommt eine Flasche nach dem Abendessen und eine zum Einschlafen und eine in der Nacht" oder so ähnlich. Bei uns wurde immer gestillt, wenn halt grad gestillt wurde. Ohne jede Regelmäßigkeit ;) Auch mal ein paar Schlückchen zwischendurch... warum auch nicht? War ja einfach, nur andocken und fertig. Ein Minifläschchen zwischendurch hätte ich dagegen wohl eher nicht gemacht.

Und so denke ich schon, dass es sich rein aus wirtschaftlichen Gründen (= nicht so viel wegwerfen wollen, nicht so viel aufwaschen wollen etc) ergibt, dass es beim Flaschegeben eher "Mahlzeiten" gibt als beim Stillen. Klar gibt es da auch Variationen in jede Richtung, logisch.

Dazu kommt, dass eine Flaschenmama vielleicht eher dazu bestrebt ist, die nächtlichen Mahlzeiten zu reduzieren, als jemand, der sich nur ein wenig umdrehen muss und beim Stillen weiterschläft. Ich würde wohl auch versuchen, Wege zu finden, um nachts so wenig wie möglich aus dem Bett aufstehen zu müssen. Ich denke, dass auch hier bei Flaschenmamis schlicht die Motivation höher ist, beim Schlafverhalten (und dem Schlaf-Mahlzeiten-Zusammenhang) die Stellschraube zu finden, um möglichst viel Nachtruhe für alle Beteiligten herauszuholen.

Hach, irgendwie klingt das immer noch schrecklich klischeebehaftet, so meine ich das eigentlich gar nicht. Ich denke mir aber, dass es durchaus einen Zusammenhang mit Stillen bzw Flasche und Schlafverhalten gibt - auch hier wieder, nicht in allen Fällen, aber wohl doch bei einigen. Was aber meines erachtens nicht an der Art der Milch liegt, sondern wohl eher an der Art des Mahlzeitenmanagements. Versteht man das irgendwie? Ich will wirklich keinem auf die Zehen treten.

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Neuhier
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Neuhier »

Inzwischen denke ich, es ist kindabhängig. Kind 1 wurde frühzeitig zwangsabgestillt, das saugbedürfnis hat dann der Schnuller erledigt. Nachtflaschen gab es zwischen ein und drei je nach Bedarf bis etwa 13 Monate. Fürs eigene Zimmer hat sich Kind kurz vor dem ersten Geburtstag entschieden. Nächtlich Wasser war noch bis 21 Monate nötig, mitunter auch nächtliches kuscheln, wir hatten auch Phasen, da schlief Kind wieder bei uns im Bett. Zuverlässiges durchschlafen ab 21 Monate. Kind schlief auch immer problemlos alleine ein im größten Trubel.
Kindcharakter: unabhängig, unbeeindruckt, macht sein Ding.

Kind 2 ist eine ganz andere Hausnummer. Schläft bei mir beim stillen ein, lässt sich mit Glück ablegen. Oder im Tuch, aber nur wenn man den richtigen Zeitpunkt zwischen gucken müssen und Müdigkeit findet. Schläft beim Vater ein wenn es auf dem Arm getragen wird und dabei Trance hört. Schläft im Kinderwagen ein, aber nur wenn man ihm die Sicht nimmt im richtigen Moment.
Saugbedürfnis ist nicht wirklich vorhanden. Nachts zwischen ein und drei Trinkpausen, Schnuller ist interessantes Spielzeug, mehr nicht. Schafft es, sich mit 10-minutenschläfchen durch den Tag zu bringen um nix zu verpassen.
Kindcharakter: höchst aufmerksam, darf nichts verpassen, braucht bekannte Bezugspersonen

Ob das anders wäre wenn Kind 2 genauso früh abgestillt worden wäre? Glaub ich nicht. Schon kurz nach der Geburt war klar, dass Kind 2 charakterlich komplett anders ist als Kind 1 obwohl Kind 2 wie ein Klon von Kind 1 aussieht.

Den Gebrauch der Flasche fand ich nicht weiter kompliziert, auch da kriegt man Routine.
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melusine
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von melusine »

pupu: ich versteh es :)

und: mein flaschenkind hatte auch einen schnuller. meine stillkinder nahmen/nehmen keinen und das saugbedürfnis ist ja da. und paar min flasche trinken reicht da eher nicht aus. die stillkinder mit schnuller stillen wahrscheinlich auch nicht 23 mal nachts, nehme ich an.
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Darla
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Darla »

Ich habe meine zweite Tochter nicht gestillt.
Und sie schlief echt mies. 10 bis 12 mal Aufwachen pro Nacht waren keine Seltenheit, von der dann gemachten Flasche trank sie oft nur ein Schlückchen, schlief wieder ein um sich nach einer Stunde wieder zu melden...
Ich war oft ganz schön fertig.
Und hab mir gewünscht ich hätte mich doch fürs Stillen entschieden...

Pupu, ich sehe dich gerade in der Vorschau... ja, genau so war es bei uns. Eigentlich hat sich K. genau wie ein Stillkind benommen, sie hat sich halt gemeldet, wenn sie Hunger hatte.
Und ich hab immer drauf reagiert, habe wenig geschlafen und viel Pre weggeschüttet. Echt anstrengend.
Viele Grüße von Darla mit
Wintermädchen (12/07),
Sommermädchen (06/11) und
dem Frühlingsmädchen (04/14)
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