Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

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Teazer
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von Teazer »

Hallo Elfenblume,

ich mag ja entspanntes Fachpersonal. :mrgreen: Aber die von Dir geposteten Werte liegen unterhalb der WHO-Empfehlung. Da wäre häufigeres Wiegen günstig gewesen, einfach um Ausreißer zu erkennen.

Es kann natürlich sein, dass der Wert vom 12. falsch niedrig war und die Zunahme total unauffällig. Ich persönlich würde da aber gerne näher draufgucken und nicht noch eine Woche warten. Was meinst Du?

Viele Grüße,
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von elfenblume »

Hallo Teazer! Gut, da bin ich ganz bei dir. Könnte gleich morgen früh eine Waage besorgen. Ich will da irgendwie nix versäumen...melde mich dann mit dem von mir gemessenen Gewicht. Soll ich dann täglich wiegen?
LG!
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Teazer
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von Teazer »

Guten Abend Elfenblume,

ja, bitte wiege täglich unter gleichen Bedingungen auf einer digitalen Babywaage (siehe Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle), dann haben wir schnell belastbare Werte.

Wieviele Windeln macht Dein Baby denn insgesamt täglich voll?

Viele Grüße,
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von elfenblume »

Hallo!
Sie macht 4 Windeln nass. Ich wickel derzeit noch mit www, möchte aber demnächst umsteigen.
Ich habe heute nach dem Aufstehstillen nackt gewogen:
3660g. Ich muss dazu sagen, dass sie die ganze Nacht alle ein bis zwei Stunden getrunken hat und morgens dann erstmalig beide Seiten, als ob sie gewußt hätte, was heute ansteht :D! So viel hat sie überhaupt noch nie gestillt!
Die Hebamme hat sie auch nackt gewogen allerdings zu Mittag und vor dem Stillen. Meinst du, dass das so viel ausmacht oder Wiegefehler?
LG.
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Teazer
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von Teazer »

Hallo!
elfenblume hat geschrieben:Ich habe heute nach dem Aufstehstillen nackt gewogen:
3660g.
Das sieht super aus. :D Wenn sich dieser Wert bestätigt, dann kann die Waage bald wieder zurück.
Ich muss dazu sagen, dass sie die ganze Nacht alle ein bis zwei Stunden getrunken hat und morgens dann erstmalig beide Seiten, als ob sie gewußt hätte, was heute ansteht :D! So viel hat sie überhaupt noch nie gestillt!
:lol:
Die Hebamme hat sie auch nackt gewogen allerdings zu Mittag und vor dem Stillen. Meinst du, dass das so viel ausmacht oder Wiegefehler?
Ja, unterschiedliche Zeiten und Umstände (Darm & Blase voll/leer) kann Unterschiede im dreisteilligen Bereich produzieren. Dazu kommt, dass die Hängewaagen nicht so genau sind. All das ist okay, wenn regelmäßig (anfangs meist täglich oder alle zwei Tage) gewogen wird und die Zunahme deutlich im Normalbereich liegt. Deine Hebamme hat natürlich den Vorteil, dass sie Dein Baby sieht, ich kenne nur die Zahlen. Eine engmaschigere Dokumentation hätte aber dennoch nicht geschadet.

Bitte führe ab morgen diese Liste weiter und zähle auch die Windeln von 24h (nur nass = Urin / auch schmutzig = Stuhl)

1.10. 3290g Hebamme
3.10. 3100g Hebamme
5.10. 3190g Hebamme
12.10. 3290g Hebamme
21.10. 3660g eigene Waage

Viele Grüße,
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von elfenblume »

Hallo! Entschuldige, dass ich mich erst heute melde. Unser Internet ist seit Tagen kaputt. Techniker kommt erst am Mittwoch. Darum nur kurz die Werte. Zusätzlich hat die grössere Kleine die kleine Kleine angesteckt. Jetzt hat sie leicht Schnupfen und vereinzelte Babyhuster seit Freitag.
21.10.2015 3660g eigene Waage 3 nass/2 Stuhl
22.10.2015 3660g eigene Waage 3 nass/2 Stuhl
23.10.2015 3720g eigene Waage 3 nass/3 Stuhl
24.10.2015 3780g eigene Waage 3 nass/3 Stuhl
25.10.2015 3830g eigene Waage 3 nass/2 Stuhl
LG.
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von Teazer »

Hallo Elfenblume,

danke für die Werte. Die Ausscheidungen sind unauffällig und die durchschnittliche Zunahme lag bei 226 g pro Woche. Das ist eine völlig normale Zunahme. :D Das Gewicht vom 12. war also ein Ausreißer. Du kannst die Waage wieder zurück bringen. Es passt alles. :)

Viele Grüße,
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von elfenblume »

Hallo!
Jetzt bräuchte ich bitte nochmal Rat! Am Dienstag war die Hebamme zum letzten Mal da. Sie hat auch nochmal gewogen, 3890 g. Das hat ja gut gepasst. Sie hat mir dann auch noch beim Stillen zugeschaut und festgestellt, dass die Kleine immer so schnalzt. Es hört sich an, wie schmatzen. Sie meinte, das sie dadurch viel Luft schluckt. Ich hab sie während des Stillens dreimal hochgenommen und sie hat immer aufgestoßen. Von der Technik her passt es, hat sie gesagt. Einen Rat wußte sie nicht, nur dass es sich hoffentlich auswaechst. Sie wollte wissen seit wann das wäre. Ich denke, seit ich den Milchspendereflex ordentlich stark spüre, tja, das hab ich jetzt von meinem zuerst vermissten Prickeln...Die Kleine plagt sich wirklich sehr mit aufstoßen, pupsen, Schluckauf etc. Zudem haben wir jetzt auch noch ein anderes Problem. Es ist jetzt schon ein paarmal vorgekommen, dass sie an die Brust will, aber dann, wenn die Milch zu fließen beginnt, im besten Fall brummt, da weiß ich dann schon ihr passt was nicht (manchmal reicht dann abdocken, hochheben , dann muss sie aufstoßen und dann geht's wieder ) und im schlechtesten Fall weint und sich abstoesst. Hängt das deiner Meinung nach mit dem Schnalzen zusammen? Sie findet aber auch sehr schwer in den Schlaf die letzten Tage. Vielleicht ist sie dann auch nur total müde und es passt einfach gar nix mehr? Ich hab halt immer wieder versucht sie anzulegen bis sie dann endlich an der Brust einschlaeft. Die Hebamme meinte, in diesen Situationen könnte ein Schnuller helfen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Problem dadurch nicht verstärkt wird.
Ich behalte die Waage jetzt lieber noch ein bisschen, zumindest um einmal wöchentlich zu wiegen, irgendwie verunsichert mich das Schreien an der Brust.
Was meinst du/ihr?
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von Sikafi »

Hallo liebe Elfenblume,

was Du im letzten Post beschreibst passt fast eins zu eins auf unseren sechs Wochen alten Zwerg. Allerdings hatten wir das Ganze in der Intensität wie Du es Erzähler vor etwa zwei Wochen, als er etwa drei vier Wochen alt war.

Ich habe mit dem Schnuller bis jetzt gewartet, bis das Schnalzen etwas weniger wurde und er mit dem starken Milchspendereflex besser klar kommt. Ich hatte Angst, dass er sonst über das Schnullern das richitge saugen nicht lernt. Geholfen hat bei uns allein das etwas aufrechte Stillen und immer mal neu andocken.

Das Schreien, wenn Milch kommt, kenne ich auch, auch das eindeutige Gefühl irgendetwas stimmt jetzt nicht. Auch das hat sich jetzt immer Laufe der Zeit tatsächlich als " ich will jetzt keine Milch, ich will nuckeln" herausgestellt. Bisher habe ich ihm den Finger gegeben, jetzt gibt es den Schnuller. Allerdings kann er seit drei vier Tagen auch an der Brust nuckeln ohne den Spendereflex auszulösen, meine Brustwarzen machen nuckeln aber nur bedingt mit, deswegen der Schnuller. Gezielt und kurz eingesetzt entspannt es ihn sehr, auch hinsichtlich der Verdauung.

Ich denke die Kleinen haben viel zu lernen und die Zeit hilft dabei.
Grüße von Sikafi
mit größtem (09/06), großem (11/08), kleinem großen Bruder (09/15) und kleiner Schwester (08/18) und den Sternengeschwistern 10/14 und 05/17
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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Beitrag von Teazer »

Guten Abend Elfenblume!
elfenblume hat geschrieben:Sie hat mir dann auch noch beim Stillen zugeschaut und festgestellt, dass die Kleine immer so schnalzt. Es hört sich an, wie schmatzen. (...) Einen Rat wußte sie nicht, nur dass es sich hoffentlich auswaechst. Sie wollte wissen seit wann das wäre. Ich denke, seit ich den Milchspendereflex ordentlich stark spüre, tja, das hab ich jetzt von meinem zuerst vermissten Prickeln...Die Kleine plagt sich wirklich sehr mit aufstoßen, pupsen, Schluckauf etc. Zudem haben wir jetzt auch noch ein anderes Problem. Es ist jetzt schon ein paarmal vorgekommen, dass sie an die Brust will, aber dann, wenn die Milch zu fließen beginnt, im besten Fall brummt, da weiß ich dann schon ihr passt was nicht (manchmal reicht dann abdocken, hochheben , dann muss sie aufstoßen und dann geht's wieder ) und im schlechtesten Fall weint und sich abstoesst. Hängt das deiner Meinung nach mit dem Schnalzen zusammen?
Das klingt nach einem starken Milchspendereflex. Läuft ihr Mund über oder sprühst Du sie voll, wenn sie loslässt?

In der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN findest Du unter "Unruhe an der Brust" viele Tipps, wie man den MSR etwas eindämmen kann. Es dauert einige Zeit, aber die spielt ohnehin für Euch. Die Babys lernen mit der spritzenden Milch umzugehen und ihr Mund- und Rachenraum wächst immer weiter. Gegen die Schwerkraft zu stillen, z.B. wenn sie auf Dir liegt oder im Hoppe-Reiter-Sitz, hilft gut.
Sie findet aber auch sehr schwer in den Schlaf die letzten Tage. Vielleicht ist sie dann auch nur total müde und es passt einfach gar nix mehr? Ich hab halt immer wieder versucht sie anzulegen bis sie dann endlich an der Brust einschlaeft. Die Hebamme meinte, in diesen Situationen könnte ein Schnuller helfen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Problem dadurch nicht verstärkt wird.

Wenn sie den Schnuller statt der Brust in solchen Situationen bekommt, kann sie nicht lernen wie sie an der Brust trocken nuckeln kann. Das Thema Saugverwirrung mal ganz zur Seite, finde ich diese Fähigkeit sehr hilfreich, gerade auch auf lange Sicht.
Ich behalte die Waage jetzt lieber noch ein bisschen, zumindest um einmal wöchentlich zu wiegen, irgendwie verunsichert mich das Schreien an der Brust.Was meinst du/ihr?
Ich kann Deinen Kontroll-Impuls nachvollziehen, aber der Blick auf die Waage verstellt Dir den Weg, Dein Baby "lesen" zu lernen. Denn dass Du genügend Milch hast und Dein Baby genügend Milch trinken kann, das zeigt die bisherige Zunahme. Das Wiegen zu den Us reicht völlig aus. Kurzzeitige Unzufriedenheit an der Brust hebelt das Stillen nach Bedarf nicht aus. Es gibt keinen Grund regelmäßig zu Hause zu wiegen.

Hilft Dir das weiter?

Viele Grüße,
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