Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

xeniah
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Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von xeniah »

Hallo zusammen,

zunächst einmal möchte ich mich vorstellen: Ich lese schon seit einiger Zeit immer wieder in eurem Forum mit und habe dabei schon viele hilfreiche und beruhigende Infos gesammelt. Seit fast 16 Monaten habe ich nun meinen kleinen Zwerg zu Hause und komme immer wieder an den Punkt, an dem ich doch in Frage stelle, ob ich das alles so richtig mache mit dem Stillen nach Bedarf, dem Familienbett und all den anderen vielen "Kleinigkeiten", über die Erstmamis sich den Kopf zerbrechen ;-)

Mein kleiner Schatz war von Anfang an ein wahres Tragebaby, hat sich eigentlich nie ablegen lassen, war sehr mamafixiert und konnte schon immer sehr schwer abschalten. Den Schnuller hat er mit 4 Monaten so halbwegs akzeptiert, was für mich eine große Erleichterung war. Für mich war sofort klar, dass er bei uns im Bett schläft (anders wäre es auch gar nicht gegangen), ich immer bei ihm bin, sobald er mich braucht, und inzwischen bin ich auch soweit, dass ich ihn weiter stille, solange es für ihn so wichtig ist. Im Moment mache ich es auch wieder echt gern :D

Was mich aber stört ist folgendes und da brauche ich einfach mal ein paar Erfahrungen von euch:
1. Der Zwerg wird noch immer oft wach. Nachts ist das kein Problem. Er geht kurz an die Brust und wir schlafen beide weiter. Aber es vergeht kein Abend, an dem er nicht spätestens eineinhalb Stunden nach dem Einschlafen wieder weint und sich nur durch die Brust beruhigen lässt. Da hilft kein Schnuller, kein Tragen, kein Streicheln.... und es geht logischerweise auch nur, wenn ich gehe. Versucht es mein Mann, so schreit sich der Kleine richtig wach. So springe ich eigentlich pro Abend mindestens dreimal vom Sofa hoch und bleibe beim dritten Mal dann meistens gleich im Bett liegen. Die Schlafphasen variieren dabei zwischen zehn und neunzig Minuten....von ruhigen Abenden oder wenigstens mal einem ruhigen Abend bin ich also weit entfernt und so langsam frage ich mich, ob das wirklich irgendwann von selbst besser wird oder ob ich ihm vielleicht doch einfach angewöhnt habe, dass er nur mit der Brust einschlafen kann. Wie war das bei euren Kleinen? Hat sich das häufige Aufwachen wirklich von selbst erledigt oder habt ihr ihnen "was anderes angewöhnt"? Wurde es erst nach dem Abstillen besser? Muss ich einfach mal hartnäckig versuchen ihn anders zu beruhigen, auch wenn er sich dadurch so richtig wach brüllt?

2. Dadurch, dass sich der Kleine nur von mir beruhigen lässt, kann ich nur schlecht abends weg. Jedes Mal, wenn ich es trotzdem versucht habe, saß mein Mann mit dem mehr oder weniger aufgelösten Baby/Kleinkind zu Hause. Bei ihm schläft er mittags ohne Probleme ein, aber abends klappt es einfach nicht und ich weiß, dass mein Mann wirklich alles versucht :-( Ich bin natürlich trotzdem abends mal zum Sport gegangen oder war mit einer Freundin in Ruhe essen, aber ich gehe einfach immer mit einem schlechten Gewissen weg und das muss doch auch irgendwann besser werden oder!?

Das ist jetzt ein ganz schön langer Text geworden. Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass unsere Babys auch einfach alleine schlafen, wenn sie soweit sind, und wir ihnen einfach nur den Raum zum Entwickeln geben müssen, aber mein Zwerg ist mit seinen 16 Monaten doch schon lange kein Baby mehr. Er hat fast alle Zähne, nur die hinteren Backenzähne fehlen noch, und man müsste doch so langsam zumindest eine Besserung feststellen oder???

Sorry für das viele Rumjammern, aber ich brauche echt gerade einfach mal ein paar hilfreiche Tipps, wie es besser wurde, oder aber ein bisschen Zusprache, dass ich einfach weiter durchhalten muss.... :cry:

Liebe Grüße von
xeniah
xeniah mit * und Frederic *05/2014
Lösche Benutzer 18542

Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von Lösche Benutzer 18542 »

Oh da bin ich gespannt auf die Antworten. Punkt 1 kann ich genauso unterschreiben.

Solidarische Grüße
Kneesaa
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Sakura
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Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von Sakura »

War bei uns genau so. Hört von allein auf. Ich bin in der Zeit abends einfach nicht weg gegangen. Außer Theater, Konzert, Vernissage, Poetry Slam etc fällt mir nix ein, was man nicht auch tagsüber machen könnte.


Mein Handy leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...
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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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Tweety2606
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Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von Tweety2606 »

Bei uns ist es auch so. Mein Mann kriegt das Kind nicht ins Bett/zum Weiterschlafen. Die Schlafphasen wurden von alleine länger, mittlerweile schafft er auch 2-4 Stunden nach dem ersten Einschlafen. War der Tag zu aufregend oder ärgern ihn die Zähne, laufe ich aber auch nach wie vor im 20-30 Minutentakt. Auch ich stille zum Weiterschlafen, jeder andere Versuch bringt nichts, außer einem schreienden Kind.
Ich habe auf einen Abend Training bestanden, als der Krümel 8 Monate war. Papas Lösung: mit Trage spazieren gehen. Mittlerweile klappt es ganz okay. Wenn Krümel noch bei mir ins Bett geht, kam es schon 2-3 mal vor, dass er noch geschlafen hat, bis ich kam. Ansonsten packt mein Mann ihn gleich in die Trage und marschiert los (manchmal packt er ihn auch ins Auto...). Entweder Krümel schläft wieder ein und lässt sich zuhause auch ablegen oder mich erwartet ein munter spielendes Kind bei meiner Rückker, das dann aber sofort ins Bett will.
Tweety mit Krümel (*01/2014), Käfer (*08/2016) und Knöpfchen (*05/2020)
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mavie
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Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von mavie »

Bei uns hat es auch länger gedauert, deutlich länger, bis ich abends mit halbwegs gutem Gefühl weggehen konnte. Ich habe mich damit arrangiert und auch an die Situation gewöhnt. Ich habe auch nachts immer nach Bedarf gestillt, weil die Nächte dadurch so schön friedlich waren. Bin abends nicht weggegangen und habe phasenweise immer dabei gelegen, während mein Sohn geschlafen hat, weil er sonst aufgewacht wäre. Dadurch hatte ich viel viel Zeit für Bücher, musik, Filme und Mails, natürlich für anderes gar keine. Und lange war ich immer sprungbereit, wenn ich abends doch mal im Wohnzimmer war. Irgendwann wurde sein Schlaf deutlich tiefer und fester, aber da war er älter als zB dein Sohn jetzt ist.
Ich würde es wieder so machen, weil es mir für uns stimmig erschien. Aber natürlich muss jede Familie gucken, wie es für sie passt.
mavie mit Sohn (2/12) und Tochter (5/15)
SpicyChili

Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von SpicyChili »

Wie bringst du deinen Zwerg denn zum Einschlafen? Ich habe inzwischen rausgefunden, dass meine Maus ziemlich gut durchschläft, wenn sie ohne meine Brust im Mund in ihrem eigenen Bett eingeschlafen ist. Habe dazu mal gelesen, dass die Babys in dem Fall es leichter haben, die Schlafphasen zu wechseln, wenn sie schon alleine eingeschlafen sind.
SpicyChili

Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von SpicyChili »

Wobei "durchschlafen" auf jeden Fall das falsche Wort ist, zugegeben...
xeniah
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Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von xeniah »

Vielen Dank für die vielen Antworten! Es tut wirklich gut zu lesen, dass es auch anderen so geht. :wink:
In meinem Bekanntenkreis gibt es kein Baby, das noch so oft aufwacht (zumindest wird es so erzählt...) und so langsam war ich doch am Zweifeln!

Wie alt waren denn eure Babys als das mit dem Aufwachen besser wurde? Wir sind inzwischen nachts, wenn es gut läuft, bei vier Stunden und da bin ich schon immer sehr dankbar :D Na ja, nur abends dauert es eben bis er wirklich fest schläft! Aber wahrscheinlich muss ich den Bereitschaftsdienst einfach hinnehmen!
Und mein Mann sollte die Trage mal wieder rausholen. Bisher hatte er immer den Anspruch, dass der Zwerg neben ihm im Bett einschläft, wie er es auch bei mir tut. Bei ihm schreit er sich aber schon immer in Rage, sobald es ins Schlafzimmer geht... Bei unseren Bekannten klappt es angeblich auch, dass die Männer die Kleinen ebenso ins Bett bringen, aber bei uns dauert das dann wohl einfach noch :(

Es haben doch jetzt auch einige geschrieben, die schon zwei Kinder haben? War das bei euch bei beiden Kindern so? Bei uns soll ja auch irgendwann mal Nummer 2 folgen und ich bin echt am zweifeln, ob ich das nochmal so lange mitmachen kann. Andererseits sagt man ja immer, dass die zweiten Kinder meist eh ganz anders ticken.

@SpicyChilli: Ich stille ihn meist zum Einschlafen. Das ist für uns noch immer die einfachste Methode und es ist auch immer noch schön. Ein paar Mal ist er aber auch schon anders eingeschlafen und ich konnte nicht feststellen, dass er dann länger geschlafen hätte. Ich habe aber auch schonmal gelesen, dass das bei manchen Kindern geholfen hat.

Lg
xeniah
xeniah mit * und Frederic *05/2014
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Sweetpea
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Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von Sweetpea »

SpicyChili hat geschrieben:Wie bringst du deinen Zwerg denn zum Einschlafen? Ich habe inzwischen rausgefunden, dass meine Maus ziemlich gut durchschläft, wenn sie ohne meine Brust im Mund in ihrem eigenen Bett eingeschlafen ist. Habe dazu mal gelesen, dass die Babys in dem Fall es leichter haben, die Schlafphasen zu wechseln, wenn sie schon alleine eingeschlafen sind.
Und wie hast du das geschafft? Minnie würde sich direkt wieder im Bettchen aufstellen.

Lil'B (11/12) & Minnie (5/14)
mit Sternchen im Herzen (9.SSW/Dez'11) und baby boy fest an der Hand (Nov 2012) und Minnie auf dem Arm (Mai 2014)

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Enni
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Re: Schlafen und Stillen mit 16 Monaten

Beitrag von Enni »

Punkt eins: hier exakt gleich. Ich stille gerade zum dritten Mal seit dem Einschlafstillen, lag heute Abend also schon vier Mal im Bett. Tja.

Es wird besser.

Irgendwann.

Beim Großen war es so um den dritten Geburtstag besser, aber durchschlafen kann er noch immer nicht (jetzt ist er 4J und 8M alt). Seit der Geburt des Kleinen wird aber auch der Papa genauso wie ich akzeptiert zum Weiterschlafen.
Enni mit Sohn 1 (12/10), Sohn 2 (04/14) und Sohn 3 (03/19)
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