Ich habe jetzt relativ lange durchgehalten, aber mittlerweile ist unser Stillen so anstrengend geworden, dass ich schon darüber nachdenke abzustillen. Meine Tochter ist jetzt 16 Wochen alt und hat seit der 6. Woche mit Blähungen zu kämpfen. Im Laufe der Zeit hat sich dieses Problem soweit gesteigert, dass sie sich jetzt beim Stillen teilweise schon nach kurzer Zeit windet, die Beine anzieht und streckt und lauthals schreit. Oft pupst sie dann auch ganz viel und stark, manchmal aber auch nicht, dann steigert sich ihr Verhalten noch. Ich habe herausgefunden, dass es für sie angenehmer ist, wenn ich im Gehen stille und sie dabei etwas schaukle. Dann kommt sie häufig wieder soweit runter, dass ich mich später dann wieder hinsetzen kann. Das ist aber nur etwas für Zuhause, ich versuche jetzt immer schon zu verhindern, dass ich irgendwo anders stillen muss, da so ein schreiendes Kind an der Brust doch irgendwie komisch ist. Besonders abends scheint verstärkend auch noch Müdigkeit dazuzukommen, sie tut sich aber mit dem Einschlafen tagsüber relativ schwer. Manchmal unterbreche ich das Stillen und nehme sie für ein Bäuerchen hoch, dann hört sie oft auf zu Schreien und lacht sogar meinen Mann an. Daher weiß ich immer nicht genau, ob es wirklich Blähungen sind oder doch irgendetwas anderes???
Wir haben mittlerweile alle gängigen Mittel gegen Blähungen durch, nichts hilft wirklich. Daher greifen wir jetzt nur noch auf Bauchmassage, Wärmekissen, Fliegergriff und manchmal ein Kümmelzäpfchen zurück.
Es wäre super, wenn irgendjemand noch einen Tipp hat, was man tun kann. So wie es im Moment ist, kann ich wohl nicht solange weiter stillen, wie ich es mir vorgenommen hatte
Hier einmal meine Antworten auf die Fragen zum Stillen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ich habe eine Zeit lang abgepumpt und sie hat zweimal ein Fläschchen genommen, bei den letzten beiden Malen wollte sie nicht mehr. Daher gibt es auch kein Fläschchen mehr.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille ca. 10x pro 24 Stunden. Teilweise 30-45 Minuten, wenn es Probleme gibt, dann entsprechend kürzer. Schlafen ist wie gesagt schwierig, seit sie ca. 10 Wochen alt ist, schläft sie meist nur noch 30 Minuten am Stück, das vielleicht 3x am Tag. Im Kinderwagen oder Auto auch gerne mal länger.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sie hat eigentlich bei jedem Wickeln eine nasse Windel. Ihr Stuhlgang hat sich nach der 6. Woche von mehrmals pro Tag auf einmal in der Woche umgestellt. Seit ca. 3 Wochen hat sie wieder häufiger Stuhlgang. Manchmal 1-3 Mal am Tag, manchmal alle 2-3 Tage. Allerdings quält sie sich schon Stunden vorher und drückt und zieht die Beine an usw.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das Stillen klappte von Beginn an gut. Sie war ein Naturtalent
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Sie bekommt den Schnuller seit sie 14 Tage alt ist, weil sie rund um die Uhr an die Brust wollte. Mittlerweile bekommt sie in nur zum Einschlafen und spuckt ihn dann auch relativ schnell wieder aus.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren wegen ihrer Geburt per Zange und der Blähungen beim Osteopathen. Der hat eine Verspannung von Beckenboden und Zwerchfell festgestellt, die sich aber wohl im Laufe der Behandlung gelöst hat. Ansonsten ist die Hebamme mittlerweile natürlich nicht mehr da. Ich überlege noch einmal eine Stillberaterin kommen zu lassen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Keine.