ich habe in den letzten Tagen hier im Forum schon viel über das Stillen gelesen und gelernt und bin ich ganz begeistert von der lieben Unterstützung, die jede hier bekommt. Da ich immer nach dem Stillen brennende und stechende Schmerzen in der linken Brust habe, hab ich nach Ratschlägen gesucht und bin gleich fündig geworden. Vapospasmen, heul! Aber man kann ja so einiges tun...
Allerdings beschäftigt mich grade auch meine rechte Brust. Deshalb wende ich mich jetzt auch mal mit einer Frage an euch:
Mein elf Wochen altes Mädchen muss ganz furchtbar würgen, wenn ich sie an die rechte Brust nehme. Kaum hab ich sie angedockt, verzieht sie das Gesicht und würgt und lässt die Milch wieder hinauslaufen. Das wiederholt sich immer erst einige Male, bevor sie trinken kann. Das bedeutet Stress. Sie beginnt zu Weinen, dockt wieder an und lässt wieder los, die Milch läuft ihr aus dem Mundwinkel. Ich weiß nicht, woran es liegen mag. Den MSR habe ich versuchsweise schon vorher ausgelöst weil ich dachte, dann spritzt es nicht so gegen das Gaumenzäpfchen, aber daran liegt es wohl nicht, die Kleine hat munter weitergewürgt.
Wenn die Würge-und Spuckphase vorbei ist, trinkt sie völlig entspannt.
Schmeckt meine erste Milch vielleicht nicht? Ich ernähre mich recht gesund mit frisch gekochtem Essen, Obst, Müsli usw., aber mein Bedarf an Süßkram und gebratenen Nudeln vom Chinesen ist grade enorm hoch... Allerdings würgt die Kleine auch, wenn ich nichts vom China-Imbiss gegessen habe. Und vor allem nur rechts. An der linken Brust gibt es das Problem nicht. Ich werde nicht schlau aus der Sache und es knabbert ziemlich an mir, wenn Babykitz immer würgen muss wenn sie meine Milch bekommt
Bei meinen ersten beiden Mädels gab es das Problem nicht.
Soll ich die ecklige erste Milch vielleich abpumpen? Ich muss zugeben, aufs Pumpen und den damit verbundenen Aufwand bin ich alles andere als scharf, aber bevor ich meine Tochter damit quäle, mache ich es natürlich.
Oder kann ich über meine Ernährung den Milchgeschmack beeinflussen?
Hier noch meine Still-Eckdaten, auch wenn ich nicht glaube, dass sie helfen...
Zufüttern: Eigentlich nicht nötig, aber manchmal wenn die Zeit zum Pumpen nicht reicht, s.u..
Flasche: Eine mit Pre gabs im KH am 2. Lebenstag (hätte ich mal vorher von diesem Forum gewusst, dann hätte ich mir keine Flasche aufschwatzen lassen). Ansonsten nur Pre wenn ich beruflich unterwegs bin und meine Frau nicht einspringen kann, war bisher aber erst vier mal nötig (sie stillt ihren Jüngsten und wir tauschen auch mal die Babys oder helfen gegenseitig aus).
Schnuller: Nein
Stillhäufigkeit: Nach Bedarf 8-12 mal in 24 Stunden. Die Kleine trinkt, wenn sie Hunger hat, sehr zügig in etwa 5 Minuten eine Brust aus und manchmal 20 Minuten später noch ein wenig an der anderen. Wenn sie nur zum Trösten (oder weils einfach schön ist) nuckeln will, dann "klebt" sie aber deutlich länger an mir.
Schlafpausen: selten länger als 3 Stunden, auch nachts mag sie häufig stillen. Ein Hoch auf das Familienbett
Ausscheidungen: 4 Pipiwindeln; Stuhlgang 1-2x täglich oder auch mal 4 Tage gar nicht.
Stillstart: Ich habe sie gleich nach der Geburt zum ersten Mal angelegt. An der rechten Brust klappte es gleich, aber die linke Brustwarze konnte sie nicht fassen, da die Warze recht flach und die Brust seeeehr hart war. Nach ein paar Versuchen unter Anleitung von Hebamme und Stillberaterin hab ich dann ein Stillhütchen genommen. Damit ging es einigermaßen. Nach drei Wochen ging es ohne Hütchen; die Brustwarze ist jetzt dauerhaft "draußen". An beiden Brustwarzen hatte ich zu Beginn einen Riss, links nach 7 Wochen verheilt, rechts schon nach 3 Wochen. In den ersten Wochen öfter mal Milchstau mit Temperatur bis knapp 39°, aber immer nur für 1-2 Tage.
Beratung oder Behandlung: Nein. die Hebamme war nach der Entbindung ein paar mal da. Ansonsten nur die U's.
Keine medizinischen Besonderheiten beim Baby oder mir.
Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand einen Tipp für mich hätte.
Liebe Grüße!
