Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kleineRaupeN »

Das mit dem "r" fällt bestimmt mehr auf :lol:
Hier werden manche Wörter mit Nasallaut gesprochen, wie z.B. Kantine als "kontine". Dieses Wort benutzt sie meistens auf Französisch und da im Deutschen nur die Aussprache leicht variiert, wird es so gesprochen wie sie es gewohnt ist.

Ach ja, das mit dem falschen Artikel bzw Pronomen gibt es hier auch. Liegt aber wohl nicht an der Mehrsprachigkeit. Allerdings fällt es auf Französisch mehr auf ("Papa, tu es une coquine").
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amantedealmeria
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von amantedealmeria »

S, sch und ch Laute sind, glaube ich, erst mit ca. 5 "dran". Klar können das viele früher, aber auffällig wirds erst da.
1. Kor. 10, 23-24:
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Teelicht
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Teelicht »

tania hat geschrieben:ich muss immer lachen, wenn leute ueber 2.5-jaehrige reden, die sprechen. jaja ich weiss schon, dass es das gibt, aber mein 2.5-jaehriger uebernimmt null nix in irgend eine sprache - er spricht einfach nicht :lol:
Wenn er dann anfängt, tut er es dahingegen dann bestimmt auf einen viel höheren Niveau. Wir haben einen Vielsprecher, also sowohl quantitativ als auch qualitativ (also vergleichsweise mit anderen 2,5-jährigen) und es ist natürlich sehr praktisch, wenn man immer Feedback bekommt, wieviel das Kind verstanden hat. Aber dass dein Kind nichts übernimmt, glaube ich dir nicht, er speichert alles ab und irgendwann kommt es dann alles heraus.
nido56 hat geschrieben:
Teelicht hat geschrieben: Mein Kind hat aber eine andere interessante Gewohnheit - und zwar auf beiden Sprachen - alle Leute auf Schwedisch und alle Leute und Gegenstände auf Französisch haben ein weibliches Geschlecht (der Mann - sie geht). Ich denke im schwedischen kommt es vom Kindergarten, da arbeiten ja auch hier meh Frauen als Männer. Aber ist es ein Zufall, oder gewöhnlich, das Kinder solche grammatikalischen Gewohnheiten in andere Sprachen übernehmen? Da das Kind nur 2,5 ist macht es mir keine Sorgen, aber es erstaunt mich.
Der Pirat spricht im Spanischen von sich selbst auch immer in der weiblichen Form, obwohl er genau weiss, dass er ein Junge ist, und wo der Unterschied zwischen Jungs und Maedchen liegt. Ich glaube, das hat weniger mit dem Geschlecht der Erzieherinnen zu tun als einfach damit, dass er die Regel noch nicht verinnerlicht hat, weil sein Fokus z.Zt. auf anderen Dingen liegt.

Sind denn alle Leute grammatikalisch weiblich oder nur das Kind selbst? Mir ist ehrlich gesagt nicht so ganz klar, ob mein Kind weiß, welches Geschlecht es offiziell hat. Aber Erwachsene zu unterscheiden ist überhaupt kein Problem.
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Pupu
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Pupu »

Wusstet ihr, dass "die" das häufigste der drei Geschlechterwörter ist? Hab ich mal irgendwo gelesen. Ich bin nicht mehr sicher, ob es 40% oder 60% waren, ich glaube letzteres. Ich war überrascht und brauchte eine Statistik, meine Kinder machen es automatisch ;) Wenn sie nicht wissen, welches Geschlecht etwas hat, sagen sie meist automatisch "die" dazu.

Mit der Grammatik merke ich auch, dass sie sich manchmal etwas aus dem Finnischen herleiten und nur die Wörter übersetzen. Klingt manchmal lustig, aber man versteht's!
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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Teelicht hat geschrieben: Sind denn alle Leute grammatikalisch weiblich oder nur das Kind selbst? Mir ist ehrlich gesagt nicht so ganz klar, ob mein Kind weiß, welches Geschlecht es offiziell hat. Aber Erwachsene zu unterscheiden ist überhaupt kein Problem.
Mein Kind weiss eindeutig, dass es ein Junge ist. Das Thema wer alles einen Penis hat und im Stehen pinkeln kann und wer nicht, hatten wir kuerzlich intensiv :-)

Allerdings ist er sich noch nicht sicher, ob er spaeter Marina oder Nacho heiraten will. Nacho meint dazu, besser ihn, weil sie beide Jungs sind. Das passt besser. Hier in Spanien ginge das ja sogar problemlos. Hier kann man ganz normal einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten ;-) (Sorry, das war jetzt OT)

Ich glaube, er benutzt bei Adjektiven haeufiger die weibliche Form waehrend er bei Pronomen immer "el" (also "er") benutzt.
nido mit dem Piraten (01/2012)
Teelicht
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Teelicht »

nido56 hat geschrieben:
Teelicht hat geschrieben: Sind denn alle Leute grammatikalisch weiblich oder nur das Kind selbst? Mir ist ehrlich gesagt nicht so ganz klar, ob mein Kind weiß, welches Geschlecht es offiziell hat. Aber Erwachsene zu unterscheiden ist überhaupt kein Problem.
Mein Kind weiss eindeutig, dass es ein Junge ist. Das Thema wer alles einen Penis hat und im Stehen pinkeln kann und wer nicht, hatten wir kuerzlich intensiv :-)

Allerdings ist er sich noch nicht sicher, ob er spaeter Marina oder Nacho heiraten will. Nacho meint dazu, besser ihn, weil sie beide Jungs sind. Das passt besser. Hier in Spanien ginge das ja sogar problemlos. Hier kann man ganz normal einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten ;-) (Sorry, das war jetzt OT)

Ich glaube, er benutzt bei Adjektiven haeufiger die weibliche Form waehrend er bei Pronomen immer "el" (also "er") benutzt.
Acht Monate machen also immer noch einen riesigen Unterschied in der Entwicklung :) Hier hat das Kind zwar festgestellt, dass ich keinen Penis habe, aber noch nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Wenn man fragt "Ist Mama ein Mann oder eine Frau?", findet das Kind die Frage scheinbar absurd.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Towonda »

Teelicht hat geschrieben:
tania hat geschrieben:ich muss immer lachen, wenn leute ueber 2.5-jaehrige reden, die sprechen. jaja ich weiss schon, dass es das gibt, aber mein 2.5-jaehriger uebernimmt null nix in irgend eine sprache - er spricht einfach nicht :lol:
Wenn er dann anfängt, tut er es dahingegen dann bestimmt auf einen viel höheren Niveau. Wir haben einen Vielsprecher, also sowohl quantitativ als auch qualitativ (also vergleichsweise mit anderen 2,5-jährigen) und es ist natürlich sehr praktisch, wenn man immer Feedback bekommt, wieviel das Kind verstanden hat. Aber dass dein Kind nichts übernimmt, glaube ich dir nicht, er speichert alles ab und irgendwann kommt es dann alles heraus.
Dem schließe ich mich an. Als wir nach Kanada gezogen sind, war meine Große gerade 2 Jahre alt geworden. Sie sprach fließend Deutsch :lol: :lol: , will sagen, dass sie diverse Kinderbücher lauthals und mit Betonung rezitierte und in ganzen Sätzen mit großem Wortschatz sprach. In Kanada redete sie einige Monate unter Gleichaltrigen in der Preschool z.B. nicht, zuhause mit uns nur Deutsch. Nach etwa 6 Monaten fing sie aber mit einmal an, völlig normal Englisch zu sprechen, in ganzen Sätzen, flüssig und mit nun 2,5 Jahren mehr als so mancher kanadische Junge. Sie hatte also wohl alles nur gespeichert, bis es genug verarbeitet war und legte dann los.
Wir wohnen übrigens seit einigen Jahren wieder in D, ihr Englisch ist aber bis heute akzentfrei und wie das eines "native speakers" .

@ tania: Junge halt! :lol:
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emm
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von emm »

Mein 2,5-jaehriger loest das Mehrsprachigkeitsproblem ja damit, dass er groesstenteils seine eigene Sprache spricht.
Alternativ kann man natuerlich immer auch die 1,5-jaehrige Schwester fragen - das irritiert mich gelegentlich immer noch, dass sowas Kleines in Dreiwortsaetzen spricht...
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
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milkshake
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von milkshake »

Ich wollte mich mal (wieder) in Eure Runde gesellen, nach längerer Abwesenheit. :D Und ein kleines (motivierendes) Feedback geben, für all diejenigen, die an 2-Sprachigkeit ggf. zweifeln.

Meine Tochter ist inzwischen 9,5 Jahre alt (3. Klasse) und wächst bei mir allein in D auf. Ihr Papa lebt in den USA, es gibt einmal wöchentlich einen Skypekontakt und 1 Mal im Jahr eine lange Sommerreise zu ihm. In ihren Kleinkinderjahren hatte ich noch versucht, auch hier in D Englisch mit ihr zu sprechen (mein Englischniveau würde ich als verhandlungssicher, aber nicht Muttersprachlervieau bezeichnen). Irgendwann habe ich das dann aber komplett gelassen, da es sie in ihrer deutschen Sprachentwicklung irritiert hat, so dass wir seit einigen Jahren nur noch deutsch zusammen sprechen.

Sie ist in den USA gut eingebunden und hat dort sozusagen eine 2. (Sommer-)Heimat mit bester Freundin etc. :D Sie war in all den Jahren 2 mal für jeweils ein paar Wochen im amerikanischen Kiga und Schule und die Lehrer haben das letzte Mal gesagt, dass ihr Sprachniveau gleichwertig mit dem der anderen Kinder waere (das war in der 2. Klasse). Ich würde behaupten, ihr Englischniveau (gesprochen) ist mittlerweile "verhandlungssicher" (angemessen für ihr Alter), ihr Wortschatz kann definitiv noch erweitert werden. Sie kann auf 1. Klasse-Niveau Englisch lesen und auf Vorschulniveau schreiben (das tun wir privat, in ihrer Schule hat sie zwar auch Englisch, dort wird aber "nur" gesungen).
Flieg, geliebte Susi, flieg!
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°°° Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich! (Erich Kästner) °°°
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coccolone
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von coccolone »

OT, aber so schön dich zu lesen, milkshake! :D
"You can't start a new chapter in your life, if you keep re-reading the last one."
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