Masernausbruch in Berlin

Moderator: Marla84

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4mm
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von 4mm »

Sakura hat geschrieben:Sagt mal, gibt es Rötelnimpfung einzeln?

In meinem DDR-Impfpass finde ich nicht, dass ich gegen Masern geimpft worden wäre.
Mit Kinderwunsch, und ohne viel zum Thema Impfen zu wissen, habe ich mich vor 6 Jahren gegen Röteln impfen lassen. Als ich mich dann der Kinder wegen näher mit Impfen beschäftigt habe, dachte ich immer, ich sei geschützt, da ich wohl sicher eine MMR-Impfung erhalten hätte.

Jetzt habe ich in meinem Impfpass nachgeschaut, und da steht nur "Röteln Impfung" und das Datum.
Wie jetzt?
Ich bin 2003 nach der Geburt von No.1 auch nur gegen Röteln geimpft worden, da in der Schwangerschaft festgestellt wurde, dass ich nicht immun bin.
Der Titer gegen Masern hingegen war topp, wie auch immer das Zustand gekommen ist. Ich bin übrigens Jahrgang 1972 und als Kind nur 1x gegen Masern geimpft worden. Titer war aber auch 2012 noch super.
Liebe Grüße,
4mm

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Lösche Benutzer 1828

Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

So furchtbar das ist - aber das kann immer passieren. Es wird immer mal wieder Masern geben. Selbst wenn man in Deutschlsnd eine Impfpflicht einführen würde - die Welt ist groß und Menschen kommen von überall her.
Soll man immer in Angst leben?
Es gibt in Deutschland auch immer noch sehr viele Impfgegner. Und deren Kinder spielen mit unseren Kindern. So ist das halt.
Es im Kopf haben - ja. Aber das ist etwas, was wir eben kaum beeinflussen können. Und Angst ist ein schlechter Lebendbegleiter.
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kaehde
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von kaehde »

Röteln Impfung einzeln gibt es nicht mehr, gab es aber vor einiger Zeit (ich denke 1,2 Jahre) noch.
Du hast also bestimmt Röteln einzeln bekommen, sonst wäre anders dokumentiert.

Viele Grüße,
Katja
Katja mit Benjamin (32.0 SSW, 02/05)
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Das Wichtigste im Leben sind ja sowieso die gelebten Beziehungen und die Liebe, die man schenkt und bekommt. (duduja)
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Seerose
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Seerose »

Miffi hat geschrieben: Katja, ich glaube, diese Zahlen beziehen sich auf Europa.
Oh ja, sorry. Es ging ja um Ängste und ich fand den Vergleich so passend, den ich aber nicht geschrieben hatte, denn das hat ja letztendlich gar nichts mehr mit Masern zu tun. Aber es gibt ja Europa-weit wesentlich mehr Autounfalltote als Masernfälle und dennoch hat niemand diese Ängste bevor er in ein Auto steigt.

Ich weiß noch wie mir meine Kinderärztin vor vielen Jahren sagte, daß ihre Kinder keine Möglichkeit mehr haben werden sich mit Masern anzustecken, da diese schlichtweg zu selten geworden sind. (Sie hatte ihre Kinder nicht geimpft, da sie es vorzog, daß diese lebenslange Immunität bei durchgemachter Krankheit haben, statt in frühem Alter geimpft zu werden)
und bei einem lokalen Masernausbruch an der Schule meines Kindes würde es mir jetzt eher wenig helfen, dass insgesamt die Masernfälle zurückgehen.
Ja, aber das ist ja bei allen Ängsten so. Da reicht ein einziges Kind aus, damit sich das eigene Kind anstecken KÖNNTE. Ängste richten sich ja leider nicht nach Wahrscheinlichkeiten. Und wie oft hab ich in den Medien einen Bericht gehört, der genau mit einem sehr schlimmen Masernfall angefangen hat, also Masern, dann später Hirnhautentzündung usw. und so etwas setzt sich natürlich im Gedächtnis fest.

Ist bei mir genau so. Die meisten Flugzeuge bleiben "oben" und überhaupt ist die Statistik zigmal besser als bei tödlichen Autounfällen, dennoch seh ich den einen Absturz vor mir, der mal in den Medien war, wenn es Turbulenzen gibt und irgendwo fängt's an zu klappern.
Sandküste hat geschrieben: Und Angst ist ein schlechter Lebendbegleiter.
Richtig. Und der eine hat vor einer Sache Angst, der andere vor einer anderen.

Ich find das mit der Grenze von 1970 übrigens auch komisch. So weit ich das als Kind beurteilen konnte (wohl nur eingeschränkt) gab es damals schon verhältnismäßig wenig Masernfälle. Natürlich kein Vergleich zu heute. Aber geimpft wurde ich nicht und erkrankt bin ich auch nicht. Und ob ich einen Titer habe, werd ich ja hoffentlich bald mal feststellen, wenn endlich mal ein Arzt sich bereit erklärt den zu bestimmen. Ich kann die Zahl der Ärzte gar nicht mehr zählen, die einfach gesagt haben daß ich mich einfach nochmal draufimpfen lassen soll, sei ja gratis.
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Liebe Grüße,
Seerose
Lösche Benutzer 14500

Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

Seerose hat geschrieben: Oh ja, sorry. Es ging ja um Ängste und ich fand den Vergleich so passend, den ich aber nicht geschrieben hatte, denn das hat ja letztendlich gar nichts mehr mit Masern zu tun. Aber es gibt ja Europa-weit wesentlich mehr Autounfalltote als Masernfälle und dennoch hat niemand diese Ängste bevor er in ein Auto steigt.
Nee. Aber in der Regel schnallt man sich an, brettert nicht mit 250 km/h durch Haarnadelkurven oder trinkt fünf Bier, ehe man fährt. :-) Will sagen: Man trifft Vorkehrungen, um die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass es zu schlimmen Konsequenzen kommt, wenn man Auto fährt. Nichts anderes ist es mit den Masern: Die Impfung ist eine Vorkehrung, damit es nicht zu negativen Konsequenzen durch Masern kommt. Lassen sich möglichst viele Menschen impfen (=fahren vernünftig und rücksichtsvoll) sinkt dann auch die generelle Gefahr, dass irgendjemand ernstliche Konsequenzen durch die Masenerkrankung erleidet (weniger Unfälle durch eigenes riskantes Fahren bzw. riskantes Fahren anderer). Das betrifft dann sogar diejenigen Leute, die gar nicht selber Auto fahren und nur zufällig gerade über die Straße wollen (Menschen, die sich nicht gegen Masern impfen lassen können/Babies): Halten sich alle an die Verkehrsregeln und keiner fährt mit 70 kmh durch die Fußgängerzone, dann sinkt auch für die diese Menschen das Risiko, dass ihnen etwas passiert.
Ich habe vor Autos und Masern in ungefähr gleich viel Angst, nämlich nicht besonders viel, weil a) ich im Straßenverkehr aufpasse wie Hulle und vorausschauend agiere, auch als Fußgänger und b) ich und alle mir lieben Menschen geimpft sind. Fertig. :-)

Seerose hat geschrieben:Ich weiß noch wie mir meine Kinderärztin vor vielen Jahren sagte, daß ihre Kinder keine Möglichkeit mehr haben werden sich mit Masern anzustecken, da diese schlichtweg zu selten geworden sind. (Sie hatte ihre Kinder nicht geimpft, da sie es vorzog, daß diese lebenslange Immunität bei durchgemachter Krankheit haben, statt in frühem Alter geimpft zu werden)
Ja, genau, das betrifft dann eben die o.g. Generation - nicht immun/tot, weil durchgemacht, aber eben auch nicht unbedingt geimpft.
Seerose hat geschrieben:Da reicht ein einziges Kind aus, damit sich das eigene Kind anstecken KÖNNTE. Ängste richten sich ja leider nicht nach Wahrscheinlichkeiten. Und wie oft hab ich in den Medien einen Bericht gehört, der genau mit einem sehr schlimmen Masernfall angefangen hat, also Masern, dann später Hirnhautentzündung usw. und so etwas setzt sich natürlich im Gedächtnis fest.
Ist bei mir genau so. Die meisten Flugzeuge bleiben "oben" und überhaupt ist die Statistik zigmal besser als bei tödlichen Autounfällen, dennoch seh ich den einen Absturz vor mir, der mal in den Medien war, wenn es Turbulenzen gibt und irgendwo fängt's an zu klappern.
Funktioniert mit Argumenten contra Impfen meist ganz genauso: Da setzt sich dann der eine Fall einer (angeblichen oder echten) Impfnebenwirkung im Gedächtnis fest. So funktioniert das nicht. Um Ängste zu bekämpfen braucht man a) Infos (das betrifft nicht nur Wahrscheinlichkeiten darüber, wie oft Flugzeuge abstürzen/Impfkomplikationen oder Krankheiten auftreten, sondern auch sowas wie "Wie fliegt ein Flugzeug überhaupt?"/"Woraus besteht ein Impfstoff genau, wie wirkt er, wo wirkt er nicht, was passiert eigentlich genau bei Krankheit xy" und b) Wissen darum, wie man Ängste minimieren kann (Entspannungstechniken im Flugzeug/ Treffen einer Entscheidung pro oder contra Impfungen auf Basis der in Schritt a gewonnen Erkenntnisse.)

Ja, Angst ist nicht gerade der netteste Lebensbegleiter und nicht notwendigerweise immer der beste Ratgeber. Ich würde weder pro noch contra Impfen aufgrund von Angst entscheiden. Man kann die Angst aber als Anlass nehmen, sich mal mit den Quellen der Angst auseinanderzusetzen. Wovor habe ich genau Angst? Was wären die Konsequenzen von dem Ereignis, vor dem ich Angst habe? Wie wahrscheinlich sind die Konsequenzen? Was kann ich dagegen tun, dass diese Konsequenzen eintreten? All das führt einen dann letzlich zu einer informierten Impfentscheidung - und um die führt halt kein Weg drumrum.

Seerose hat geschrieben:
Ich find das mit der Grenze von 1970 übrigens auch komisch. So weit ich das als Kind beurteilen konnte (wohl nur eingeschränkt) gab es damals schon verhältnismäßig wenig Masernfälle. Natürlich kein Vergleich zu heute. Aber geimpft wurde ich nicht und erkrankt bin ich auch nicht. Und ob ich einen Titer habe, werd ich ja hoffentlich bald mal feststellen, wenn endlich mal ein Arzt sich bereit erklärt den zu bestimmen. Ich kann die Zahl der Ärzte gar nicht mehr zählen, die einfach gesagt haben daß ich mich einfach nochmal draufimpfen lassen soll, sei ja gratis.
Die Grenze von 1970 kommt daher, dass vor 1970 Masern noch eine weit verbreitete Kinderkrankheit waren und fast jeder die als Kind durchgemacht hatte und ergo immun war (oder tot). Der Masern-Impfstoff war ab 1963 verfügbar, aber es dauert natürlich eine Weile, bis alle Menschen druchgeimpft sind. Deswegen bestehen eben für alle ab ca. 1970 geborenen Impflücken - diese Menschen sind u.U. nicht mehr mit dem Masernwildvirus in Kontakt gekommen, aber eben auch nicht unbedingt geimpft. (Hier kann man das nachlesen.)
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Seerose
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Seerose »

Miffi hat geschrieben: Man trifft Vorkehrungen
Ängste lassen sich leider nicht wegdiskutieren. Vorallem nicht, wenn man Verunglückte (eben durch Autounfälle) vor Augen hat, die keinerlei Schuld hatten. Da nützen dann alle Vorkehrungen nichts.

Jetzt hab ich Glück und weder übertriebene Angst vor Autos, noch vor Masern.

Und ich bekomm das mit den blöden Flugzeugen nicht aus dem Kopf. :roll:
Ja, genau, das betrifft dann eben die o.g. Generation - nicht immun/tot, weil durchgemacht, aber eben auch nicht unbedingt geimpft.
Nein, nein, das war die KÄ meiner Tochter, also es geht um die Generation meiner Tochter, die halt keine Masern mehr bekommt.
Funktioniert mit Argumenten contra Impfen meist ganz genauso: Da setzt sich dann der eine Fall einer (angeblichen oder echten) Impfnebenwirkung im Gedächtnis fest.
Ja, ich sag ja, ich hab Glück, auch davor bin ich angstbefreit. :wink:
Um Ängste zu bekämpfen braucht man a) Infos (das betrifft nicht nur Wahrscheinlichkeiten darüber, wie oft Flugzeuge abstürzen/Impfkomplikationen oder Krankheiten auftreten, sondern auch sowas wie "Wie fliegt ein Flugzeug überhaupt?"
Ich glaub, das haut nicht hin. Ich kenne Männer mit Flugangst, technisch hochversiert, belesen und da nützt jegliche Erklärung nichts.

Ich könnte meine Angst sogar begründen, also erklären was mir genau Angst macht. Die Sache mit den Computern, also Bordcomputern, Autopilot und so. Bei irgendnem Absturz vor nicht langer Zeit reichte ja ein Gewitter aus. Wobei man doch früher immer gesagt hatte, daß Flugzeuge im Gewitter "sicher" sind. Nun kam aber der Autopilot nicht mit dem Gewitter zurecht, hat also falsch berechnet. Klar, nun ist jeder Computer nur so schlau wie die Menschen die ihn programmiert haben. Aber anscheinend gibt es Wetterverhältnisse - und nicht zu selten - wo ein Computer, warum auch immer, falsche Entscheidungen trifft. Und natürlich, wiederum auf der Grundlage von Daten die Menschen eingegeben haben. Also egal wie ich mich informieren, mich beruhigt so etwas in keinster Weise. Jemand anderes lacht darüber und kann meine Angst überhaupt nicht verstehen..
Die Grenze von 1970 kommt daher, dass vor 1970 Masern noch eine weit verbreitete Kinderkrankheit waren und fast jeder die als Kind durchgemacht hatte und ergo immun war
Das ist mir schon bekannt. Ich hab ja geschrieben, daß ich das gar nicht so wahrgenommen habe. Aber was ist meine Wahrnehmung gegenüber der Statistik. :wink:
Wie gesagt, ich hatte keine Masern, rückwirkend erinnere ich mich nicht daß irgendjemand Masern hatte, dann hatte ich spaßhalber mal rumgefragt im Bekanntenkreis wo auch niemand sich an Masern erinnern konnte und Masern Geimpfte konnte ich auch nicht ausfindig machen. Wie gesagt, total subjetive Wahrnehmung.

So und nun sorry für's o. T. :oops: Das alles hätte in ein Thread über Ängste reingehört, nicht über Masern.
Ich find es wesentlich interessanter über Ängste zu diskutieren als über Masern.
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Liebe Grüße,
Seerose
Lösche Benutzer 14500

Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

Auch OT, aber nur noch kurz: Nee, rein durch Infos bekommt man Ängste vielleicht nicht aus der Welt, v.a. nicht, wenn es sich da um spezifische Phobien handelt. (Ich WEiSS auch, dass Kreuzspinnen nicht gefährlich sind - nutz mir gar nix. :-)) Aber das Einholen von Infos ist schonmal Schritt A zur Bekämpfung von Ängsten. Denn nur so weiß man, ob man nicht zufällig sehr berechtigte Angst vor Flugzeugen oder Spinnen hat. Alleine ausreichen tut das oft nicht, stimmt.
kerstins
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von kerstins »

ich möchte jetzt auch mal was zu diesem Thema schreiben.
Meiner Meinung nach geht es nicht um die Angst des Durchschnittsmenschen. Natürlich haben Eltern, die ihre Kinder oder sich selbst nicht impfen lassen, keine verstärkte Angst vor Masern. (Genauso gibt es auch Leute, die keine Angst vor Höhe, Mäusen, Spinnen etc. haben - das ist individuell und ob begründet oder nicht egal.) Das ist einfach so, ist eine Tatsache und dies sind durchgehend wohl Menschen, deren Kinder und sie selber normal gesund sind. Und vielleicht haben sie Recht damit, vielleicht auch nicht.

Es gibt aber nun mal Menschen, die eben nicht mit einem funktionierenden Immunsystem leben - sei es auf Dauer oder zeitweise. Und die für einen gewissen Zeitraum (als Säugling, nach einer Knochenmarktransplantation, bei Immundefekten) nicht geimpft werden können und (momentan oder dauerhaft) so abwehrschwach sind, dass größere Komplikationen zu befürchten sind. Und für diese Menschen ist es wichtig, dass andere geimpft sind.

Und somit geht es meiner Meinung nach einfach darum, ob man bereit ist für ein gutes Zusammenleben und Rücksicht untereinander, gerade in einer Großstadt, gewisse Vorkehrungen zu treffen. Und wenn man nicht wirklich Angst vor Nebenwirkungen der Impfung hat (ob nun begründet oder nicht), sondern es halt einfach nicht gemacht hat bisher, dann kann man ja auch impfen.

(übrigens, Sandküste, geht das nicht gegen dich, ich lese ja dauernd, dass du durchaus darüber nachgedacht hast und dich bemühst. Und es geht auch gegen niemand anderen hier! Das sind nur meine Gedanken dazu.)
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jali
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von jali »

So Abstrakt finde ich Masernangst jetzt gar nicht: in unserer Paralellestrasse ist eine Schule an der es zwei Fälle gab, die ungeimpften Geschwister eines ungeimpften Kindes aus der Kita meiner Tochter besuchen eine Schule an der es jedenfalls einen Fall gab. Und das Masern für Babys unter einem Jahr gefährlich sind, sagen sogar die impfgegner. Sie sagen nur auch, dass Babys ohne Einführung der Impfung in der kritischen Zeit ausreichend Nestschutz durch ihre Mutter hätten und daher das Problem der häufigeren SSPE erst durch das impfen geschaffen wurde - mag ja sogar sein, hilft mir aber auch nicht mein Baby zu schützen. Im Übrigen sind das Problem derzeit weniger die Impfgegner, als eher unsere Generation, die zum großen Teil keine Ahnung hat, ob sie immun sind oder nicht und sich nicht kümmern. Ich habe die zweite Impfung auch erst 2013 nachgeholt, als wir plötzlich 5 Masernfälle im Umfeld hatten. Vorher hatte ich mir über Masern noch nie so richtig Gedanken gemacht. Auch wenn ich generell ängstlich bin und auch beim Autofahren und Flugzeugfliegen schweissnasse Hände habe, empfinde ich die Bedrohung durch Masern für mich gerade als konkreter. Aber vielleicht liege ich damit falsch.
Mit zwei Töchtern (2011 und 2014)
Lösche Benutzer 1828

Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Den Straßenverkehr empfinde ich als konkretere Gefahr. Ich stand schon mal vor einem Auto und mein Kind wurde angefahren. Und jeden Tag sterben Leute durch Unfälle. Das ist greifbarer für mich.
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