Zuckerfrei(er) leben!

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Sarasu
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Re: AW: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Sarasu »

Grünfrosch, magst du uns Muffinrezepte verraten? Ich werde wohl auch Zucker fasten.
Sohn L. Juli 2010 und Tochter E. August 2014, Sommersternchen 2013

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In der Weite des Meeres sieht man die gesegelte Meile nicht. Aber sie ist gesegelt!
Lösche Benutzer 18726

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 18726 »

Hier wollte ich schon lange mal wieder schreiben, aber seit Sonntag sind wir alle krank und es wird nur langsam besser. Am Samstag hatte mein Sohn fast 40°C Fieber - das ist allerdings weg. Naja, ist jedenfalls sehr unglücklich, wenn die ganze Familie flach liegt und ich freu mich schon, dass es hoffentlich bald ausgestanden ist. :|

Aber zum eigentlichen diesen Threads:

1. Muffin-Rezept: Grünfrosch, hast Du das noch? Ich würde das vielleicht auch mal probieren. Dient Banane als Süßungsmittel?

2. Mein eigener Zuckerentzug läuft zu meiner große Freude richtig prima. Ich fühle mich aufgrund der Bronchitits jetzt natürlich ziemlich kacke, aber ich habe kaum Gelüste nach Süßem (und wenn, dann kann ich sie mit Obst besänftigen). Was enorm ist, denn normalerweise sind solche Situationen in denen es mir so dermaßen schlecht geht, prädestiniert für die Droge Zucker. Aber ich komme locker ohne klar. Natürlich habe ich eh nicht solchen Hunger oder auch nur Appetit, aber meine Gedanken an Süßigkeiten sind eher so etwas wie Erinnerungen. Es ist etwas, was ich normalerweise getan hätte, aber nun steht es nicht zur Auswahl. Das klingt vielleicht etwas abgefahren. Besonders angesichts der Tatsache, dass ich durchaus noch einiges an Naschen hier habe, was ich nicht mehr vernichten konnte, da mein Entschluss zum Zuckerentzug so spontan war.

Sehr geholfen hat mir ein Gespräch mit meinem Mann und zwar darüber, wie ich auf Zucker reagiere. Reagiert ja nicht jeder so und er schon mal gar nicht. Aber ich kann absolut nicht damit umgehen. Er hat mir zugehört und natürlich bestätigt, dass er das Problem sieht, aber sich nicht der Ausmaße bewußt war. Natürlich ist es auch nicht leicht zu begreifen, aber da ich mich so ernst genommen gefüllt habe, hilft mir das glaube ich sehr, bei der Stange zu bleiben.

Außerdem habe ich die ersten Tage (bis krank wurde und damit meinen Hunger verlor) immer Obst und Gemüse gefrühstückt (Brokkoli). Und das hat mir sehr geholfen. Es ist mega komisch morgens Brokkoli zu essen, aber das angenehme Gefühl danach und das es den ganzen Tag irgendwelche Heißhungergelüste im Zaum hält machen sich bezahlt. Gerade esse ich ja kaum etwas und das ist schon ein Unterschied. Sobald es mir wieder gut geht, steht Brokkoli dann auch wieder auf meinem Frühstücksplan, da es meine Entwöhnung ganz offensichtlich sehr vereinfacht. :shock:

Also kann ich bisher 9 zuckerfreie Tage vermelden. Im Vorfeld hätte ich nicht erwartet, es so ohne gefühlte Schwierigkeiten zu schaffen. Und selbst die Einladung zum Geburtstagskaffee am 2. Entzugstag habe ich ohne Probleme überstanden. Ich habe mich an Tee gehalten und konnte die Kuchen und anderen Süßigkeiten links liegen lassen. 8)

3. Koffeinentzug: Habe ich schon einige Mal hinter mir :roll:. Mit jedem Mal wurden die Kopfschmerzen weniger und erträglich. Ich habe erst letzten Sommer 6 Wochen ohne gelebt, aber dann denke ich - fälschlicherweise IMMER - ach, komm eine Tasse (oder alternativ: ein Stückchen Schokolade) kannst Du Dir doch nun erlauben. Und ruck zuck kann ich nicht mehr aufhören und es wird immer wieder mehr (also die Dosis steigert sich dann wieder über mehrere Tage oder Wochen). Aber Koffein gehe ich ab 18.2. an. Derzeit trinke ich noch 1 Tasse täglich (weil mir mehr nicht schmeckt).

Und zum Schluß: Hut ab, Grünfrosch, vor 4 Jahren Durchhaltevermögen. Du bist dann jetzt erst mal mein Vorbild. :lol: Das beweist nämlich, dass man auch ohne den Kram leben kann.
Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Grünfrosch »

Oh, sorry, ich sehe jetzt erst eure Frage nach Muffinrezepten. Mit was wollt ihr denn süßen? Mit Honig? Da kann ich gerne mal Rezepte abtippen, finde sie online gerade nicht. Oder vegan? Dann sowas vielleicht? http://vollwert-blog.de/vegane-schoko-muffins/

Gute Besserung euch, Frau Weißwasser. Wir waren auch ein Lazarett hier. :?

Ich probiere gerade ein wenig mit grünen Smoothies herum und stelle fest, dass die wunderbar als Frühstück geeignet sind. Geht ganz schnell, schmeckt süß (ich bin ein Süßfrühstücker, schon immer gewesen), aber durch das Grünzeug drin macht es auch sehr satt und zufrieden. Und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Das passt irgendwie zu deiner Beobachtung mit dem Brokkoli.
FrauWeißwasser hat geschrieben: Und zum Schluß: Hut ab, Grünfrosch, vor 4 Jahren Durchhaltevermögen. Du bist dann jetzt erst mal mein Vorbild. :lol: Das beweist nämlich, dass man auch ohne den Kram leben kann.
Huh. :oops: Dabei ist es ja so: der Anfang ist schwierig und man braucht wirklich Konsequenz, um die ersten Wochen durchzuhalten. Mit der Zeit wird das aber immer einfacher. Vieles wird Routine, geht in Fleisch und Blut über und Zuckersachen stehen überhaupt nicht mehr zur Debatte. Sie sind quasi aus meinem Gesichtsfeld verschwunden, es kostet also keine Anstrengung mehr, sondern ist einfach ganz normal.
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 18726 »

Danke für das Rezept - die Muffins sind gerade gebacken und müssen nun leider noch abkühlen. Ich glaub aber die sind sehr lecker und perfekt über kleine Übergangsgelüste. Bin gespannt, ob sie meinen beiden Kuchenliebhabern auch schmecken werden.

Ich finde cool, was Du schreibst, also dass Süßes gar nicht mehr für Dich als Nahrung zählt. Darauf baue ich. So ist es mir mit Fleisch auch ergangen. Das ist völlig von meinem Horizont und ich sehe das nicht als etwas, was ich essen möchte oder muss (aber ich war noch nie ein großer Fleischliebhaber). Und ich freue mich und hoffe, dass ich die gleiche Einstellung dann auch mal bei Süßem erreichen werde (aber ich war schon immer ein großer Süßigkeitenliebhaber). Gerade noch werde ich nämlich ein wenig wehmütig bei dem Gedanken, nie wieder meine Lieblingsnaschereien zu essen. :oops: Aber das wird die Zeit zeigen, denn vorerst habe ich kein Verlangen danach und kann standhaft bleiben. Die wenigen und leisen Gelüste, die mich überfallen, sind gut händelbar. Vielleicht war es jetzt einfach Zeit für mich? Denn mir ist das ganze noch nie so leicht gefallen wie jetzt.
Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Grünfrosch »

Das klingt doch gut! Ich wünsche dir, dass es dir leicht fällt.

Bei mir gab es schon immer mal wieder Schwierigkeiten, gerade im ersten Jahr. Weihnachten habe ich zum Beispiel nicht geschafft, den Sommer nicht ohne Eis... das Einsteigerjahr war für mich schon eine Herausforderung. Ich war übrigens auch immer ein Süßschnabel und bin es immer noch. Zum Glück kann man das sein, auch ohne Zucker zu essen. :wink: Die Lieblingsnaschereien werden mit der Zeit durch neue ersetzt, die du jetzt nur noch gar nicht kennst (frisches Bananeneis mit Kakaonibs z.B. mmmmmmmmh!). :D
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Lösche Benutzer 18726

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 18726 »

Ach Grünfrosch hättest mal nichts geschrieben ... :D Denn: heute hatte ich meinen ersten Rückfall. Ich schäme mich, versuche das aber als normalen Entwicklungsprozess zu verstehen und deswegen dookumentiere ich das hier auch. Ich war mittags so (zu) hungrig und dachte ich könnte damit durchkommen. Ging natürlich nicht. :roll: :cry:
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Grünfrosch »

Ach, was gibt es denn da schon zu schämen? Abhaken und weitermachen. :)
Aber da sieht man mal wieder, dass vieles einfach nur mit Organisation und Planung zu tun hat. Hat man genug dabei / daheim, dann passiert sowas nicht so schnell. Eine Garantie ist natürlich auch ein gut gefüllter Kühlschrank nicht. :wink:

Ich werde morgen auch mal wieder Muffins und Kuchen backen! :mrgreen:
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Berenike
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Berenike »

Hallo - ist der Thread noch aktiv? Ich möchte im April (also NACH Ostern :lol: ) anfangen, zuckerfrei zu leben, allerdings nur an 6 Tagen pro Woche. Gründe sind: meine Zähne (16 Plomben!), mein Gewicht (eigentlich okay, aber bissel was geht immer), meine Tochter (will ihr Vorbild sein) und meine Kollegin, die mir das vorlebt :D

Gestrichen wird alles, was süß schmeckt: Zucker also sowieso, aber auch kein Saft, Dicksaft, Honig, Süßstoff etc. Trockenfrüchte sparsam (2-3x die Woche). Obst nur als "ganze Frucht" oder bestenfalls noch ungesüßtes Mus, njam Apfelmus. Das wird mich über einiges retten müssen :D Und einen Tag pro Woche (Samstag ODER Sonntag) mach ich Pause, und esse, was ich will.

Ich schreib das jetzt schon auf, weil ich immer eine gewissen geistige Vorlaufzeit zu solchen Vorhaben brauche. Dann klappt es besser mit der Umstellung.

Kennt jemand eine gute Quelle für zuckerfreie Rezepte, die auch auf alternative Süßungsmittel verzichten? Hat noch jemand Tips zum Durchhalten für mich?
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Grünfrosch »

Puh Berenike, darf ich meinen Senf dazu geben?

Ich kann mir vorstellen, dass das sehr sehr schwierig wird oder vielleicht gar nicht klappt - aus zwei Gründen: erstens baust du einen Cheattag ein, an dem du essen willst, was du möchtest. Das heißt aber, dass du nicht so richtig aus dieser Zuckersucht rauskommst. Am Anfang dauert es einfach mal ein zwei bis vier Wochen, bis du diesen "Entzug" hinter dir hast. Wenn du da dann an Tag 7 doch wieder Zucker isst, fängt ja alles wieder von vorne an und vielleicht kommst du dann gar nicht zu diesem entspannten "ich brauch den Süßkram gar nicht", sondern musst dich jedesmal an Tag 1-6 total beherrschen.
Und das bringt mich zu Punkt 2: kein Obst, kein Honig, kein Saft... aus welchen Gründen möchtest du das alles streichen? Das wird es noch viel schwieriger machen, denn wenn du in der Entzugszeit Lust auf was Süßes bekommst, hast du ja gar keine Ausweichmöglichkeiten mehr. Was willst du denn dann essen? Wenn du dich rein auf deine Selbstdisziplin verlassen möchtest, wird das wahnsinnig anstrengend oder du gibst nach einer Zeit wieder auf. Gerade Obst bringt so viele Vitamine mit, so viel Energie, Bananen machen sogar gute Laune, weshalb möchtest du darauf verzichten? Aaaaah - jetzt lese ich gerade, dass du doch Obst essen willst - huch, bin ich wohl schon zu müde! :shock:

Wenn du Rezepte ohne Süßungsmittel suchst, dann wirst du wohl am besten auf Rohkostseiten fündig. Da werden nur Trockenfrüchte oder Bananen verwendet. Wie wärs mit dem Rohkost 1x1? Da gibts Kuchen, Eis... vielleicht findest du da was leckeres.

Ach: wieso brauchst du eigentlich diesen Cheattag?

LG
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Lösche Benutzer 18726

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 18726 »

Berenike, bei mir ist das Thema nach wie vor aktuell. Ich schreibe nur nicht :roll:

cheat day: Grünfrosch hat recht, was den Entzug und Gewöhnung betrifft. Bei mir geht es gar nicht. Mein letzter cheat day dauerte 2 Wochen. Ich kann einfach nicht mit ein bißchen Zucker und Ausnahmen umgehen. Danach fällt es mir sooooo schwer es wieder zu lassen. ABER gut, dass jeder anders ist. Du wirst es ausprobieren und berichten, ob Du mit einem erlaubten Tag umgehen kannst.

Also eventuell würde ich also an Deiner Stelle, die ersten 4 Wochen komplett ohne leben und dann den cheat day einbauen.
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