Hallo Deidamaus,
hier mal die Antworten auf die relevanten Fragen
Unsere Tochter wurde am 13.11.14 geboren, spontan nach Einleitung.
Sie wird ausschließlich gestillt- also auch keine abgepumpte MuMilch im Fläschchen.
Ich stille unsere Tochter nach Bedarf- also immer wenn sie quengelig ist, biete ich ihr erst einmal die Brust an- das passiert aber eher selten, anfangs überhaupt nicht und seit etwa einer guten Woche vor allem nachts, weil ich sie dann eben auch nicht vonn alleine wecke. Wenn sie dann nicht trinkt schaue ich was es sonst noch sein könnte ... meistens beruhigt sie sich im Tragetuch.
Anfangs habe ich sie etwa 6 x täglich gestillt, wobei ich sie dafür meistens wecken musste ... Sie schlief dann meistens nach ca. 5 Minuten ein, schlief dann 10 Minuten, dann habe ich sie geweckt und sie trank weiter usw. Eine Stillmahlzeit zog sich so über etwa 1 Stunde ... an der Brust war sie dann maximal 10 Minuten pro Seite. Das war aber ok für mich und auch für sie ...
Seit etwa einer Woche haben wir eben das beschriebene Problem. Aktuell sieht es so aus wie im meinem letzten Beitrag geschrieben. Und abends ist sie unruhiger als tagsüber. Gerade eben ist mir auch aufgefallen, dass sie wohl schon noch gerne nuckeln würde, aber wenn Milch rauskommt fängt sie an zu weinen. Ich habe aber, wie schon geschrieben, nicht den Eindruck, dass da viel Milch rausspritzt ... sie kommt halt aber wohl auch beim Nuckeln, aber noch nicht mal wirklich schluckweise :/
Sie trinkt weiterhin nur sehr kurz: 3 bis maximal 5 Minuten, nur schläft sie danach eben nicht mehr ein. Allerdings trinkt sie in der Zeit auch effektiv, nuckelt also nicht und macht kaum Pausen. Ich lasse sie dann aufstoßen, manchmal trinkt sie auch eine zweite Runde ... dann ist sie schon unruhig, lässt die Brust los, trinkt, lässt los und weint usw. Nach dem Trinken hat sie oft Schluckauf ... das war aber auch schon vor den Problemen so. Manchmal gluckert auch der Bauch- ich finde ja, dass sie das ein wenig nach Magenknurren anhört- allerdings hört das nach einer Weile auf
Sie schmatzt danach auch oft- die Brust mag sie aber nicht ... Schnuller mag sie auch keine, die werden ausgespuckt ... ich gebe ihr dann meinen kleinen Finger oder packe sie ins Tragetuch, wo sie sich meistens auch schnell beruhigt und schnell einschläft.
Wir kommen in etwa auf die 6 Pippiwindeln am Tag, was die Tendenz angeht aber auch nicht mehr, eher weniger ... wie oft genau sie pinkelt, das kann ich gar nicht sagen. Stuhlgang hat sie normalierweise 1x täglich, wobei sie in den letzten Tagen eher weniger (also von er Menge her) in der Windel hatte. Farbe und Konsitenz ist aber nachwievor, gelb und flüssig.
Der Stillstart war ganz gut. Etwa eine halbe Stunde nachdem sie auf der Welt war hat sie das erste Mal getrunken, das war so gegen 17 Uhr. An dem Tag habe ich sie dann noch 3 Mal angelegt. In der Nacht habe ich sie geweckt- so richtig getrunken hat sie allerdings nicht. Auch tagsüber musste ich sie wecken ... das war ja aber, wie schon geschrieben, bisher immer so. In der zweiten Nacht war sie sehr unruhig und fast ununterbrochen an der Brust: Davon wurden mein Brustwarzen leider in Mitleidenschaft gezogen. Ich hatte dann etwa 10 Tagen mit wunden Brustwarzen zu tun, aber gestillt habe ich weiterhin.
Ich habe zwar versucht ihr mal einen Schnuller zu geben- sie hat ein starkes Saugbedürfnis und vor allem in der Zeit mit den wunden Brustwarzen habe ich mir da ein wenig Schonung für die Brustwarzen erhofft. Sie nimmt aber keine Schnuller, sie würgt meist und spuckt sie dann aus. Stillhütchen hatte ich in der Klinik mal ausprobiert- die mochte sie aus den gleichen Gründen nicht. Flasche kennt sie nicht.
Wir sind sonst bei niemanden in Beratung: Meine Hebamme ist über die Weihnachtszeit nicht da. Als wir uns Anfang letzte Woche gesehen haben begann diese unruhige Phase und sie meinte, es könnte ein Wachstumsschub dahinter stecken ... und ich habe mir auch nichts dabei gedacht.
Unsere Tochter war bei der Geburt eher klein und zierlich- und das war sie ja dann auch im Mutterleib. Es wurde daher eine Plazentainsuffizienz vermutet, weil auch die Durchblutungswerte der Plazenta nicht optimal waren. Ich habe dann in den letzten drei Monaten Heparin gespritzt. Etwa 8 Wochen vor der Entbindung waren dann auch die Blutzuckerwerte auffällig- die Nüchternwerte ließen sich auch durch Diät nicht auf unter 90 drücken, so dass ich etwa 6 Wochen abends Insulin spritze. Die Blutzuckerwerte verbesserten sich aber schon einige Tage vor der Entbindung und sie seitdem wieder ganz normal. Bei meiner Tochter waren die Blutzuckerwerte von Anfang an unauffällig.
Aufgrund einer grenzwertigen Nabelschnurdurchblutung wurde mir zu einer vorzeitigen Einleitung geraten. Am 10.11 bin ich ins Krankenhaus gegangen, dort wurde mir dann morgens und nachmittags eine Prostalglandintablette an den MuMu gelegt. Am 13.11 wurde bei 3 cm geöffnetem Muttermund dann die Fruchtblase geöffnet und um 16:25 kam unsere Tochter dann auf die Welt. Bei ihr war und ist alles in Ordnung.
Unsere Daten
13.11 2570 Gramm (Klinik)
16.11 2420 Gramm (Klinik U2)
9.12 3195 Gramm (Kinderarzt U3)
22.12 3560 Gramm (Waage bei uns zu Hause)
Die Gewichte der Hebamme habe ich mir nicht notiert: Anfangs nahm sie eher schleppend zu, aber am 4. Tag zu Hause war dann der Bann gebrochen

In der ersten Woche hat sie gute 200 Gramm zugenommen und die Wochen danach auch. Zwischen dem 9.12 und dem 22.12 wurde sie aber nicht mehr gewogen ... ich kann daher also nicht sagen, ob sie in der vergangenen Woche (seitdem es eben mit dem Stillen schwieriger ist) weniger zugenommen hat. Der Schnitt der beiden Wochen ist ja in Ordnung.
Ich habe sie jetzt noch nicht täglich gewogen- ich bin da ehrlich gesagt ein gebranntes Kind. Bei meinen Zwillingsjungs habe ich mich damit nur selbst unter Druck gesetzt- das wollte ich dieses Jahr einfach vermeiden.
Aber wenn ich das jetzt machen soll, mache ich es ... sonst würde ich es bei wöchentlichen Gewichtskontrollen belassen.
Danke schon mal für Deine Hilfe <3