Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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Sweetpea
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Sweetpea »

nido56 hat geschrieben:
tania hat geschrieben:mein kind spricht nicht nur kein italienisches r, er hat auch einen deutschen satzbau im italienischen, man HOERT einfach das zugrundeliegende deutsch. und er ist sechs - die umgebungssprache ist italienisch, ich finds echt :shock: , bin aber der festen ueberzeugung, dass es sich legen wird. dass sein italienisch muttersprachlich werden wird. (ok, vatersprachlich ;-))
Der Pirat spricht ja praktisch ausschliesslich Spanisch, da es Vatersprache, Familiensprache und Umgebungssprache ist (und ich auch zugeben muss, dass ich manchmal in Gegenwart anderer auch mit ihm ins Spanische falle). Es ist ganz eindeutig seine dominante Sprache.
So ist es hier mit Deutsch. :)
mit Sternchen im Herzen (9.SSW/Dez'11) und baby boy fest an der Hand (Nov 2012) und Minnie auf dem Arm (Mai 2014)

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christina
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Re: AW: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von christina »

nido56 hat geschrieben:Christina, hat Deine Tochter denn irgendwann angefangen, Slowenisch zu sprechen? Mein Sohn verweigert ja auch bisher Deutsch total, und ich frage mich, ob es da Hoffnung gibt, dass sich das irgendwann von allein aendert. Eigentlich hatten wir nicht vor, ihn in die Deutsche Schule zu schicken, weil mir das ersten zu teuer ist, ich zweitens gerade in der Grundschulzeit eine wohnortnahe Schule bevorzuge, und ich auch, ehrlich gesagt, drittens, nicht so viel Lust auf diese doch ziemlich elitaeren Zirkel habe, die man dort findet. Aber ich frage mich natuerlich schon, ob ich eine Chance habe, ihm zumindest ein bisschen Deutsch beizubringen, wenn er es wirklich nur von mir hoert (ich wuerde sagen, er hoert zu mindestens 90% Spanisch).
Ja, mit drei hat sie plötzlich angefangen, als sie uA merkte, dass die eine Seite Großeltern sie sonst nicht verstehen. Seitdem direkt in Sätzen, grammatikalisch manchmal nicht korrekt, sondern sozusagen wortwörtlich aus dem Deutschen übersetzt, aber es wird immer besser und sie kann sich super unterhalten. :)
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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Na, dann habe ich ja noch Hoffnung. "Leider" spricht bei uns der Opa leidlich Spanisch und die Oma versteht es immerhin halbwegs. Am besten sorge ich wohl bei unseren Besuchen in Deutschland fuer mehr Kontakt zu Kindern, denn als meine Freundin mit ihrem ebenfalls zweisprachigen (aber nicht mit Spanisch) und ebenfalls zur Zeit Deutsch verweigerndem Sohn zu Besuch war, haben beide Jungs nach 2 Tagen immerhin einen ganz fundamentalen deutschen "Satz" gelernt: "Nein, meins!" :-)
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MaareMum
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Re: AW: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von MaareMum »

nido56 hat geschrieben:Christina, hat Deine Tochter denn irgendwann angefangen, Slowenisch zu sprechen? Mein Sohn verweigert ja auch bisher Deutsch total, und ich frage mich, ob es da Hoffnung gibt, dass sich das irgendwann von allein aendert. Eigentlich hatten wir nicht vor, ihn in die Deutsche Schule zu schicken, weil mir das ersten zu teuer ist, ich zweitens gerade in der Grundschulzeit eine wohnortnahe Schule bevorzuge, und ich auch, ehrlich gesagt, drittens, nicht so viel Lust auf diese doch ziemlich elitaeren Zirkel habe, die man dort findet. Aber ich frage mich natuerlich schon, ob ich eine Chance habe, ihm zumindest ein bisschen Deutsch beizubringen, wenn er es wirklich nur von mir hoert (ich wuerde sagen, er hoert zu mindestens 90% Spanisch).
Also hier hört Kind mindestens 90% deutsch (meine Sprache). In der Papasprache gab es das erst mal nen mini Sprung, als er im Urlaub merkte, dass andere Leute nur so reden. Aber den richtig krassen Sprung hatten wir, als wir ihn, als er mal krank war, ne Zeichentrick-Serie in Papasprache gucken ließen. Innerhalb weniger Tage sprach er fast genauso gut wie im deutschen. Wahnsinn.

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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

wir haben auch filme und buecher nur auf deutsch und englisch, nur ganz wenig italienisch. (wir dachten ja, deutsch sei die schwache sprache :roll: )
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von elanor »

Hehe, beim R habe ich hier wenig Hoffnung. Es ist mein (sagt man mir) einziger Aussprachefehler im italienischen, und auch mein Mann hat eine "erre moscia" also ein "schlaffes R" - d.h. er kann auch kein Zungen-R. Tja. Da wir ja auch in Deutschland wohnen, wüsste ich nicht, woher das Kind es lernen soll ;) Aber ich finde es nciht so schlimm, ich kenne inzwischen auch wirklich viele Italienischmuttersprachler, die das nicht können.
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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Das fehlende Zungen-r stört mich nicht. Ich kann es auch nur mäßig. Der Name des Piraten beinhaltet eines. Ich spreche also den Namen meines Sohnes leider nicht korrekt aus. Er selbst ersetzt bisher noch r durch l. Ein deutsches r wäre also schon eine deutliche Verbesserung...

Das mit den Videos aus Deutsch probiere ich hier auch. Verstehen tut er ja auch alles. Er spricht es nur nicht. Aber da er ja ohnehin gerade erst anfängt überhaupt so zu sprechen, dass ihn (manchmal) auch Außenstehende verstehen, bin ich ja schon froh, dass sich sprachlich endlich was tut. Da ist mir erstmal Wurscht, in welcher Sprache...
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elanor
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von elanor »

nido56 hat geschrieben:Er selbst ersetzt bisher noch r durch l. Ein deutsches r wäre also schon eine deutliche Verbesserung...
Das würde ich nicht unbedingt sagen, das Zunge-R ist dem L ja sehr nahe. Also, es ist eigentlich ein vibrierendes L ;)
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Ja schon, aber im Spanischen führt das r zu l doch so zu einigen Verwechslungen... ;-)
nido mit dem Piraten (01/2012)
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tania
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

mein sohn spricht jetzt ueberhauot erst ein deutsches r - er ist fast sechs. ein novum seit wenigen wochen und nicht sehr zuverlaessig.

(wir haben extra einen namen ohne r, ich kanns naemlich auch nicht :lol: )
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