PPD, Abstillen, Bindung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mel82
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Re: PPD, Abstillen, Bindung

Beitrag von Mel82 »

Ich unterschreibe bei Ivonne, bei mir war es ganz genauso. Das Stillen war damals das einzige, wobei ich mich "gut" und "richtig" gefühlt habe. Das stillverträgliche Medikament hat bei mir sehr schnell angeschlagen und es ging bergauf.
Jeder Fall von PPD ist anders. Höre deiner Freundin einfach zu und versuche zu begreifen, was SIE wirklich möchte.


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Linda89
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Re: PPD, Abstillen, Bindung

Beitrag von Linda89 »

Ich bin aktuell in einer ähnlichen Situation, wohl eine Art Schwangerschaftsdepression und mein Freund meinte, wir können auch abstillen. Das würde mir aber gerade den Rest geben. Also es kann gut sein, dass die Freundin gerne stillen möchte und es ihr eventuell nicht guttun würde, abzustillen.
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FrauWalfisch
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Re: PPD, Abstillen, Bindung

Beitrag von FrauWalfisch »

Super püppilotta, sie wird sich bestimmt freuen über Dein Geschenk.

Ich kann es sehr gut verstehen,dass die Betroffenen hier berichten,dass das Stillen sehr wichtig für sie ist während der Krankheit. Ich bin entgegen meiner Befürchtungen an einer PPD vorbeigeschlittert und ich glaube, das Stillen hat dazu beigetragen. In den ersten brenzligen Wochen, die auch noch von einem schlechten Stillstart belastet waren, hat es mir viel Halt gegeben. Ein Ziel. Und die innigen Momente.

Ebenso kann ich es nachvollziehen, wenn Frau die Alleinverantwortung für die Ernährung des Babys als erdrückend empfindet in der Depression. Da ist sicher jede anders. Depressionen sind einfach vollkommen und total ätzend. Achtsam gegenüber sich selbst zu sein, ist da unabdingbar, finde ich.


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jusl
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Re: PPD, Abstillen, Bindung

Beitrag von jusl »

Ebenso kann ich es nachvollziehen, wenn Frau die Alleinverantwortung für die Ernährung des Babys als erdrückend empfindet in der Depression.
Der Vollständigkeit halber: Die "Alleinverantwortung der Ernährung" kann - und darf! - auch von Frauen OHNE Depression als erdrückend empfunden werden.
Davon abgesehen noch einmal der Hinweis, auch für alle nicht-von-Depression-betroffenen LeserInnen:

Stillen ist nicht automatisch gleichzusetzen mit ausschließlichem Stillen! Auch Teilstillen ist von erheblichem Wert für Mutter und Kind. Auch Frauen, die in den ersten Lebensmonaten nicht vollständig für die Ernährungs ihres Babys allein zuständig sein wollen oder können, machen ihren Babys mit dem Teilstillen ein unnachahmliches Geschenk. Es lohnt sich IMMER, unterstützt durch fachkundige Begleitung, die Möglichkeiten dieser Ernährungs- und Betreuungsform auszuloten, wenn die Mutter (oder jemand anderes an ihrer Stelle) vorzeitiges Abstillen in Erwägung zieht.

LG
Julia
warmbäuchlein
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Re: PPD, Abstillen, Bindung

Beitrag von warmbäuchlein »

ich finde, die Geschenkidee total schön. Ich bin sicher, dass sich die Freundin darüber freut. :D

Ich bin wohl selbst etwas von PPD betroffen. Nach einer Katastrophengeburt, die ich noch nicht für mich verarbeiten konnte, fühlte ich mich total überlastet. Aber so schlimm ist es bei mir wohl nicht (weiß aber nicht, was mein Mann hier sagen würde :wink: )

Für mich persönlich ist das Stillen alles gewesen. Sprich, ich habe echt schon extrem krampfhaft alles daran gesetzt... obwohl es anfangs wirklich schwer war. Und dann war mein Kleiner auch noch eine zeitlang laut hunderten Leuten (KiA, Hebamme, etc.) zu zart und sollte zugefüttert werden.
Daneben immer Schmerzen beim Stillen... Wenn ich ehrlich bin, fand ich das Stillen absolut nicht schön. Ich wollte es nur durchziehen, weil es mir wichtig war. Nach dem Motto - Geburt im Eimer, jetzt muss Stillen klappen. :roll:
Zum Gück hat sich nach 4 Monaten mein Stillproblem gelöst. Seither stillen mein Kleiner und ich beide gern - er war schon immer seeehr begeistert :wink:

Ich kann aber verstehen, wenn jemand abstillen möchte.
7buchstaben
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Re: PPD, Abstillen, Bindung

Beitrag von 7buchstaben »

@warmbäuchlein: der Beitrag könnte von mir sein...
Ich wollte stillen, fertig, aus! Und trotz wunder BW am ersten Tag, Flasche, Magensonde und Herz-OP beim babylein haben wir es nach etwa 1,5 Monaten zum voll stillen geschafft. Und mir wurde öfters abgeraten...
Anfangs, in der schlimmen Phase, habe ich bei fast jedem stillen geweint und innerlich gelitten. Mir wurde auch eine psychiaterin geschickt und im herzzentrum wuselten dann ständig Psychologin& sozialarbeiterin um mich herum. Mir wurde oft vom stillen abgeraten. Wäre besser fürs Kind und vllt auch für mich... Im Endeffekt muss die Freundin also über beide Optionen einfach bescheid wissen und im besten Falle auch wissen, was SIE will. Und du solltest als Freundin zu hören und versuchen zu verstehen, natürlich gern auch zu unterstützen. Grad wenn milchstau, wunde BW oder anderer mist auftritt, denkt man doch immer mal wieder nach, was daran jetzt sooo toll sein soll ;-)


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Liebe Grüße von den 7buchstaben mit Minimaus (07/2013) und Babymaus (03/2017)
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