PPD, Abstillen, Bindung
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- püppilotta
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 925
- Registriert: 03.01.2013, 09:30
PPD, Abstillen, Bindung
Eine Freundin von mir hat ein drei Monate altes Mädchen. Die Geburt würde ich als traumatisch bezeichnen. Jetzt wurde (endlich) eine PPD diagnostiziert und sie bekommt Medikamente. Sie zweifelt, ob es richtig war Mutter zu werden und konnte teilweise ihr Baby nicht versorgen. Sie fühlt sich, als ob die Kleine der Grund für ihr Leiden wäre und sagt, dass sie sich zurückgezogen hat, als es ihr schlecht ging. Nun will meine Freundin abstillen, auch weil ihre Tochter mit sechs Monaten in die Krippe gehen soll. Und die Hebi meinte wohl, sie soll sich vom Kind lösen und auch mal was alleine machen und deshalb die Flasche geben.
Ich finde das so traurig, weil ich denke, dass gerade bei einer gestörten Bindung das Stillen so wichtig wäre! Kann ich irgendwas tun, um meine Freundin doch noch zum Weiterzustillen zu bewegen? Gibt's Argumente, Fachtexte o.ä. über PPD, Sillen und Bindung?
Ich finde das so traurig, weil ich denke, dass gerade bei einer gestörten Bindung das Stillen so wichtig wäre! Kann ich irgendwas tun, um meine Freundin doch noch zum Weiterzustillen zu bewegen? Gibt's Argumente, Fachtexte o.ä. über PPD, Sillen und Bindung?
- Alanna
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4588
- Registriert: 31.03.2011, 21:37
- Wohnort: BaWü
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Schau mal auf die Seite www.schatten-und-licht.de. Dort gibt es Infos, Hilfe, Ansprechpartner - auch zum Thema abstillen. Einer guten Freundin würde vom abstillen abgeraten, da die Hormonumstellung noch mehr Instabilität mit sich bringen kann.
-------------------------------------
Mit Tapatalk & Handy unterwegs
-------------------------------------
Mit Tapatalk & Handy unterwegs
Grüßle Alanna
Mit dem Astromädchen 10/07, dem Superhelden 09/10 und den zwei Bonuskindern 07/21
Mit dem Astromädchen 10/07, dem Superhelden 09/10 und den zwei Bonuskindern 07/21
- tania
- ModTeam-Stillberatung
- Beiträge: 14983
- Registriert: 24.02.2009, 18:09
- Wohnort: Italien
Re: PPD, Abstillen, Bindung
wenn sie jetzt medikamente bekommt, wuerde ich ihr auf jeden fall raten abzuwarten, vielleicht schlagen sie gut an?
ansonsten waere ich bei ratschlaegen vorsichtig, vor allem wenn du selbst keine PPD hattest. vielleicht ist es fuer sie besser abzstillen, vielleicht nicht. was fuer das kind besser waere, ist ja sehr eindeutig.
was ich mir wohl nicht verkneifen koennte: man muss nicht abstillen um zeit ohne das baby zu haben. und ich hatte die besten pausen ja eh immer, wenn jemand das baby hatte und ich war in reichweite. also freundin oder vater oder oma trugen das kind oder es schlief auf ihnen oder es wurde bespasst und ich konnte duschen, schlafen, essen. haette ich das baby bei wem gelassen, haette *ich* mich nicht entspannen koennen, so hatte ich den kopf frei.
ansonsten waere ich bei ratschlaegen vorsichtig, vor allem wenn du selbst keine PPD hattest. vielleicht ist es fuer sie besser abzstillen, vielleicht nicht. was fuer das kind besser waere, ist ja sehr eindeutig.
was ich mir wohl nicht verkneifen koennte: man muss nicht abstillen um zeit ohne das baby zu haben. und ich hatte die besten pausen ja eh immer, wenn jemand das baby hatte und ich war in reichweite. also freundin oder vater oder oma trugen das kind oder es schlief auf ihnen oder es wurde bespasst und ich konnte duschen, schlafen, essen. haette ich das baby bei wem gelassen, haette *ich* mich nicht entspannen koennen, so hatte ich den kopf frei.
tania mit sohn *09 und sohn *12
- püppilotta
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 925
- Registriert: 03.01.2013, 09:30
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Ihr Lieben,
Danke für eure Antworten. Schatten und Licht hatte ich ihr schon empfohlen und auch das Argument Zeit trotz Stillen schon gebracht. Was ich nicht wusste, dass das Abstillen eine neue Instabilität auslösen kann, das werde ich ihr noch sagen.
Ich finde diese von der Hebi empfohlene "sich vom Kind lösen müssen" auch so schade. Am besten wäre doch, eine Nähe und Innigkeit zum Kind aufzubauen und nicht, die Distanz noch zu vergrößern. Das sind halt ihre Argumente: Lösen und Krippe.
Ja, das mit den Ratschlägen ist wirklich sehr schwer, zumal ich keine PPD hatte. Ich stelle mir das schrecklich vor.
Medis hat sie seit zwei Wochen und sie fangen langsam an zu wirken. Leider findet sie die aktuelle Therapeutin auch doof und ungeeignet, weil zu jung, kinderlos, zu unerfahren.
Ich würde ihr so gerne helfen...
Danke für eure Antworten. Schatten und Licht hatte ich ihr schon empfohlen und auch das Argument Zeit trotz Stillen schon gebracht. Was ich nicht wusste, dass das Abstillen eine neue Instabilität auslösen kann, das werde ich ihr noch sagen.
Ich finde diese von der Hebi empfohlene "sich vom Kind lösen müssen" auch so schade. Am besten wäre doch, eine Nähe und Innigkeit zum Kind aufzubauen und nicht, die Distanz noch zu vergrößern. Das sind halt ihre Argumente: Lösen und Krippe.
Ja, das mit den Ratschlägen ist wirklich sehr schwer, zumal ich keine PPD hatte. Ich stelle mir das schrecklich vor.
Medis hat sie seit zwei Wochen und sie fangen langsam an zu wirken. Leider findet sie die aktuelle Therapeutin auch doof und ungeeignet, weil zu jung, kinderlos, zu unerfahren.
Ich würde ihr so gerne helfen...
- püppilotta
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 925
- Registriert: 03.01.2013, 09:30
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Ich lese jetzt nochmal auf Schätzen und Licht, was ich zum Abstillen finde.
- püppilotta
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 925
- Registriert: 03.01.2013, 09:30
-
MamaSunshine
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 334
- Registriert: 16.01.2014, 00:08
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Ich bin weiß gott kein profi, und auch keine betroffene, aber der rat der hebamme lässt mich fassungslos zurück: lösen und krippe? Also es besteht ein bindungsproblem, und die lösung soll sein, abstand reinzubringen? Oh man!
Ich verstehe, dass du da gern helfen willst. Nur: lass dich nicht davon "auffressen"! Viel energie!
Ich verstehe, dass du da gern helfen willst. Nur: lass dich nicht davon "auffressen"! Viel energie!
Mama Sunshine mit dem kleinen Sonnenschein (09/13) und dem Fröschlein (11/18)
- püppilotta
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 925
- Registriert: 03.01.2013, 09:30
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Also die Hebi hat wohl gesagt, sie solle sich vom Kind lösen und auch mal was alleine machen und deshalb abstillen. Die Therapeutin hat das wohl bestätigt. Ich frage mich, wie bitte kommen die auf sowas??
Krippe ab sechs Monaten ist arbeitsbedingt bei meiner Freundin nicht anders möglich und deshalb will sie auch abstillen. Also die Hebi hat nicht die Krippe empfohlen oder so.
Und beides zusammen (Hebi und Krippe) lässt meine Freundin denken, Abstillen sei jetzt unbedingt nötig.
Ich fürchte nur, die Bindung zum Baby hat während der PPD gelitten und würde ihr so gerne begreiflich machen, dass das Stillen da einiges wieder gut machen könnte.
Allerdings finde ich es sauschwer, da auch nur irgendwas zu sagen, ohne ihr das Gefühl zu geben, eine schlechte Mutter zu sein. Das denkt sie wahrscheinlich sowieso schon.
Deshalb suche ich fachliche Texte oder Links, die das Weiterstillen in so einem Fall gut begründen können und der Hebimeinung etwas entgegensetzen.
Auf Schatten und Licht habe ich zum Abstillen nur etwas im Forum gefunden. Gibt's da irgendwo was Fachliches? So ungefähr: "PPD kann eine gestörte Bindung zur Folge haben. Bitte Stillen Sie gerade dann weiter, weil das Ihrer Bindung zum Kind helfen könnte!"
Krippe ab sechs Monaten ist arbeitsbedingt bei meiner Freundin nicht anders möglich und deshalb will sie auch abstillen. Also die Hebi hat nicht die Krippe empfohlen oder so.
Und beides zusammen (Hebi und Krippe) lässt meine Freundin denken, Abstillen sei jetzt unbedingt nötig.
Ich fürchte nur, die Bindung zum Baby hat während der PPD gelitten und würde ihr so gerne begreiflich machen, dass das Stillen da einiges wieder gut machen könnte.
Allerdings finde ich es sauschwer, da auch nur irgendwas zu sagen, ohne ihr das Gefühl zu geben, eine schlechte Mutter zu sein. Das denkt sie wahrscheinlich sowieso schon.
Deshalb suche ich fachliche Texte oder Links, die das Weiterstillen in so einem Fall gut begründen können und der Hebimeinung etwas entgegensetzen.
Auf Schatten und Licht habe ich zum Abstillen nur etwas im Forum gefunden. Gibt's da irgendwo was Fachliches? So ungefähr: "PPD kann eine gestörte Bindung zur Folge haben. Bitte Stillen Sie gerade dann weiter, weil das Ihrer Bindung zum Kind helfen könnte!"
- püppilotta
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 925
- Registriert: 03.01.2013, 09:30
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Herrjemine, Wasser denn da passiert?!?
Zuletzt geändert von Christiane am 10.07.2014, 13:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Doppelpostings gelöscht
Grund: Doppelpostings gelöscht
-
warmbäuchlein
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1134
- Registriert: 31.03.2014, 21:20
Re: PPD, Abstillen, Bindung
Du meinst es sicher gut und ich finde, es toll wieviele gedanken du dir machst.
Aber der beste Rat an Deine Freundin wäre: "Tu, was Du in deinem innersten fühlst. tu, was du möchtest."
und ihr dabei beistehen - egal ,wie sie entscheidet und dies auch so nehmen, wie es ist, wenn sie auch dann darüber jammert (nicht, ich hab's ja gesagt...)... dieses "bekehren" von allen seiten ist schwer zu ertragen, wenn es einem nicht gut geht.
falls du das nicht kannst, ist es wohl auch besser, du hältst dich ganz zurück...
vielleicht ist es für deine freundin wirklich besser abzustillen. das muss sie entscheiden!
*mit baby am arm*
Aber der beste Rat an Deine Freundin wäre: "Tu, was Du in deinem innersten fühlst. tu, was du möchtest."
und ihr dabei beistehen - egal ,wie sie entscheidet und dies auch so nehmen, wie es ist, wenn sie auch dann darüber jammert (nicht, ich hab's ja gesagt...)... dieses "bekehren" von allen seiten ist schwer zu ertragen, wenn es einem nicht gut geht.
falls du das nicht kannst, ist es wohl auch besser, du hältst dich ganz zurück...
vielleicht ist es für deine freundin wirklich besser abzustillen. das muss sie entscheiden!
*mit baby am arm*