Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Armella
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Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von Armella »

Ich habe gleich mehrere "Baustellen".

Vorab, mein Kind ist gesund 9,1kg auf 74 cm, 11 Monate alt.

1.
Mein Kind beißt und kratzt und kneift die Brust und das mit viel Freude. Manchmal wird sogar gebissen und der Kopf geschüttelt und gelacht. :shock:
Wenn ich schimpfe wird gelacht, wenn ich die Brust deswegen entziehe und verdecke wird verzweifelt geweint.

Wie kommen wir da raus? Mehr als ein paar Kratzer habe ich noch nicht davon getragen, aber so kann es nicht weiter gehen.

2.
Mein Kind, 11 Monate, trinkt fast nur an der Burst. Sie isst schon Brei oder feste Nahrung, aber getrunken wird kaum etwas anderes als Milch und die eben nur aus der Brust. An manchen Tagen nimmt sie gar kein Wasser an, meistens sehr wenig. Mengen über 30 Milliliter am Tag (!) sind selten, kommen aber vor. Zumindest, wenn das Wasser aus einer Trinkflasche kommt. Aus dem Glas wird es eher angenommen, aber wohl mehr weil die Erwachsenen das auch machen.
Braucht sie mehr Wasser? Muss ich mehr darauf drängen? Kann man Bechern von einer Betreuung verlangen?

3. Ich denke darüber nach bald wieder zu arbeiten (Teilzeit) und habe Bedenken, dass das gut klappt. Die Kleine ist sehr viel an der Brust, tagsüber und nachts, oft nur für wenige Schlucke, aber sie fodert auch das hartnäckig ein. Wenn sie sich weh getan hat braucht sie es auch. Nichts anderes beruhigt ähnlich gut. Die Milchflasche hat sie schon als junger Säugling unter oft Gebrüll verweigert, obwohl die Muttermilch an der Brust anfangs knapp war. Vor kurzem habe ich als wir völlig durchgeschwitzt im Stau saßen keinen Schluck Wasser in sie hinein bekommen. Sie nimmt nur die Brust, wenn sie auch nur ein wenig gestresst ist.
Kommt sie damit zurecht, wenn ich plötzlich 9 Stunden am Tag weg bin? Oder sogar länger, wenn etwas dazwischen kommt?
Sollte ich nicht erst darauf hinarbeiten, dass tagsüber weniger Milch getrunken wird?

4.
Ich denke nicht, dass Stillpausen zum Abpumpen so gut umsetzbar wären. ( Die Gesetzeslage kenne ich, darum geht es nicht)
Haltet ihr es für möglich, dass meine Kleine sich abends und nachts genug Milch holt?
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Yashira
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Re: Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von Yashira »

Ich kann nur zu Punkt 1 etwas sagen.
Hier hat eine Stillkette gegen das Gespiele an der Brust geholfen. Wir habe eine bunte Holzkette mit Perlen und Ringen - da darf er dran spielen und fummeln
Mir ist auch das Gejammer ... Egal (ist ein blödes Wort). Ich mag das nicht und das setze ich durch.
Wenn ich die Kette nicht umhabe spielt er jetzt mit dem BH. Das ist für mich natürlich auch in Ordnung.


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Carraluma
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Re: Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von Carraluma »

Wenn sie nach dem Wegnehmen nach dem Kratzen weint, lässt sie sich dann mit Stillen beruhigen? Kratzt sie dann wieder?

Wenn sie noch viel Milch trinkt und auch oft Essen mit hohem Flüssigkeitsanteil (Brei, Obst usw.) isst, dann kann ich mir schon gut vorstellen, dass es genug ist. Wenn sie genug nasse Windeln hat und der Urin nicht meistens stark konzentriert ist, dann wirds schon passen, oder? Ich kann dir gar nicht sagen wieviel meine Kleine trinkt und das auch im Alter deiner Tochter auch überwiegend aus Bechern/Gläsern. Warum sollte eine Betreuung ihr keinen Becher geben?

Meine Kleine hat bis zu einem Jahr auch sehr wenig gegessen, trotzdem war mein Arbeitsbeginn mit einem Jahr kein Problem. Ob sie in meiner Abwesenheit mehr gegessen hat kann ich nicht sagen, wesentlich mehr wars wohl nicht, laut Erzählung der betreuunden Großeltern. Früh, abends, nachts stillen hat gereicht. An meinen freien Tagen wurde wie normal gestillt. Mit Stillpausen usw würde ich mich nicht stressen, das klappt auch so, wenn sie gut an ihre Betreuer gewöhnt ist/wird. Milchflasche und Schnuller wurde/wird hier auch nichtbenutzt.

Abgepumpt habe ich auch nie, nur anfangs in der Mittagspause ausgestrichen, damit es nicht so spannt. Daheim ist dann gleich meine Kleine gekommen und hat alles "ausgetrunken".

Mach dir keine Sorgen, das klappt schon! Ich glaube nicht, dass die Milch das Problem ist. Wie schnell es mit der Betreuung/Eingewöhnung insgesamt klappt, ist von Kind zu Kind unterschiedlich.
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fluflu
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Re: Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von fluflu »

Ich habe schon sehr früh wieder mit Teilzeit-Arbeit angefangen. Da war die Kleine 7 Monate alt, hatte aber auch schon Interesse an Beikost, so dass ich mir sicher war, dass sie die paar Stunden am Tag (die ihr Papa bei ihr war) gut überbrücken würde können, ich habe dann vor und nach der Arbeit gestillt. Flasche, Schnuller etc. hat meine Tochter konsequent verweigert. Ich hatte entsprechend Sorgen, als ich wieder mit dem Arbeiten angefangen habe. Sie hat dann Mumi aus dem Becher getrunken, aber nicht lang. Es pendelte sich dann ein, dass sie in meiner Abwesenheit Wasser aus dem Becher getrunken hat. Ja, ich glaube, Dein Kind kann sich genug Nahrung in Deiner Anwesenheit holen. Und ich glaube, Dein Kind kann sich von anderen Bezugspersonen auch in anderer Weise Trost spenden lassen. Meine Tochter will immer noch die Brust, wenn ich da bin, und möchte immer noch bevorzugt an der Brust einschlafen. Der Mittagsschlaf bei der Tagesmutter (bei der sie ab einem Jahr war) klappte aber auch ohne Brust - logisch, da gibt es ein andere Ritual. Sie hat dann aber ab der Zeit, als ich wieder arbeiten gegangen bin, deutlich mehr nachts gestillt, vorher hatte sie durchgeschlafen. Das fand ich gut und beruhigend, hieß es doch, dass sie sich holte, was sie brauchte. Aber es war natürlich auch eine anstrengende Zeit für mich mit dem Wiedereinstieg in den Job und sehr wenig Schlaf.
fluflu - still-mama seit 8/11 :)
Armella
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Re: Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von Armella »

Beißen:

@Yashira
Eine Stillkette haben wir, das hat das Kratzen schon vor einigen Monaten gebessert. Zum drauf beißen nimmt sie es nur selten an. Vielleicht sollte ich sie wieder konsequenter tragen. Ich probiere es aus!

Ich habe hier im Forum zufällig gelesen, dass ein bestimmter Trinkbecker von Avent öfter mal Anlass zum Beißen ist. Den haben wir auch und mein Mann hatte diesen auch schon in Verdacht. Jetzt gibt es nur noch einen festen Trinkschnabel, bei dem man nicht saugen muss und durch Beißen auch nichts heraus kommt. Ich hoffe das hilft.

@Carraluma
Manchmal beißt sie schnell wieder, wenn sie zurück an die Brust darf.

Ich bin mir unsicher ob sich die Oma daran hält/ es einsieht nur zu Bechern. Sie hat keine eigene Stillerfahrung, da weiß ich nicht inwieweit ich das in sie hinein bekomme, dass ich noch vor habe mindestens 1 Jahr weiterzustillen und dass wir mit bestimmten Flaschen Probleme haben. Als Anfangs das Vollstillen nicht klappte hatte die Kleine sogar Probleme mit dem Wechsel vom Avent Naturnah Sauger zum Calmasauger und auch vom Aventsauger zur Brust.

Wassermenge/Milchmenge/ Arbeiten:
@Carraluma
Es gibt hier etwa 1-2 "richtige" Mahlzeiten, mit Brei oder Fingerfood am Tag und zusätzlich wird ein kleines bisschen bei uns genascht oder mal ein Keks gegessen. Gestern gab es sogar mal richtig viel Wasser. ca. 50ml.
Bei den Flaschenkindern in ihrem Alter gibt es (in meinem Umfeld) meistens nur noch 1 Flasche täglich und sonst nur Wasser. Bei uns ist es nahezu umgekehrt bzw. es sind noch geringere Mengen Wasser.
Genug Flüssigkeit bekommt sie bestimmt. Nur morgens ist der Urin etwas stärker gefärbt und riechend, ansonsten ist er fast farblos. Wie viele nasse Windeln wir haben weiß ich gar nicht, einiges landet auch im Topf.

@ fluflu
Danke für deinen Bericht.
Nachts wird recht viel getrunken, das hält mich zum Glück nicht wach.
Ich setze auch darauf, dass es bei einer anderen Betreuungsperson eben anders ist. Gestern haben wir das gestestet, von meinem Mann nahm sie das Wasser an, war sogar richtig gierig. Wenn ich es ihr gebe trinkt sie zaghafter oder will gleich an die Brust.
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Yashira
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Re: Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von Yashira »

Wir haben keinen Trinklernbecher. Mein Sohn trinkt aus einem Glas/ Becher oder dem Doidy Cup (damit kommt er schon fast alleine klar - brauch man aber nicht zwingend - Becher reicht)
Das bekommt er nur beim Essen angeboten. Normal stillt er auch bei Durst.


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Morgaine47
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Re: Diverse kleine und große Probleme rund ums Stillen

Beitrag von Morgaine47 »

Noch ein Erfahrungsbericht:
Bei meiner Großen bin ich nach 8 Monaten wieder 2 mal die Woche beruflich ca. 9 bis 10 Stunden am Tag weggewesen. Mein Mann hat ihr in der Zeit Brei eingeflößt, wenn ich da war wurde ncoh sehr viel gestillt. Es klappte trotzdem relativ problemlos.
Der Mittlere hat bis 12 Mnate hauptsächlcih gestillt und kam dann halbtags in die Krippe (5 Stunden). Dort hat er mehr gegessen, war er mal zu Hause bze. am WE hat er mehr gestillt.

Ich denke, wenn man nciht vorher auf Teufel komm heraus was versucht zu verändern udn damit das Kind verunsichert klappt es normalerweise sehr gut dass sie kapieren, dass eine andere Betreuungsperson nicht stillt und finden andere Strategien.
LG
Morgaine

Große Tochter *17.09.2007
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