Mein Kleiner ist gleich alt wie Dein Kind.
Wir haben immer sehr viel gestillt. Aber wenn ich ehrlich bin, war es oft so, dass ich ihn "einfach gestillt" habe, wenn ich Ruhe brauchte, oder mich gerade überfordert fühlte, oder müde war (jetzt sicher nicht so krass, wie das hier nun klingt, aber schon manchmal Tendenzen dahin

)...

Muss aber dazu sagen, dass tagsüber volle Alleinerzieherin bin. Ich habe keine Verwandten oder Unterstützung außer meinem Mann hier und das ist schon anstrengend...
Also gefühlt, habe ich es mir manchmal vielleicht "zu einfach" gemacht?
Er ist natürlich von sich aus auch ein Stilljunkie mit hohem Nuckelbedürfnis und wollte nie Schnuller... Beruhigung daher eben oft Brust. Wobei ich natürlich auch Singen, Anlenken, Spiegel, Tragen etc. immer vor Stillen probiere, aber eben auch oft dann Stillen...
Jetzt habe ich seit gestern beschlossen ihn nur mehr zu stillen, wenn ich das Gefühl habe, dass er es wirklich braucht. Stattdessen mehr Trinken anbieten, mehr Snacks mal unterwegs (unterwegs habe ich teilweise viel gestillt

), etc.
Und was soll ich sagen: Wie erwartet brauchen wir Vormittags bis Mittags gar kein Stillen. Dann Stillen zum Nachmittagsschläfchen und dann erst wieder abends.
Das heißt, mein Kleiner kommt locker mal 4-5 Stunden ohne Stillen aus.
Abends, nachts und morgens bleibe ich mal beim Dauergestille. Aber tagsüber versuche ich noch mehr auf seine "wahren Bedürfnisse einzugehen".
Bewusst anbieten werde ich jetzt auch nicht mehr tagsüber, weil er das auch nicht mehr braucht, da er sehr gut isst.
Ich hoffe, dass das der sanfte Einstieg zu einem schönen langsamen Abstillen für uns beide ist.
Vielleicht können wir uns dazu weiter austauschen?
