Ich habe eine 4 Wochen alte Tochter, und seit einer Woche wieder vermehrt Problemchen mit dem Stillen.
Ich beantworte jetzt erstmal die "Schablonenfragen", und komm dann zu meinen Fragen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein. Nur in den ersten Tagen hat sie einmal etwas abgepumptes Kolostrum mit der Spritze bekommen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen etwa 10 - 15 Mal in 24 Stunden. Weniger war es noch nie. Nachts schläft sie immer zwischen 3 bis 4 Stunden, bevor sie wieder kommt. zwischen etwa 19 und 24 Uhr hängt sie aber Dauernd am Busen. Ob sie nur Nuckelt oder wirklich trinkt kann ich nicht so wirklich beurteilen. Wir haben eine Gesamtstillzeit von 3 - 5 Stunden, je nach Laune abends.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Wir haben etwa 6 Stuhlwindeln am Tag, dazu kommen dann noch 2 - 3 wo nur Pipi drin ist.
Seit 1 Woche (seit wir wieder Probleme haben) ist der Windelinhalt ziemlich grün geworden. Vorher war der Stuhl richtig schön gelb.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Unser Stillstart war nicht so toll leider. Im Kreißsaal habe ich nicht geschafft sie zu stillen, bzw. sie hatte kein Interesse an der Brust und ist recht schnell eingeschlafen. Sie hat dann denn ganzen nächsten Tag und die Nacht Quasi durchgeschlafen (Geburt um 4:30). Ich wusste nicht, dass ich sie besser geweckt hätte, die Schwestern meinten sie braucht die ersten 24h nichts. Sie ist am 21.5. geboren. Erst am 22. gegen 16h Uhr kam eine Schwester, um mir mal zu helfen. Sie gab aber nach 2 Minuten auf und hat mir ein Hütchen gebracht. Die Kleine ist nach zwei bis drei mal Ansaugen aber immer eingeschlafen. Ich habe mehrmals um Hilfe gebeten, aber nicht wirklich welche bekommen. Am 23. Wurden die Schwestern wegen dem Gewichtsverlust langsam nervös. Ich habe mich gegen ein Fläschchen gewehrt. Hab dann Nachmittags bei einer LLL Stillberaterin angerufen. Diese empfahl mir: viel Hautkontakt, Kolostrum ausstreichen und mit einem Becher geben. Einen Becher hab ich nicht bekommen, aber ich hab ihr das dann mit der Spritze gegeben. In der Nacht zum 24. hat sie endlich angefangen zu trinken. Ich habe sie dann auch alle 2 Stunden geweckt und angelegt.
Die Nachtschwester wollte ihr Wasser geben, damit sie mal schläft und ich auch schlafen kann
Eine Hebamme aus dem Kreißsaal hat auf Station ausgeholfen und mir Mut gemacht und den Rücken gestärkt.
Zu Hause wurde dann schnell alles besser. Sie trinkt ohne Hütchen an der Brust und nimmt jetzt auch gut zu. Die ersten Nächte habe ich sie noch geweckt, jetzt kommt sie nach 4 Stunden von alleine.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Gut eine Woche haben wir mit Hütchen gestillt. Mit Jusls guten Tipps (Danke nochmal!!!) und ein bischen Hilfe von der Nachsorge Hebamme konnte ich aber innerhalb weniger Tage die Hütchen abgewöhnen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nicht, dass ich wüsste...
Gewichtsdaten:
21.5.14 2900g Geburt
23.5.14 2700g U2 im KKH
24.5.14 2620g KKH, danach Entlassung
26.5.14 2840g Hebamme
31.5.14 3000g "
10.6.14 3200g"
16.5.14 3480g "
So... jetzt zu meinen Fragen
Also ich Stille nach Bedarf, wann immer sie Hunger zu haben scheint oder sucht lege ich sie auch an, so lange sie trinken mag.
Das hat die ersten zwei Wochen zu Hause super geklappt. Jetzt wird es aber irgendwie zunehmend stressinger
Sie ist ziemlich unruhig beim trinken und dockt immer an und ab. Dann zieht sie auch oft den Kopf zurück und die Brust lang, was leider ziemlich weh tut. Sie hat jetzt neuerdings auch oft Blähungen. Sie schluckt beim trinken auch sehr viel Luft. Ich muss sie immer wieder zwischendrin ein Bäuerchen machen lassen. Nach dem Stillen ist sie nur ruhig, wenn sie aufrecht getragen wird. Das ist für mich vor allem Nachts mega anstrengend. (Heute Nacht war ich von 2 bis 5 auf den Beinen, bis sie endlich eingeschlafen ist).
Kann es sein, dass der MSR zu stark für sie ist? Ich stille eigentlich seit sie 1 Woche alt ist immer nur eine Seite in 3 Stunden. Ich hab das Gefühl, dass ich ziemlich überproduziere... Wenn sie abdockt spritzt ihr außerdem die Milch noch ins Gesicht. Die andere Seite läuft auch stark aus während des Stillens.
Kann ich das verhindern? Bzw. gibt sich das vielleicht irgendwann?
Abends will sie eigentlich dauernd an die Brust. Aber dann ist sie hektisch, schluckt viel Luft und brüllt die Brust an. Wenn ich dann doch die andere Seite noch anbiete wird es leider auch nicht besser. Ich kann sie aber anders irgendwie auch nicht beruhigen. Mit dem Tuch komme ich noch nicht so gut klar, dass ich ein unruhiges Baby einbinden könnte. Das Klappt wenn sie ruhig ist schon nur mehr schlecht als recht...
Ich weiß nicht, was sie quält, aber sie lässt sich kaum beruhigen. Ich hab schon versucht sie zu Pucken, aber das hilft auch nicht.
Seit einer Woche tut mir das Stillen plötzlich wieder weh. Das war eigentlich schon für eine Woche weggegangen, in der wir total entspannt stillen konnten.
Ich habe eine Soor Infektion im Verdacht
Die Brust juckt, und die Brustwarzen sind auch ganz hell verfärbt. Die eine ist fast Hautfarben. Mein Mäuschen hatte auch einen Windelsoor, den haben wir aber mit Nystatinsalbe wegbekommen.
Meine Hebamme meinte dann ich soll ein Mundgel kaufen, und das nach jedem Stillen auf die gewaschene Brust schmieren. Das mache ich jetzt aber heute schon den 3. Tag und es wird kein bißchen besser, eher schlimmer.
Kann es auch an etwas anderem liegen? Richtig angelegt ist sie eigentlich schon. Sie hat auch den Vorhof im Mund und die Lippen sind nach außen gestülpt. Das müsste doch richtig sein, oder? Die Hebamme hatte auch nichts auszusetzen.
Nur wenn die Brust schon recht weich ist macht sie beim Trinken so ein klickendes Geräusch...
Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Irgendwie ist der Wurm drin und ich bin ziemlich erschöpft. Nachdem die kleine über eine Stunde genuckelt und immer wieder die Brust angemotzt hat, hab ich sie vorhin dem Papa gegeben. Aber sie ist immernoch unzufrieden
Dabei hab ich das Stillen so genossen, bevor es so unangenehm und mühsam wurde
Kann es sein, dass sie trotz viel Milch nicht richtig satt wird, weil sie nicht genügend Nährstoffe bekommt? Mein Gewicht ist hart an der Grenze zum Untergewicht. Und ich komme vor lauter Baby und stillen irgendwie gar nicht richtig zum essen oder trinken. Oft ist das Abendessen die erste anständige Mahlzeit die ich esse. Mein Mann macht mir zwar meistens etwas, aber irgendwie hab ich mir den Hunger fast abgewöhnt und liege meistens mit dem Baby im Bett oder trage sie rum. Ich erwisch mich auch dabei, dass ich viel zu wenig trinke, aber auch das krieg ich nicht so recht auf die Reihe.
Wirkt sich das gleich negativ auf die Milch aus? Oder bekommt sie erstmal noch meine Reserven?
Ich hab Angst, dass ich ihr mit diesem miesen Rhytmus schade
Entschuldigt diesen Roman... Aber kann mir vielleicht jemand weiterhelfen?
Vielen Dank fürs lesen auf jeden Fall!
Veronika