Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweifelt

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deidamaus
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von deidamaus »

Hallo danat,

das ist ja blöd. Ich hatte echt gehofft, dass jetzt gut ist. Wenn du aber schon bei der Gynäkologin angerufen hast, dann hoffe ich, dass sie dir weiterhelfen kann. Gut, dass wenigstens die Wunden zu sind (bei einem Zappelbaby erst recht).

Hast du eine Vermutung, woher es kommt? Zu starker MSR vielleicht?

Liebe Grüße
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danat
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von danat »

Meine FÄ hat mir noch mal das AB aufgeschrieben (wieder Azi Teva 500 für 3 Tage), dass hatte das letzte Mal so gut angeschlagen. Ich hoffe, dann ist wirklich Ruhe. Sie meinte allerdings auch, dass ich mir das mit dem Stillen noch mal überlegen soll, falls das AB jetzt keine Ruhe bringt. :? Es ist ja nun auch schon der dritte AB Zyklus. Die Vorteile des Stillens überwiegen für mich trotzdem ganz eindeutig. Gerade jetzt wo ich erlebt habe, wie toll schmerzfreies Stillen sein kann.

Einen starken Milchspendereflex habe ich eigentlich nicht. Es war ja auch alles gut und er hat immer ruhig getrunken - erst in den letzten Tagen ist er so wild. Manchmal von Anfang an, manchmal erst später beim Trinken. Mal nachts, meist tags. Heute war es aber ein ganz kleines bisschen besser. Ich hoffe ja noch auf Schub, auch wenn das echt lang wäre. Es erinnert mich auch ein bisschen an die "Brustschimpfphase" beim Großen, aber das wäre ja ein bisschen früh. Aber ich kann mich noch erinnern, dass das auch so fernab jeglicher Ursache war und ich es einfach ausgehalten habe und dann war irgendwann wieder alles gut.
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von deidamaus »

Der oft gehörte Rat: Dann still doch ab! Dabei würde es ja nichts gegen die Entzündung helfen. Und dreimal drei Tag Antibiotikum ist jetzt nicht sooo lang. Bei manchen anderen Sachen muss man auch 10 Tage oder mehr Antibiotikum nehmen (Scharlach z.B.).

Ich finde es toll, dass du so für eure Stillbeziehung kämpfst. :5:

So, ich muss jetzt mal schlafen.

Liebe Grüße
deidamaus
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danat
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von danat »

So sehe ich das auch ... Abstillen wäre wie den Kopf in den Sand stecken. Das Problem, also die Infektion wäre ja trotzdem noch da. Außerdem wäre ich viel zu faul für die nächsten Jahre Fläschchen zu machen. :lol:

Das Gezappel wird Gott sei Dank langsam weniger! :D
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deidamaus
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von deidamaus »

danat hat geschrieben:So sehe ich das auch ... Abstillen wäre wie den Kopf in den Sand stecken.
Du bist ja kein Vogel Strauss :mrgreen:

Liebe Grüße und schöne Pfingsten
Heike
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danat
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von danat »

Schmerzfrei!!! :jippi:

Leider ist das Gezappel und Gekämpfe wieder verstärkt da. Es liegt wohl doch an einem recht starken MSR. Der war am Anfang der Stillzeit noch nicht so stark und auch beim Großen damals soweit ich mich erinnern kann, war das kein Problem. Ich habe gerade nochmal in der Linksammlung zum Stillwissen nachgelesen ... das Setzen wir eigentlich alles schon so um. Aber es hilft nicht so richtig. Er ist dann sehr unzufrieden (und weint) - gerade wenn er müde ist, würde er einfach gern ein bisschen Trinken und dann Eindösen. Klappt halt leider nicht - und dann habe ich ein zu recht trauriges Baby auf dem Arm, dass nicht wie gewünscht in den Schlaf findet und wahrscheinlich auch weniger getrunken hat, als es eigentlich wollte (zumindest vermute ich das als Ursache für meinen Milchstau). Und wenn er Hunger hat, schimpft er auch und kann irgendwann nicht mehr trinken, weil es schon so drückt im Bauch. Bäuerchen braucht dann aber trotzdem oft sehr lange und er spuckt halt leider auch entsprechend viel. Manchmal wirkt es, als sei ihm richtig übel. :(
Links geht alles gut; rechts eben der zu starke MSR und der Milchstau.
Wahrscheinlich müssen wir warten bis sich das "verwächst", oder? Kannst du Abschätzen wie lange die Brust braucht, um einen etwas gemäßigteren Milchspendereflex hinzubekommen? Wird das überhaupt wieder weniger?

Viele liebe Grüße!!!
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von deidamaus »

Hallo danat,

super, dass ihr jetzt schmerzfrei stillen könnt. Da freue ich mich auch. :daumenhoch:

Zu deinem anderen Problem. Welche der folgenden Tipps hast du denn schon ausprobiert?
Bei starkem MSR helfen folgende Maßnahmen:
Möglichst gegen die Schwerkraft stillen - z. B. in Hoppe-Reiter-Stelung (Kind "sitzt" - natürlich gut gestützt - auf Deinem Oberschenkel) oder stark zurückgehlehnt oder rücklings, d. h. im Liegen, während das Kind auf deinem Bauch liegt
Häufig stillen, damit der MSR nicht so stark ist und das Kind nicht zu gierig bzw. nicht zu schnell frustriert. Stille also nicht nach der Uhr, sondern immer dann, wenn Dein Kind unruhig ist. Das darf auch ruhig mal 10 Minuten nach der letzten Mahlzeit sein. :wink:
Gib Deinem Kind häufig Gelegenheit zum Aufstoßen.
Nach dem Stillen halte Dein Kind möglichst aufrecht bzw. trage es z. B. aufrecht im Tuch und lege es nicht gleich hin (schon gar nicht auf den Rücken), damit es auch später noch aufstoßen kann. Überhaupt sind viel Körperkontakt und die aufrechte Haltung verdauungsfördernd und beugen Blähungen vor.
Zur Regulierung des Milchflusses hilft es, über mehrere Stunden hinweg immer dieselbe Brust anzubieten und an der anderen gerade so viel Milch auszudrücken, dass der Druck nachlässt. Das würde ich aber nur machen, wenn die anderen Maßnahmen nicht helfen; es ist nämlich grundsätzlich schon besser, nach Bedarf zu stillen - also auch nach Mamas Bedarf, wenn die Brust spannt.
Manchen Babys hilft es auch, wenn die Mutter vor dem Anlegen bereits ein bisschen "Druck" ablässt, indem sie ein wenig Milch ausstreicht
Wie sieht es denn mit deinem Milchstau aus? Wird es besser? Wie behandelst du deine Brust?

Wann der starke MSR weniger wird, bzw. das Kind sich daran anpasst, kann ich dir leider nicht sagen. Erfahrungsgemäß wird es mit 3-4 Monaten deutlich besser.

Liebe Grüße
deidamaus
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von danat »

Liebe deidamaus,

danke für deine schnelle Antwort!

Ich schreibe mal direkt dazu meine Antworten:

Möglichst gegen die Schwerkraft stillen - z. B. in Hoppe-Reiter-Stelung (Kind "sitzt" - natürlich gut gestützt - auf Deinem Oberschenkel) oder stark zurückgehlehnt oder rücklings, d. h. im Liegen, während das Kind auf deinem Bauch liegt
Wir stillen meist im Sitzen. Ich lehne mich dabei aber weiter zurück und M. liegt so halb auf mir. Also ich schiebe ihn nach dem Andocken "runter" (also nicht seinen Kopf, sondern den Rest des Körpers) und stütze dann seinen Po auf meinem Oberschenkel ab. Das hilft im ersten Moment, aber nur kurzweilig. Er schluckt trotzdem zunehmend heftiger und beginnt meist zu husten und windet sich, bzw. verschluckt sich. Generell wäre das aber eine für uns beide sehr bequeme Haltung.

Häufig stillen, damit der MSR nicht so stark ist und das Kind nicht zu gierig bzw. nicht zu schnell frustriert. Stille also nicht nach der Uhr, sondern immer dann, wenn Dein Kind unruhig ist. Das darf auch ruhig mal 10 Minuten nach der letzten Mahlzeit sein. :wink:
Wenns nach mir geht ... gern. Er hat jetzt regelmäßig Phasen in denen er auch mal zwei/drei Stunden am Stück schläft. In den Wachphasen, dann aber öfters Stillen möchte.

Gib Deinem Kind häufig Gelegenheit zum Aufstoßen.
Er lässt mir gar keine andere Wahl und zwingt mich förmlich mit ihm zu laufen. Sitzen zB hilft ihm nicht ... ich muss aufstehen und laufen. Nachts ist das leider echt unschön, weil er dann aber auch immer wieder wach ist und Einschlafstillen kaum möglich. Und er ist ja leider meist müde in diesen Situationen.

Nach dem Stillen halte Dein Kind möglichst aufrecht bzw. trage es z. B. aufrecht im Tuch und lege es nicht gleich hin (schon gar nicht auf den Rücken), damit es auch später noch aufstoßen kann. Überhaupt sind viel Körperkontakt und die aufrechte Haltung verdauungsfördernd und beugen Blähungen vor.
Abhalten hilft hier ergänzend zum Tuchtragen auch noch ... nicht, dass er immer ein Geschäft machen würde (aber ordentlich Pupsen)... aber er kann in dieser Haltung sehr gut spucken. Passt aber leider auch nicht zum Einschlafenwollen beim Stillen ... dann ist er auch wieder wach.

Zur Regulierung des Milchflusses hilft es, über mehrere Stunden hinweg immer dieselbe Brust anzubieten und an der anderen gerade so viel Milch auszudrücken, dass der Druck nachlässt. Das würde ich aber nur machen, wenn die anderen Maßnahmen nicht helfen; es ist nämlich grundsätzlich schon besser, nach Bedarf zu stillen - also auch nach Mamas Bedarf, wenn die Brust spannt.
Rechts biete ich (seit dem der MRS so stark ist - bzw. seit dem ich das als tatsächliches Problem erkannt habe) schon häufiger an - jetzt auch aufgrund des Milchstaus zZ (aber sonst auch). Aber auch nicht sooo oft, dass die Nachfrage hier so viel größer ist. Es trinkt rechts dafür meist kürzer. Aber hier ist zZ schon deutlich mehr Milch als links.

Manchen Babys hilft es auch, wenn die Mutter vor dem Anlegen bereits ein bisschen "Druck" ablässt, indem sie ein wenig Milch ausstreicht
Zum wirklichen Ausstreichen bin ich leider zu *blöd*v :oops: . Aber wenn es so spritzt und er los lässt, halte ich kurz ein Tuch dazwischen, bis der Strahl nachlässt. Das sind aber letztlich nur Sekunden, dann spritzt es nicht mehr.
Wenn er links trinkt, packe ich jetzt rechts (wenn im Alltag möglich) auch rechts mit aus. Dann kann die Milch dort ein bisschen mit abfließen.


Wie sieht es denn mit deinem Milchstau aus? Wird es besser? Wie behandelst du deine Brust?
Wenn ich dazu komme, lege ich mir kleine Kühlpacks in den BH. Vor/beim Stillen dann meine kleinen warmen Kirschkernkissen. Die harten Stellen lösen sich zum Glück immer wieder recht gut. Da sind in letzter Zeit auch unglücklich Babyfüße in der Brust gelandet (und Großkindellenbogen). Im Moment ist das aber insgesamt noch nicht so schlimm - es "nervt", aber belastet mich noch nicht. Verstärkt aber glaube ich leider den starken MSR.


Wenn ich so schreibe, merke ich ... problematisch ist der starke MSR va im Zusammenhang mit Müdigkeit.

Ich wünsch dir einen schönen Abend!
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von deidamaus »

Hallo danat,
ich melde mich morgen nochmal. Jetzt ruft das Bett :müde:
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Re: Meine Schmerzgrenze ist erreicht ... bin total verzweife

Beitrag von deidamaus »

Hallo danat,
mein Kleinster nuckelt sich gerade in den Schlaf und ich habe Zeit zum Antworten.

Nachdem ich deine Antworten gelesen habe, würde ich dir mal Blockstillen empfehlen. Wie das genau geht, steht im Beitrag Entlastung bei zu viel Milch. Probier es mal ein, zwei Tage aus und melde dich dann nochmal.

Wenn du nachts das Rumtragen zum Bäuerchen machen vermeiden willst, kannst du ihn auch auf die Seite oder auch mal auf den Bauch legen und - wenn du magst - ihn dann wieder auf den Rücken drehen, wenn die zuviele Milch und Luft draussen sind.

Wenn er verstärkt bei Müdigkeit damit Probleme hat, kannst du ihn zu den Gelegenheit natürlich einfach links anlegen.

Teste es mal mit dem Blockstillen und berichte. Falls du noch Fragen hast, nur zu.

Liebe Grüße
deidamaus
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