ich versuche mich kurz zu fassen.
Meine Tochter ist heute zwölf Wochen alt. Eigentlich hatten wir einen tollen Stillstart, aber seit ein paar Wochen ist der Wurm drin, und irgendwie hat es sich so langsam eingeschlichen. Es hat vor ca. 4 Wochen angefangen, dass sie an der rechten Brust nicht mehr so gut trinken wollte. Sie hat ein paar Minuten getrunken, hat dann immer wieder abgedockt und gemecker. Ich habe sie ihr bei jedem Stillen immer wieder angeboten. Manchmal hat sie ein paar Minuten, aber nie länger als 5 Minuten, und manchmal gar nicht an der rechten Brust getrunken. Also trank sie überwiegend an der linken Brust. Zur gleichen Zeit ungefähr fing sie an durchzuschlafen, so dass zwischen zwei Mahlzeiten schon mal so 8 bis 10 Stunden lagen. Ich freute mich natürlich und dachte mir nichts dabei. Tagsüber war sie dafür sehr unruhig, knatschte viel und fand sehr schwer in den Schlaf. Wenn sie dann mal schlief, schlief sie dann auch stundenlang. Zum Teil lagen dann zwischrn zwei Mahlzeiten 5 bis 6 Stunden. Meine Hebamme riet mir, sie nicht so lange schlafen zu lassen und vor allem zu schauen, dass zwischen zwei Mahlzeiten maximal 4 Stunden lagen. Das habe ich dann auch gemacht, aber leider wollte meine Tochter nicht so recht mitmachen. Sie war noch unruhiger, hat nur geschrien, wollte nicht trinken. Es war einfach nur mega anstrengend. So kamen wir also innerhalb von 24 Stunden auf nur 4 Stillmahlzeiten. Davon max. 5 Minuten (meisten kürzer) an der rechten und im Schnitt ca. 10 Minuten an der linken Brust. Versuche meinerseits sie öfter anzulegen quittierte sie mit Gemecker. Ich habe so oft es ging versucht abzupumpen. Leider habe ich das nicht so oft geschafft, da sie die meiste Zeit des Tages auf mir bzw. in der Trage schlief/schläft. Zum anderen scheinen meine Brüste nicht sehr auf die Pumpe zu reagieren (habe eine Handpumpe und die Swing von Medela). Wenn ich aus beiden Brüsten zusammen 50 ml rausbekomme, ist das schon gut. Meistens habe ich abends wenn sie schlief abgepumpt, ca. 1 bis 1,5 Stunden nach dem letzten Stillen. mit ist dann aufgefallen, dass sie nach dem Stillen immer unzufriedener wurde. Kein Wunder, so wenig / selten wie sie getrunken hat, ist sicherlich die Milchmenge zurück gegangen. Da kann sie ja nur unzufrieden sein. Einschlafen war hier immer ein riesen Problem, zog sich über mehrere Stunden hin obwohl sie tierisch müde und schon seit Stunden wach war. Sonntag - ich weiß gar nicht wie ich auf die Idee gekommen bin - habe ich zusätzlich eine Flasche (Aptamil Pre) gemacht, die sie auch angenommen hat. Sie wirkte nach dem Fläschchen gleich viel zufriedener. Ich habe sie hingelegt und sie ist ohne Gemecker innerhalb von Minuten eingeschlafen. Gleiches Spiel am Abend. Das was sich die Wochen vorher über mehrere Stunden zog, klappte nach Stillen plus Flasche innerhalb von Minuten. Seit Sonntag mache ich ihr also noch eine Flasche, die sie im Anschluss bekommt. Trinken tut sie allerdings trotzdem nur 4 bis 5 Mal am Tag. Die Nächte schläft sie nachwievor durch. Leider habe ich mir nie die Menge aufgeschrieben. Aber es variiert. Mal trinkt sie ca. 50 ml, mal 90 bis 120. Das kommt immer darauf an wie lange sie an der Brust trinkt. Mal nimmt sie die Brust besser an, mal schlechter.
Ich mache mir nun Gedanken, dass ich es wahrscheinlich selbst versaut habe und bin entsprechend fix und fertig und habe nun Sorge, dass sich meine Kleine langsam abstillt. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich es falsch angegangen bin, nicht härter dran geblieben bin mit öfter anlegen und / oder abpumpen. Vor allem aber, dass ich vielleicht zu leichtfertig an die Pre gegriffen habe ...
Ich hoffe so sehr, dass ihr mir weiterhelfen könnt, weil ich so gerne weiter bzw. wieder vollstillen würde. Ich habe einfach darauf vertraut, dass sie sich nimmt was sie braucht, und habe nun den Salat ...
Ich warte gespannt auf eure Antworten.
P.S. Sie hat in den ersten Wochen super zugenommen. Ich habe nicht alle Gewichte notiert, aber die U-Daten habe ich natürlich:
06.03. 3100g (U1)
10.03. 3010g (U2)
22.04. 4730g (U3)
Ich habe mich die Tage mit ihr und ohne sie auf die Waage gestellt, die Differenz betrug 4,9 kg. Ich weiß aber nicht wie aussagekräftig das ist, da die Waage ja nur 1 Nachkommastelle anzeigt. So oder so, knapp 200g innerhalb von 4 bis 5 Wochen erscheint mir wenig?!