Du beschreibst die klassischen Symptome von Vasospasmus - ganz eindeutig. In diesem aktuellen Thread findest Du Informationen zu Vasospasmus und was man dagegen tun kann (kann man nämlich!Havelwelle hat geschrieben:Nach dem Stillen ist die Brustwarze manchmal blau [...]. Das Brennen fängt meistens so 10 - 20 Minuten nach dem Stillen an, und hält dann eine bis zu zwei Stunden an. Dann ist die Brustwarze auch weiß. Sehr unangenehm und schmerzhaft ist es auch, wenn mir kalt wird, dann zieht es richtig von den Brustwarzen aus in die ganze Brust. Die Schmerzen fangen meistens auf der Seite, auf der ich gestillt habe an und sind dort auch stärker, die andere Seite schmerzt aber auch. Die Schmerzen zwischen dem Stillen habe ich erst, seit ich meine Maus wieder anlege, beim Pumpen hatte ich während des Pumnpens und auch dazwischen keine, bzw. kaum Schmerzen.
Beim Pumpen habe ich auch den MSR nicht bemerkt, beim Stillen sind die ersten Sekunden hingegen sehr schmerzhaft, als ob sich ganz viele kleine Zähnchen in der Brust festbeißen würden. Da ich diesen Schmerz nur beim Andocken habe, und nicht zwischendurch nochmal, bin ich mir aber nicht so sicher, ob das überhaupt der MSR ist.
Da der Gefäßkrampf oft durch Kältereize ausgelöst wird (Temperaturabfall z.B. nach beim Rauskommen aus der Dusche oder dadurch, dass die Umgebungsluft kälter ist als Babys Mund) ist es vor allem sinnvoll, die BW direkt beim Abdocken sofort mit der warmen Hand zu bedecken und sie NICHT an der Luft trocknen zu lassen (Verdunstungskälte).
Zwischen Vasospasmus und Schmerzen (durch Soor und/oder schlechte Stilltechnik) bestehen ebenfalls ursächliche Verbindungen, so dass eine Behandlung des eventuellen Milchgangsoor sinnvoll wäre (der die Ursache für die heftigen SChmerzen beim MSR sein könnte). Soor würde auch erklären, warum diese Schmerzen erst jetzt auftauchten und nicht schon früher in der Stillzeit (oder hattest Du die auch schon, als Du in den zwei Wochen nach der Geburt Dein Baby gestillt hast - und nur in der Pumpzeit nicht?).
Sonst könnte es auch ein Ansaugschmerz sein, der normalerweise nur am Anfang der Stillzeit auftritt und dann mit den Wochen deutlich nachlässt, bis er nicht mehr spürbar ist. (Übrigens: die meisten Frauen bemerken - wenn überhaupt - nur den ersten MSR einer Mahlzeit, auch wenn das Baby weitere auslöst, während es trinkt).
Da das jetzt nicht der erste Anhaltspunkt für schlechte Pumptechnik/ungeeignete Pumpe/falsche Brusttrichtergröße ist : bitte schau beim nächsten Abpumpen, dass Du eine gute, moderne Pumpe hast (welche verwendest Du?), deren Saugstärke sich individuell regeln lässt und deren Pumptrichter zur Größe Deiner Brustwarzen passt (die BW darf nicht gequetscht werden oder Trichterschaft reiben, wenn gepumpt wird). Bei den Faltblättern der AFS findest Du das Faltblatt "Muttermilch gewinnen" mit Hinweisen zum Abpumpen. Es könnte z.B. helfen, wenn Du mit geringerer Saugstärke pumpst als bisher. Ich zitiere mal aus dem Faltblatt:(beim Pumpen war sie danach immer blau oder dunkelrot - das habe ich aber auf die Wunden und die dünne Haut dort geschoben)
Zur Stillposition: hast Du es mal mit einem stabilen Kissen in Deinem Rücken versucht, um Abstand zur Lehne (und Platz für dieBeginnen Sie beim Pumpen immer mit der geringsten
Saugstärke und steigern Sie diese entsprechend Ihren
Bedürfnissen. Um den Milchspendereflex anzuregen,
können Sie in den ersten 2 Minuten schwächer und
schneller pumpen und dann kräftiger und langsamer.
Manche Pumpen machen das automatisch.
Beinchen) zu schaffen? Oder Das Baby mit an der Sofalehne hochgelegten Beinen anlegen.
Das verstehe ich noch nicht so richtigHavelwelle hat geschrieben:Das mit dem Intuitiven Stillen ist glaube ich nichts für uns. Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber nach der Schwangerschaft könnte ich Zwillinge auf dem Rücken liegend gleichzeitig stillen...ich denke, meine Maus würde dabei so weit mit dem Kopf nach unten hängen, dass sie dafür auch sehr viel Unterstützung bräuchte - ich stelle mir das sehr kompliziert vor.
Hier im Forum findest Du zunmindest zahlreiche Berichte von Kindern, denen eine KISS-Behandlung ganz entscheidend geholfen hat. Wir selbst hatten uns viel zu lange von Kinderarzt, SPZ etc. davon abbringen lassen, den Weg zu einem KISS-Doc auf uns zu nehmen - als wir es dann endlich doch taten (die Physiotherapeutin ermutigte uns dazu), war es DER Durchbruch.Havelwelle hat geschrieben:[An KISS] habe ich auch schon gedacht, allerdings bin ich bisher noch unentschlossen, da die Diagnose, bzw. das "Krankheitsbild" ja irgendwie nicht so richtig anerkannt ist... ich denke darüber nach!
Prima!Havelwelle hat geschrieben:Das mache ich eh. Das mit dem Herausrutschen ist meinem Gefühl nach besser geworden.
Nein, warum sollte ich das übel nehmen? Ich gebe Dir hier nach besten Wissen und Gewissen meine Einschätzung und Hinweise (in diesem Fall: dass ich empfehlen würde zügig mit der stillfreundlichen Zufütterung von Muttermilch zu beginnnen) - und was Du damit dann machst (auf Gewicht aber auch auf alles andere, was wir hier besprechen, bezogen) ist natürlich komplett Deine Entscheidung! Alles gutHavelwelle hat geschrieben:Was die Gewichtsentwicklung angeht, so möchte ich das lieber mit unserer Kinderärztin klären, bzw. beobachten lassen. Ich habe das Gefühl, dass uns das hier so öffentlich nicht gut tut, sondern im vertrauten Rahmen besser geht. Zumal die Maus seit ein paar Tagen kräftig mit der Brust schimpft und vermutlich eh nicht so viel trinkt, wie sie müsste - das sorgt bei mir eh schon für Stress. Ich nehme deine Hinweise aber gerne zu Herzen und mit zur Kinderärztin - ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel.
Sinnvoll ist es immer nur, sich dann klar zu entscheiden, von wem man sich beraten lassen will. "Viele Köche verderben den Brei"
LG, blueberry