Schmerzen und wunde Brustwarzen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Havelwelle
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Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von Havelwelle »

Hallo!

Ich fange mal ganz von vorne an:

Meine Tochter Elisa kam vor ziemlich genau 8 Wochen im Geburtshaus auf die Welt (mit 4590g und 54cm). Noch in der Geburtswanne suchte sie zaghaft nach meiner Brust, wollte dann aber doch noch nicht so richtig andocken. Ein paar Minuten später im kuscheligen Bett half mir unsere Hebamme dann noch einmal und Elisa begann gleich kräftig zu saugen.

Zu Hause wurde aus dem unangenehmen Gefühl beim Stillen dann immer mehr ein Schmerz, es folgten unter vielen Tränen verformte Brustwarzen, die ersten offenen Stellen und später dann auch eine Menge Blut und anderer Kram der beim Stillen nichts zu suchen hat. Über den Punkt, an dem Multi-Mam Kompressen, Wollfett oder anderes noch helfen war ich schon längst hinweg. Ich habe irgendwann angefangen, Elisa täglich umzuziehen, weil mich die blutigen Ärmchen ihrer Strampler nur beim Anblick schon zum weinen brachten. Ich fing an mich während der Zeit im Wochenbett durch eine Menge Literatur und das Internet zu kämpfen, in der Hoffnung, eine Lösung für all das zu finden. Ich bekam immer mehr Angst, bei jedem Ton von der kleinen Maus hatte ich Sorge, dass sie schon wieder Durst haben könnte, mein Mann trug sie manchmal noch eine halbe Stunde durch die Wohnung, in der ich verzweifelt meine Brust massierte, Türme aus Stillkissen baute, und hoffte, dass das nächste Anlegen nicht ganz so furchtbar schmerzen würde. Nach der ersten Woche waren nicht nur meine Brustwarzen sondern auch meine Hände zerbissen, und meine Hebamme legte mir nahe, zumindest vor dem Stillen eine Schmerztablette zu nehmen. Natürlich nahm Elisa nur schleppend wieder zu, und auch nach 10 Tagen war das Mekonium noch nicht ganz ausgeschieden, die Kinderärztin machte sich auch so langsam Sorgen.
Ich hatte ständig Rückenschmerzen, egal in welcher Position ich Elisa stillte, weil ich komplett verdreht und verkrampft war.

Nach zwei Wochen war gerade meine Mutter da, um mich ein wenig zu unterstützen. Nachdem sie Elisa ebenfalls eine halbe Stunde hungernd durch die Gegend getragen hatte, und ich mich nicht beruhigen konnte, beschloss ich, dass es jetzt vielleicht doch an der Zeit sei, es mit Stillhütchen zu probieren, um wenigstens den Rest der Brustwarzen noch zu erhalten ( es fehlte an beiden Seiten jeweils ein gutes Stück), und vielleicht so die Schmerzen ein wenig zu reduzieren. Eine weitere Schwierigkeit war auch, dass Elisa sehr schnell auf 180 war, wenn das Anlegen nicht auf Anhieb klappte und ich sie noch einmal lösen musste. Zwischen den fuchtelnden Ärmchen und dem rotierenden Köpfchen und dem schnappenden Mund hatte ich mehr damit zu tun, meine Brust aus der Gefahrenzone zu entfernen, als sie bei passender Gelegenheit in den Mund zu schieben - das Anlegen war also insgesamt eher ein Glücksspiel. Ich rief vorher noch unsere Hebamme an (die übrigens auch Stillberaterin ist), damit sie kommen und mir die korrekte Verwendung der Stillhütchen zeigen könnte. Als sie dann da war und sich vorher noch einmal meine Brustwarzen anschauen wollte, sagte sie sofort, dass jetzt keine Zeit mehr für Experimente sei, und jetzt erstmal eine Milchpumpe her müsste. Ich hatte schon eine Infektion in der Brust, eine Seite war hart, heiß und rot.
Ich fing also an, Milch abzupumpen, und per Fingersonde zu füttern (Unsere Hebamme sagte, dass Elisa zur Saugverwirrung tendieren würde). Psychisch war das für mich so ziemlich der Super GAU - ich habe mich nicht mehr wirklich als Mutter gefühlt und hatte das Gefühl, dass ein ganz großes Stück Nähe zu meiner Tochter dadurch unwiderruflich verloren geht.
Gleichzeitig suchten wir noch einen Osteopaten auf, weil Elisa den Mund irgendwie nicht richtig weit öffnete beim Stillen.
So verbrachten wir dann die nächsten vier Wochen - tags und nachts alle 2-3 Stunden abpumpen, sterilisieren und füttern und dabei ständig der Stress, dass die Milch nicht reichen würde (einmal mussten wir ca 50ml Pre-Nahrung zufüttern - ich habe wärend der gesamten Malzeit Rotz und Wasser geheult). Meine Hebamme gab mir noch Zinnhütchen, und so konnte ich dann wenigstens auch wieder mal außer Haus gehen, denn BH oder Stilleinlage auf der Brust wären nicht zu ertragen gewesen, und hätten vermutlich auch alles wieder aufgerissen. Ich habe meine Brüste täglich in Tanolact gebadet, neben den MEdikamenten gegen die Entzündung Castor Equi-Globulis genommen, und mich ansonsten auf die Zinnhütchen beschränkt, da ich die Brustwarzen schon längst nicht mehr berühren konnte, um sie einzucremen o.ä.
Vor zwei Wochen habe ich mich dann getraut, Elisa zumindest auf der rechten Seite (von Anfang an auch ihre "Lieblingsseite", und auch nicht ganz so stark verletzt wie links) wieder anzulegen. Die Wunde war zwar noch nicht wieder ganz verschlossen, aber ich war es Leid, ständig Sonde und Spritze mitzuschleppen und mich dann auch noch erklären zu müssen, wenn ich nicht drum herum kam und sie außer Haus füttern musste. Zuerst versuchte ich es mit den Stillhütchen, mit denen konnte Elisa aber nichts anfangen (wir haben wenige Tage davor zwei Mal versucht, ihr einen Schnuller zu geben, den hat sie aber im hohen Bogen sofort wieder ausgewürgt, zum Beruhigen nimmt sie nur unseren Zeigefinger, den wir auch zum Füttern verwenden).
Seitdem habe ich die Seite nicht mehr abgepumpt, sondern immer mit mal mehr, mal weniger Schmerzen gestillt. Zwischendurch hat es auch noch einmal geblutet, aber auch wenn die rechte Seite noch nicht wieder ganz verheilt ist, so geht es doch weiterhin vorran und wird jeden Tag ein ganz kleines bischen besser.
Vor einer Woche habe ich mich dann auch an die linke Seite getraut, weil ich das Gefühl hatte, an einem Punkt zu sein, an dem die Pumpe nicht mehr zur Heilung beiträgt. Die linke Brustwarze ist weiterhin offen, und auch noch leicht blutig. Zwischendurch habe ich die linke Seite (übrigens mit einem erstaunlichen Ertrag) auch nochmal abgepumpt, weil ich mit den Schmerzen dann doch nicht stillen wollte.

Mittlerweile baue ich keinen Kissenturm mehr zum Anlegen, sondern lege mich nur noch aufs Bett (mit Kissenrolle im Rücken) zum Stillen, oder setze mich in meinen Sessel und lege Elisa dann über Kreuz an und wechsle dann die Arme, so dass sie mit dem Kopf in meiner Ellenbeuge liegt. So sitze ich bequem und habe zumindest keine Rückenschmerzen mehr. In der Seitenhaltung lege ich sie nur an, wenn ich das Gefühl habe, dass die Brust dort fester ist und leicht schmerzt, oder Elisa noch Hunger hat (ich lege sie immer nur an einer Seite an).

Nach der langen Vorgeschichte (ich hoffe, ich habe nichts vergessen) jetzt zu meinem aktuellen Problem: Ich habe das Gefühl, die Brust rutscht Elisa beim Stillen immer ein wenig aus dem Mund (ich habe relativ große Brüste), obwohl ich schon immer ein zusammengerolltes Schnuckeltuch drunter klemme und mich versuche so weit zurück zu lehnen, dass sie mehr auf der Brust liegt als daran hängt. Das Stillen selber schmerzt immer noch ziemlich oft, gerade zum Ende hin, wenn Elisa mehr nuckelt, dann zucke ich bei jedem richtigen Schluck zwischendurch zusammen. Dass der Milchspendereflex schmerzhaft ist, damit komme ich klar. Ich höre auch ab und zu ein "klacken" beim trinken, so wie wenn man die Zunge gegen den Gaumen saugt und dann gegen den Sog wegzieht. Unsere Hebamme (Stillberaterin) weiß sich mittlerweile auch keinen Rat mehr, sie sagt, Elisa ist richtig angedockt, meine Haltung stimmt auch. Zudem habe ich etwa 10 Minuten nach dem Stillen immer ein ziemlich fieses Brennen in der Brust (manchmal auch in beiden), welches etwa eine Stunde anhält. Unsere Hebamme meint, dass wir keinen Soor hätten, weil Elisa keinen Belag im Mund oder im Windelbereich hat und meine Brust wohl auch nicht danach aussieht, ich zudem mein ganzes Leben lang noch keinen Pilz hatte.

Ich möchte nach den Kämpfen der letzten 8 Wochen jetzt nicht aufgeben und ich möchte mich auch nicht damit zufrieden geben, das nächste halbe Jahr mit Schmerzen zu stillen, um sie dann mit der ersten festen Nahrung abzustillen. Vielleicht kann mir hier noch jemand helfen?

Verzweifelte Grüße von Julia
Unsere Riesen-Zwergin *15.1.14
jusl
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier,

da hast Du ja wirklich schon eine sehr anstrengende Zeit hinter Dir. Ich drücke Dir die Daumen, dass die Schmerzen bald vorbei sind. In Kürze wird sich jemand aus dem Modteam hier ausführlicher melden.

LG
Julia
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von blueberry »

Ich meld mich heute Abend bei Dir.

LG, blueberry
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von blueberry »

Liebe Havelwelle,

ohweh, da hast Du aber wirklich schon einiges durch :( .

Ich versuch mal ein bisschen zu sortieren:
Havelwelle hat geschrieben:Natürlich nahm Elisa nur schleppend wieder zu, und auch nach 10 Tagen war das Mekonium noch nicht ganz ausgeschieden, die Kinderärztin machte sich auch so langsam Sorgen.
Havelwelle hat geschrieben:So verbrachten wir dann die nächsten vier Wochen - tags und nachts alle 2-3 Stunden abpumpen, sterilisieren und füttern und dabei ständig der Stress, dass die Milch nicht reichen würde (einmal mussten wir ca 50ml Pre-Nahrung zufüttern
Du schreibst dann nichts mehr zu Gewichtsentwicklung und Gedeihen Deines Babys oder zur Entwicklung Deiner Milchmenge - gab es da weiterhin Anlass zur Sorge?

Wie sahen Gewicht und Gedeihen seither aus - vor allem jetzt, seit Du von Pumpen+Fingerfeeding auf Stillen umgestellt hast?
Wer begleitet Dich diesbezüglich - Deine Kinderärztin? Deine Hebamme?

Schau bitte mal im Thread "wie funktioniert Stillberatung hier im SuT" was Du mir da noch an Angaben und Daten nachreichen könntest.

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Havelwelle hat geschrieben:(ich lege sie immer nur an einer Seite an)
Aus welchem Grund machst Du das so bzw. wie kam es dazu?

Und habe ich das richtig verstanden: wenn Dein Baby auf der ersten Seite loslässt und offensichtlich noch Hunger hat, legst Du es dann in veränderter Position (Seitenhaltung) nochmals an der ersten Seite an statt die zweite zu geben?

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Havelwelle hat geschrieben:Zwischen den fuchtelnden Ärmchen und dem rotierenden Köpfchen und dem schnappenden Mund hatte ich mehr damit zu tun, meine Brust aus der Gefahrenzone zu entfernen, als sie bei passender Gelegenheit in den Mund zu schieben - das Anlegen war also insgesamt eher ein Glücksspiel.
Ist das inzwischen besser geworden?
Havelwelle hat geschrieben:Gleichzeitig suchten wir noch einen Osteopaten auf, weil Elisa den Mund irgendwie nicht richtig weit öffnete beim Stillen.
War der Besuch beim Osteopathen hilfreich?

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Kannst Du bzgl. "Brust rutscht aus dem Mund" und Schnalzen einen Unterschied bemerken zwischen Stillen im Sitzen und Stillen im Liegen? Hat Dein Baby beim Stillen im Liegen ebenfalls eine (Handtuch-)Rolle im Rücken, so dass es nicht wegrollen kann?
Havelwelle hat geschrieben:Mittlerweile baue ich keinen Kissenturm mehr zum Anlegen,

Prima - so klingst Du schon viel entspannter :)

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Havelwelle hat geschrieben:Zudem habe ich etwa 10 Minuten nach dem Stillen immer ein ziemlich fieses Brennen in der Brust (manchmal auch in beiden), welches etwa eine Stunde anhält. Unsere Hebamme meint, dass wir keinen Soor hätten, weil Elisa keinen Belag im Mund oder im Windelbereich hat und meine Brust wohl auch nicht danach aussieht, ich zudem mein ganzes Leben lang noch keinen Pilz hatte.
Das könnte durchaus Milchgangsoor sein. Dabei müssen von außen keine sichtbaren Symptome erkennbar sein - weder bei Dir noch beim Kind. Die Tatsache, dass Du noch nie einen Pilz hattest, schließt das leider auch in keinster Weise aus (zumal Du ja auch noch nie über Wochen hinweg offene Wunden an den Brüsten hattest, die einen Soor aber eben begünstigen).

Hier findest Du Informationen zu Milchgangsoor (zweite Hälfte des Textes).

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Havelwelle hat geschrieben:Ich möchte nach den Kämpfen der letzten 8 Wochen jetzt nicht aufgeben und ich möchte mich auch nicht damit zufrieden geben, das nächste halbe Jahr mit Schmerzen zu stillen, um sie dann mit der ersten festen Nahrung abzustillen.
Ich denke nicht, dass es so weit kommen wird - wir sortieren jetzt erstmal etwas und schauen, was wir probieren können - und dann bekommen wir schon hin. :)

LG, blueberry
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von Havelwelle »

Hallo blueberry,

vielen Dank, dass du dir Zeit für meinen Roman und deine Antwort genommen hast!
Ich versuche mal, deine Fragen alle der Reihe nach zu beantworten:

- Zum Gewicht: die Kinderärztin hatte uns nach den ersten 10 Tagen noch Zeit bis übers Wochenende gegeben, an dem sich dann tatsächlich auch in zufriedenstellender Menge der Muttermilchstuhl einstellte. Bei der U3 lag die Maus mit allen Werten am oberen Bereich der Perzentile, die Ärztin war überrascht und sehr zufrieden. In der Zeit des Fingerfeedens wurde sie anfangs noch von der Hebamme gewogen, nach 4-5 mal Wiegen war klar, dass sie so zunimmt wie es sein soll (ich habe die Daten leider nicht hier), seitdem sah unsere Hebamme keinen Anlass mehr, sie zu wiegen (ich glaube, die Waage der Hebamme schafft das mittlerweile auch nicht mehr). Sollte ich in der nächsten Woche mal sehen, dass ich sie irgendwo gewogen bekomme? Ansonsten macht sie auf mich, und auch auf unsere Hebamme einen altersgerecht fitten und gesunden Eindruck.

Beim FIngerfeeding hat uns unsere Hebamme begleitet und wird in der Hinsicht denke ich auch weiterhin unsere Ansprechpartnerin sein, sofern es keinen Grund zur Sorge gibt, wobei wir die Fingersonde und die Pumpe seit letzter Woche ja erstmal wieder im Schrank verstaut haben.

Unser Stillalltag sah in der letzten Woche meistens so aus, dass sich Elisa ab 5 oder 6 Uhr etwa alle 2-3 Stunden meldet, vormittags eher seltener, da schläft sie meistens nochmal tief und fest, nachmittags und abends dann in kürzeren Abständen, dann ist sie in den Pausen oft wach oder döst nur kurz. Abends zwischen 22 und 24h gehen wir meistens ins Bett, dann stille ich sie noch bis sie einschläft, und dann schläft sie seit ein paar Wochen bis zum nächsten Morgen zwischen 5 und 6 Uhr durch. Wenn die Abstände zwischen den Malzeiten größer sind, trinkt sie länger, manchmal eine Stunde lang, sind die Abstände kürzer, ist sie früher fertig. In der Regel wechsle ich ihr vor dem Stillen die Windel, die dann auch immer nass ist (Stuhl macht sie eher unregelmäßig, letzte Woche z.B. gar nicht, dafür am Wochenende umso mehr). Wenn der Hunger sehr groß ist, wird halt nach dem Stillen gewechselt, bei Bedarf natürlich zwischendurch auch.


- zum einseitigen Anlegen: das ergab sich daraus, dass ich bis vor etwa einer Woche erstmal eine Woche lang nur die eine Seite (rechts) zum Stillen geben konnte, und die andere Seite einfach noch zu verwundet war, und ich dort weiterhin abgepumpt habe. In dieser Woche habe ich ihr vor dem Stillen erst etwa 50ml per Fingersonde gegeben und sie dann angelegt, damit sie an der Brust nicht mehr so hektisch ist. Da sie aber trotzdem noch sehr wild war beim Anlegen, habe ich sie dann erst angelegt, und wenn sie sich abgedockt, aber noch Hunger hatte, die Position geändert und dann noch mit der Spritze nachgefüttert. Da hat sich dann aber sehr schnell gezeigt, dass sie die Spritze gar nicht mehr wollte, sondern anscheinend an einer Brust satt geworden ist.

Seit einer Woche lege ich sie jetzt an beiden Seiten wieder an, wobei die linke Seite immer noch ein wenig mehr beschädigt ist, als die rechte, und auch noch mehr schmerzt. Seit Beginn des Wochenendes habe ich das Gefühl, dass sie in einem Schub steckt, weil sie insgesamt sehr quengelig und nähebedürftig ist, und auch an einer Seite anscheinend nicht mehr immer satt wird, dann lege ich sie auch noch einmal an der anderen Seite an.
Ich nehme an, dass sie satt ist, wenn sie ruhig und mit geschlossenen Augen an der Brust liegt, und nur noch nuckelt, mit großen Pausen dazwischen. Aber ab und an nimmt sie dann doch nochmal einen kleinen Zug und das tut mir dann sehr weh, dann muss ich sie immer abdocken. Meistens stört sie dass dann zwar nicht, und sie schläft auf meinem Schoß sofort weiter, ich würde ihr die Brust aber zu gerne lassen, bis sie sich von selber abdockt.

In der Zeit, in der ich beide Brüste abgepumpt habe, hat die Milchmenge i.d.R. immer für etwas mehr als eine Mahlzeit gereicht. Da ich mir die ganze Situation an manchen Tagen sehr viel Stress bereitet hat, und dann auch zusätzlich noch große Sorge um ein Familienmitglied dazu kam, hat sich das an diesen Tagen immer sofort auf die Menge ausgewirkt, die dann nur noch gerade so gereicht hat, oder durch unsere kleinen Vorräte aus der Tiefkühltruhe aufgestockt werden musste.

Dass Elisa beim Anlegen so wild ist hat sich leider nicht gebessert. Selbst wenn sie von sich aus noch keine Zeichen für Hunger gibt und ich ihr die Brust schon anbiete, sie dann aber z.B. nochmal abdocken muss, weil der erste Versuch missglückt war, wird sie gleich ganz fuchsig und rudert wieder wild mit den Armen und dem Kopf. Auch den Mund öffnet sie selten richtig weit, meistens macht sie eher ein spitzes Mäulchen, das Anlegen funktioniert meistens leider nur, wenn sie schreit :(
Der Besuch beim Osteopathen (wir hatten drei Sitzungen) hat meiner Meinung nach leider wenig gebracht. Unsere Hebamme meinte, dass es beim Trinken besser aussähe, das kann ich aber nicht beurteilen, denn Schmerzen habe ich ja immer noch.

Was das aus-dem-Mund-rutschen der Brust und das Schnalzen angeht so ist es im Liegen und im Sitzen gleich. Im Liegen bekommt das Schnuckeltuch, welches ich mir im Sitzen unter die Brust stopfe Elisa als Rückenrolle. Außerdem habe ich aber auch meistens meinen Arm um sie gelegt.

Ich werde morgen mal meine Frauenärztin anrufen und einen Termin machen. Kann Milchgangsoor sicher diagnostiziert werden, oder wird es darauf hinaus laufen, dass sie mir ein entsprechendes Mittel verschreibt, welches ich dann auf gut Glück nehmen muss, in der Hoffnung dass es besser wird?

Vielen Dank für deine Hilfe und viele Grüße!

Julia
Unsere Riesen-Zwergin *15.1.14
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von Havelwelle »

Gerade fällt mir noch etwas ein, von dem ich nicht weiß, ob es von Bedeutung ist:

Seit ein paar Tagen verschluckt sich die Maus öfters mal beim Trinken, und auch einfach mal so an ihrer Spucke und muss dann erstmal kräftig husten... ist das normal?!

Viele Grüße,
Julia
Unsere Riesen-Zwergin *15.1.14
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blueberry
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von blueberry »

Hallo Havelwelle,

Ich meld mich heute Abend noch. Aber jetzt schonmal:
Havelwelle hat geschrieben: Zum Gewicht: die Kinderärztin hatte uns nach den ersten 10 Tagen noch Zeit bis übers Wochenende gegeben, an dem sich dann tatsächlich auch in zufriedenstellender Menge der Muttermilchstuhl einstellte. Bei der U3 lag die Maus mit allen Werten am oberen Bereich der Perzentile, die Ärztin war überrascht und sehr zufrieden. In der Zeit des Fingerfeedens wurde sie anfangs noch von der Hebamme gewogen, nach 4-5 mal Wiegen war klar, dass sie so zunimmt wie es sein soll (ich habe die Daten leider nicht hier), seitdem sah unsere Hebamme keinen Anlass mehr, sie zu wiegen (ich glaube, die Waage der Hebamme schafft das mittlerweile auch nicht mehr). Sollte ich in der nächsten Woche mal sehen, dass ich sie irgendwo gewogen bekomme?
Prima, dass es mit dem Gewicht dann so bergauf ging :D . Könntest Du mir die Daten bitte mal alle so als Tabelle posten. (Sinnvoll wäre auch, wenn Du Deine Hebamme mal nach den von ihr erhobenen Daten fragen könntest - es ist immer nützlich, Gewichtsdaten auch selbst zu haben - besonders, wenn der Stillstart etwas "holperig" war :wink: ).

02.04. 3050 g Geburt KH
05.04. 2800 g Entlassung KH
09.04. 2900 g Hebamme
15.04. 3060 g Hebamme
...


Wenn Du so eine Tabelle gemacht hast, könntest Du bitte noch eintragen, ab wann zugefüttert wurde bzw. ab wann komplett auf Pumpen+Fingerfeeding umgestellt wurde - und auch seit wann Du wieder mit der einen und dann wieder mit beiden Seiten gestillt hast.

Mir würde das helfen, eine Überblick zu bekommen (und zu sehen, ob die Gewichtszunahme erst mit dem Pumpen/Fingerfeeding besser wurde).

Da die Umstellung von "mehrere Wochen gar nicht an der Brust" zu "wieder komplett gestillt" ja für Dein Baby ein großer Schritt ist, wäre es m.E. sinnvoll, mal ein paar Gewichtsdaten zu erheben jetzt, um sozusagen einen Zwischenstand zu haben.

Dann kann man (falls irgendwann nötig) "Zunahme während ausschließlichen Fingerfeedings" mit "Zunahme bei ausschließlichem Stillen ohne Zufütterung" noch in etwa auseinanderhalten.
Milch hast Du ja nach dem, was Du schreibst, wirklich reichlich 8) - da besteht ja anscheinend kein Anlass zur Sorge. Ich würde einfach nur gern sicher gehen, dass Dein Baby mit der Umstellung aufs Stillen jetzt gut zurecht kommt und wir da nichts übersehen.

Deine Hebamme kommt nicht mehr zum Wiegen, sagst Du? Dann wäre es sicherlich am einfachsten, wenn Du Dir aus der Apotheke eine moderne elektronische Babywaage ausleihst und wir zwei, dreimal im Abstand von einigen Tagen wiegen - dann wissen wir, wo wir stehen.

Bitte vor dem Wiegen den Text Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle durchlesen.

Was meinst Du dazu?

LG, blueberry
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von Havelwelle »

Hallo blueberry,

ich setze dich nochmal kurz auf den neuesten Stand:

Ich war vorhin bei meiner Frauenärztin (auf die ich sonst große Stücke halte), nachdem die Sprechstundenhilfe am Telefon auf meinen Verdacht mit Milchgangsoor schon gleich sagte, dass dann eine Kultur ins Labor ginge, um das einwandfrei zu bestimmen, hatte ich ganz gute Hoffnung.
Immerhin nahm sich die Ärztin dann auch schnell Zeit, weil die kleine Maus schon anfing zu jammern. Kurzum: "In den Milchgängen gibt es keinen Pilz, der wird ja durch die Milch sofort wieder ausgespült. Stillen sie bloß nicht mehr, pumpen Sie ab und geben ihr die Flasche. Und sowieso nicht mehr als 10 Minuten auf beiden Seiten stillen, der Rest ist nur genuckel. Machen sie jetzt einfach eine Salbe drauf und dann ist das in einer Woche wieder gut." Da war ich erstmal platt.
Ich habe dann schnell die Praxis verlassen, sonst hätte ich dort noch losgeheult. :(

Auf dem Rückweg habe ich mir in der Apotheke gleich eine Babywaage geliehen und mir (nach Rücksprache mit meiner Mutter, die Heilpraktikerin ist) Borax D6 Globuli besorgt. Meine Mutter sagte, dass ich damit nichts falsch machen könne, selbst, wenn ich tatsächlich keinen Pilz habe.

Ich fasse hier mal die Wiegedaten zusammen, die ich gerade parat habe:

15.1. 4590g (Geburtshaus nach Geburt)
23.1. 4370g (Hebamme, am gleichen Tag war die U2)
25.1. 4450g (Hebamme)
27.1. 4500g (Hebamme)
14.2. 5100g (U3 Kinderärztin)
18.2. 5300g (Hebamme)
30.1. Beginn Abpumpen und Fingerfeeding
28.2. Anlegen wieder rechts
9.3. Anlegen wieder links und rechts
17.3. 5710g (Waage aus der Apotheke)

gewogen wurde immer nackt mit frischer Windel.


Viele Grüße, Julia
Unsere Riesen-Zwergin *15.1.14
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von Carraluma »

Liebe Julia,

ich hatte ein zwar nicht so extremes, aber in mancher Hinsicht ähnliches Erlebnis mit meiner Frauenärztin. Als mir meine Hebamme ein Antibiotikum empfahl, weil ich über Wochen wunde BW hatte und ein Abstrich Streptokokken enthielt, empfahl die Ärztin mir erst eine Salbe mit Honig (unwissend, dass Babies keinen Honig essen sollte, als ich nachfragte) und dann eine bittere Salbe (nach der mein Baby auch nicht mehr so gerne an die Brust wollte) und behauptete auch, dass Babys grundsätzlich nach 10 Minuten nur noch Nuckeln, und ich deshalb immer max. 10 min Stillen sollte. Vom Antibiotikum hat sie mir abgeraten, was ich irgendwie auch verstehe, aber in meiner damaligen Situation nicht so ermutigend war, nachdem die BW wochenlang nicht verheilt sind. Im Endeffekt ging es dann nach dem Wochenbett mit einer Kombi aus Desinfizieren, Lanolin und Brustwarzenschonern vorbei. Obwohl ich die FÄ in der Situation nicht so hilfreich fand, unterstützt sie eigentlich das Stillen und fand es toll, dass ich die Kleine mit einem Jahr noch stillte.
vielleicht kommt ihr auch wieder zusammen, auch wenn die spezielle Situation nicht so toll war und sie bei Stillproblemen offensichtlich nicht die beste Hilfe ist.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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blueberry
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Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen

Beitrag von blueberry »

Hallo Havelwelle,
Havelwelle hat geschrieben:Ich war vorhin bei meiner Frauenärztin [...] Kurzum: "In den Milchgängen gibt es keinen Pilz, der wird ja durch die Milch sofort wieder ausgespült. Stillen sie bloß nicht mehr, pumpen Sie ab und geben ihr die Flasche. Und sowieso nicht mehr als 10 Minuten auf beiden Seiten stillen, der Rest ist nur genuckel. Machen sie jetzt einfach eine Salbe drauf und dann ist das in einer Woche wieder gut." Da war ich erstmal platt.
Es tut mir leid, dass Du da so ein ernüchterndes Erlebnis hattest :( . Leider ist das Stillwissen mancher Ärzte und Hebammen nicht auf dem neuesten Stand. Wenn Du Dich in den Symptomen von Milchgangsoor wiederfindest, die im oben verlinkten Text beschrieben wurden, mag ich Dich ermutigen, einen anderen Arzt aufzusuchen.
Bzgl. Labor: Bei Milchgangsoor kann man ja keinen Abstrich machen und die Untersuchung von Milchproben ist nicht sehr aussagekräftig - es wird also gängigerweise anhand der Symptome "auf Verdacht" behandelt: wenn die Tabletten wirken, war es Soor.
(Vielleicht magst Du den Text über Brustsoor und die Adresse von http://www.embryotox.de zum Besuch beim nächsten Arzt sicherheitshalber ausgedruckt in der Handtasche liegen haben?)

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Zum Erfreulichen: schön, dass Du gleich eine Waage besorgen konntest. Hast Du Dir den Abschnitt zum "Methodisch korrekten Wiegen" im verlinkten Text zur Gewichtsermittlung durchgelesen und eine Tageszeit und Bedingungen ausgesucht, unter denen Du wiegen möchtest? Dann würde ich vorschlagen, dass Du morgen (oder am Mittwoch, falls Du früh nach dem Aufstehen wiegen wolltest) anfängst unter diesen Bedinungen zu wiegen und dann am Folgetag einfach nochmal - dann haben wir schnell eine Bestandsaufnahme durch sich gegenseitig absichernde Werte.

Ich hab Deine Liste mal chronologisch geordnet - schaust Du mal, ob so alles stimmt?

15.1. 4590g (Geburtshaus nach Geburt)
23.1. 4370g (Hebamme, am gleichen Tag war die U2)
25.1. 4450g (Hebamme)
27.1. 4500g (Hebamme)
30.1. ------- Beginn Abpumpen und Fingerfeeding
14.2. 5100g (U3 Kinderärztin)
18.2. 5300g (Hebamme)
28.2. ------- Anlegen wieder rechts
09.3. ------- Anlegen wieder links und rechts
17.3. 5710g (Waage aus der Apotheke)
Havelwelle hat geschrieben:In der Zeit des Fingerfeedens wurde sie anfangs noch von der Hebamme gewogen, nach 4-5 mal Wiegen war klar, dass sie so zunimmt wie es sein soll (ich habe die Daten leider nicht hier)
Wie gesagt, vielleicht könntest Du diese Werte noch erfragen - die Hebamme muss sie ja notiert haben.
Bei der U2 wurde sicherlich bei der KiÄ auch gewogen, oder? Kannst Du den Wert aus dem U-Heft noch ergänzen?
Havelwelle hat geschrieben:Unser Stillalltag sah in der letzten Woche meistens so aus, dass sich Elisa ab 5 oder 6 Uhr etwa alle 2-3 Stunden meldet, vormittags eher seltener, da schläft sie meistens nochmal tief und fest, nachmittags und abends dann in kürzeren Abständen, dann ist sie in den Pausen oft wach oder döst nur kurz. Abends zwischen 22 und 24h gehen wir meistens ins Bett, dann stille ich sie noch bis sie einschläft, und dann schläft sie seit ein paar Wochen bis zum nächsten Morgen zwischen 5 und 6 Uhr durch. Wenn die Abstände zwischen den Malzeiten größer sind, trinkt sie länger, manchmal eine Stunde lang, sind die Abstände kürzer, ist sie früher fertig. In der Regel wechsle ich ihr vor dem Stillen die Windel, die dann auch immer nass ist (Stuhl macht sie eher unregelmäßig, letzte Woche z.B. gar nicht, dafür am Wochenende umso mehr). Wenn der Hunger sehr groß ist, wird halt nach dem Stillen gewechselt, bei Bedarf natürlich zwischendurch auch.
Könntest Du mir das einige Tage lang mal in Form einer Strichliste in Zahlen fassen? Einfach bei jedem Stillen einen Strich auf dem "Stillzettel" machen - und am Wickeltisch genauso: Pipiwindeln zählen, Stuhlwindeln extra.
Havelwelle hat geschrieben:Seit Beginn des Wochenendes habe ich das Gefühl, dass sie in einem Schub steckt, weil sie insgesamt sehr quengelig und nähebedürftig ist, und auch an einer Seite anscheinend nicht mehr immer satt wird, dann lege ich sie auch noch einmal an der anderen Seite an.
Prima - das bitte beibehalten, sprich: so lange an der ersten Seite lassen, wie sie dort trinkt - dann die zweite Seite anbieten (die sie trinken oder auch ablehnen kann). Bei der nächsten Mahlzeit dann an der Seite beginnne, die als zweites (oder gar nicht) gestillt worden war.
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Havelwelle hat geschrieben:Dass Elisa beim Anlegen so wild ist hat sich leider nicht gebessert. Selbst wenn sie von sich aus noch keine Zeichen für Hunger gibt und ich ihr die Brust schon anbiete, sie dann aber z.B. nochmal abdocken muss, weil der erste Versuch missglückt war, wird sie gleich ganz fuchsig und rudert wieder wild mit den Armen und dem Kopf. Auch den Mund öffnet sie selten richtig weit, meistens macht sie eher ein spitzes Mäulchen, das Anlegen funktioniert meistens leider nur, wenn sie schreit :(
Der Besuch beim Osteopathen (wir hatten drei Sitzungen) hat meiner Meinung nach leider wenig gebracht. Unsere Hebamme meinte, dass es beim Trinken besser aussähe, das kann ich aber nicht beurteilen, denn Schmerzen habe ich ja immer noch.
Zum Anlegen habe ich noch Fragen:

1. Hat schonmal jemand geschaut, ob Dein Baby evtl. ein zu kurzes Zungenbändchen hat? (Kann sie die Zunge über die untere Kauleiste herausstrecken? Ist beim Weinen evtl. eine Einbuchtung in der Zungenmitte zu sehen, so dass die Zunge herzförmig aussieht?)

2. Wenn Dein Baby dann angedockt ist:
- liegen Ohren, Schultern und Hüften in einer Linie? (oder muss das Baby Hüfte oder Kopf zur Seite drehen, um andocken zu können)
- ist der Mund weit geöffnet und hat Dein Baby einen guten "Mundvoll" Brust im Mund? (Von der Unterlippe sollte mehr vom Warzenhof erfasst sein als von der Oberlippe).
- sind die Lippen nach außen gestülpt?
- liegt die Zunge beim Saugen über der unteren Kauleiste? (in den Mundwinkeln sichtbar)
- hat Dein Baby sein Kinn eng an Deiner Brust - Nase frei oder sacht die Brust berührend?
- hat Dein Baby seinen Kopf leicht Richtung Nacken gestreckt (etwa wie ein Erwachsener, der an einer Blume schnuppern möchte)?
Havelwelle hat geschrieben:Was das aus-dem-Mund-rutschen der Brust und das Schnalzen angeht so ist es im Liegen und im Sitzen gleich.
Ich würde Dir die Asymmetrische Anlegetechnik vorschlagen wollen. Eine Anleitung findest Du hier: Anleitung Asymmetrische Anlegetechnik. Mit dieser Technik lässt sich oft eine Verbesserung erzielen, wenn man mit "klassischem Anlegen" Schwierigkeiten hat, ausreichend viel Brust in den Babymund zu bekommen.

Was meinst Du - magst Du das mal probieren?

LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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