Liebe Merle78,
jetzt war ich ein paar Tage nicht im Forum (mein Mann ist auf Dienstreise, ich bin erkältet, das Baby zahnt und hat Schnupfen und der Dreijährige vermisst den verreisten Papa... - ressourcenfressend

), schaue hier in Deinen Thread und bin erstaunt über die Wendung, die er genommen hat
Merle78 hat geschrieben:blueberry hat geschrieben:
Manchmal zeigt sich im Verlauf eines Threads nämlich, dass es nicht eigentlich das Stillen ist, das die Mutter stresst, sondern irgendetwas anderes (Schlafmangel, mütterliche Gesundheitsprobleme (z.B. Eisenmangel), fehlende Unterstützung im Alltag, kritische Fragen aus dem persönlichen Umfeld, ... usw. - oder schlicht der eben mit oder ohne Stillen physisch wie psychisch fordernde Alltag mit einem Baby/Kleinkind). Wenn dem so ist, ist es natürlich sinnvoller, das eigentliche Problem anzugehen.
Ja... das war wohl ein Volltreffer.. und ganz schön schnell
Als ich das gelesen habe und mir die Tränen kamen, merkte ich dass es genau auf mich zutrifft.
Oje, jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, wie Du das meinst. Ich hoffe, ich bin Dir nicht zu nahe getreten mit irgendwas?
Es freut mich jedenfalls sehr, wenn Dir das Schreiben im Forum hier geholfen hat, Deine Gedanken zu sortieren.
Eine Notlüge finde ich übrigens völlig vertretbar

. Behalte bei allen Gründen, die Du vorbringst aber vor allem auch im Kopf, dass Du Dich
überhaupt nicht erklären und argumentieren musst, warum Du mit Deine Kind etwas anders machst, als es Dein Umfeld sich vorstellt. Wenn Du anfängst, Dich zu verteidigen, kommst Du ganz schnell in die Defensive - und das (Deinen Schilderungen nach) ganz offenbar Menschen gegenüber, die deutlich weniger vom Stillen verstehen als Du. (Zum Stillen zu kleine Brüste - so ein Quatsch

).
Wenn Du meinst, dass echtes Interesse und Sorge ums Wohl Deines Kindes dahintersteckt, kannst Du natürlich gern was zu lesen geben (Das
AFS-Faltblatt für Großeltern von Stillkindern bietet sich da z.B. an). Wenn Leute aber nur stänkern und für Argumente nicht zugänglich sind, darf man sich getrost die Mühe sparen und höflich das Thema wechseln
Tatsache ist allerdings, dass ich nach einer Nacht mit Stillmarathon, ihn für eine Mahlzeit nicht an meiner Brust haben mag (ganz ehrlich) und er dann mal ein Fläschchen bekommt. (also die erste Mahlzeit nach dem Ausstehen)
Aber ich glaube das ist dann in Ordnung.... denn dann bin ich wieder offen für´s stillen.
Völlig okay!

Evtl. wäre es eine Überlegung wert, die Milch mit dem Becherchen zu füttern, damit Du Dir nicht Probleme wie Beißen an der Brust ins Haus holst. (Auch ältere Babys sind vor Umgewöhnung an die Flaschentechnik oder verschlechterter Stilltechnik nach einigen Wochen/Monaten Flaschegeben nicht völlig gefeit). Du kannst ja schauen, wie Euer Baby mit dem Wechsel zum Fläschchen zurecht kommt und das einfach im Hinterkopf behalten
Ganz viele andere hilfreiche Hinweise hast Du ja schon bekommen - da kann ich mich vielem anschließen

. Bei unterbrochenem Nachtschlaf tagsüber im Liegen zu stillen (und somit das Stillen zur Ruhe-Insel im Alltag zu machen) war nicht nur in der Babyzeit sondern vor allem im Kleinkindalter, wo man den kleinen Entdecker keine Sekunde aus den Augen lassen kann, oft meine Rettung

. Wenn meine Akkus völlig runter waren, war "abends mit dem Baby ins Bett" an drei, vier Abenden in der Woche zwar nicth gut für meinen Haushalt, PC-Zeiten etc.

, aber umso mehr für meine Stimmung

. Die meisten Babys haben ihre längste Phase ununterbrochenen Schlafes am Anfang ihres Nachtschlafes. Vor dem erwarteten Einschlafstillen selbst bettfertig zu sein, und das Einschlafstillen auch für Mama als Schlafhilfe zu benutzen (und dann nicht nochmal aufzustehen), kann Wunder wirken.
Alles Gute Dir und Deiner kleinen Familie! Du klingst schon viel zuversichtlicher

- die freien Tage Deines Mannes werden Dir bestimmt gut tun.
LG, blueberry