ich habe folgendes Problem:
Am 1.1. wurde mein Sohn geboren. Ich habe ihn nach der Geburt direkt angelegt, was auch ganz gut geklappt hat. Später versuchte ich dann die andere Brust. Er konnte die Brustwarze nicht wirklich gut in den Mund nehmen, so dass wir es mit einem Stillhütchen probierten. Das ging besser und so habe ich bis einschließlich 2.1. nachts (also dann schon 3.1.) mit dem Stillhütchen gestillt. Er hat leider Gelbsucht, so dass er schläfrig war und immer wieder animiert werden musste. Da meine Brustwarzen ohnehin sehr empfindlich sind, waren sie dann in der Nacht vom 2. auf den 3.1. schon blutig. War dann ziemlich verzweifelt, da auch die Hormonumstellung nach der Geburt anfing. Außerdem merkte ich, wie mein Baby Hunger hatte, aber bei mir der Milcheinschuss noch nicht erfolgte. Das machte mir sehr zu schaffen. Fragte in der Klinik eine Hebamme, was ich denn tun könne, da es so weh tue. Sie schlug mir vor, abzupumpen. Dies tat ich dann. Dabei merkte ich erstmal, wie wenig Milch raus kam. Ich pumpte also den ganzen Tag ab und gab dies mittels einer Spritze und eine Sonde, die mit Leukosilk am kleinen Finger befestigt wurde meinem Baby. Die Gelbsucht verstärkte sich. Nachdem ich dann in der Nacht vom 3. auf den 4.1. unter Tränen überhaupt nichts raus bekomme hatte, schlug eine Schwester vor, dazuzufüttern. (Insb. wegen der Gelbsucht) Seitdem füttern wir Pre zu. Am 4.1. wurden wir dann entlassen. Ich hatte mir schon in der Klinik ein Rezept für eine Milchpumpe geben lassen, so dass ich zu Hause weiter abpumpen kann. Die Kinderärztin in der Klinik, die die U2 gemacht hat, sagte, dass er mind. 40 ml alle 3-4 h trinken müsse. Am 5.1. war sein Wert trotzdem noch einmal gestiegen, so dass wir wieder in die Klinik gefahren sind. Da ich immer noch mitten in der Hormonumstellung, verbrachte ich eigentlich den ganzen Tag nur mit Heulen. Wir machen es weiterhin so, dass ich abpumpe und der Rest zugefüttert wird. Meine Nachsorgehebamme hat mir auch dazu geraten, damit man die Trinkmenge überwachen kann.
Die Gelbsucht ist mittlerweile deutlich besser geworden und auch ich bin (dachte ich zumindest bis heute) wesentlich entspannter.
Gestern versuchte ich dann gemeinsam mit meiner Hebamme, ihn wieder anzulegen. Er verweigerte die Brust komplett. Schrie sich schnell in Rage und schob die Brust richtig weg. Wir probiertes es mit und ohne Stillhütchen. Es war einfach furchtbar. Ich möchte ihn ja auch nicht zwingen, aber möchte eigentlich gerne Stillen. Einmal hat er ein paar Minuten an einer Brust gesaugt. Ich hatte mich den Nachmittag über mit ihm ins Bett gelegt und gekuschelt und es immer wieder versucht, aber es ging einfach nicht. Heute ging es weiter so. Meine Hebamme meinte auch, dass er die Brust komplett ablehnt. Er hat überhaupt keine Brust angenommen und einfach nur geweint.
Diese Situation macht mich total fertig, da ich furchtbar finde, dass mein Baby meine Brust nicht haben möchte. Kann es vielleicht daran liegen, dass ich sehr große Brüste habe und er sich dadurch "erschlagen" fühlt. Musste ihm auch immer etwas die Nase freihalten beim Anlegen.
Dann habe ich noch überlegt, ob es vielleicht an den Wolle/Seide - Stilleinlagen liegen könnte, die ich inzwischen benutze und die gestern abend durch die Milch ziemlich nass waren und einfach nur nach nassem Schaf gerochen haben. Meine Hebamme hat aber beides verneint.
Ich bin heute so fertig von dieser Situation und mein Kleiner auch. Ich merke richtig, wie verwirrt er ist und das tut mir unendlich leid.
Ich möchte am liebsten sofort abstillen. Er kriegt ja ohnehin schon die ganze Zeit auch Fertignahrung dazu. Das Abpumpen nervt mich am meisten. Sitze dann hier eine Stunde und kann in der Zeit nichts tun. Irgendwie hat diese ganze Situation mit den wunden Brustwarzen und der Gelbsucht so eine Eigendynamik entwickelt und ich komme da nicht mehr raus.
Vielleicht hat hier jemand einen Ratschlag? Sorry für den langen Text.
Vielen Dank
Nicola