abstillen im urlaub?

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Hasepup
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abstillen im urlaub?

Beitrag von Hasepup »

ich habe mich dazu entschieden, meinen kleinen (fast 18 monate) nachts abzustillen. dies aber erst, wenn er gesundheitlich wieder ganz fit ist, und irgendwann richtig in der krippe angekommen ist, weil ich ihm nicht nocheine veränderung zumuten, und es somit schwerer machen will.
ich arbeite jetzt auch wieder, würde das nächtliche abstillen also gerne in den urlaub einplanen.
wir machen ende april/anfang mai, und ende juni/anfang august urlaub. beide male werden wir verreisen.
meint ihr, dadurch dass wir dann nicht in der gewohnten umgebung sind, wird es irgendwie schwieriger oder so?
er ist mein erstes kind, sehr anhänglich und nachts auch recht fordernd. habe schon ein paar mal versucht mich zu verweigern (zb wenn er nach 5mal abdocken trotzdem wieder anfängt zu meckern, obwohl er sich selber abdockt und wegdreht!), aber er ist soooo fordernd und bockig wenn ich ihn nicht ran lasse. das kann ich mir selber nicht zumuten wenn ich am nächsten tag arbeiten muss. aber dass ich nachts nie länger als 2-3 std am stück, manchmal kürzer, schlafe, das geht einfach auch nicht mehr.
ich wollte ihn sich eigentlich selber abstillen lassen, irgendwann. aber ich ertrage es nachts einfach nicht mehr :( trotzdem möchte ich es ihm so leicht wie möglich machen, und frage darum nach erfahrungen.
also im urlaub, wenn man verreist ist, nachts abstillen oder nicht?
(in beiden urlauben ist übrigens familie anwesend, die könnten mich demnach mindestens tagsüber bei müdigkeit unterstützen, und andere hotel(oä)gäste würden auch nicht gestört werden)

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Enni
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von Enni »

Ich würde es nicht unbedingt im Urlaub in einer ungewohnten Umgebung machen. Das wäre mir "zuviel auf einmal".
Ich habe mein Kind mit 22 Monaten nachts abgestillt und habe als "Startzeitpunkt" ein langes Wochenende gewählt. Das hat gut geklappt; als die normale (Arbeits-)Woche wieder losging, war das Schlimmste überstanden.
Enni mit Sohn 1 (12/10), Sohn 2 (04/14) und Sohn 3 (03/19)
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Laquiqui
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von Laquiqui »

Ich würde es nicht machen. In dem Alter waren meine Beiden am Anfang des Urlaubs immer so durch den Wind, dass das Einschlafen eh schon eine Katastrophe war.

Bei beiden Kindern hatte ich irgendwann das Gefühl (auch etwa mit 18 Monaten=), ich ertrage das nächtliche Stillen nicht mehr und würde aus meiner Erfahrung dafür plädieren, dann auch zeitnah nachts abzustillen. Beim Großen habe ich lange noch versucht, mein unbehagen zu ignorieren und mich nach dem Kind zu richten. Bei der Kleinen war ich da viel klarer und wusste, dass es keinen anderen Weg gibt.

Alles Gute für Deine entscheidungsfindung!
Liebe Grüße von Kirsten

"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
nido56
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von nido56 »

Ich würde das auch nicht in fremder Umgebung versuchen. Den kleinen Piraten habe ich im Sommer nachts abgestillt, aber er schläft noch immer deutlich schlechter als sonst, wenn wir woanders zu Besuch sind.

Ich habe mit dem nächtlichen Abstillen angefangen, als ich nach dem Urlaub noch 3 Tage zuhause frei hatte. Bei uns waren die ersten 3 Nächte anstrengend. Danach war das Schlimmste überstanden.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Laquiqui
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von Laquiqui »

Ja, bei uns war auch nach zwei oder drei Nächten das Schlimmste überstanden.
Liebe Grüße von Kirsten

"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
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annasushi
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von annasushi »

Wenn euer Urlaub für dich vom Gefühl her ein guter Zeitpunkt ist, dann würde ich es auch dann machen. Bei uns ging es auch nicht anders, und es schien mir keinen großen Einfluss zu haben. Mein Sohn ist zwar vier Monate jünger, aber nachts reicht sein Horizont von Papa links im Bett bis Mama rechts im Bett. Wo wir da sind ist zweitrangig.

Wir haben nach Gordon nachts abgestillt (natürlich mit Variationen und etwas langsamer) und ich kann mich meinen Vorschreiberinnen anschließen: Die ersten zwei, drei Nächte sind anstrengend, dann geht es schon (arbeite auch). Man kann denke ich nicht "hochrechnen" wie sehr oder lange das Kind protestiert, weil man "mal nur so" ausprobiert hat, das Stillen vorzuenthalten. Es ist einfach was anderes ob man fest entschlossen ist und nicht "nur" kurzfristig genervt. Ich habe auch vorher manchmal probiert, ob der Kleine nicht anders einschläft, aber meist nach 2 min wieder aufgegeben, wegen des Brüllens (und weil ich ja ein mega-super-Einschlafmittel unterm Nachthemd hatte, da wird es dann irgendwie absurd, wenn man eigentlich gar nicht vorhat das Stillen länger vorzuenthalten). Bein Abstillen stand der Kleine aber ja im Mittelpunkt der Nacht, sage ich mal, und es gab eben keine Alternative mehr. Da war ich ganz anders innerlich gewappnet und auch bereit zu allen nötigen Ablenkungsmaßnahmen.

Dazu kommt, dass bei Gordon ja zunächst das Einachlafen ohne stillen geübt wird, zu Anfang ist Stillen noch "erlaubt". Erst wenn das Einschlafen auch anders geht (da musste ich ein wenig probieren, bis ich wusste was der Kleine da mag, ich hatte ihm ja vorher noch nie anders beim Einschlafen geholfen, außer Stillen oder Tragen), wird das Stillen gestrichen.

Alles Gute für euch und mach dir nicht zu viele Gedanken, meine Sorgen im Vorfeld waren viel schlimmer als das nächtliche Abstillen selbst.
Viele Grüße, Anna
mit dem Großen (10/2012), dem Kleinen (02/2015) und dem ganz Kleinen (02/2019)
Hasepup
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von Hasepup »

danke für eure antworten!

also dem spatz war es bis jetzt egal wenn wir woanders schliefen, weil ich ja, samt brüsten, dabei war ;) aber ich hab auch die befürchtung, ob die ungewohnte umgebung+lange anreise nicht zu viel sind, so dass ich das abstillen doch besser zu hause probiere.
noch bring ich es nicht übers herz, weil er noch nicht richtig in der krippe angekommen ist.
vllt kann ich, wenn er mit der krippe gut zurecht kommt, noch ein paar tage für ein längeres wochenende rausschlagen...

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Hasepup
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Re: abstillen im urlaub?

Beitrag von Hasepup »

so, nachdem mir momentan wirklich alles zu viel ist, habe ich entschieden, doch jetzt schon nachts abzustillen.
eigentlich wollte ich dem spatz noch etwas zeit geben, wegen der kita, weil er noch immer nicht richtig angekommen ist.
aber ich krieche echt auf dem zahnfleisch, so dass ich für morgen früh mann, kind und hund zu den schwiegereltern verbannt habe, für direkt nach dem aufstehen!!! unter normalen umständen wäre es nicht passiert, und ist es auch noch nie! aber ich brauch mal ruhe für mich, zeit zum schlafen, zeit zum allein sein.
und aus diesem momentanen gefühl resultiert, dass ich grade dabei bin (seit gestern), das einschlafen an der brust abzugewöhnen. ich ertrage es einfach nicht mehr, ewig zu verharren bis ich mich gefahrenlos abdocken kann.
wenn das erfolgreich war, wird langsam weiter gemacht, nach gordon.
ich bin fest entschlossen diesen schritt jetzt zu machen, hoffe aber, dass ich dem spatz damit nicht zu viel zumute...
doch irgendwie vermute ich, dass das nächtliche abstillen für uns vorteilhaft sein wird :)
und das stillen tagsüber, wenn wir beide es ja theoretisch eh mehr geniessen können, bleibt ja :)
nur fällt der plan, dafür urlaub zu haben, ins wasser...

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