Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Hallo Julia,

vielen Dank, dann wird es ab heute noch entspannter wenn ich nicht mehr nach Zeitfenstern fürs Pumpen suche :)

Gestern Nacht war die Kleine nach dem ersten Still-Päuschen nicht dazu zu bewegen wieder einzuschlafen und obendrein war sie quengelig. Papa war den ersten Tag wieder arbeiten, kann sie das so sehr beschäftigt haben? Sie war weit über eine Stunde an meiner Brust, natürlich über große Strecken dann am Nuckeln, aber sie kam einfach nicht zur Ruhe. Haben dann versucht zuzufüttern, falls es eben doch Hunger war: grad mal 20 ml hat sie genommen und dann den Mund fest verschlossen - und war hinterher genau so quengelig wie vorher. Es ist also tatsächlich nicht immer Hunger ...

Softcup ist da, aber im ersten Feldversuch ging mehr daneben als mit dem Becher. Ob die Kleine dabei schreit ist auch tageszeit- und launenabhängig. Aber ich bleibe dran - mehr als 30 ml auf einmal will sie nicht und dafür braucht sie 3 Minuten und sie meckert ja nicht ununterbrochen. Da musste sich meine Brust vorher viel mehr anhören und dort ist es jetzt meist sehr friedlich oder wenn nicht, dann liegt das vermutlich an anderen Dingen (abends den Tag verdauen).

Hier meine tagaktuelle Dokumentation:


20.11.: 3.270g Geburt
23.11.: 3.055g (Klinik)
26.11.: 3.120g, (ab jetzt immer Hebamme), dann Einlauf
27.11.: 3.080g
28.11.: 3.100g, 4x Pipi, 1x Aa
29.11.: 3.080g, 5x Pipi, 2x Aa
30.11.: 3.080g, 8x Pipi, 3x Aa ab hier Domperidon.
01.12.: 3.100g, 7x Pipi, 2x Aa
02.12.: 3.100g, 6x Pipi, 5x Aa
04.12.: 3.150g 5x Pipi, 5x Aa
06.12.: 3.160g, 7x Pipi, 1x Aa, ab hier 240-300 ml Mumi und 100-190 ml PRE per Flasche
09.12.: 3.360g, 6x Pipi, 1x Aa.
11.12.: 3.450g, 4x Pipi, 3x Aa
13.12.: 3.510g, 5x Pipi, 3x Aa
17.12.: 3.740g, 3x Pipi, 1x Aa
19.12.:........................... ab hier kein Domperidon mehr.
20.12.: 3.710g KiÄ, 5x Pipi, 2x Aa. Ab hier weniger Pre (40/60 ml pro Tag, kein höherer Bedarf)
23.12.: 3.760g Hebi, 7x Pipi, 1x Aa. Ab jetzt kein Pre mehr. Ab 24.12. kein Pumpen mehr
25.12.: 3.780g 8x Pipi, 3x Aa
27.12.: 3.760g Hebi.
29.12.:................80-90 ml Mumi, 90-120 ml PRE per Flasche
30.12.: 3.900g Hebi, 120 ml Pre, 70 ml Mumi per Becher
31.12.:...........13x gestillt, 8x Pipi, 2x Aa, 0 ml Mumi, 90 ml Pre per Becher.
01.01.: 3.840g, 12x gestillt, 8x Pipi, 2x Aa, 0 ml Mumi, 120 ml Pre (ab jetzt morgens gewogen)
02.01.: 3.900g, 13x gestillt, 9x Pipi, 2x Aa, 55 ml Mumi, 70 ml Pre
03.01.: 3.960g


Einen schönen Tag!

Lg
Animay
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jusl
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von jusl »

Gestern Nacht war die Kleine nach dem ersten Still-Päuschen nicht dazu zu bewegen wieder einzuschlafen und obendrein war sie quengelig. Papa war den ersten Tag wieder arbeiten, kann sie das so sehr beschäftigt haben?
Naja, sie möglicherweise weniger als Dich? ;-)
Sie war weit über eine Stunde an meiner Brust, natürlich über große Strecken dann am Nuckeln, aber sie kam einfach nicht zur Ruhe. Haben dann versucht zuzufüttern, falls es eben doch Hunger war: grad mal 20 ml hat sie genommen und dann den Mund fest verschlossen - und war hinterher genau so quengelig wie vorher. Es ist also tatsächlich nicht immer Hunger ...
Richtig. Babys quengeln, insb. abends, das ist ganz normal.
Softcup ist da, aber im ersten Feldversuch ging mehr daneben als mit dem Becher. Ob die Kleine dabei schreit ist auch tageszeit- und launenabhängig. Aber ich bleibe dran - mehr als 30 ml auf einmal will sie nicht und dafür braucht sie 3 Minuten und sie meckert ja nicht ununterbrochen. Da musste sich meine Brust vorher viel mehr anhören und dort ist es jetzt meist sehr friedlich oder wenn nicht, dann liegt das vermutlich an anderen Dingen (abends den Tag verdauen).
Völlig OK - mach's einfach so, wie es bei Euch am besten funktioniert.
Hier meine tagaktuelle Dokumentation
Prima, danke. Ich war so frei, die Daten noch mal in ein etwas übersichtlicheres Format zu bringen. Wie hältst Du davon, in den nächsten Tagen maximal 100 ml zuzufüttern?

LG
Julia
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Hallo Julia,

danke für das Formatieren! Mir ist es gleich nach dem Abschicken aufgefallen, aber wenn ich das richtig erkenne, dann kann ich hier nichts mehr nachträglich editieren. Umso besser, dass Du so lieb warst und das gemacht hast.

Ich versuch es sehr gern mit 100 ml, ich nehme an Du findest die Gewichtsentwicklung so motivierend? Ich habe heute Morgen beim Wiegen einige Probleme gehabt, weil die Kleine so gezappelt hat. Das Problem würde ich aber mit einer Waage aus der Apotheke nicht lösen. Jedenfalls habe ich nach einer weiteren Stunde nochmal gewogen, um sicherzustellen, dass die Größenordnung stimmt (und ja, das tut sie, bei der 2. Wiegung waren es 10g mehr als bei der ersten; eingetragen habe ich den ersten Wert).

Allerdings hab ich noch ein bisschen Angst, dass es dann auf einmal wieder stehen bleibt oder dass die 2 Tage mit positiver Entwicklung jetzt nur Zufall waren. Daher würde ich gern zumindest heute, vielleicht auch noch das WE über, noch mit 120 ml weitermachen und sehen, was die Waage macht. Montag kommt wieder die Hebamme zum Wiegen, dann haben wir also eine Art Kontrollwert (Größenordnung) und wenn da auch eine schöne, normale Zunahme steht, dann bin ich die Erste die sich über eine Reduzierung freut :) In Ordnung?

Und ich wollte noch etwas zu Domperidon schreiben:
Ich habe hier im Forum gelesen, dass es sowohl hier als auch bei den Gyns in Deutschland durchaus kontroverse Meinungen darüber gibt. Embryotox hingegen stuft es als unbedenklich ein. Ich möchte an dieser Stelle berichten, dass unsere Tochter durch eine ICSI entstanden ist und dass ich sowohl im Vorfeld als auch während der Behandlung selbst viele viele Medikamente nehmen musste, bei denen ich z.T. auch die Zustimmung zum off-labe-Use unterschreiben musste (Metformin, Primolut...). Als ich dann schwanger war, wollte sich niemand so recht äußern, was ich jetzt mit den Medikamenten machen soll, die unterstützend gegeben wurden und nicht dazu dienten, die Eizellen reifen zu lassen. Die Kinderwunschklinik meinte sie wäre für meine Betreuung jetzt nicht mehr zuständig, meine Gyn aber sah sich genauso wenig verantwortlich, weil sie die Medis ja nicht verschrieben hatte. Und das waren nicht wenig Tabletten, insgesamt 20 Stück am Tag. Das ist nicht unbedingt einfach, sich dann eine Meinung zu bilden, welche Tabletten man bis wann noch weiter nimmt, um 1. keine Fehlgeburt zu riskieren und 2. dem Ungeborenen nicht zu schaden. Jedenfalls habe ich mich in der Situation an Embryotox gewendet, eine sehr nette Ärztin rief mich innerhalb eines Tages an, ging alles mit mir durch und hat mit mir einen Fahrplan erstellt, wann welches Medikament auf welche Weise abgesetzt wird. Ich vertraue Embryotox daher absolut. Nun geht es hier also um Domperidon und Embryotox stuft es als vertretbar ein, es bei Problemen mit der Milchbildung zu nehmen. Meine persönliche Meinung ist daher, dass hier die Vorteile gegenüber dem alternativ notwendigen zufüttern mit Pre überwiegen.

Einen schönen Tag, morgen kommen die nächsten Werte! :)

lg
Animay
Animay mit der "großen" Zaubermaus (11/2013) und dem kleinen Engelchen (03/2016)
strawberry89
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von strawberry89 »

Hallo Animay,

du hast je gefragt wann das Stillen bei uns endlich geklappt hat.
Also wir hatten eine schlimme Zeit mit extrem offenen Brustwarzen (so das sie immer ganz viel Blut geschluckt hat), dann einer Entzündung, daraufhin abpumpen und füttern für eine Woche, dann Stillhütchen und jetzt endlich klappt es ohne Hütchen.
Das hat so ca. 1,5 bis 2 Monate gedauert.
Naja jetzt sind die Brustwarzen noch immer etwas gereizt da sie Probleme mit meinem MSR und der vielen Milch hat. Aber das ist echt nichts im Vergleich zu davor.
Das hört sich nach einer langen Zeit an, aber um noch mehr zu motivieren. In meinem Rückbildungskurs ging es fast allen Frauen so das sie am Anfang Probleme hatten bzw haben und die haben auch so lang gekämpft.
Was nicht bedeuten muss das ihr so lang braucht! Nur bedeutet das, dass wir uns nicht besonders doof anstellen, sondern das es oft einfach Probleme gibt!
Ich wünsch euch weiterhin alles alles gute und feuer euch jeden Tag an :P

Liebe Grüße
Steffi
keine Zeit um Tippfehler zu verbessern ;-)

Grüße Strawberry und die Kleine *10/2013 gestillt, getragen, teilzeit windelfrei und familiengebettet
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tania
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von tania »

ich kann verstehen, dass du unsicher bist, aber wenn jusl sagt max 100ml, dann bist du damit auf der sicheren seite. auch wenn wiegen gerade ein klasse hilfsmittel fuer euch ist: lass dir dein leben nicht von diesen zahlen bestimmten. eine zahl an sich sagt gar nichts aus. es kann auch mal runter gehen diese zahl, das heisst noch lange nicht, dass dein baby hungert, abnimmt, es ihm nicht gut geht. nur in der gesamt-uebersicht haben diese zahlen einen sinn und diese uebersicht kannst du getrost jusl ueberlassen.

und noch etwas: babys haben - so entzueckend komplex sie auch sind - nicht besonders viele kommunikationswege. es gibt also eine ganze menge mehr uebers quengelen, weinen, schreien zu kommunizieren als "nur" hunger. nicht jedes weinen deines babys heisst "du unfaehige mutter, deine brueste machen zu wenig milch!" (vielleicht meint sie das sogar nie ;-)). wenn du dich etwas sicherer fuehlst, dass deine brueste die von deinem baby nachgefragte miclh zuverlaessig produzieren, wirst du in der lage sein, verschiedenste ausloeser fuer das weinen deines babys zu bemerken oder einfach so zu stillen, zu tragen, zu troesten.

irgendwann geht stillen automatisch, du zaehlst und bangst nicht mehr und es ist sogar schoen! liebe gruesse
tania mit sohn *09 und sohn *12
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Hallo Strawberry,

da hast Du ja auch eine ganze Menge durch! Ich hatte ein einziges Mal für 3 Tage eine empfindliche Brustwarze und selbst bei so einer vermeintlichen Kleinigkeit hab ich echt beim Andocken die Zähne zusammen gebissen. Ich kann mir vorstellen, dass es daher für Dich wirklich ein Kampf war! Umso besser das es jetzt sogar voll und ohne jegliches Hilfsmittel klappt, da kannst Du wirklich sehr stolz auf Dich sein!!!

Schon interessant was Du von den anderen Teilehmerinnen im Rückbildungskurs schreibst.
Mein Schwager meinte neulich auch, dass er bei Kumpels eigentlich nur noch hört, dass es mit dem Stillen bei der Partnerin leider nicht geklappt hat. Meine Hebamme hat mir mal ihre Liste an "Patienten" (?) gezeigt und da hat vielleicht die Hälfte gestillt. Auf jeden Fall haben weit weit mehr als die 2% die wirklich zu wenig Milch haben.

Vielleicht war das mit den Problemen schon immer so, nur hat man "früher" nicht ganz so schnell aufgegeben weil die Industriemilch noch nicht so gut war wie heute und zu einem gewissen Teil vielleicht auch, weil Fläschchen in der Öffentlichkeit ein bisschen "cooler" ist als die Brust auszupacken und weil die Menschen heute auch einfach egoistischer sind. Wie dem auch sei, ich bin sehr dankbar dass ich auf dieses Forum gestoßen bin, sonst hätte ich vermutlich nicht die Kurve gekriegt. Danke dass Du so mit uns mitfieberst! :)

lg
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Hallo Tania,

danke für Deine aufbauenden Worte! Schön ist das Stillen inzwischen auch jetzt schon wieder, nur die eigene Unsicherheit muss langsam besiegt werden, dass ich meine Kleine tatsächlich mit ein klein wenig Unterstützung (und mehr als das sind 100 ml ja nicht) selbst versorgen kann. Dafür ist das mit dem Wiegen etc. momentan sogar eine ganz gute Sache. Sogar das Zufüttern ist da eine gute Sache, weil ich deshalb lockerer damit umgehen kann. Selbst wenn mir Zweifel kommen ob sie weint weil sie Hunger hat - momentan leg ich sie an und wenn die Zweifel bleiben, dann biete ich ihr eben, im Rahmen der 150 oder 100 ml, noch etwas Pre an. Es kam jetzt wie gesagt schon mehrfach vor, dass das Zufüttern letztlich das Problem nicht gelöst hat und das macht mich dann so langsam locker.

Ich hab auch gelesen, dass die Kleinen erst mit 12 Wochen bei einem Wachstumsschub realisieren, dass Mamas Brust gar nicht ein eigener Körperteil des Babys ist, sondern dass er zur Mama gehört. Das ist also ein handfester Grund, warum ein Baby eigentlich gar keinen Grund hat, die Brust anzubrüllen...
Wir beobachten das alles mal :)

lg
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Mijoco »

Animay hat geschrieben:Vielleicht war das mit den Problemen schon immer so, nur hat man "früher" nicht ganz so schnell aufgegeben weil die Industriemilch noch nicht so gut war wie heute und zu einem gewissen Teil vielleicht auch, weil Fläschchen in der Öffentlichkeit ein bisschen "cooler" ist als die Brust auszupacken und weil die Menschen heute auch einfach egoistischer sind.
"Früher" hatte man diese Probleme viel weniger, weil man von Kindesbeinen an erlebt hat wie Stillen funktioniert. Das war ganz normaler Teil der Gesellschaft, man hat seine Mutter, seine Tante, die Nachbarin und wen noch alles gesehen, wie sie ihr Baby gestillt haben. Dadurch hat man ganz viel für sich selber mitgenommen, hatte ganz viel Grundwissen, was man sich heute "künstlich" erst wieder beschaffen muss. Da gab es auch nicht so viele gut gemeinte aber inkompetente Ratschläge von allen möglichen Seiten, sondern man hatte kompetente Hilfe durch die ganzen Frauen im eigenen Umfeld. Da ist leider durch die Jahrgänge in denen nicht gestillt wurde, ganz viel verloren gegangen, was mühsam wieder aufgebaut werden muss.
Sohn 2004, Tochter 2006, Sohn 2009, Hund 2018
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lösche Benutzer 13838 »

Judica hat geschrieben:
Animay hat geschrieben:Vielleicht war das mit den Problemen schon immer so, nur hat man "früher" nicht ganz so schnell aufgegeben weil die Industriemilch noch nicht so gut war wie heute und zu einem gewissen Teil vielleicht auch, weil Fläschchen in der Öffentlichkeit ein bisschen "cooler" ist als die Brust auszupacken und weil die Menschen heute auch einfach egoistischer sind.
"Früher" hatte man diese Probleme viel weniger, weil man von Kindesbeinen an erlebt hat wie Stillen funktioniert. Das war ganz normaler Teil der Gesellschaft, man hat seine Mutter, seine Tante, die Nachbarin und wen noch alles gesehen, wie sie ihr Baby gestillt haben. Dadurch hat man ganz viel für sich selber mitgenommen, hatte ganz viel Grundwissen, was man sich heute "künstlich" erst wieder beschaffen muss. Da gab es auch nicht so viele gut gemeinte aber inkompetente Ratschläge von allen möglichen Seiten, sondern man hatte kompetente Hilfe durch die ganzen Frauen im eigenen Umfeld. Da ist leider durch die Jahrgänge in denen nicht gestillt wurde, ganz viel verloren gegangen, was mühsam wieder aufgebaut werden muss.
Und ich glaube ja, dass viele heite denken, dass wir doch in einer zivilisierten Welt leben und uns ja wohl die Pulvernhrung leisten können.
Es wird glaub auch zu schnell aufgegeben. Jusl, wie lnge wartet man denn so bis zum zufüttern? Meine Hebamme meinte, sie wartet immer 2-3 Wochen, weil man ja Zeit braucht, um sich einzuspielen.
Ich weiß nicht, ib ich es hoer schon geschrieben hab. Meine Freundin hatte immer viel Milch, hat ihren kleinen aber höchstens alle 4 Stunden geweckt. Als er 8 Wochen alt war hat er getrunken und dann geschrien. Statt ihn öfter anzulegen hat ihre Hebamme empfohlen, zuzufüttern. Nach 2 Wochen hatte sie dann abgestillt. Sie war allerdings auch nicht so hinterher wie ich es jetzt gewesen wäre. Ich fands sehr schade... Vermutlich hat durch die langen Schlafpausen die Milch wirklich kurz nicht gereicht... Aber das wäre ja auch wieder mehr geworden.
jusl
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von jusl »

Jusl, wie lnge wartet man denn so bis zum zufüttern? Meine Hebamme meinte, sie wartet immer 2-3 Wochen, weil man ja Zeit braucht, um sich einzuspielen.
Darauf kann es keine Pauschalantwort geben, weil die Entscheidung "Jetzt Zufüttern - ja oder nein?" immer von mehreren Faktoren gleichzeitig abhängt, z.B. Alter des Kindes, med. Vorgeschichte der Mutter, Gesundheits- und Ernährungszustand des Kindes, Gewichts- und Vitaldaten akut und in Gänze, ggf. Darstellung etwaiger Still- oder Fütterprobleme usw... - und ganz sicher auch von der Art der Stillberatung. Wenn eine engmaschige, gut funktionierende Zusammenarbeit ohne Sprachprobleme usw. zwischen Eltern und Beraterin/Hebamme/... existiert, die sehr flexible Reaktionen ermöglicht, kann man anders abwarten, als wenn z.B. nur sporadischer Kontakt mit unklarer Faktenlage besteht.
"Immer 2-3 Wochen warten" kann ganz klar NICHT als allgemeingültige Empfehlung stehen gelassen werden. In 2-3 Wochen kann schließlich viel passieren.

LG
Julia
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