Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Kekks
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Wenn du das Gefühl hast, du hast zu wenig Mlich, lass sie so oft an der Brust nuckeln, wie es nur möglich ist, dh. so oft sie möchte. Eigentlich müsste schon in wenigen Tagen eine gute stattmachende Mlichproduktion in den Gang kommen. Bei mir lief es nach Stillschwierigkeiten immer nach etwa 1 Tag wieder besser.
Kekks
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Meine Kleine nuckelt gern und viel. Ich erkenn daran, dass sie kein Hunger mehr hat, dass sie nicht mehr an die Brust möchte und lieber an der eigenen Hand saugt. Das macht sie nun schon seit etwa dem ersten Monat. Wenn sie satt ist, nuckelt sie auch gern ein wenig an meinem Finger. Mit dem Finger begann ich erst im dritten Monat.
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Sarafina
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Sarafina »

Ist doch super, daß sie soviel nuckelt! Und keine Sorge, das legt sich wieder. Mein Dritter (jetzt 3 Monate alt) hat auch die ersten Wochen fast nur an der Brust verbracht. Sobald ich ihn abgedockt habe, schrie er los. Es ist vielleicht ein paar Wochen lang so, bis sich deine Kleine mehr für ihre Umwelt und ihre Hönde etc. interessiert. Ist sie dein erstes Kind? Dann hast du doch die Freiheit und die Zeit, dich mit ihr zusammen ins Bett zu kuscheln. Du bist noch im WochenBETT, nutze das. :) Und nach eurem schweren Start - verlängere das WochenBETT um einige Wochen, hol die Zeit nach. :wink: Irgendwann wird es besser, glaub mir.
Im Moment bin ich sogar froh, wenn mein Kleiner mal wieder länger nuckeln mag, mir fehlt diese Kuschelzeit jetzt schon :lol:
LG,
Sarafina mit 3 Kindern (2008, 2010 und 2013)

Es ist nur eine Phase..........*omm*
Kekks
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Das kann ich auch bestätigen. Mein Baby nuckelte zu Beginn auch deutlich mehr wie jetzt und ich kann sehen, dass sie jetzt weniger nuckeln möchte, da sie mit "wichtigerem" beschäftigt ist.
Lösche Benutzer 13838

Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lösche Benutzer 13838 »

Meiner hat auch immer genuckelt und tut es jetzt noch zum Einschlafen. Die Zeit nutze ich und leg mich zum Stillen hin, dann kann ich auch dösen :mrgreen:

Den Nasentest kannte ich gar nicht. Beim Lesen dacht ich erst, du hebst ihr irgendwie die Nase zu :lol: :oops:
jusl
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von jusl »

Hallo,

schön, dass der Austausch hier bereits hilfreich für Dich war - ich geh trotzdem mal der Reihe nach, bzw. habe noch einige Fragen:

Schaust Du bitte noch mal über die Liste (hab's etwas geglättet), ob alles so richtig ist?
20.11.: 3.270g Geburt
23.11.: 3.055g (Klinik)
26.11.: 3.120g, (ab jetzt immer Hebamme), dann Einlauf
27.11.: 3.080g
28.11.: 3.100g, 4x Pipi, 1x Aa
29.11.: 3.080g, 5x Pipi, 2x Aa
30.11.: 3.080g, 8x Pipi, 3x Aa
01.12.: 3.100g, 7x Pipi, 2x Aa
02.12.: 3.100g, 6x Pipi, 5x Aa
04.12.: 3.150g 5x Pipi, 5x Aa
06.12.: 3.160g, 7x Pipi, 1x Aa, ab hier 240-300 ml Mumi und 100-190 ml PRE per Flasche
09.12.: 3.360g, 6x Pipi, 1x Aa.
11.12.: 3.450g, 4x Pipi, 3x Aa
13.12.: 3.510g, 5x Pipi, 3x Aa
17.12.: 3.740g, 3x Pipi, 1x Aa
20.12.: 3.710g KiÄ, 5x Pipi, 2x Aa. Ab hier keine Pre mehr.
23.12.: 3.760g Hebi, 7x Pipi, 1x Aa. Ab jetzt kein Pumpen mehr
25.12.: 3.780g 8x Pipi, 3x Aa
27.12.: 3.760g Hebi.
29.12.:................80-90 ml Mumi, 90-120 ml PRE per Flasche
30.12.:................ per Becher
Wie oft pro Tag pumpst Du zur Zeit? Oder kamen die zuletzt gefütterten Mumi-Portionen aus dem Eisschrank?

Ich habe vor einigen Tagen in Rücksprache mit der Hebamme versucht, das Zufüttern wegzulassen, aber das traurige Ergebnis vorgestern war dann, dass sie prompt in einer Woche nur 50g zugenommen hat. Jetzt muss ich wieder Zufüttern.
[...]
Vielleicht war das Reduktionstempo einfach bloß etwas zu hoch. Ihr habt ja am 6.12. praktisch von jetzt auf gleich diekrt rund 400 ml täglich zufüttert, das ist eine sehr große Zufüttermenge für ein Neugeborenes. Entsprechend riesenhaft fiel daraufhin auch die Gewichtszunahme in den folgenden beiden Wochen aus (ca 270 g/Woche, das ist extrem viel in dem Alter). Da kann man also im Nachhinein sagen, dass diese Zufüttermenge sicher ZU HOCH gewählt war. Entsprechend ist es auch kein Wunder, wenn innerhalb weniger Tage eine Reduktion auf null viel zu schnell ist; da kommt ja keine Brust hinterher mit Nachproduzieren.
Mein Vorschlag ist:
Lass es uns jetzt systematisch angehen. ;-)
19 Tage Domperidon
Wann genau war das? Wie lautete die Diagnose/Indikation für die Einnahme? Und v.a. wer hat empfohlen (und warum), damit nach 19 Tagen wieder aufzuhören?
Aber sämtliche Stillproben (2 oder 3) landeten bei frustrierenden 20-40g
Wer hat diese angeordnet/empfohlen? Wann genau wurden die durchgeführt?
Und ich habe tapfer beim einschlafen den Schnuller weggelassen. Dafür musste bei der Einschlafbegleitung (und auch beim Bechern wenn ihr Mund voll war, sie aber nicht geschluckt sondern lieber gemeckert hat) mein kleiner Finger als Ersatz herhalten. Ist das in Ordnung? Oder züchte ich mir dann die nächste Saugverwirrung?
Total in Ordnung.
Ich bin gerade voller Hoffnung. Vielleicht löst sich das Problem damit wirklich, wenn sie nur noch an der Brust saugt, sie evtl stärker saugt und damit auch die milchbildung besser in Gang kommt?
Ja, das ist möglich.
Klasse, dass Ihr mit der Becherfütterung gut zurecht kommt! :D
Ich bin immernoch tapfer mit Becher und ohne Schnuller unterwegs, letzteres war glaub ich der Grund für 20 Minuten Schreien im Kinderwagen.
20 Minuten schreien kostet ziemlich viele Kalorien. Wie wäre es, wenn Du sie stattdessen trägst und dabei ggf. an Deinem kleinen Finger nuckeln lässt? Hast Du ein Tragetuch oder eine geeignete Tragehilfe daheim, die Du gerne nutzt?
Aber das Stillen läuft viel besser, ich hoffe das ist nicht nur Zufall, wirklich spannend wird es ja immer abends.
Wie wäre es, die Abläufe abends evtl. einfach zu verändern? Ein spätes gemeinsames Bad? Ein gemeinsamer Spaziergang bei Mondschein?..
Wenn ich jetzt aber den "Nasen-Test" mache um zu schauen ob sie satt ist (das mache ich immer um zu prüfen ob ich Zufüttern muss oder nicht), dann nuckelt sie mich immer an.
:lol: Das ist eine hübsche Idee, aber Zufütterbedarf lässt sich mit einem solchen "Nasentest" definitiv nicht feststellen - allenfalls die Ausbildung des Saugreflexes, und mit dem ist bei Deinem Baby offensichtlich alles in Ordnung.
Durch den fehlenden Schnuller will sie jetzt viel öfter und länger an die Brust, auch zum Nuckeln. Das ist ja gewollt so, oder?
Ja.
Wie kann ich da jetzt zwischen Hunger und nuckeln-wollen unterscheiden?
Das brauchst Du nicht - es gibt keine klaren Kriterien, bei Babys "Hunger" oder "bloß Nuckelbedürfnis" (oder Beruhigungsbedürfnis oder Trostbedürfnis oder Kommunikationsbedürfnis oder Körperkontaktbedürfnis....) zu unterscheiden, und das ist auch gar nicht sinnvoll. Für ALL DAS ist Stillen da.
Sie meckert/schreit sehr viel beim "bechern". Das ist hoffentlich nur die Umstellung? Die Flasche wurde ohne wenn und aber sofort akzeptiert... Jetzt muss ich sie am Ende der Ration regelrecht mit schuckeln und gut Zureden darauf stoßen dass sie einen toll vollen Magen hat. Groß verschlucken tut sie sich nicht, aber ich muss Mini-Schlückchen in ihren Mung schubsen, sie schleckt nicht allein wie ein Kätzchen. Falsch??
Hm, für ein Lehrvideo wär's wohl weniger geeignet :lol: - aber das macht nix. :wink: Richtig ist das, was klappt. Wenn Ihr beide auf diese Weise mit dem Bechern gut zurecht kommt, ist es OK.
Was genau meinst Du mit "am Ende der Ration"? Versuchst Du, eine Art Mindestmenge zu füttern?
bis zu welchen Mengen kann man das mit dem Becher machen? Also alltagstauglich? Lohnt sich die Anschaffung vom Medela Soft Cup? Das würde mein Freund evtl. besser annehmen als nur den Becher mit dem Gekleckere...
Eine ml-Angabe kann ich Dir da nicht nennen, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Aber es kann durchaus sein, dass die Anschaffung des Softcups für Euch sinnvoll wäre; die Handhabung ist in der Tat bequemer als mit Becher, und wenn die Akzeptanz höher ist, umso besser.
Ich bin dank Euch gerade sehr zuversichtlich.
Prima. :D Damit hat sich dann auch das hier erledigt:
Ich habe hier bei der Linksammlung zur Saugverwirrung gestöbert, wären Stillhütchen evtl eine Option zur kurzfristigen Abhilfe für mich?
Offensichtlich braucht Ihr die nicht - Dein Baby geht gut genug OHNE Hütchen an die Brust; Hütchenverwendung wäre da eher ein Rückschritt. Entsprechend ist es in Eurem Fall sinnvoll, sich tatsächlich aufs "Stillen pur" zu konzentrieren und ggf. notwendige Zufüttermilch weiterhin saugfrei (und damit stillfreundlich) zuzufüttern.

Ich möchte fürs weitere Vorgehen folgenden Vorschlag machen:

* Ab jetzt konsequent mindestens 8-12 mal in 24 Stunden stillen.
* erstmal keine künstlichen Sauger mehr, also keine Flaschen, kein Schnuller, kein Hütchen. Fingernuckeln ist OK.
* Zufüttern per Softcup oder Becher, täglich 150 ml.
* Tägliche Dokumentation hier: Datum - Babygewicht - Stillhäufigkeit - Zufüttermenge - Ausscheidungen.

Das machen wir jetzt erstmal einige Tage lang, und dann sehen wir schon klarer, auf welche Weise Ihr noch zum Vollstillen kommen könnt.
Was hältst Du davon?

Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Hallo Julia,

Vielen Dank für Deine Hilfe und Deine ausführliche Antwort. Ich gehe mal all die Fragen und Punkte durch.
Schaust Du bitte noch mal über die Liste (hab's etwas geglättet), ob alles so richtig ist?


Kleine Korrekturen und Ergänzungen am 20., 23. und 30.12.:
20.11.: 3.270g Geburt
23.11.: 3.055g (Klinik)
26.11.: 3.120g, (ab jetzt immer Hebamme), dann Einlauf
27.11.: 3.080g
28.11.: 3.100g, 4x Pipi, 1x Aa
29.11.: 3.080g, 5x Pipi, 2x Aa
30.11.: 3.080g, 8x Pipi, 3x Aa
01.12.: 3.100g, 7x Pipi, 2x Aa
02.12.: 3.100g, 6x Pipi, 5x Aa
04.12.: 3.150g 5x Pipi, 5x Aa
06.12.: 3.160g, 7x Pipi, 1x Aa, ab hier 240-300 ml Mumi und 100-190 ml PRE per Flasche
09.12.: 3.360g, 6x Pipi, 1x Aa.
11.12.: 3.450g, 4x Pipi, 3x Aa
13.12.: 3.510g, 5x Pipi, 3x Aa
17.12.: 3.740g, 3x Pipi, 1x Aa
20.12.: 3.710g KiÄ, 5x Pipi, 2x Aa. Ab hier weniger Pre (40/60 ml pro Tag, kein höherer Bedarf)
23.12.: 3.760g Hebi, 7x Pipi, 1x Aa. Ab jetzt kein Pre mehr. Ab 24.12. kein Pumpen mehr
25.12.: 3.780g 8x Pipi, 3x Aa
27.12.: 3.760g Hebi.
29.12.:................80-90 ml Mumi, 90-120 ml PRE per Flasche
30.12.: 3.900g Hebi, 120 ml Pre, 70 ml Mumi per Becher
Wie oft pro Tag pumpst Du zur Zeit? Oder kamen die zuletzt gefütterten Mumi-Portionen aus dem Eisschrank?
Bestenfalls 2x pro Tag vormittags und mittags. Die Mengen waren also gepumpt und nicht aus dem Eisschrank, aber für mehr pumpen fehlt mir der Nerv. Es war zuletzt einfach zu viel für uns beide (Freund und mich), jetzt ist die Kleine nach ihrem Schub öfter wach und dann lege ich sie lieber an statt zu Pumpen.
Vielleicht war das Reduktionstempo einfach bloß etwas zu hoch. Ihr habt ja am 6.12. praktisch von jetzt auf gleich diekrt rund 400 ml täglich zufüttert, das ist eine sehr große Zufüttermenge für ein Neugeborenes. Entsprechend riesenhaft fiel daraufhin auch die Gewichtszunahme in den folgenden beiden Wochen aus (ca 270 g/Woche, das ist extrem viel in dem Alter). Da kann man also im Nachhinein sagen, dass diese Zufüttermenge sicher ZU HOCH gewählt war. Entsprechend ist es auch kein Wunder, wenn innerhalb weniger Tage eine Reduktion auf null viel zu schnell ist; da kommt ja keine Brust hinterher mit Nachproduzieren.
Oh weh, da wird einem ja ganz anders. Wir sollten nach jedem Stillen erst abgepumpte Mumi und dann Pre anbieten, so viel wie geht... Die hohe zunahme wurde damit begründet, dass die Kleine so viel aufzuholen hatte und erstmal alle Speicher aufgefüllt hat und zudem der Darm jetzt auch voller wäre.
19 Tage Domperidon
Wann genau war das? Wie lautete die Diagnose/Indikation für die Einnahme? Und v.a. wer hat empfohlen (und warum), damit nach 19 Tagen wieder aufzuhören?
Ab 30.11., nach Einschleichen 3x3 Tabletten täglich, 190 Tabletten in Summe. Auf Vorschlag der Hebamme weil die milchmenge trotz all dem homöop. Zeugs nicht höher wurde und die Maus zu schläfrig zum kräftig saugen alle zwei Stunden war. Abgesetzt haben wir es nach Erhalt des prolaktinspiegels. Ich denke es hat nicht geschadet, aber den spürbaren Durchbruch hat es auch nicht gebracht.
Aber sämtliche Stillproben (2 oder 3) landeten bei frustrierenden 20-40g
Wer hat diese angeordnet/empfohlen? Wann genau wurden die durchgeführt?
Vorgeschlagen noch im KH und 2x im Beisein der Hebamme. Die erste war am 23.11., die letzte am 06.12. und die dazwischen irgendwann Anfang Dezember.
20 Minuten schreien kostet ziemlich viele Kalorien. Wie wäre es, wenn Du sie stattdessen trägst und dabei ggf. an Deinem kleinen Finger nuckeln lässt? Hast Du ein Tragetuch oder eine geeignete Tragehilfe daheim, die Du gerne nutzt?
Habe ich und nutze ich auch viel, allerdings vor allem zuhause. Ich hatte gehofft es geht auch mit dem schicken neuen kiwa, aber da muss ich jetzt eben durch. Wäre doch nicht dauerhaft oder?
Wie wäre es, die Abläufe abends evtl. einfach zu verändern? Ein spätes gemeinsames Bad? Ein gemeinsamer Spaziergang bei Mondschein?..
Ist das erfolgsversprechend? Gestern Abend lief ganz gut, aber sie schlief trotz ewig Stillen immer nur an der Brust ein und war nach dem Ablegen immer binnen 5 min wach. Geholfen haben letztlich nur 25 ml Pre, so dass meine Partner (verständlicherweise) sofort dachte, dass sie trotz Stillen nicht satt war, weil meine Brust abends einfach nicht genug hätte. Bei der kleinen Zufütterungsmenge kann ich das kaum glauben, aber dieser Zweifel nagt permanent an mir und Kommentare von außen machen es nicht leichter. Wie kann ich sicher sein dass sie nicht hungert, egal ob sie an meiner Brust hängt oder nicht?.
Wie kann ich da jetzt zwischen Hunger und nuckeln-wollen unterscheiden?
Das brauchst Du nicht - es gibt keine klaren Kriterien, bei Babys "Hunger" oder "bloß Nuckelbedürfnis" (oder Beruhigungsbedürfnis oder Trostbedürfnis oder Kommunikationsbedürfnis oder Körperkontaktbedürfnis....) zu unterscheiden, und das ist auch gar nicht sinnvoll. Für ALL DAS ist Stillen da.
Das ist schön zu wissen, ich muss nur die Angst loswerden dass sie nicht genug bekommt...
Sie meckert/schreit sehr viel beim "bechern". Das ist hoffentlich nur die Umstellung? Die Flasche wurde ohne wenn und aber sofort akzeptiert... Jetzt muss ich sie am Ende der Ration regelrecht mit schuckeln und gut Zureden darauf stoßen dass sie einen toll vollen Magen hat.
Was genau meinst Du mit "am Ende der Ration"? Versuchst Du, eine Art Mindestmenge zu füttern?
Schon irgendwie, die Hebamme meinte wir sollen jeweils 30 ml anbieten und ggf steigern (bezogen aufs Zufüttern generell). Momentan meckert die Kleine sehr beim Bechern, schreit die ganze Zeit. Ich denke mir dann tapfer, dass sie lieber den Becher anstatt meine Brust anschreien soll und es geht ja auch erstaunlich fix, aber schön ist natürlich anders. Ich hoffe sehr das legt sich noch :( Nur füttere ich dann recht konsequent, so lang der Mund trotz meckern aufgeht und pausiere nicht nach jedem Schluck, sondern erst wenn ich denke jetzt sollte sie einen Effekt merken. Erstmals so nach 10-15 ml. vielleicht gibt es da irgendeinen Trick für weniger Schreien??
bis zu welchen Mengen kann man das mit dem Becher machen? Also alltagstauglich? Lohnt sich die Anschaffung vom Medela Soft Cup?
Eine ml-Angabe kann ich Dir da nicht nennen, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Aber es kann durchaus sein, dass die Anschaffung des Softcups für Euch sinnvoll wäre; die Handhabung ist in der Tat bequemer als mit Becher, und wenn die Akzeptanz höher ist, umso besser.
Ich möchte fürs weitere Vorgehen folgenden Vorschlag machen:

* Ab jetzt konsequent mindestens 8-12 mal in 24 Stunden stillen.
* erstmal keine künstlichen Sauger mehr, also keine Flaschen, kein Schnuller, kein Hütchen. Fingernuckeln ist OK.
* Zufüttern per Softcup oder Becher, täglich 150 ml.
* Tägliche Dokumentation hier: Datum - Babygewicht - Stillhäufigkeit - Zufüttermenge - Ausscheidungen.

Das machen wir jetzt erstmal einige Tage lang, und dann sehen wir schon klarer, auf welche Weise Ihr noch zum Vollstillen kommen könnt.
Was hältst Du davon?
Finde ich super! Du schreibst nur"auf welche Weise Ihr zum Vollstillen kommen könnt", nicht "ob Ihr zum Vollstillen kommen könnt". Ich hoffe das ist kein Zufall sondern Ausdruck Deiner Zuversicht vor dem Hintergrund Deiner Erfahrungen ;)
Drei Fragen noch:

wenn ich um 2 Uhr stille, 20 Minuten, und dann um 3:30 Uhr wieder, zählt das dann schon als "neues" Stillen? Ja, oder? Ich habe heute bereits um 0:00, 2:00, 3:30, 5:00, 6:30 und 8:45 gestillt, Wahnsinn. Ich würde ab jetzt darauf achten, dass am restlichen Tag die abstände nicht größer als 3-4 Stunden werden. Okay?
Und bei so vielen Stillmahlzeiten ist es da auch akzeptabel, wenn es mal nur 15 min sind? Einfach weil ich sie zwar anlege, der Hunger aber gar nicht sooo groß ist? Das hatten wir grad beim Stillen um 8:45, die anderen Male hat sie die Brust allein eingefordert, diesmal hab ich sie einfach angelegt weil sie wach war und über 2h rum waren.
Ich bin nicht ungeduldig, aber mein Freund geht ab Montag wieder arbeiten. Meinst Du mit der Dokumentation "einige Tage lang" etwa eine Woche? Oder länger? Nur damit ich in etwa weiß was auf mich/uns zukommt.

Puh, das wars. Ich melde mich morgen wieder mit dem Protokoll von heute. Tausend Dank, ehrlich. Dies hier ist meine letzte Rettung, ich spüre wie mein Partner zunehmend von dem Thema genervt ist und ich selbst wäre auch dankbar, zumindest zu sehen ob sich das Kämpfen überhaupt lohnt. Ich hoffe dass uns zumindest darauf die Dokumentation schon in wenigen Tagen Antwort liefert.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr Dir liebe Julia, und all den anderen, lieben Antworterinnen auch!

Lg
Animay
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Morgaine47
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Morgaine47 »

Kurz eigene Erfahrung einschmeißen: Mein Sohn hat (außer beim Clustern) nie länger als 15 bis 20 Minuetn getrunken in dem Alter. Und mit zunehmendem Alter werden die Stillzeiten bei fast allen Kindern auch kürzer, weil sie lernen viel effektiver zu trinken.
Ich habe hier gelernt, dass eine neue Stillmahlziet anfängt, wenn der Abstand dazwischen größer war wie die Stilldauer, wobei das auch nur ein ein Anhaltspunkt ist. Und Stillabstände unter 2 Stunden sind durchaus mal völlig normal, vor allem bei den ganz kleinen.

Den wichtigsten Satz in Deinem Post fand ich diesen:
Animay hat geschrieben: Das ist schön zu wissen, ich muss nur die Angst loswerden dass sie nicht genug bekommt...
LG
Morgaine

Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014

Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
Lösche Benutzer 13838

Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lösche Benutzer 13838 »

Ihr schafft das! Zu deiner Angst: ich wusste am Anfang auch genau die Uhrzeit, wann er getrunken hat usw. Auch nachts. Vermutlich macht das bei euch auch noch Sinn. Aber ich hab dann irgendwann gedacht, ich trink ja auch nicht nach der Uhr und hab ihn einfach immer angelegt. Ich schau tagsüber manchmal auf die Uhr, um zu schauen, ob Hinger der Grund sein kann, dass er meckert. Es hat sich aber recht schnell eingespielt und nun könnte ich dir kaum Uhrzeiten nennen. Mal ist's ne halbe Stunde, mal 3. Mal trinkt er kurz, wahrscheinlich wegen Durst, dann wieder lang und schläft dabei ein... Beim ersten Kind kannst du dich doch voll drauf einlassen. Hörbuch, Buch, Fernseh, Tablet... Machs dir gemütlich und gib euch Zeit und Ruhe! Es soll ja kein blödes Muss sein und in Stress ausarten!
Lösche Benutzer 7681

Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Liebe Animay,

ich will dir auch kurz Mut zusprechen. Ihr werdet ganz bestimmt bald "rund" laufen, du als Mama und ihr alle drei als Familie. Das stillen schafft ihr locker! Hier habt ihr die allerbeste Hilfe.
Animay hat geschrieben:
Habe ich und nutze ich auch viel, allerdings vor allem zuhause. Ich hatte gehofft es geht auch mit dem schicken neuen kiwa, aber da muss ich jetzt eben durch. Wäre doch nicht dauerhaft oder?
Wäre das schlimm? :wink:
Im Moment habe ich ein schlafendes Baby auf meinem Rücken, er ist der zweite Vollzeittragling (wir besitzen ganz bewußt keinen Kiwa) und ich bin jetzt schon traurig, wenn ich ihn irgendwann nicht mehr tragen kann.
Meine riesengroße Tochter :lol: darf ich schon ewig nicht mehr tragen. Die Tragzeit geht sooo schnell vorbei, geniesse sie!
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