Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

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Morgaine47
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Morgaine47 »

Ich tippe auch auf Saugverwirrung und dadurch die Probleme beim Andocken.
LG
Morgaine

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hora
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von hora »

Ich kann mich den anderen nur anschließen. Und daß Du genug Milch hast, kannst Du doch daran sehen, daß sie nur so "herausschießt". Hast Du einmal daran gedacht, daß Deine kleine Maus vielleicht mit der Milchmenge nicht klarkommt und deshalb immer wieder losläßt? Ich hatte das bei der Püppi. Sie hatte eine zu kurze Zunge und konnte deshalb nicht an der Brust trinken. Sie konnte die Brustwarze nicht richtig fassen. Als durch Training die Zunge "nachgewachsen" war, kam die Milch so schnell, daß sie keine Zeit zum Schlucken hatte. Also hat sie sich schreiend weggedreht. Ich habe dann die Vordermilch ausgestrichen oder abgepumpt und sie, wenn der Druck weg war, die Hintermilch trinken lassen. Die kam dann langsamer. Da sie zudem fettreicher ist, nahm sie auch besser zu (sie ist jetzt, mit 4 3/4 Jahren groß und schwer wie eine Sechseinhalbjährige! :oops: ). Schütte die Vordermilch aber nicht weg. Wenn die Hintermilch mal wirklich nicht reicht, kannst Du ihr die Vordermilch später mit einer Spritze oder einem Becherchen geben. - Oder, wenn Ihr sie nicht braucht, ins Badewasser tun. Ich habe noch 10 l in der Truhe zum Seifekochen. ;-)
Je mehr Du zufütterst, desto weniger Milch bildest Du. Das Saugen an der Brust stimuliert die Milchbildung. Daher ist es gut, sie so oft wie möglich anzulegen.
Daß sie nach der Brustmahlzeit nicht so "platt" ist wie nach der Flasche, ist logisch. Du bist nach einer Mahlzeit Eisbein mit Sauerkrauf auch komatös fertig, während Du nach einem Salat topfit aber satt bist. :wink:
If you love something, set it free. If it comes back to you, it is yours, if not, it never was.

hora mit Meister und drei weiblichen Minuten: Tiger (05.2000), Kätzchen (02.2003), sieben Sternchen im Herzen und
Püppi (04.2009)


Da ich immer aus dem Netz fliege, bitte ich bei Tippfehlern um Nachsicht. Korrekturlesen klappt momentan nicht, weil ich in der Zwischenzeit schon wieder gekickt werden könnte - und dann ist mein Post weg.
Animay2

Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay2 »

Naja, ich habe vermutlich bestenfalls ausreichend Milch (wenn Madame gut saugen würde), oder zumindest die Voraussetzungen. Aber sämtliche Stillproben (2 oder 3) landeten bei frustrierenden 20-40g und abpumpen kann ich auch nur 250-300 ml am Tag, bei viel Disziplin und alle vier Stunden pumpen.

Die Kleine hat heute Abend zum zweiten Mal in Folge praktisch die Brust verweigert. Sie dockt kurz an, aber nur für ein paar Sekunden, dann wird sie hektisch und zappelig und dockt wieder ab. Deshalb hab ich schon intuitiv mit dem Wechselstillen begonnen, aber irgendwann schreit sie einfach nur, wie soll ich mich da verhalten? Ich habe das Gefühl die Saugverwirrung ist diesmal sogar schlimmer als beim ersten zufüttern :(

Ich habe hier bei der Linksammlung zur Saugverwirrung gestöbert, wären Stillhütchen evtl eine Option zur kurzfristigen Abhilfe für mich? Viele stillmahlzeiten halte ich das nicht mehr so durch... Und mit Stillhütchen könnte ich durchaus leben, besser als gar keine Muttermilch und besser als abpumpen.

Lg
Animay
Lucccy
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lucccy »

Hallo,

wenn Du Dich hier schon durchgestöbert hast, hast Du sicher auch schon gelesen, dass von Stillproben meist abgeraten wird, weil sie meist Mütter unnötig verunsichern. Bitte überinterpretiere die Stillproben und auch die Abpumpmengen nicht (eine Pumpe ist nicht so effektiv wie ein Baby).

Hast Du beim Stöbern denn auch schon die stillfreundlichen Zufütterungsmethoden entdeckt?

Ohne den Mods vorgreifen zu wollen: ich würde (nach meiner schmerzhaften Erfahrung mit Saugverwirrung) bei einem eventuell saugverwirrten Baby keinen weiteren künstlichen Sauger einführen. Aber das ist eine Laienmeinung, die Still-Mods werden Dir dazu kompetenter antworten.

Gruß Lucccy
Kekks
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Was hast du denn für eine Milchpumpe verwendet?
Ich hatte wegen einem Krankenhausaufenthalt einge Tage abgepumt aber mit einer Handpumpe und es kam fast nichts raus. Es hatte den Anschein, dass ich kaum Milch habe. Ich wusste aber aus Erfahrung, dass ich mehr als genug habe. Es gibt aber moderne elektronische Pumpen, die schmerzfrei und viel herraus holen.
Ich hatte mir auch bei beiden Kindern anhören müssen, dass ich zu wenig Milch hätte und zufüttern müsste und zwar immer dann, wenn sie schrien. Ich hatte aber nicht auf diesen Blödsinn gehört - was der Grund war, dass ich lange stillen konnte. Allerdings nahmen meine beiden reichlich an Gewicht zu.
Weiß deine Familie, dass der Milchfluss durch Stress nachlässt und dass die eine Teilschuld an deiner evtl geringen Milchbildung haben, wenn sie dir zu viel Stress machen? Sag denen das ganz klar und bitte deine Hebamme darum, denen das auch zu sagen. Kannst du vielleicht irgendwo 2 Wochen Urlaub machen wie zb bei deiner Mutti, um zu entspannen?
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Lucccy hat geschrieben: Ohne den Mods vorgreifen zu wollen: ich würde (nach meiner schmerzhaften Erfahrung mit Saugverwirrung) bei einem eventuell saugverwirrten Baby keinen weiteren künstlichen Sauger einführen. Aber das ist eine Laienmeinung, die Still-Mods werden Dir dazu kompetenter antworten.
Jede Art von künstlichen Saugern führt nur zu mehr Saugproblemen. Manche Babys wollen dann lieber am Sauger saugen, als an der Brust. Dadurch, dass sie weniger an der Brust saugen, wird weniger Milch produziert, da die Milchbildung durch das Saugen angeregt wird.
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Stillhütchen verringern mit der Zeit die Milchbildung.
Kekks
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Morgaine47 hat geschrieben: Unruhe abends ist ja nicht nur Hunger und Ungeduld weil nicht genug Miclh da ist sondern eher das verarbeiten des Tages, dabei gemütlich bei Mama an der Brust kuscheln, mal hochschrecken, weil irgendwas am Tag zu viel war, wieder rankuscheln.
Richtig. Wäre dein Baby hungrig, wäre es den ganzen Tag und Nacht über sehr unruhig und würde ständig an der Brust nuckeln wollen.

Bei meinem ersten Kind war es anfangs sehr anstrengend, da sie ständig an der Brust nuckelte, bis dann endlich die Milchbildung beginnt.
Für mich liest es sich so, dass dein Baby anfangs zu wenig an die Brust kam (wirklich nur alle 2h? ) und deshalb vielleicht über den Tag zu wenig getrunken wurde?
Meines schlief den ersten Tag fast nur, danach war sie im Minutentakt an der Brust über etwa 3h bis sie vor Erschöpfung einschlief. Das ging dann so ähnlich weiter, bis der Milcheinschuss kam.

Ich geb dir den Tipp, auch wenn es anfangs für dich schwer wird und du Nachts kaum Zeit zum Schlafen finden wirst: Lass alle Arten von künstilchen Saugern weg und leg sie so oft an, wie nur möglich. Babys gewöhnen sich wirklich sehr schnell an neue Situationen. In ca. 2 Tagen müsste sie sich an die Brust gewöhnt haben. Durch das viele Nuckeln an der Brust, wird die Mlichbildung automatisch besser.
Kekks
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Kekks »

Du hattest doch bei er Geburt eine PDA?! Dadurch wird der Körper betäubt und die Mlichbildung beginnt erst viel später und auch weniger, da der Körper von der Gebrut nichts mitbekommen hat.
Ich glaube, dass das mit die Ursache für den Teufelskreis bei dir ist. Dadurch nahm dein Baby zu wenig an Gewicht zu und anstatt gedulig zu warten, hast du zugefüttert, was dazu führte, das nun noch weniger Mlich gebildet wird.
Lass bei deinem nächsten Kind bitte keine PDA machen. Ich hatte beim ersten Kind eine normale (schmerzhafte) Geburt und bei meiner 2. Geburt einen geburtsvorbereitende Akkupunktur und eine Hausgeburt. Die Wehenschmerzen kommen hauptsächlich davon, dass wir bei der Geburt Angst haben und uns verkrampfen. DIe Akkupunktut hilft, diese verkrampfungen zu lösen und locker zu bleiben und auch in der entspannten Atmosphäre zu Hause kann man sich viel besser fallen lassen. Das bisschen was ich noch an Schmerzen hatte, hatte ich einfach weg geatmet, bzw. hatte ich es durch richtiges Atmen unter Kontrollen halten können.
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Guten Morgen,

es gibt kleine Neuigkeiten. Allein das Stöbern auf dieser Seite hier hat mich heute Nacht spontan dazu bewegt, statt mit Flasche lieber mit Becher zuzufüttern. Ein Mal um 0 Uhr und ein Mal um 3 Uhr, mit der Verschlusskappe des Avent-Fläschchens. Es ging zwar einiges daneben, aber irgendwie weniger als ich dachte. Meine Tochter hat in 5-10 Min 30ml abzüglich der verkippten Menge (max. 5ml?) geschafft. Sie hat irgendwann von allein aufgehört, was sie bei der Flasche nie macht. Und sie hat anschließend beide Male 3h geschlafen (bzw 2,5 nach füttern und einschlafen).

Und ich habe tapfer beim einschlafen den Schnuller weggelassen. Dafür musste bei der Einschlafbegleitung (und auch beim Bechern wenn ihr Mund voll war, sie aber nicht geschluckt sondern lieber gemeckert hat) mein kleiner Finger als Ersatz herhalten. Ist das in Ordnung? Oder züchte ich mir dann die nächste Saugverwirrung?

Ich bilde mir ein dass sie bereits nach dem 1. Mal besser angedockt hat. Mal sehen wie der Tag wird, nachts ist sie ja deutlich toleranter und hat trotzdem über den Becher gemeckert. Nur durch das anlegen an der Unterlippe passierte aber auch nichts, ich hab immer Mini-Schlückchen in ihren Mund geschubst. Verschluckt hat sie sich dabei zum Glück nur ein Mal recht zu Beginn und nur leicht.

Ich bin gerade voller Hoffnung. Vielleicht löst sich das Problem damit wirklich, wenn sie nur noch an der Brust saugt, sie evtl stärker saugt und damit auch die milchbildung besser in Gang kommt?

Mit der PDA und dem meptid Tropf das weiß ich inzwischen auch, nur leider in dem Moment nicht. Ich hatte 22 Stunden lang Wehen im 2,5 min. Takt und war gar nicht auf die Idee gekommen dass ich mit Schmerzmitteln das Stillen beeinträchtige. Ich hab die Schwestern immer nur gefragt ob die Schmerzmittel die Geburt verzögern und da hieß es immer nein, im Gegenteil, sie entspannen und damit öffnet sich der Muttermund schneller... Mehr nicht.

Meine Tochter wurde in den ersten Tagen wirklich so selten angelegt, der Fehler geht zu meinen Lasten - sie war schläfrig und ich fand es als frischgebackene Mama irgendwie unnatürlich sie zu wecken. Die Schwestern meinten alle 2h muss aber sein - aber selbst das war anstrengend weil sie so müde war. Und ich so unerfahren und ohne ausreichend dickes Fell um sie etwas vehementer zu wecken oder gar nackich zu stillen.
Kriegen wir das trotzdem hin???

Lg
Animay
Animay mit der "großen" Zaubermaus (11/2013) und dem kleinen Engelchen (03/2016)
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