Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Animay2

Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay2 »

Hallo,

Ich bin seit 5,5 Wochen Mutter einer wundervollen Tochter und habe Stillprobleme der Überschrift "zu wenig Milch". Gestern habe ich mein Problem im Wunschkinder-Forum geschildert und dort wurde mir dieses Forum hier wärmstens empfohlen. Ich hoffe ich finde hier Hilfe! :) es ist mein letzter Versuch.

Es gibt so viel zu berichten, ich glaube ich gliedere das mal.

Das Problem:
Meine Tochter hatte eine (noch nicht behandlungsbedürftige) Neugeborenengelbsucht und war deshalb sehr schläfrig. Das Mekonium wurde in den ersten Tagen nicht vollständig ausgeschieden, so dass die Nachsorge-Hebamme am 6. Tag mit einem kleinen Einlauf nachgeholfen hat. Seitdem kommt durchs Stillen allein keine vernünftige Gewichtszunahme zustande und ich muss Zufüttern. Ich habe vor einigen Tagen in Rücksprache mit der Hebamme versucht, das Zufüttern wegzulassen, aber das traurige Ergebnis vorgestern war dann, dass sie prompt in einer Woche nur 50g zugenommen hat. Jetzt muss ich wieder Zufüttern.

Gesicherte Diagnosen bei mir:
- Prolaktinspiegel über 5.000, Wert wurde bestimmt nachdem ich 19 Tage lang Domperidon genommen habe
- Genug Brustdrüsengewebe (Aussage der Stillberaterin)
- SD-Unterfunktion, jedoch streng eingestellt (TSH 0,09; FT 3 und 4 in den Normbereichen)
- Gewicht etwas zu viel (BMI aktuell 26, davon 5kg noch von der Schwangerschaft)
- vor der Schwangerschaft PCO seit der allerersten Mens mit 13 Jahren
- Mein Alter: 31
- mit 19 Jahren Mammareduktionsplastik Links, allerdings keine Auswirkung aufs stillen
- Geburt meiner Tochter: Vakuum, PDA, 2x Meptid-Tropf, Wehen-Tropf und Cytotec
- fühle mich sehr gestresst und unter Druck gesetzt von der Gewichtsthematik. Mein Leben bestand bislang immer ein Stück weit aus Diät und Gewichtskontrolle und jetzt ist diese Waage schon wieder so im Zentrum, das finde ich schlimm.

Entwicklung meiner Tochter:
- geburtsgewicht 3.270g
- nach 6 Tagen 3.080g
- nach 16 Tagen 3.160g, ab hier Zufüttern
- nach 30 Tagen 3.710g, ab hier Reduzierung Zufüttern in Rücksprache mit Hebamme, inzwischen weiß ich dass es zu schnell war. Die Hebamme hatte uns versichert, dass unsere Tochter jetzt so kräftig duz, dass sie ihre Nahrung vehement einfordern wird und wir sie bei hunger nicht beruhigt bekommen. Und sie war meist friedlich, nur abends quengelig, aber wollte dann auch nicht mehr trinken.
- nach 34 Tagen wieder vollstillen
Nach 37 Tagen 3.780g, ab jetzt müssen wir wieder Zufüttern. Zeitgleich habe ich einen milchstau in der linken Brust.
- topfit, apgar 9/10/10, alle U-Untersuchungen Top.
- sie hatte genau letzte Woche ihren 5-Wochen-Schub und ist 2-3cm gewachsen.
- sie hat/benutzt einen Schnuller. Ja ich weiß, nicht perfekt. Momentan ist es uns aber eine zu große Hilfe, daher versuchen wir zwar es einzuschränken, aber zum einschlafen kommt er dennoch für einige Minuten zum Einsatz.

Zufüttern:
- Teil 1 ab Tag 16: abgepumpte Muttermilch 240-300 ml, Pre 90-150 ml täglich
- Teil 2 (aktuell): Pumpen nur morgens u mittags, sonst nicht und dafür häufigeres anlegen (in erster zeit Tochter zu schläfrig, selbst mit wachwickeln etc). Mengen: Mumi ca. 80-90 ml, Pre ca. 90-120. habe keine Kraft mehr fürs viele Pumpen und bin zuhause jetzt auch auf mich allein gestellt (Partner wieder arbeiten)
- wir füttern mit dem Medela Calma zu. Die Hebamme hatte uns gesagt, dass meine Tochter so kräftig an die Brust gehen würde, dass wir keine saugverwirrung bekommen werden. Haben daher gedankenlos die Milch im Avent-Fläschchen gegeben und nach nur 2 Tagen wurde meine Tochter extrem unruhig, quengelig und zappelig an der Brust und das Stillen wurde zur Tortur. Mit dem Calma-Sauger (3 Tage nach Zufütter-Beginn) wurde es besser, aber es war ein regelrechter Kampf dass wir beide beim Stillen wieder zufrieden sind. Und jetzt muss wieder die Flasche her, ich könnte heulen (und tue es zuweilen auch)
- abends ist der Stress am größten, sie hat den größten Durst und ich habe permanent Angst dass zu wenig Milch da ist. Tagsüber reicht ihr oftmals die Brust allein.
- grundsätzlich Stillen oder Stillen+Zufüttern wir alle 2-3 stunden, nachts eher alle vier.

Was ich bis jetzt getan habe:
- abpumpen zwischen den stillmahlzeiten
- Wärme vor dem anlegen/pumpen
- Div. homöopathische Mittel und Öle, Plazenta-Nosoden
- Ernährung milchfördernd (Malz, stilltee etc)
- mehrere stillpositionen (Footballer-Stellung eher selten, ja ich weiß, wäre wichtig, mögen wir nur beide nicht)
- Stillberaterin hier - Tochter saugt wohl nicht richtig perfekt, zu viel nuckeln und zu wenig große Schlucke - aber wie soll ich ihr das beibringen??? Sonst nur ein paar kleine Korrekturen beim anlegen und Verdacht auf Schilddrüse, die ist es aber nicht.
- 19 Tage Domperidon

Jetzt bin ich am Ende mit meinem Latein. Dass in den Vollstill-Tagen die Gewichtszunahme sofort wieder runter ging, hat mich sehr getroffen. Vorher war ich eine zeit lang voller Zuversicht und hatte die nötige Ruhe und Geduld, um die Saugverwirrung loszuwerden und darauf zu vertrauen dass ich genug Milch habe, denn offiziell haben ja nur ein kleiner Prozentsatz wirklich zu wenig und mein klinisches Bild liefert doch erstmal gute Voraussetzungen. Aber seit Freitag als sie gewogen wurde und ich parallel noch den milchstau hatte (Samstagfrüh war er weg), bin ich in ein ziemliches Loch gefallen. Ich weiß dass der milchfluss auch viel durch Stress beeinflusst wird, aber seit wir zuhause sind wird von allen Seiten druck aufgebaut, dass die Kleine nicht schnell genug zunimmt und dass ich zu wenig Milch habe, was man auch an den abpump-Ergebnissen sieht (Aussage Stillberaterin). Der Gedanke ans Abstillen bricht mir das Herz, ich verstehe selbst nicht warum mir das auf einmal so wichtig ist. Aber noch einmal dieses Brüllen und zappeln beim stillen packe ich nicht mehr, ebensowenig diesen Alptraum-Alltag wo ich im 2h-Takt stillen oder Pumpen muss. Das zeitintervall gilt ja ab Beginn, wenn ich fertig bin bleiben also max. 1,5h für andere Dinge wie spazieren odér so. Ich habe Angst, durch das verkrampfte "Muttermilch-füttern" wertvolle Zeit für andere Aktivitäten mit meiner Tochter zu vergeben.

Ich denke jetzt hab ich alles. Bitte entschuldigt Groß- und Kleinschreibung, ich habe den Roman einhändig mit meiner Tochter auf dem Arm getippt, die zu allem übel einen Schnupfen bekommen hat und sehr anhänglich deshalb ist. Eines noch: ich bin dem BES gegenüber nicht aufgeschlossen, auch wenn es so oft angepriesen wird. Es übersteigt einfach meine Toleranzgrenze, ich würde mich damit nicht wohlfühlen.

Tausend Dank für Eure

Viele Grüße,
Animay
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Morgaine47
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Morgaine47 »

Ich bin kein Profi, aber mir ist sofort aufgefallen, dass zwischen Tag 30 und Tag 37 anscheinend nicht gewogen wurde. Und davor wurde an Tag 16 gewogen. D.h. keiner der Messwerte ist abgesichert udn mit großen Unsicherheiten behaftet. Nachdem was ich hier gelernt habe ist es unmöglich daraus eine verlässliche Aussage zur wöchentlichen Zunahme zu machen. Jedenfalls nicht in der Sicherheit wie es bei einer vermuteten Gedeihstörung nötig ist. An Tag 37 brauch der Magen und Darm bloß leer gewesen sein und an Tag 30 alles voll und schon stimmen die 50 g Zunahme nicht, sondern es war mehr.
Ich habe hier gelernt das paralell zur Zufütterredukltion in dem Alter täglich gemessen werden sollte um eine verlässliche Messreihe zu erhalten. Und bewertet werden auch keine Einzelwerte, sondern die Messreihe. Und durch die vielen Messwerte werden Ausreißer, die durch unterschiedliche Magen- Darm- udn Blasenfüllungen erzeugt werden rausgemittelt.

Zum abendlichen Mehrbedarf: Weißt Du was Cluster-Feeding ist? Wenn nicht google mal danach.

Die Profis melden sich sicher im Laufe des Tages und machen Vorschläge zum weiteren Vorgehen. Aber aus den Erfahrngen hier udn was ich bei Dir lese bin ich sicher, dass Du ganz schnell wieder voll Stillen kannst.
LG
Morgaine

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Regenbogen82
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Regenbogen82 »

Herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zum Baby!

Es wird sich bestimmt bald eine Expertin melden. Wichtig wäre, dass Du die Gewichte mit Klardatum angibst, z.B. nicht "mit 16 Tagen" XXXXg, sondern "12.12.13 XXXXg" plus die jeweiligen Zufüttermengen und am Besten noch, wenn Du sie notiert hast, Stillhäufigkeiten und Stuhl- und Urinwindeln.

Alle zwei Stunden zu stillen ist übrigens völlig normal.

Alles Gute für Euch! :)
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smibo
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von smibo »

Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben! Du wirst hier tolle Hilfe erfahren von den Expertinnen. Ich habe selbst mit Hilfe dieses Forums meine beiden Kinder vollstillen können!


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Lucccy
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lucccy »

Hallo,

Herzlich Willkommen.

Alle zwei Stunden zu stillen ist am Anfang der Stillzeit ein Vollzeit-Job, wird aber später deutlich einfacher, ohne dass sich die Zeiten groß ändern. Man bekommt einfach Routine.

Ansonsten versuch jetzt einfach die Auswertung der Gewichtsdaten und die Überlegung sinnvoller Maßnahmen in die Hände der Stillmoderatoren zu legen und genieß Dein Baby.

Gruß Lucccy
Animay
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen. Hier kommt meine Ergänzung der Gewichtsdaten und Windeln, zum Glück Habe ich ein Stillprotokoll geführt :)
Alle 2h finde ich übrigens nicht schlimm, nur das Pumpen halt. Es macht so wahnsinnig unflexibel. Clusterfeeding hab ich schon gehört, aber ist es auch normal dass die Kleine dann so ungeduldig ist?? Beim Zufüttern wird sie so abgefüllt (gefühlt), dass sie danach praktisch nur noch umfällt und 4h schläft (aber auch einiges nach und nach wieder ausspuckt). Mir kommt dieser Zustand so unnatürlich vor, aber seit ich sie so erlebt habe, zweifel ich öfter ob sie vom Stillen wirklich satt wird, weil es nur 2h vorhält und sie hinterher auch nicht quasi wie benebelt ist. Also ist aber genau das normal und das "Suppenkoma" nicht?

Hier die Gewichtsdaten. Die Hebamme hat schon immer auf gleiche Bedingungen geachtet, soweit möglich. Halbwegs gleiche Uhrzeit, nach dem Wickeln, vor dem Stillen. Sie hat so eine Fischerwaage, wir auch, die Ergebnisse haben wir mehrfach abgeglichen und sie sind auf 5g identisch. Wir hatten zwischenzeitlich auch eine aus der Apotheke, aber die brauchte 10 Sekunden um sich eine Meinung zu bilden und so lang hält kein Baby still. Mit der Lösung jetzt können wir besser leben.

1. 20.11.: 3.270g (Klinik)
2. 23.11.: 3.055g (Klinik)
3. 26.11.: 3.120g, (ab jetzt immer Hebamme), dann Einlauf
4. 27.11.: 3.080g
5. 28.11.: 3.100g, 4x Pipi, 1x Aa
6. 29.11.: 3.080g, 5x Pipi, 2x Aa
7. 30.11.: 3.080g, 8x Pipi, 3x Aa
8. 01.12.: 3.100g, 7x Pipi, 2x Aa
9. 02.12.: 3.100g, 6x Pipi, 5x Aa
10. 04.12.: 3.150g leer, 3.200g voll (mit Muttermilch Zufüttern), 5x Pipi, 5x Aa
11. 06.12.: 3.160g, 7x Pipi, 1x Aa, ab heute Zufüttern von Pre.
12. 09.12.: 3.360g, 6x Pipi, 1x Aa. Pipi Windeln ab jetzt deutlich schwerer als vorher, auch weil verlängerter Rhythmus (sie schläft länger am Stück und wir wecken nicht zum wickeln)
13. 11.12.: 3.450g, 4x Pipi, 3x Aa
14. 13.12.: 3.510g, 5x Pipi, 3x Aa
15. 17.12.: 3.740g, 3x Pipi, 1x Aa
16. 20.12.: 3.710g bei der KiÄ, 5x Pipi, 2x Aa. Ab jetzt Reduzierung Pre
17. 23.12.: 3.760g (wieder Hebamme), 7x Pipi, 1x Aa. Ab jetzt auch kein Pumpen mehr sondern Tochter alle 2h angelegt, 3x auch dafür geweckt um milchbildung oben zu halten.
18. 25.12.: 3.780g (unsere Waage, 5g mehr als Hebamme), 8x Pipi, 3x Aa
18. 27.12.: 3.760g. (Hebamme), Keine Zunahme in 4 Tagen, sollen wieder Zufüttern. Dokumentation Pipi etc aus Frust eingestellt. Weil ich nicht mehr Pumpe werden glaub ich die Pre Mengen größer, heute wohl ca 150 ml...

Es wäre so toll wenn es einen Weg zum Vollstillen (ohne BES) gäbe. Selbst wenn ich nur 1x abends eine Flasche geben muss statt nach jedem Stillen wäre ich glücklich. Danke für die Hilfe und die aufbauenden Worte.

Lg
Animay
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Lucccy
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Lucccy »

Hallo,

kannst Du zufällig in Deiner Liste noch ergänzen, wie oft ihr an den Tagen gestillt habt? Und welche Mengen zugefüttert wurden?
Ich vermute, das wird den Beraterinnen helfen.

Gruß Lucccy
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Morgaine47
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Morgaine47 »

Richtig: Der Komaähnliche Zustand nach der Flasche ist nicht normal (und in meinen Augen auch nicht wirklich gesund).

Und ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, aber für mich liest sich das alles recht normal. Ich wette, dass Du spätestens in 2 Wochen voll stillst. Ich glaube das einzige wirkliche Problem ist Deine Angst, dass die Milch nicht reicht.

Unruhe abends ist ja nicht nur Hunger und Ungeduld weil nicht genug Miclh da ist sondern eher das verarbeiten des Tages, dabei gemütlich bei Mama an der Brust kuscheln, mal hochschrecken, weil irgendwas am Tag zu viel war, wieder rankuscheln.

Und ich warte mal gespannt auf die Einschätzung der Profis.
LG
Morgaine

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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von Animay »

Die Still-Anzahl ist schnell erklärt:

- vor dem Zufüttern ca 10x am Tag (wenn man mehrmaliges anlegen innerhalb einer Stunde als 1 Mahlzeit rechnet.
- mit Zufüttern nur 6x am Tag weil sie danach immer sofort eingeschlafen ist
- an den wenigen vollstilltagen 12x am Tag, strikt alle 2 stunden. Mir war auch aufgefallen dass das abgewöhnen der Flasche bzw das tapfer-sporteln an der Brust leichter umzusewar, wenn sie noch etwas schläfrig war. Daher war das mit den zwei Stunden ganz praktisch.

Zu den Zufütter-Mengen: immer ca 240 ml Muttermilch und 100-190 ml Pre Nahrung.

Ich habe gerade wieder ein rabenschwarzes stillerlebnis hinter mir, es fühlt sich an als ob die Kleine gar nicht mehr saugen WILL. Ich teste immer meine Brüste und es schießt geradezu raus, aber sie dockt trotzdem nach wenigen Sekunden wieder ab. Ich bin ehrlich, irgendwann hat nicht mehr nur die Kleine geweint und ich sehe mich wirklich nahe am Ende meiner Kräfte. Es hat jetzt nur zwei Tage gedauert bis die ganze Unruhe an der Brust zurück war. Was macht Euch auf den ersten Blick so sicher, dass ich nicht zu den 2% gehöre? Schaffen es die Profis nachher, dass ich in Kürze wenigstens eine deutliche Verbesserung sehe? Und wie soll ich mich selbst davon überzeugen dass ich genug Milch habe, wenn es in meinem Umfeld keiner glaubt, nicht mal mein Baby... Es ist so frustrierend und zum heulen - unsere Tochter ist durch eine ICSI entstanden und wir hatten sehr viel Glück; aber anstatt es in vollen Zügen zu genießen dreht sich mein Leben nur um dieses eine Thema. Ich denke im Moment, dass ich für einen Kampf, bei dem es noch ein paar Tage so schlimm bleibt wie jetzt, keine Kraft mehr hab. Genau wie Lucccy sagt, ich soll doch mein Baby genießen...

Lg :(
Animay
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PinkLady123
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Re: Baby 6 Wochen und kurz vorm Abstillen (Zufüttern und Co)

Beitrag von PinkLady123 »

Liebe Animay,

Ich kann gut nachempfinden wie du dich fühlst. (((())))

Bin keine Expertin und habe auch keinen wirklichen Rat, aber was du beschreibst klingt für mich nach Saugverwirrung (wie du selbst im AP schon geschrieben hast). Besonders die Unruhe an der Brust kenne ich noch (unser Keks war auch saugverwirrt), wie aber schon geschrieben wurde, kommen dafür auch andere ursachen in Betracht. Das könnt ihr mit Hilfe der tollen stillmods hier sicher in den Griff kriegen. Halte durch, es lohnt sich.

Alles gute für euch.
Liebe Grüße PinkLady
mit dem Großen 07/13 und der Kleinen 10/15
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Gebt den Kindern Liebe, Liebe und noch mehr Liebe, dann kommen die guten Manieren von ganz allein.
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