Liebe Julia, ich glaube, das ist der Grund, weshalb der Fokus so stark in diese Richtung geht.alviseluvama hat geschrieben: Falls hier Ex-Raucherinnen sind bin ich über Tipps wirklich dankbar! Ohne jemanden diskriminieren zu wollen, bitte ich jedoch darum, nur persönliche Erfahrungen bezüglich dem rauchen zu posten weil ich die üblichen Empfehlungen, die so von Nichtrauchern kommen, fast alle durch habe, erfolglos...
Liebe alviseluvama,
ich gestehe, ich wurde beim Lesen deines Threads echt leicht wütend. Nicht, weil du rauchst und stillst. Denn natürlich weiß ich, dass die Vorzüge der Muttermilch i.d.R. die Nachteile des Rauchens überwiegen. Ich finde es sehr mutig von dir, hier öffentlich dazu zu stehen und gehe davon aus, dass du an der ein oder anderen Stelle durchaus Gegenwind erwartest, ja dir vielleicht sogar einen Impuls davon erhoffst. Doch was nützen DIR unsere Erfahrungen als Ex-Raucherinnen (Ja, ich gehöre auch dazu)?
Zunächst will ich es lieber noch einmal nachfragen: Habe ich es richtig verstanden, dass die Gedeihprobleme deines Babys mit dem Rauchen zusammenhängen? Das Bild wird dann sicherlich vielgestaltig sein, da du ja in der Schwangerschaft auch geraucht hast.
Weißt Du, ganz ehrlich, meinetwegen hätte ich damals nicht mit Rauchen aufgehört. Ganz sicher nicht. Und das, obwohl ich zum Beispiel auch Asthma habe. Ich habe mit dem Schwangerschaftstest aufgehört, weil ich einem Kind, einem Baby (!) keine Zigarette geben würde. Weil ich ihm nicht die nötige Sauerstoffzufuhr verwehren würde, weil ich nicht diejenige sein will, die AKTIV dafür die Verantwortung trägt. Ich will ja gar nicht das Beste für meine Kinder - ich will bloß, dass sie gesund und glücklich sind.
Ich habe mir dieses Bild vor Augen gehalten: Mein Baby mit Zigarette im Mund. Und du hast ja auch noch deine anderen Kinder.
Ich erzähl dir mal, was mich wütend gemacht hat: Dass ich den Eindruck bekommen habe, dass du stillen UND rauchen WILLST. Wenn du das für dich und deine Kinder verantworten kannst - ok. Dein Leben, deine Entscheidung, dein Weg. Aber, dann steh' dazu. Frag' uns nicht nach Tipps, sondern lass dich durch die Stillberaterinnen begleiten und gehe deinen Weg. Ansonsten: Schluss mit den Entschuldigungen! Du versteckst dich hinter dem Mangel an Zeit für dich selbst, deinem Mann und vielem mehr. Du schreibst, dass es so schlüssig, so einfach klingt, das Aufhören wollen. Neee meine Liebe, DAS ist das Schwerste: einfach aufhören. Ohne Entschuldigungen, ohne wenn und aber. Du hast es richtig erkannt, dein Körper braucht das Nikotin - Das ist aber nur der eine Teil der Sucht. Der andere ist die psychische Abhängigkeit. Die Kleinigkeiten, mit denen du das Rauchen für dich verbindest, die es für dich - angeblich - nicht gibt. Mit dem Pflaster könntest du, wenn du es wolltest, und es ist vglw. günstig, diese körperliche Abhängigkeit Schritt für Schritt überwinden. Die psychische Abhängigkeit, die verneinst du jedoch noch total. Dort ist der Hebel, an dem du ansetzen musst. Vorher wirst du keine Chance haben.
Um deine Frage zu beantworten: Deine Haut dünstet nachts viel Nikotin aus. Wenn du dann neben deinem Baby liegst, bekommt es dies ungeschützt ab. Gleiches gilt übrigens, wenn ihr die Kleidung, mit der ihr rauchen geht, drinnen aufhängt.