Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen sehr...

Alles rund um die Stoffwindel, egal ob Strick- oder Pocketwindel, gekauft oder selbstgemacht...
Kiara123
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Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen sehr...

Beitrag von Kiara123 »

Hallo,

ich hab nochmal ein kleines Problem bzw. bin ziemlich ratlos...

Meine kleine ist 28 Monate alt und ging bis vor 1 Monat immer mal wieder aufs Töpfchen, hatte aber ne Stoffi an. An einem Urlaubstag bei der Oma hat sie die Windel verweigert und ging ganz toll auf Klo. Der Ganze tag ging glatt. Darauf folgten viele weitere mit wenigen Unfällen, die wir nur bemerkten (wir sagten: ist nicht schlimm, beim nächsten mal klappts oder alles muss man üben). Wir müssen sie aber die meiste zeit mal erinnern. Dann sind wir nach dem Urlaub auch im Kindergarten ins Gespräch gegangen und wir waren der Ansicht, dass wir sie nicht verwirren wollen, indem sie zuhaus ohne und in der Kita mit Windel rumläuft. Wir sind übereingekommen, dass sie auch dort auf die Windel verzichten und nur ein Unterhöschen und Hose anziehen und auch mitgehen.
Leider geht das große Geschäft immer in die Hose und nicht ins Klo/Töpfchen und mittlerweile finden auch wieder viele Pipi nicht den Weg dorthin. Ich hatte vorgestern 8 Hosen gewechselt, davon 3 mit groß drin... Das ist eigentlich auch nicht Sinn und Zweck. Sie will tagsüber, wenn ich sie frag, manchmal ne Windel, manchmal nicht. Soll ich mich da nich ihr richten oder ist dieses Hin-und-her kontraproduktiv?
Was sollen wir tun? Nochmal Windel an? Oder durchbeißen und erinnern? Wäre ein Rückschritt (zurück zur Windel) vielleicht eher ein Sprungbrett für 2 schritte nach vorn?
Bei meiner Mutter und Schwiegermutter ist sie wirklich trocken und die erinnern nicht häufiger/seltener wie wir.
Es hört sich jetzt sehr stressig an, auch wenn es das eigentlich nicht ist. :-)

LG und danke schon mal

kiara123
PS: Trainerwindeln halten nicht genug und sie sieht sie auch als Windel.
Kiara123
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von Kiara123 »

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marykate
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von marykate »

Wir haben's so gemacht, dass wir uns nach unserer Tochter gerichtet haben. Windel wenn sie Windel wollte und Unterhose, wenn sie die wollte.
Das hat denke ich gut funktioniert.

Mittlerweile ist sie trocken, nur so 2x die Woche gibt es bei der Tagesmutter einen Unfall. Merkwürdiger Weise nur dort.
Muss aber dazu sagen: Wir waren von Geburt „windelfrei“ (aber meistens mit Windelbackup).
Marykate mit Maienkind *11 und Augustbaby *14

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DFU
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von DFU »

Hallo Kiara,

du schreibst, dass es bei den Omas klappt, obwohl sie seltener nachfragen als ihr. Dann kann sie es anscheinend. Ich würde in dem Fall möglichst nicht mehr richtig zur Windel zurückkehren, sondern nur die noch vorhandenen Windeln entsprechend ihrer Wünsche aufbrauchen. So dass sie noch etwas Zeit hat, sich gedanklich auf das entgültige Ende der Windelzeit einzustellen.

Wie ist es im Kindergarten? Klappt es dort auch, wenn sie alle gemeinsam gehen?

Und wie reagiert sie, wenn ihr sie fragt? Geht sie dann auf die Toilette oder ist sie genervt, geht nicht und es geht in die Hose?

Viele Grüße
DFU
Kiara123
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von Kiara123 »

Das mit dem Aufbrauchen ist schwierig, da wir nur mit Stoffwindeln wickeln. Im indergarten gehts auch öfter daneben. Aber sie geht. Sie geht auf Aufforderung manchmal, manchmal nicht. Zwingen will ich nicht, aber muss zugeben, dass ich sie nach 8 nassen Hosen am Tag und vielen unrettbaren Unterhosen zur Belohnung besteche. :-) Für jedes Pipi im Töpfchen/Klo 1 Gummibärche und für jeden Kaka 2. Aber auch das klappt nicht. Sie schläft nun aber auch verdammt schlecht ein und ist sehr anhänglich. Kann sein, dass sie grad nochmal nen Enbtwicklungsschub hat. Ich hatte schön die Befürchtung, dass sie einfach überfordert ist. Aber sie kann es ja. Heute kündigte sie das Pipi an und wollte ganz schnell aufs Töpfchen, aber ein bißchen ging nebendran, der Rest hat den Weg gefunden. Dafür gabs natürlich auch ein Gummibärchen.
Emmi2007
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von Emmi2007 »

Wir haben mit unserem Sohn momentan ein ähnliches Problem. Pipi klappt meist ganz gut mittlerweile, aber das große Geschäft landet nach wie vor in der Unterhose, zu Hause und im Kindergarten. Wir haben vorher auch immer mit Stoffis gewickelt, sind jetzt aber nach einigen Wochen mit Unterhosen, in denen ich auch mehrfach am Tag das ganze Kind umziehen musste, sozusagen wieder einen Schritt zurück gegangen und er trägt jetzt diese Www-Windelslips. Ich habe ihm die als Unterhosen zum wegwerfen verkauft und er zieht sie zum Glück auch an. Erst habe ich ja befürchtet, dass er da dann auch wieder Pipi reinmacht, aber das klappt weiterhin gut. Finde es zwar eigentlich total doof, dass er jetzt so Www-Windeln trägt, aber 3-4 Mal am Tag das komplette Kind umziehen und oft dann auch noch abduschen, war mir einfach zu anstrengend und den Erzieherinnen im KiGa wollte ich das auch nicht auf Dauer zumuten.
Liebe Grüße von K. mit Wirbelwind (11/07), Sonnenschein (05/10) und Maikäferchen 2013
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von sweet-cherry-13 »

Hier schließen wir uns mal an. Momentan läuft es auch nicht so gut. Viele Unfälle und das große Geschäft landet zu 99% in der Windel oder im Schlüpfer...

Ich hab das Gefühl, im Hochsommer war es einfacher, da sie eh nackt untenrum war. Jetzt müsste sie schon die Hosen vorher runterziehen...

Da sie die Windel nicht verweigert, bekommt sie jetzt öfters wieder eine an, auch im Kindergarten.
Madame 09/2006 + Madamchen 10/2010
pinselmaus
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von pinselmaus »

Wenn es bei Oma klappt, kann sie es doch. Ich würde nicht mehr auf Windeln zurückgreifen. Versuchs mit viel loben und evtl. belohnen.

Wir hatten das Problem auch anfangs. Pipi ging mal gut (mehrere Tage ohne Unfall) mal schlecht (an einem Tag viele Unfälle) und Kacka ging zu 90% in die Hose.
Ich hab es dann so gemacht wie emmi2007. Wir haben die Windelslips zum weg werfen gekauft (haben sonst immer mit Stoff gewickelt). Das waren/sind bei uns auch immer Schlüpfer zum weg werfen. Das war für mich stressfreier. Haben die von dm genommen.
Dazu hab ich ihn immer gelobt und gesagt, dass ich mich freue, wenn das Pipi ins Klo geht. Auch Papa, Oma und Opa freuen sich. Da hat er sich immer gefreut und es war scheinbar für ihn der Ansporn auf Klo zu gehen.
Mittlerweile geht sogar das große Geschäft immer ins Klo. Die WW Schlüpfer nehmen wir nur noch, wenn wir länger mit dem Auto unterwegs sind oder ich viel in der Stadt zu erledigen hab.
Einzig zum Schlafen braucht er noch eine Windel.
Viele Grüße von Mama Maus, Bruder Maus (10/2011) und Baby Maus (2/2018)
Kiara123
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von Kiara123 »

Hallo,

wir hatten letzte Woche nochmal Elterngespräch in der Kita. Unter anderem kam auch das Sauberwerden zur Sprache. Mäuschen schläft schlecht und ich hab das Gefühl, dass sie es sehr beschäftigt und manchmal überfordert. Nun haben die Erzieherinnen gemeint, dass sie nicht mehr zurück gehen würden, weil es halt schon mit Pipi klappt. Es wäre für ihr Selbstbewußtsein nicht gut, wieder zur Windel zurück zu kehren. Wir hatten gestern (wir waren länger unterwegs und hätten weder Wickeln noch Umziehen können) ein WWW-Höschen an. Da hat das ÜBERHAUBT nicht einal mit Töpfchen geklappt. Das hat dan naber auch den ganzen Tag nimmer geklappt. Also glaub ich, uns bleibt nix andereas als Augen zu und durch. :-( Aber es klappt auch sonst immer besser... Sie findet mittelerweile den Stinker in der Hose auch unangenehm. Vielleicht reicht das ja schon. Die erzieherin meinte aber auch (und das kann ich auch nachvollziehen), dass wir nicht immer 'nicht schlimm' oder 'macht nix' oder das nächste Mal klappts besser sagen sollen'. Es käme drauf an, in welcher Situation der Pipi/Kaka in die Hose geht. Wenn sies nicht schnell genug schafft oder beim Spielen nicht merkt, dann ist das nicht schlimm, da kann man das auch sagen. Aber wenn sie 2x hintereinander gefragt wird und sie verneint, sich aber dann hinstellt und laufen läßt und dann nicht mal ein Upss/zerknirschtes Gesicht, sondern einfach gemacht wird, als wär nix, dann kann man ruhig mal sagen, dass man es nicht in Ordnung findet, da andere da durch laufen und auch spielen. Das es nicht in Ordnung ist, nix zu sagen. Also nicht schimpfen, sondern erkären, aber auch nicht runterspielen...
maigora
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Re: Trockenwerden ist nicht schwer, trocken sein dagegen seh

Beitrag von maigora »

Hallo liebe Kiara!

Zunächst lass Dich mal fest drücken. Es ist völlig normal, dass das Trockenwerden manchmal etwas länger verläuft und nach einer Zeit, wo alles toll klappt, dann eine Zeit kommt, wo gar nichts mehr klappt. Auch habe ich gemerkt, dass verschiedene Entwicklungsphasen, Stress, Wachstumsschub, Krankheit usw. durchaus "Rückschläge" bringen. Ihr habt aber auch alle Zeit der Welt. Da ist jedes Kind anders und es soll kein Wettbewerb werden. Auch Ihr als Eltern musst keine Leistung liefern, dass es einwandfrei klappt. Genau gesagt, ihr könnt das gar nicht wirklich bewirken. Das Kind lernt ja hauptsächlich vom Zugucken und kaum davon, was es gesagt bekommt. Überhaupt, in solchen Sachen je weniger man macht, desto besser funktioniert es.
Deshalb ist das Wichtigste, macht Euch kein Stress damit und stellt Euch an besten drauf an, dass es immer wieder klappt und dann mal nicht mehr klappt. Ansonsten würde ich echt gar nichts machen und alles möglichst der Kleinen überlassen. Ich fände es auch überhaupt nicht schlimm, ihr mal eine Windel anzuziehen und dann wieder nicht. Schließlich, wenn sie dadurch durcheinander kommt, wirst Du als Mutter es schnell merken. Wenn Du keine anziehen möchtest, dann darf die Kleine aber auch mal in die Hose machen. Ob das für Deine Tochter OK ist, merkst Du auch selber am besten. Ich würde aber auch nichts fragen, allerhöchstens als Vorschlag vorm Rausgehen, um es nicht zu sehr zum Thema zu machen, sonst fühlt sie sich vielleicht unter Druck gesetzt. Es kann aber schon sein, dass sie "nein" sagt und 5 min später dann in die Hose pieselt, das merkt sie halt vorher nicht, es ist schon bei Kids anders als bei uns. Ich würde sogar nicht sagen "macht nichts" oder "nicht schlimm", denn das wäre eine Bewertung von Dir und Deine Meinung. Vielleicht ist es aber schon schlimm für die Kleine? (ist halt etwas aus der Psychologie... :mrgreen: ). Ich würde zwar ein "macht nichts"-Gesicht machen, aber nur sagen "komm, dann holen wir eine neue Hose".
Es wird aber ganz sicher bald gut klappen! :)
LG
Liebe Grüße,


Maigora mit geliebten Kindern

bitte, liebe Leute, korrigiert meine Schreibfehler, sonst werde ich nie richtig schreiben!
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