Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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hajar
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von hajar »

ja das ist so toll... mein zwerg hier würde am liebsten fünf sprachen gleichzeitig lernen, leider kann ich nicht so viele. :wink: wir bekommen im august besuch aus marokko, da kann er dann übersetzer spielen (der besuch kann kein deutsch). bin gespannt.
Grüße von hajar mit unendlich geliebtem Sohn (03/09)

Danke für eure Hilfe beim Ausmisten!!! Ich bin so frei. :-) Jetzt.
Ambrosia
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Ambrosia »

@blana:ich würde mir an deiner stelle noch keine sorgen machen, ein guter freund von mir und arzt hat beide kinder zweisprachig erzogen und mir gesagt meist fangen zwrisprachliche kinder ein halbes jahr später an zu sprechen.bei meiner tochter ist das allerdings nicht der fall, sie ist 17 monate alt und plappert schon einiges in beiden sprachen.aber wie gesagt das ist nicht die regel, die regel ist eben dass es später losgeht.eine sprachverzögerung von ca. einem halben jahr + - hat sehr oft was mit zweisprachigkeit zu tun wenn diese praktiziert wird, also nicht verrückt machen und anfangen jetzt schon andere ursachen zu suchen die es wahrscheinlich gar nicht gibt, ich würde getrost noch 3 monate warten und dann weiter schauen
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Karlson vom Dach
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Karlson vom Dach »

@blana: Unser junger Mann spricht auch noch kein Wort. Er ist jetzt etwas über 17Monate, wächst zweisprachig auf und fängt gerade mal versuchsweise mit Mama und Papa an. Er erzählt halt viel in seinem eigenem Kauderwelsch.
Verstehen tut er aber alles in beiden Sprachen, deshalb mache ich mir keine Sorgen.
Ich selbst bin auch zweisprachig aufgewachsen und habe erst sehr, sehr spät das Sprechen angefangen, dann aber sofort auf beiden Sprachen.
Liebe Grüsse von Karlson, dem Piraten(02/12), der Maus und dem Frosch (beide 10/13)
nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Mit ziemlich genau 18 Monaten hat der Pirat nun angefangen einzelne Worte zu sprechen, einige in Spanisch, andere in Deutsch. Wieviele genau kann ich nicht sagen, weil er manchmal ein neues Wort an einem Tag mehrmals sagt und dann scheinbar wieder vergisst. Aber es tut sich was, und das ist erstmal das wichtigste.
nido mit dem Piraten (01/2012)
asujakin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von asujakin »

nido das klingt spannend und hört sich alles sehr normal an. Ich finde auch 1,5 ist überhaupt nicht "spät" sondern völlig normal und jetzt beginnt eine wirklich spannende Zeit in der hauptsächlich ihr Eltern den Pirat verstehen werdet. Oder weißt du was ein Deidade ist? Als Mama wusste ich natürlich dass er ein Eichhörnchen meint :lol: Hachja...genieß es!

Hier sind wir mittlerweile so weit, dass mein Sohn mir manchmal auf englisch antwortet. Gerade hat er eine Phase, in der ich weniger reden darf, er macht dann dicht und besteht darauf, dass ich deutsch mit ihm spreche aber das ist ok. Alles in allem ist er ja doch sehr viel mit der englischen Sprache in Kontakt. Also im Grunde täglich 7 Std ca. im Kindergarten und Zuhause wird dann auch geskyped oder es werden voice-Nachrichten über whattsapp verschickt usw. Mal sehen, wann der Knoten platzt :wink:
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Leah_Lion
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Leah_Lion »

Asu, geht dein Sohn in englische Kita?

Meiner spricht auch fast kein Englisch mehr seitdem das Au Pair weg ist. Mit mir auch nicht. Ich glaube, Sätze bilden fällt ihm schwer. Verstehen kann er immernoch alles.

Aber - er redet mit sich Englisch, wenn er spielt. Ist das seltsam?

Wir fliegen ja bald 6 Wochen in die USA. Meint ihr, da kommt der Switch?
Leah mit großem Sohni (12/09) - und
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asujakin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von asujakin »

Das könnte ich mir gut vorstellen, dass es dann wieder besser klappt. Mein Sohn geht in ein bilinguales Kinderhaus. Pro Gruppe 1 Native Speaker (in der Gruppe meines Sohnes ist es eine Britin) und 1 Deutsche. Es wird dann vom Native Speaker auch ausnahmslos nur englisch gesprochen (auch mit den Eltern zB). Also er versteht - aber spricht nicht (fließend). Wir gehen erst im April rüber und ich habe ihm schon gesagt, dass dann dort aber keiner deutsch spricht mit ihm und sie kein deutsch verstehen usw. Da meint er eiskalt "Dann spreche ich eben englisch!" :P Laut Erzieherin ist er auch einer der besten seiner Gruppe was das Englische angeht aber ich denke er hat da auch einfach noch mehr Berührungspunkte als die anderen (mal das eine Kind ausgenommen deren deutsche Mutter mit ihr Englisch spricht...)

Als ich damals nach D kam konnte ich kaum ein Wort deutsch sprechen. Versanden habe ich nur ein wenig. Ich war fast 5 und habe innerhalb von 3 Monaten deutsch gelernt, dafür aber sofort aufgehört englisch zu sprechen. Ich habe das total verweigert. Meine Mutter fragte damals einen befreundeten Kinderpsychologen um "Rat" und dieser meinte, dass Kinder einfach dazu gehören wollen. Also irgendwas mit "Überlebensinstinkt" und es sei essentiell sich der Gemeinschaft anzupassen um nicht allein vom Wolf gefressen zu werden oder sowas :lol: Jedenfalls trägt dieser "Anpassungstrieb" oft dazu bei, dass Kinder sich sehr schnell in neue Gruppen integrieren, Sprachen lernen, sich anpassen, dazu gehören wollen (während es in der Pupertät dann wiederum darum geht "besonders" zu sein und sich selbst zu finden). Ist eure Familiensprache denn grundsätzlich auch englisch? Dann würde es mich wundern, wenn er das nun verweigert.
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Leah_Lion
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Leah_Lion »

Nein, Familiensprache deutsch und wir alle deutsch ;), ich bin doch auch so eine falsche Muttersprachlerin *g*.... Außerdem geht er jetzt seit 3 Monaten in die Kita, nur deutsch dort. Ist klar, dass es alles viel weniger geworden ist. Dafür spricht er echt noch viel und versteht halt auch alles. Filme und Serien schaut er immer auf Englisch. In seiner Gruppe ist ein Mädchen mit spanischem Papa. Der spricht nur Spanisch mit ihr, sie antwortet nur deutsch. Das beruhigt mich immer, wenn ich sehe, dass es auch den "echten" Bilingualen so geht wie mir :). Ich spreche aber auch deutsch mit ihm, mal so, mal so. OPOL passt nicht zu uns, das stresst mich und damit alle anderen auch.

Im März kriegen wir wieder in US Au pair für die Kleine. Dann kommt hier auch wieder mehr Englisch ins Haus.
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Leah_Lion
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Leah_Lion »

Meine amerikanische Nachbarin sagt übrigens, er hätte einen britischen Akzent LOL. Ich glaub, der kuckt zuviel Fireman Sam und hört Bob the Builder LOL. Von mir kann ers nicht haben. Ich klinge wohl eindeutig nach Westküste USA :).
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asujakin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von asujakin »

Achso ist das ;) OK doch dann macht es Sinn.

Und übrigens ist es normal, dass Kleinkinder noch nicht typisch amerikanisch klingen :wink: Meine kleine Schwester, die die Staaten noch nie verlassen hat, klang als Kind auch so, als würde ein deutsches Kind versuchen englisch zu sprechen. zB Very - da war es kein weiches amerikanisches r, sondern eher ein "Werri" :lol:
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