Ich fand unsere Stillbeziehung zwischendrin ziemlich belastend, weil sie so fordern war. Im Alter von 2-3 hätt ich manchmal gern aufgehört, weil ich nur noch hörte "Mama, Milch". Irgendwie wusste ich aber nicht so recht wie. Mit eineinhalb fand ich es schwierig, dass sie in der Nacht 5-6 mal kam und nur durch stillen zu beruhigen war. Wir haben dann aufgehört, als ich im Referendariat war. Ich habe sie einmal gefragt "schnupse, wie lange wollen wir eigentlich noch stillen?". Sie zeigte mit der Hand 5 Tage und so haben wir es gemacht. Es war ziemlich unproblematisch, obwohl das für sie eine schwierige Zeit war, weil ich durch diese Anspannung für sie emotional nicht mehr zur Verfügung stand und sie von 100% Mama auf 90% Oma und Papa umgestellt wurde. Mir kommen immer die Tränen,
Vor das Baby kam, konnte ich mir kaum vorstellen, wieder zu stillen. Ich hatte einfach gar keine Lust, es war für mich verbunden mit einem Gefühl des ständig körperlich zur Verfügung stehen müssens. Es ging dann aber mit Leichtigkeit, ich mach es wirklich wieder gern.
Dass die Große jetzt allerdings wieder daher kommt und ständig danach fragt, verursacht mir einen Knoten im Bauch... Was tun? Ich versteh schon, dass für sie auch irgendwie die Welt in Ordnung ist, wenn sie an meinem Busen liegt, aber ich glaub, ich kann das jetzt nicht mehr... Ich hab aber Angst sie zu verletzten, ich bin eh so besorgt um sie, wie sie es schafft, jetzt nicht mehr an erster Stelle zu sein.
Bis jetzt hab ich versucht ihr klarzumachen, dass sie schon wieder darf, aber nur zum Naschen und dann, wenn es mir reinpasst. Das verursacht natürlich ständiges Nachfragen und Warten auf ihrer Seite und auf meiner Seite noch mehr das Gefühl, dass sie fordernd ist.
Was tun? Bitte gebt mir einen vernünftigen Tip, wie ich das händeln kann, ich weiß grad nicht, wie ich da rauskomm!