Was mache ich falsch?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Lösche Benutzer 14728

Was mache ich falsch?

Beitrag von Lösche Benutzer 14728 »

Bin gerade echt gefrustet. Die kleine 16 Wochen Zwergin hat so große Probleme einzuschlafen. Abends und in der Nacht geht es mit einschlafstillen gut, tagsüber ist es eine Katastrophe :( . Sie wird müde, reibt die Augen, gähnt. Ich biete ihr die Brust an,die sie auch gerne nimmt. Sie trinkt ein paar schlucke und schreit dann wie am Spieß. Ich nehme sie hoch,sie stößt auf und hört kurz auf zu weinen. Ich packe sie ins tt, sie lächelt,schaut herum und fängt kurze zeit später wieder an, zu schreien. Dabei reist sie sich die Haare aus,erwischt sich im Gesicht, ist langsam schweißüberströmt. Nach einer zeit nehme ich sie wieder aus dem Tuch,biete in meiner Verzweiflung nochmal die Brust an,sie schreit,trinkt und schläft innerhalb von wenigen minuten ein. Ablegen geht dann nicht; das Ende vom Lied ist,dass ich mit ihr auf dem Sofa sitze,sie immer wieder sucht und eine Art stillschlafen betreibt. Ich traue mich schon garnicht mehr raus,weil das einschlafen so ein Drama ist.
Der Titel müßte wohl eher lauten " was kann ich verändern?"..... Mache ich zuviel? Reagiere ich zu spät? Oder ist es einfach in dem alter so,dass einschlafen schwer fällt und zeit und weinen braucht? Wie ist das bei euch? Was macht ihr zur einschlafbegleitung, schreien eure Kinder auch wie am Spieß und für wie lange?
Die zwergin tut mir wirklich so leid und ich würde sie gerne besser unterstützen :( .
Omama
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Omama »

Ohje,

das klingt sehr anstrengend.
Hast du mal versucht, sie bei ersten müdigkeitsanzeichen im schlafzimmer hinzulegen und dort einschlafzustillen?
Wir hatten das hier auch, dass irgendwann ein Tagschlaf im Liegen eingefordert wurde.

Ansonsten (im Sommer geht das ja) raus und mit Tuch schnell laufen? Das klappt auch besser als in der Wohnung auf-und-ab-laufen.
Vielleicht ist es ihr zu unruhig, stillen, tuch, stillen, sitzen, tuch? Weißt du.
Wenn du ihr die Brust anbietest, und dann versuchst, sie anders beim einschlafen zu begleiten. Vielleicht klappt einschlafstillen am Tag (im Moment!) einfach nicht.
Zum einschlafen stillen geht hier seit er ein halbes Jahr alt ist auch kaum noch.
Die Federwiege ist unser neues Ritual.
Oder Kinderwagen, wenn ihr einen habt. Bewegung im Liegen an der frischen Luft klappt hier auch (oft, aber nicht immer) prima.

Bitte berichte weiter, ob es besser wird,
ich wünsch dir viel Kraft.
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Tonnia
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Tonnia »

Ich würde dir auch raten raus zu gehen!
Bei uns wars das gleiche. In der Wohnung im Tuch wurde nur gebrüllt in dem Alter, aber draußen ist er total schnell eingeschlafen. Es macht halt echt nen Unterschied ob man in der Wohnung im Kreis läuft und hofft, dass das Kind endlich einschläft oder ob man draußen läuft und abgelenkt ist.
Aber es ist wirklich nur ein Phase und wird wicher wieder besser. Ich hatte teilweise Wochen wo ich den ganzen Tag nur mit Baby auf dem Sofa saß. Du kannst ja in der Zeit ein schönes Buch lesen, Hörbuch hören oder was auch immer dir gefällt.
Oder kann die vielleicht jemand mal für ein zwei Stunden dein Kind abnehmen und auch mal im Kinderwagen ausfahren? Dann kannst du was für dich tun und wieder auftanken.
LG, Franzi
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Kleine
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Kleine »

bei uns war auch Tragetuch in Kombination mit frischer Luft und leisem Singen die Lösung... Bis heute schläft er am Besten ein, wenn man ihm was leise vorsingt, und das muss kein Schlaflied sein ;)
LG
Anika

mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
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gartenbritta
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von gartenbritta »

Liebe Judithke, ersteinmal möchte ich Dich beruhigen: DU machst nichts falsch! Deine Kleine kann nicht einschlafen, Du könntest ja, wenn du wolltest. :wink: Dieser Satz hat mir bei meinem Großen sehr geholfen, bei dem das Einschlafen auch eine Katastrophe war. Der hat auch viel und lange geschrien, bis er irgendwann eingeschlafen ist, egal ob früh oder spät auf Müdigkeitszeichen reagiert, viel Ruhe oder immer mal eine andere Einschlafposition, Tuch, Busen oder in der Wiege, ich dabei oder kurz draußen Luft holen.
Immer ist die Frage geblieben, ob ich mit mehr Erfahrung etwas besser hätte machen können.
Bei meiner Tochter und meinem zweiten SuT-Kind :wink: und maximaler Erfahrung war es wieder so. Anfangs ging einschlafen nur mit schreien. Diesmal habe ich sie einfach darin begleitet. Im Arm gehalten (ruhig und fest) und gewartet, bis es vorbei war. Danach konnte ich sie auch gut ablegen bzw meinen Arm wegziehen. Irgendwann hat sie angefangen, auch ohne schreien zu schlafen. :)
Ich glaube nicht, dass es an der Methode liegt, WIE ich sie begleitet habe sondern die innere Einstellung, dass ich sie nur begleiten kann, nicht einen anderen Weg für sie wählen kann.
Ob es wirklich Kinder gibt, die eine innere Spannung haben, die sie rausschreien müssen, weiß ich echt nicht. Bei zwei von meinen vier Kindern gab es jedenfalls in hohes Schreibedürfnis, was ganz schön anstrengend war. :D

Judithke, du hast mein tiefstes Mitgefühl Ich wünsche Dir viel Kraft und genieße die Zeit mit Deinem Baby bewusst.
LG gartenbritta

mit drei wunderbar wilden Jungs (der Große 02/06, der Mittlere 09/07 und der Kleine 01/10) und der tollsten Tochter (11/12)
fh1211
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von fh1211 »

oh diese Frage stelle ich mir auch immer wieder: was mache ich nur falsch bzw. was habe ich vielleicht während der Schwangerschaft falsch gemacht, dass ich ein Schreikind bekommen habe. Aber ich glaub nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe oder falsch mache. Ich liebe mein Kind. Allerdings fällt es mir schon oft schwer sie so anzunehmen wie sie ist und wie die Situation ist. Die Vorstellungen wie es mit Kind sein wird waren einfach andere. Und mittlerweile bin ich überzeugt, dass genau das der Knackpunkt ist. Meine Tochter ist einfach ein eigenständiges Menschlein und ich muss sie einfach so annehmen wie sie ist. Auch wenn das manchmal sehr schwer ist und meine Kräfte übersteigt. Sie braucht vielleicht das Schreien um in den Schlaf zu kommen. Woran das liegt? Keine Ahnung. Ärzte wissen ja auch nicht warum manche Kinder eine frühkindliche Regulationsstörung haben und was man machen kann. Bei meiner Tochter ist organisch alles in Ordnung. Das ist gut zu wissen, aber ändert am Schreien und Nichtschlafen auch nichts. Es hilft wohl nur Geduld, Geduld, Geduld und viel Toleranz und Liebe, ganz besonders viel Liebe.
Mir wird immer gesagt, ich soll die Kleine auch mal abgeben und was für mich tun, Kraft schöpfen. Aber das fällt mir sehr schwer und ich will einfach bei ihr sein.
Manchmal klappt es, wenn ich mit ihr ins Schlafzimmer gehe und sie dann im Liegen stille (dann kann auch ich in dieser Zeit wunderbar die Augen zumachen, wenn auch nicht schlafen, aber ausruhen und die Zweisamkeit mit meiner Tochter genießen)
TT hilft bei uns nicht, habe es aber noch nie ausprobiert draußen. Vielleicht ist das was. Ich werds mal probieren.

Unsere Kinder brauchen uns, unsere Liebe, Geduld und Toleranz. Ich sag mir das immer wieder und versuche ihr diese Liebe zu geben. Auch wenn es mir manchmal sehr schwer fällt. Falsch machen wir meiner Meinung erst dann etwas wenn wir unseren Kindern die Liebe nicht mehr geben (können).

Ich kann dich so gut verstehen und weiß wie anstrengend das alles ist. Aber es kommt sicher einmal irgendwann (wann auch immer das sein wird) die Zeit in der wir unsere Kinder ausnahmslos genießen können und wir diese anstrengende Zeit immer mehr vergessen werden.

Wie Gartenbritta schon geschrieben hat, versuch die Zeit trotzallem zu genießen. Ich bereue, dass ich das in den ersten 5 Monaten nicht gemacht habe, weil es so anstrengend war. Die Zeit ist leider vorbei und ich kann sie nicht mehr zurückholen. Und vielleicht hilft es dir auch dir immer wieder schöne Momente zurückzurufen und auf diese zu konzentrieren, gerade dann wenn es wieder so schwer ist. Das habe ich mir auch zu spät bewusst gemacht, aber jetzt tu ich es. Eigentlich wollte ich sie schon längst in die Krippe geben und wieder arbeiten, aber ich habe mich nun dagegen entschieden. Ich will jetzt wo es langsam leichter wird auch die Zeit bewusst genießen und mit ihr erleben. Und bin gerade sehr glücklich mit dieser Entscheidung!

Ich wünsch dir auch ganz viel Kraft!
Lösche Benutzer 14728

Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Lösche Benutzer 14728 »

Vielen dank für eure lieben Worte!! Ich hatte einfach nicht erwartet, dass die Schreizeit hier so lange dauert. Und dann hört man immer wieder von anderen:" sobald sie auf dem Arm/im Tuch etc. ist, ist sie zufrieden!". Man, das kostet kraft! Ich mache es auch schon so, dass ich in schwierigen Momenten ganz fest an die schönen Erlebnisse, die wir schon miteinander hatten, denke. Und da gibt es schon einige! Schwer fällt mir, mich nicht mit anderen zu vergleichen... Etwas für mich zu tun, Freiräume zu schaffen ist nicht leicht, weil die Zwergin einfach noch oft Hunger hat und ich auch gerne bei ihr sein will, wenn es ihr nicht gut geht. Und es ist auch echt eine Umstellung, Kontakte nur per SMS oder Mail zu pflegen ( was man eben einhändig mit Kind im Arm machen kann....). Einfach durchhalten und auf die guten Zeiten freuen. Das will ich versuchen! Ändern kann ich ja doch nur wenig an der Situation. Zum Glück weint sie nachts nicht mehr, mag zwar manchmal relativ oft trinken, doch schläft dann auch wieder ein. Das ist wirklich gut! Mal schauen, wie es weitergeht.....
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Queenchen »

Also das mit dem stillschlafen tagsüber betreibt meiner auch. Allerdings scheint das keine Phase zu sein, er macht das seit Geburt an (naja, die ersten 2 Monate ausschl. Schlafen auf meinem Bauch, danach nur in meinem Arm). Und wenn ich es doch mal wage ihn hinzulegen, ist er spät. nach 10 Min wach und beschwert sich. Ich sitze also auch viel auf dem Sofa mit schlafendem Zwergi im Arm... Das schreien vorher macht er zum Glück nicht krass. Ist mehr ein schimpfen und nörgeln. Entweder weil er müde ist und sich gegen den Schlaf wehrt oder andersrum weil er müde ist aber wegen Blähungen nicht schlafen kann. Dann hilft auch nur tragen, tragen, tragen...
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Nordlichter »

Das erinner ich von unseren beiden, dass das stillen und schlafen ab dem 4. Monat schwierig wurde, sie waren plötzlich von allem abgelenkt und wollten alles sehen. Macht deine Kleine gerade was neues, drehen oder so? Ich meine bei uns hat es ein paar Wochen gedauert die wir mit viel Rhythmus und Ruhe überstanden haben, jeden Tag gleiche Zeiten, zur gleichen Zeit ins Bett und wenig Action. Und Dach konnten die irgendwas neues. Viel Kraft euch!
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von fh1211 »

Also das mit dem Vergleichen kenn ich auch. Soll man ja nicht tun, aber ich mach es trotzdem immer wieder. Hab mit meiner Tochter einen Pekip Kurs besucht (na ja wir waren nicht mal 50% dort, da sie entweder genau zu der Zeit endlich mal geschlafen hat oder geschrien hat, so dass ich nicht hin bin). Ich mach den Kurs nicht weiter. Denn dort seh ich einfach wie es auch sein könnte und das tut dann schon auch weh. Auch wenn ich im Bekanntenkreis immer hör, was die alles mit ihren Kindern machen. Ich war mit meiner 6,5 Monate alten Tochter bislang 10 mal einkaufen und das war schon oft ein Drama. Daher geh ich dem ganzen jetzt lieber aus dem Weg.
Wenn man mir gesagt hat mit 3 Monaten ist alles besser hab ich immer schon für mich gedacht, dass ich da mal gespannt bin ob das wirklich so ist. Und tja es war halt nicht so. Manche Kinder brauchen länger z.B. bis zum 6. Monat.. Tja der ist bei uns auch schon halb rum. Aber sicherlich wird es insgesamt besser. Vielleicht auch weil ich mittlerweile mit dem Schreien ganz gut klar komm und versuche mir keinen Druck mit dem Schlafen zu machen. Ich probier sie zum Schlafen zu bringen und wenn sie schläft gut, wenn nicht dann stehn wir halt wieder auf und versuchen es 30 Minuten später nochmal. es klappt nicht immer aber ich versuch es.
Auch mit dem Freiräumen läuft es bei mir noch nicht. Meine Tochter nimmt keine Flasche und ich hab einfach Angst, dass genau dann wenn ich mal weg bin die große Hungersnot ausbricht auch wenn sie gestillt wurde bevor ich weg bin. Mit dem Gedanken kann ich eh nicht abschalten also bleib ich halt daheim bei ihr.

Es wird besser und das Forum hilft mir dabei durchzuhalten, vor allem dann wenn wieder Rückschritte kommen. Du bekommst das hin! Wir bekommen das hin!
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