nachdem ich beim ersten Kind fast 8 Wochen lang "nur" mit extrem wunden Brustwarzen zu kämpfen hatte, hab ich beim zweiten nun gleich mehrere "Baustellen" und viele viele Unsicherheiten. Vielleicht könnt ihr mir beim Gedanken ordnen helfen...
Vorweg, ich habe bei 41+0 spontan entbunden innerhalb von ca. 7 Stunden ohne PDA oder ähnlichem. Nachdem mir mein Sohn auf den Bauch gelegt wurde, hat er gleich geschrieen... Fast 45 min lang, danach habe ich ihn angelegt, weil er alleine die Brust nicht zu finden schien. Im Kreißsaal hat er dann gleich richtig angedockt und dreimal getrunken, bevor er in den Schlaf fiel. Ich war so happy, nachdem ich beim ersten Kind so unsicher war und ich immer ewig gebraucht habe, bis Kind 1 korrekt an der Brust war - jetzt ein Kind, das gleich richtig andockt und kräftig saugt. Ein Traum
Die Ernüchterung kam während der ersten beiden Tage. Hatten wir am Geburtstag noch längere Schlafpausen (2-3 Stunden), hing er in der ersten Nacht schon 1-2stündlich an meiner Brust und am zweiten Tag ging es dann so weiter. Maximal eine Stunde Schlaf am Stück, danach war er durch nichts zu beruhigen, außer an der Brust, sonst schrie er sich im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib... So auch die zweite Nacht. Nach fast 48 Stunden ohne Schlaf kam für mich dann der Supergau. Bei der U2 am nächsten Morgen hatte er bereits fast 10% an Gewicht verloren (Energie durch Schreien "verpulvert"); die Kinderärztin wollte bereits zufüttern, aber zusammen mit der IBCLC konnten wir ein Ultimatum für den Nachmittag vereinbaren, weil wir ja auf den Milcheinschuss hofften. Am Nachmittag war das Gewicht zwar nicht mehr weiter gesunken, jedoch sein Hautturgor so schlecht, dass ich vor die Wahl zwischen Infusion oder Zufüttern gestellt wurde. Also wurde er nach den nächsten Mahlzeiten mit der Spritze nachgefüttert "so viel er wollte", irgendwas zwischen 10 und 20 ml. Danach war er zufrieden und hatte auch wieder längere Schlafpausen. Mein schlechtes Gewissen ist aber leider immer noch da. Der Verstand weiß, dass es richtig war, aber für den Bauch ist es ein dermaßen besch... Gefühl, dass ich immer noch heulen kann.
Am dritten Tag wurden wir nach einer Stillprobe entlassen mit der Ansage, dass ich jetzt definitiv nicht mehr zufüttern müsste (weil Milch da war und das erste Kind auch keine Probleme mit Zunahme usw. hatte) und Zuhause kam dann die Milch noch mal richtig gut ins Fließen. Das tat gut, aber es zeigte sich schon bald, dass er ein sehr sehr ausgeprägtes Saugbedürfnis hat. Dem habe ich anfangs auch nachgegeben und ihn jedes Mal gestillt, wenn er sich meldete, teilweise mehr als 12 tägliche Mahlzeiten.
Das hatte nicht nur zur Folge, dass er super zunahm, sondern auch, dass ich jetzt mit - meiner Meinung nach - viel zu viel Milch dasitze. Er verschluckt sich ständig und spuckt fast nach jedem Trinken. Ich habe bereits versucht, ihn definitiv nur noch anzulegen, wenn klare Hungerzeichen da sind, aber er sucht z. B. ständig. Auch wenn er mal muss, Schluckauf hat oder ihn ein Bäuerchen drückt. Einschlafstillen geht auch gar nicht, weil er ja nach fast jedem Stillen spuckt und danach wieder wach ist
Irgendwelche Ideen zum Thema gesteigertes Saugbedürfnis im Wochenbett?
Was tun bei zuviel Milch im Wochenbett? Die Tipps aus der Linksammlung sind ja für Frauen, die aus dem Wochenbett schon raus sind. Hoffen, dass sich alles noch einspielt?
Wie macht ihr das mit euren größeren Kindern?
Puh, jetzt ist es doch noch recht lang geworden. Danke schon mal fürs Zuhören. Allein das Auskotzen bei SuT scheint zu wirken, grad schläft er 2 1/2 Stunden.
Hier noch die Gewichtsdaten, falls benötigt. Pipi- und Stuhlwindeln haben wir täglich mehr als genug.
31.5. 3340 g KH
2.6. 3040 g KH 4-5 mal nachts zugefüttert, zwischen 10-20 ml pro Mahlzeit
3.6. 3110 g KH Entlassung und Milcheinschuss
4.6. 3230 g ab hier Hebamme
6.6. 3350 g
8.6. 3610 g
12.6. 3640 g
14.6. 3800 g
Liebe Grüße
perlanera1981
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