Hilfe, Milch wird immer weniger

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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jusl
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von jusl »

Ich hab sie jetzt ein paar Mal einfach abgedockt und auf dem Stillkissen an der Brust liegen lassen, da sind sie dann auch eingeschlafen. Nur ich war dadurch dann auch blockiert...
"Blockiert" oder "gezwungen zum Pausemachen, ausruhen, fernsehen, lesen...." ;-) - eine Frage der Sichtweise. Ich kann nur empfehlen: Essen, Trinken, Telefon, Buch, Fernbedienung usw. VOR dem Stillen in unmittelbarer Reichweite platzieren, und dann wirklich PAUSE machen, während die Babys auf dem Stillkissen bei Dir schlafen.
Wir kommen jetzt so auf 30-40 Min. Pause zw. den einzelnen Stillzeiten, aber ich müsste ja auch eigentlich mal Eisen geben, weiß nur nicht, wann!
30-40 Minuten Pause ist perfekt.
Das Problem mit dem Eisen habe ich nicht verstanden, kannst Du das genauer erklären?

LG
Julia
Frannel
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von Frannel »

Hallo Julia,

also mit "blockiert" meinte ich so Duschen, Essen, auf Toilette gehen. Ich schaffe es nämlich manchmal morgens gar nicht vor elf aus dem Bett, weil ich früh dort stille und dann als Kuschelkissen sitzen bleibe... Aber klar nutze ich die Zeit auch zum Ausuhen. :-)

Zu dem Eisen: ich soll ihnen eigentlich täglich 8 Tropfen Ferrosanol geben. Laut Beipackzettel muss man das zwei Std. vor bzw. nach der Milchmahlzeit machen. Mein Kinderarzt meinte, eine Std. würde reichen. Aber selbst dieses Zeitfenster schaffe ich nicht... Ich nehme jetzt selbst Ferrosanol als Kapseln und hoffe, dass sie dann genug über die Muttermilch abbekommen.

Und jetzt gerade habe ich das Problem, dass die beiden seit heute Nachmittag Clusterfeeding (fast schon wieder Dauerstillen) machen, meine Tochter aber an der Brust liegt und schreit, obwohl ich noch locker Milch rausstreichen kann... Hat sie dann keine Kraft mehr? Sollte ich dann zufüttern?

Prinzipiell habe ich schon das Gefühl, dass die Milch mehr geworden ist, dass sie sich aber einfach nicht zügig satt trinken, sondern es so kuschelig finden, dass sie schon immer vorher einschlummern und dann natürlich schneller wieder hungrig sind.
I + B per Kaiserschnitt geholt bei 32+3 am 15.3.2013

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jusl
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von jusl »

Zu dem Eisen: ich soll ihnen eigentlich täglich 8 Tropfen Ferrosanol geben. Laut Beipackzettel muss man das zwei Std. vor bzw. nach der Milchmahlzeit machen. Mein Kinderarzt meinte, eine Std. würde reichen. Aber selbst dieses Zeitfenster schaffe ich nicht... Ich nehme jetzt selbst Ferrosanol als Kapseln und hoffe, dass sie dann genug über die Muttermilch abbekommen.
Achsooo, sorry, ich stand auf dem Schlauch. ;-)
Also: Mit "Milchmahlzeit" sind Kuhmilchprodukte gemeint, nicht Muttermilch. Kuhmilchprodukte, dazu zählt auch künstliche Säuglingsmilch, hemmen wegen deren hohen Calciumgehalts die Eisenaufnahme, deshalb werden diese entsprechenden Abstände empfohlen. Für Muttermilch hingegen gilt dies nicht - die Bioverfügbarkeit von Eisen ist in der Muttermilch wegen bestimmter Inhaltsstoffe etwa 20 mal höher als in Kuhmilch. Deshalb ist hier keinerlei Pause notwendig.

Der Eisengehalt der Muttermilch ist über die mütterliche Eiseneinnahme (=Supplemetierung) nur steigerbar, wenn ein mütterlicher Eisenmangel vorlag. Wenn der Eisengehalt auf Normalniveau liegt, erhöht weitere mütterliche Eiseneinnahme den Eisengehalt NICHT. Deshalb: bitte die Babys nach ärztlich empfohlener Dosierung supplementieren! Du selbst solltest Eisenpräparate nur nehmen, wenn Du Eisenmangel hast.
Und jetzt gerade habe ich das Problem, dass die beiden seit heute Nachmittag Clusterfeeding (fast schon wieder Dauerstillen) machen, meine Tochter aber an der Brust liegt und schreit, obwohl ich noch locker Milch rausstreichen kann... Hat sie dann keine Kraft mehr? Sollte ich dann zufüttern?
Nein, sondern hochnehmen, rumtragen, schaukeln, wippen, im Fliegergriff umhertragen, ins Tragetuch packen... was man halt so macht mit Babys. Wenn noch Milch kommt und das Baby trotzdem weint, ist Hunger ja offenbar nicht das Problem. ;-) Also: nicht zufüttern, sondern anderes Beruhigungs- und Bespaßungsprogramm machen.
Prinzipiell habe ich schon das Gefühl, dass die Milch mehr geworden ist, dass sie sich aber einfach nicht zügig satt trinken, sondern es so kuschelig finden, dass sie schon immer vorher einschlummern und dann natürlich schneller wieder hungrig sind.
Berücksichtige, dass so ein Babymagen ungefähr die Größe eines Babyfäustchens hat. Junge Säuglinge sind NICHT auf "sich satt trinken" programmiert, sondern auf "oft trinken". 8-12 Mahlzeiten sind VÖLLIG NORMAL, und manche Babys mögen auch noch öfter was, ist ebenfalls gar nicht ungewöhnlich.
Aber klar nutze ich die Zeit auch zum Ausuhen. :-)
Gut! :D

LG
Julia
Frannel
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von Frannel »

Hallo Julia,

Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich gerade bin :)
Meine zwei Zwerge haben gestern total entspannt an der Brust getrunken, regelmäßig so ca. eine Stunde Pause gemacht, waren glücklich und zufrieden und nur am Abend ein wenig weinerlich. Und: Ich habe nicht einen Tropfen dazugefüttert! :D
Ich danke dir von Herzen für deine Tipps, Ermutigungen und beruhigenden Worte!

Nur in der Nacht haben wir noch das Problem, dass sie nach dem Trinken nicht mehr in ihr Beistellbett zurück wollen, sondern unbedingt an Mamas Brust. Hab deswegen ab 3 Uhr kaum geschlafen und suche noch nach einer Lösung.
Es ist nämlich so, dass sie sich, wenn ich sie neben mich ins Bett lege, so an mich rankuscheln, dass sie ihre Näschen fast schon unter mir vergraben. Und da habe ich einfach Angst, dass sie nicht richtig/genug Luft bekommen. Ansonsten finde ich es ja schön, sie neben mir liegen zu haben.
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jusl
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von jusl »

Freut mich sehr! :D

Wir hatten gar kein Beistellbett, sondern Familienbett - in den ersten Wochen habe ich mich im Bett hingesetzt und beide gleichzeitig auf dem Stillkissen gestillt, praktisch wie auf dem Sofa, aber leicht nach hinten gelehnt, so dass ich weiter dösen konnte. Später hab ich nachts abwechselnd gestillt, ein Baby lag links, eins rechts, und ich hab mich einfach beim kleinsten Mucks zu demjenigen Kind hingedreht und gestillt - so haben wir alle ausreichend Schlaf bekommen.
Zu der Näschen-Sache: Hast Du mal probiert, die Babys zum Nebeneinanderschlafen hoch zuschieben? Dass Ihr sozusagen Nase an Nase liegt? Und zum Stillen wieder runter ziehen? (Alternativ kanst Du natürlich auch die Babys liegen lassen und selbst etwas runterrutschen)

LG
Julia
Kleeblaettchen
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Re: AW: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von Kleeblaettchen »

Huhu, ihr macht das ganz ganz toll und ich kann es dir sooo nachfühlen. Ich hab die ersten Monate quasi Dauergestillt. Laptop, Telefon und Fernbedienung, Trinken immer in Griffweite. Da ich auch immer hinterm Zwillisstillkissen festsaß. Aber es wird besser und ich bin soooo froh das ich es durchgehalten habe. Mit Flaschen machen wär ich durchgedreht, ehrlich. So musste ich mich "nur" hinsetzen, mir keinen Kopf über Temperatur,Menge, Vorrat etc machen. Und nachts machen wir es mittlerweile so wie jusl es schrieb. Ich hab damals von Tag zu Tag gelebt und mir oft gesagt das die Zeit für uns arbeitet.
Und zwischendrin Babys geniessen so gut es geht, die kleinen Glücksmomente aufsaugen und in Stressphasen davon zehren.

PS wir stillen immernoch, Ende ist nicht abzusehen, die Zwerge sind 11 Monate :-)

jetzt auch vom Handy...
Liebe Grüße Kleeblaettchen
mit
Winterkind *2008 gestillt,geflascherlt,geimpft,im eigenen Bett schlafend
2x Sommerkind *2012 vollgestillt, Voll- bzw Teilzeitgetragen,ungeimpft bleibend, Stoffgewickelt, bei Mama schlafend

immer mal Kleinschreibend,da im arm öfter mind. ein Baby
Dank Großzwerg hängt die Tastatur, Rechtschreibfehler also bitte ignorieren. Danke
Frannel
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von Frannel »

Hallo Jusl und Kleeblättchen,

wenn meine zwei nachts nacheinander wach werden, stille ich so, wie du es beschrieben hast, Jusl. Ich drehe mich dann jeweils hin und her. Dann merke ich aber schon nach einer Minute, wie der andere sich an meine Rücken heran robbt - was ich total süß finde - und die Nase in die "Rille" zwischen Schulterblatt und Matratze schiebt. Solange ich wach bin, finde ich es auch gut, nur einschlafen traue ich mich so kaum. Aber hochziehen auf Nasenhöhe werde ich mal versuchen.

Leider haben sie nachts manchmal gleichzeitig Hunger. Und wenn ich dann einen seitlich stille, weint der andere ganz bitterlich in meinem Rücken. Das ist kaum auszuhalten für mich, darum mag ich dann lieber gleichzeitig stillen.
Beim Zurücklehnen mit Zwillingsstillkissen bekomme ich immer einen steifen Nacken. Hab jetzt aber eine Lösung mit drei Nackenstützkissen rechts und links von mir gefunden. Die Kinder liegen dadurch höher, meine Tochter auf einem und ich drehe mich ihr leicht zu (wie beim Liegendstillen). Mein Sohn liegt auf der anderen Seite auf zwei Kissen und damit leicht höher als die obere Brust und kann dann sozusagen von oben andocken. Durch die Nackenrollen in den Kissen können sie nicht von mir weg runterrollen! War heute Nacht recht bequem so für uns - nur etwas warm für mich ;-)

Außerdem freue ich mich gerade über den dritten Tag voll stillen und dass sie gerade zufrieden schnarchend auf dem Stillkissen an meiner Brust schlafen.
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jusl
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von jusl »

Das liest sich sehr gut, prima! :D

Das mit dem nächtlichen Tandemstillen ist in der Tat etwas fummelig - hier lohnt Herumprobieren, bis es passt. Auf dem Rücken liegen, und je ein Baby seitlich "im Arm" haben und stillen, funktioniert bei manchen Frauen (eher mit etwas größerer Oberweite) auch gut.
Am bequemsten ist aber sicherlich, nachts nacheinander zu stillen. Mit weinendem Kind "im Nacken" geht das natürlich gar nicht gut, ganz klar. Mein Tipp: sobald ein Zwilli nur SCHNAUFT, SOFORT stillen. Damit der andere (noch) nicht wach wird. ;-)

LG
Julia
Frannel
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von Frannel »

Hi,

Ich fange nachts schon immer an zu stillen, wenn mich das Schnaufen weckt. Dummerweise schaffen es die beiden sich gegenseitig auch mit Schnaufen zu wecken - oder sie haben eine innere Stilluhr, die nachts absolut gleich läuft... :roll:
Eigentlich komme ich mit meiner Kissen-Lösung ja ganz gut zurecht. Aber:
Ein bisschen verunsichert bin ich jetzt durch diese neue Studie zum SIDS, wonach Babies im Elternbett ein erhöhtes Risiko haben, insbesondere, wenn sie nicht auf dem Rücken liegen. Und bei mir liegen sie ja eher seitlich im Arm... :shock:

Ich hab jetzt auch vorgestern und heute wieder zugefüttert. Heute, weil wir unterwegs waren und ich schon ein paar Mal angelegt hatte, meine Tochter aber immer wieder an die Brust wollte. Vorgestern, weil ich vormittags aus dem Haus musste und sie einfach nicht zufrieden zu stellen waren. Aber ich bleibe dran. :wink:

LG
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Katha
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Re: Hilfe, Milch wird immer weniger

Beitrag von Katha »

Nur kurz: die "Studien"Ergebnisse sind nicht neu und methodisch nicht sauber
Sehr spitz hier formulierte Kritik ;)
http://www.nora-imlau.de/2013/05/keine- ... ilienbett/
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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