Immer kürzere Stillpausen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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mileandra
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Immer kürzere Stillpausen

Beitrag von mileandra »

Ich verzweifel so langsam an unserer jüngsten. Seit Geburt trinkt sie in sehr kurzen Abständen und ich hab mir immer eingeredet, dass das sicher nur eine Phase ist. Aber jetzt ist sie 4 Monate alt und trinkt immer noch dauernd.
Tagsüber trinkt sie meist so 15min, spielt max eine halbe Stunde und will wieder trinken. Mit Ablenkung oder z. B. Meinem kleinen Finger kann ich sie nicht abspeisen. Nachts kommt sie so alle 2 Stunden.
Milch ist genug da und sie löst auch teilweise mehrere MSR aus. Sie nimmt gut zu - also eigentlich mehr als gut - und ist mittlerweile laut KiA ein "richtiger Brocken".
Aber wie kriege ich sie satt? Ich kann doch nicht den ganzen Tag mit Kind an der Brust rumlaufen? Beim Spazieren mit dem Hund oder EinkAufen stille ich schon oft im Tuch, weil ich das sonst gar nicht schaffen würde.
Seit sie acht wochen alt ist arbeite ich auch wieder halbe Tage und wäre froh, wenn ich die Arbeitszeit nicht immer nach 20 Uhr legen müsste :(
Ich würde gern auch weiter voll stillen, aber zumindest ab und an wäre ich schon recht glücklich, wenn sie mal eine Stunde ohne mich auskommen würde.
Seit ein paar Tagen wird auch alles in den Mund gesteckt und bekaut. Kann es sein, dass sie schon Beikostreife zeigt? Aber 4 Monate wäre doch sehr früh, oder? Meine Große war schon über ein halbes Jahr, als sie das erste Stück Banane gekriegt hat.



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Liebe Grüße,
mileandra mit der Zaubermaus (11/07) und der Elfe (01/13)
komalasuoz
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Re: Immer kürzere Stillpausen

Beitrag von komalasuoz »

uihh...ich kann dich verstehen, aber dir nicht helfen....
ich muss auch immer abends anfangen zu arbeiten und tue dies meist bis 2 uhr (und zwischendurch drücke ich mich hier schreibend vor der arbeit :oops: )....sehr anstrengend, da kann ich dir mal einen solidarischen drücker dalassen :)
aber ich glaube kaum das man da was machen kann, das wird sicher werden, sind doch alles nur phasen und irgendwann gibts soo viel zu entdecken und wenn sie älter werden trinken sie auch nicht mehr so oft, aber haben dafür immer längere wachphasen in denen sie beschäftigt werden wollen, da schafft man definitiv nichts mehr nebenbei ;)
Schöne Grüße von komalasuoz (Clauwi GK 03/14) mit Mausi (12/2008) und Spatzi (10/2012) gestillt, getragen und glücklich im Familienbett
jusl
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Re: Immer kürzere Stillpausen

Beitrag von jusl »

Aber wie kriege ich sie satt?
Tust Du doch. ;-) Stillen nach Bedarf kann von Baby zu Baby sehr unterschiedlich aussehen. Manche Babys z.B. haben in den ersten Lebensmonaten einen so kleinen Magen, dass sie so oft stillen MÜSSEN, um überhaupt die erforderliche Milchmenge aufnehmen zu können. (Bei solchen Kindern wäre ein Dehnen der Mahlzeitenpausen fatal - und endet praktisch immer in "zu wenig Milch" und "musste zufüttern".)

Euer Rhythmus ist offensichtlich genau richtig: Stillen klappt problemlos, Milch ist reichlich, Baby nimmt super zu. So weit so gut, und eigentlich nicht verbesserungsfähig. ;-)
Falls Du dennoch daran drehen möchtest, weil das Stillen sonst nicht in Deinen Tagesablauf passt oder so, dann kannst Du durchaus versuchen, einige Stillmahlzeiten durch Beikost zu ersetzen. Sehr junge Babys kommen mit Fingerfood für gewöhnlich noch nicht so gut zurecht; außerdem sollte ja sichergestellt sein, dass Dein Baby auch bei künftig begrenztem Stillangebot weiterhin gut zunimmt, also nennenswerte Kalorienmengen über die Beikost aufnimmt. Deshalb ist babytaugliche Schonkost in Breiform mit nennenswertem Kaloriengehalt dafür am besten geeignet. Ausführliche Info dazu findest Du in unserer Grundinfo Beikosteinführung.
Allerdings: Auch Breifüttern macht Arbeit und kostet Zeit. Ich persönlich wäre da wohl lieber mit stillendem Baby im Tuch draußen. ;-) Vielleicht kannst Du die ganze Sache auch einfach sportlich nehmen, in dem Bewusstsein, dass es ja nicht für immer so bleiben wird. Auch seltener stillende Babys wollen oft den ganzen Tag bei ihrer Mutter sein, so dass man "zu nichts kommt". Und wenn man erstmal akzeptiert, dass man sozusagen dauerhaft ein Baby an seinem Körper wohnen hat, dann schafft man oft überraschend viel. Halt MIT Kind im Arm/Tuch. Von daher:
Ich kann doch nicht den ganzen Tag mit Kind an der Brust rumlaufen?
Doch, das geht. ;-) Machst Du ja schon seit 4 Monaten. Kenne ich von meinen Kindern auch so, auch jeweils schnell wieder arbeitend (MIT Kind).

LG und weiterhin Geduld und gute Nerven,
Julia
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mileandra
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Re: Immer kürzere Stillpausen

Beitrag von mileandra »

Erst einmal vielen Dank für die ausführlichen Antworten - so habe ich das noch gar nicht gesehen :)
Allerdings: Auch Breifüttern macht Arbeit und kostet Zeit. Ich persönlich wäre da wohl lieber mit stillendem Baby im Tuch draußen. Vielleicht kannst Du die ganze Sache auch einfach sportlich nehmen, in dem Bewusstsein, dass es ja nicht für immer so bleiben wird. Auch seltener stillende Babys wollen oft den ganzen Tag bei ihrer Mutter sein, so dass man "zu nichts kommt". Und wenn man erstmal akzeptiert, dass man sozusagen dauerhaft ein Baby an seinem Körper wohnen hat, dann schafft man oft überraschend viel. Halt MIT Kind im Arm/Tuch.
Aber: das könnten zumindest auch ab und an mal der Papa oder die Oma machen. Ich hab nämlich so total langweilige Arbeit am Compi ("Langweilig" findet zumindest mein Baby), so dass arbeiten mit Baby wach gar nicht geht. Und leider habe ich in den Abendstunden oft Telefonkonferenzen, da wäre es demnächst doch recht nett, wenn ich nicht mit Headset auf dem Kopf und Baby stillend im Tuch wippenderweise durch die Gegend tanzen müsste ;)
Auch fänd ich es total toll, wenn ich mal ab und an über den Tag arbeiten könnte (so 2 Stunden am Stück wär himmlisch), so dass ich mal mehr als 3 Stunden Schlaf in der Nacht bekommen würde - konzentrieren ist nämlich dann spät abends nicht so dolle. Und leider bin ich Alleinverdienerin, so dass halt auch ein gewisser Druck dahinter steht :roll:
Andererseits bringt mich das auch irgendwie in Konflikt mit mir selbst, da ich eigentlich warten wollte, bis sie von sich aus zugreift (ok, tut sie ja, aber das ist was anderes als "füttern"). Mal schauen, vielleicht kann ich mit mir selbst einen Kompromiss schließen und Hirsebrei mit Wasser und abgepumpter Milch anrühren.
Aber es beruhigt mich ja schon, dass es anscheinend auch andere Babys gibt, die so extreme Cluster-Feeder sind.
Gestern habe ich mal Strichliste geführt und bin inkl. Nacht auf 22 Stillmahlzeiten gekommen. :5:
honigtopf2010
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Re: AW: Immer kürzere Stillpausen

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo mileandra, das kenn ich genauso noch von der Großen. Und ja, am Rechner wurde ihr es schnell öde. Der Kleine ist genügsamer und liegt auch mal ne Weile entspannt. Helfen kann ich dir also nicht aber den Breistress hätte ich mir deswegen auch nicht angetan. Und bei Telefonkonferenzen kann man doch prima stillen? Solidarische Grüße
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
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